Die kulinarische Weltreise: Ropa Vieja (Cuba)

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Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampftDer Reisetrupp der kulinarischen Weltreise unter Leitung von Volker mampft hat sich im Februar auf den Weg nach Cuba gemacht. Leider war ich noch nie in diesem karibischen Land, soll aber durchaus eine Reise wert sein.

Wenn ich zunächst den Namen Cuba höre, denke ich natürlich an Fidél und Che (¡Viva la Revolución!), Schweinebucht, Cubakrise. Dann an dicke Havannazigarren, Amischlitten aus den 50ern, Cuba Libre und tolle, schwungvolle Musik.

Bei cubanischem Essen hört es auf, und ich musste erst einmal recherchieren. Auf dieser Seite wurde ich fündig und erfuhr, dass die Ropa Vieja, die es heute gibt, fast ein typisches Armeleuteessen ist. Flanksteak ist nämlich, im Gegensatz zu Deutschland, eher ein minderwertiges Stück Rindfleisch, das, ebenfalls im Gegensatz zu Deutschland, günstig zu haben ist. Das Ergebnis ist ein lange geschmorter Eintopf mit Pulled Beef – sozusagen.

Dazu gab es eine typische Beilage, den Arroz congri oder auch Moros y Cristioanos.

Das Mise en place für den ersten Teil des Rezepts: in der Mitte die Flanksteaks, dann von links unten im Uhrzeigersinn Zwiebelstreifen, gehackter Knoblauch, Paprikaschote in Streifen, selbst gemachte Rinderbrühe, Möhren- und Studenselleriestücke, Gewürze wie Lorbeerblatt, süßes Paprikapulver, Oregano, Pimetón de la vera und Kreuzkümmel

Zutaten für ca. 3 Portionen:

  • 400 g Flank Steak
  • 1 Zwiebel
  • je 1/2 gelbgrüne und rote Paprika
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • 1/2 TL Paprika de la Vera (geräuchertes Paprikapulver)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Rinderbrühe
  • 6 Fleischtomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblätter
  • 1 Möhre
  • 1 Stange vom Staudensellerie
  • 125 g grüne Oliven ohne Kern
  • 1 EL Kapern
  • Öl

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Paprika waschen, putzen, schälen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.

Die Karotte schälen und in 4 – 5 große Stücke teilen. Den Sellerie ebenfalls waschen und vierteln.

Die Fleischtomaten würfeln.

Das Fleisch trockentupfen und rundum in Olivenöl zum Braten wenden. Einen geeigneten Schmortopf erhitzen und  das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten. Wenn das Fleisch leicht am Topfboden haftet kein Problem. Sobald das Fleisch von allen Seiten angebraten ist aus dem Topf nehmen und zunächst beiseite stellen.

Dann die Zwiebeln und die Paprikastreifen in den Topf geben und bei mittlerer Hitze 15 – 20 Minuten leicht anbraten bis das Gemüse beginnt zu karamellisieren. Nun Knoblauch und die Gewürze zugeben und 1 – 2 Minuten weiterbraten. Das Gemüse mit dem Weißwein ablöschen. Den Wein kurz aufkochen lassen.

Nun die Rinderbrühe, Tomatenmark, sowie die Tomatenwürfel zugeben und die Sauce 5 Minuten weiterköcheln lassen. Dann das Fleisch zurück in den Topf geben, die Karotten und den Sellerie unter die Sauce heben.

Den Deckel auflegen und bei kleiner Temperatur (ich 2,5 von 9) 3 – 4 Stunden schmoren lassen.

Danach die Lorbeerblätter, die Karottenstücke und den Sellerie entfernen, das Fleisch herausnehmen, mit einer Gabel auseinander zupfen und wieder in die Sauce geben. Mein Fleisch war so weich, dass ich es direkt im Topf mit einer Gabel „zerrupfen“ konnte.

Diie Oliven und die Kapern hinzufügen. Das Ropa Vieja*) ohne Deckel 30 Minuten weiterköcheln lassen, so dass die Sauce eindickt.

Zum Schluß den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken, anrichten und eventuell mit Petersilie oder Selleriegrün bestreut servieren.

Ropa Vieja serviert man auf Kuba mit Reis oder Moros y Cristianos (links auf dem Teller), heißt Reis mit schwarzen Bohnen. Auch Tostones, gebratene Kochbananen, passen wunderbar dazu.

*) Hier seht Ihr noch mal schön, wie das Gericht zu seinem Namen, nämlich „alte Kleidung“ kommt. Das „pulled beef“ sieht wirklich ein bisschen wie alte Lumpen aus:

20 Gedanken zu „Die kulinarische Weltreise: Ropa Vieja (Cuba)

  1. Petra aka Cascabel

    Schaut gut aus! Ich hab mich ja auch an einer Art Pulled Beef versucht, an Vaca frita. Früher schon mal gemacht habe ich Aporreado – auch ein zerfieseltes geschmortes Fleisch. Das ist wohl die kubanische Antwort darauf, mit zähem Fleisch und erschwinglichen Fleischstücken umzugehen 😉

    Antworten
    1. Britta

      Danke.
      Der einzige Unterschied zu Cuba ist wohl, dass Flank Steak bei uns geringfügig teurer ist, um als günstiges „Armeleuteessen“ durchzugehen.

      Aber lecker war’s! 👍🏼

      LG Britta

      Antworten
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  4. Tina von Küchenmomente

    Ui, das sieht aber auch wieder gut aus…nur die grünen Oliven würde ich mir da rauspulen….für die kann ich mich einfach nicht begeistern. Das Gericht schmeckt aber garantiert auch ohne köstlich.
    Liebe Grüße
    Tina

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Mein Mann mag weder Oliven noch Kapern. Als ich ihm den Vorschlag machte, beides rauszulassen, meinte er, nee, er müsse sich auch mal an andere Geschmäcker gewöhnen und fand das ganze Gericht dann sehr lecker.

      Aber ich kann Dich da verstehen.

      Liebe Grüße
      Britta

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  6. Susanne

    Das wäre doch so ein Essen, das man morgens in den Slowcooker wirft und am Abend ist man dann versorgt :-). Das muss ich mal ausprobieren.
    Und ja – Oliven und Kapern. Die sind hier auch nicht von allen gern gesehen. Aber manchmal geht es dann doch…

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Ich wollte es auch erst im Slowcooker machen, weil wir eigentlich etwas unternehmen wollten. Aber da Martin von der Hexe angeschossen worden ist, blieben wir zu Hause, und ich hab’s im Schmortopf vor sich hin schmurgeln lassen.

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
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  12. Conny

    Liebe Britta,
    auf unserer Kubareise stand Ropa Vieja ein einziges Mal auf der Speisekarte – und wir haben’s auch direkt bestellt, weil der Reiseführer das als typisch kubanisch anpries. Es sah nicht so toll aus wie Deines – und alleine Deine Zutatenliste überzeugt mich davon, dass Deines mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sehr viel besser schmeckt. Mit Deinem Rezept gebe ich den alten Klamotten noch mal eine Chance!
    Herzlichst, Conny

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