Synchronbacken #48: Ciabatta meets Focaccia = Ciacaccia

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Auch im Juni veranstalten Zorra von 1 x umrühren bitte aka Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen wieder ein Synchronbacken. Es soll Ciabatta gebacken werden. Das Rezept von King Arthur, das Zorra für uns übersetzt hat, klang jetzt wieder nicht so schwierig, so dass ich mich mutig fürs Mitbacken entschied.

Ich sage mal so: Eine richtig gute Ciabatta habe ich nicht fabriziert, eher eine Mischung aus Ciabatta und Focaccia – eine Ciacaccia sozusagen. Aber das Gebilde war gut durchgebacken und geschmacklich lecker, hätte ich ein wenig mehr Salz (ich hatte ohnehin schon mehr als angegeben) genommen.

Oben rechts habe ich ein Eckchen abgebrochen, um zu schauen, ob die Ciacacce durch sind 😉

Ich habe mich allerdings auch sehr weit aus dem Fenster gelehnt und frisch gemahlenes Vollkornweizenmehl und Frischhefe/Lievito Madre statt Trockenhefe genommen.

Ich hatte im Internet gelesen, dass bezogen auf die Mehlmenge etwa 2,5 % Hefe, 5 % Weizensauerteig und 4 % Olivenöl zugegeben werden. [Quelle: Wikipedia]

Deshalb bin ich folgendermaßen vorgegange – was vielleicht ein Fehler war…

Zutaten für den Vorteig (Samstagabend):
  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 225 g kaltes Wasser
  • 1 Krümel Frischefe
Zubereitung:

Alle Zutaten mischen und abgedeckt bis zu 15 Stunden im Warmen gehen lassen. Parallel hatte ich meinen Lievito Madre aufgefrischt und ebenfalls im Warmen stehen gelassen.

Vorteig am Samstag
Zutaten für den Hauptteig (Sonntagmorgen):
  • Vorteig
  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 9 g frische Hefe
  • 18 g Lievito Madre
  • 1 1/4 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 60 g lauwarmes Wasser
  • 15 g Olivenöl
Zubereitung:

Ich habe zunächst die Hefe mit dem Zucker in lauwarmem Wasser in der Schüssel der Küchenmaschine aufgelöst. Dorthinein habe ich dann den Vorteig und die restlichen Zutaten gegeben. Das Ganze 7 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit mit dem Knethaken rühren.

Den Teig in eine geölte Schüssel geben und abgedeckt 2 Stunden gegen lassen. Dabei nach einer Stunde den Teig entgasen, indem man mit der flachen Hand die Luft aus dem Teig drückt.

Teig nach der ersten Stunde vor dem Engasen

Ein Backblech mit Dauerbackfolie belegen und leicht mit Öl bestreichen. Den Teig vorsichtig darauf geben, dabei darauf achten, dass die Luft im Teig bleibt.

Teig mit Teigkarte, Messer oder Fingern halbieren und zu zwei Teiglingen formen. Sie sollten jeweils ca. 25 x 10 cm groß sein und 6 cm vom Rand des Blechs entfernt liegen. Zwischen ihnen sollten ca. 10 cm Platz bleiben. Beide Teiglinge mit viel Mehl bestreuen und mit einer Plastikfolie bzw. bei mir einem Bienenwachstuch bedecken. Teiglinge 60 bis 90 Minuten gehen lassen. Nach 45 Minten die Teilginge mit den Fingern eindrücken, wie man es bei einer Focaccia macht. Meine Teiglinge waren ganz schön auseinander gelaufen, so dass ich sie noch mal sanft zusammenstauchte und mit Mehl bestreute.

Etwa 10 Minuten vor Ende der Gare den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teiglinge vor dem Backen mit lauwarmem Wasser besprühen. Die Mulden sollten noch sichtbar sein. Etwa 18 bis 20 Minuten backen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Trotzdem die Ciabatte nicht so geworden sind, wie vorgesehen, dienten sie dennoch als leckere Grundlage für ein Sandwich im italienischen Stil, das genau so auch gut zu unserer letzten Rettungsaktion gepasst hätte.

Zutaten für 1 Sandwich:
  • 1/2 „Ciacaccia“
  • 2 EL Frischkäse
  • 1 Tomate in Scheiben
  • Oliven in Scheiben
  • etwas frischn Rucola
  • etwas frischen Basilikum
  • ein paar Tropfen Crema die Balsamico
Zubereitung:

Die halbe „Ciacaccia“ mit einem großen Brotmesser waagerecht durchschneiden. Nach wunsch etwas toasten. Beide Hälften mit Frischkäse bestreichen.

Die untere Hälfte mit Tomaten- und Olivenscheiben und dem Basilikum belegen. Leicht salzen.

Auf die untere Hälfte ein paar Tropfen Crema di Balsamico geben, den Rucola darauf legen und leicht andrücken. Beide Hälften zusammenklappen und nach Wunsch ein weiteres Mal halbieren.

Das war ein sehr feiner Snack zum Mittag (Wir essen ja abends warm) und eignet sich gut verpackt auch hervorragend zum Picknick oder als Pausenbrot.

Hier geht es zu den Rezepten der anderen SynchronbäckerInnen:

34 Gedanken zu „Synchronbacken #48: Ciabatta meets Focaccia = Ciacaccia

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  7. Conny

    Liebe Britta,
    was für ein Hammer-Sandwich; darauf hätte ich jetzt große Lust. Aber mit der Ciacaccia hast Du mir was angetan. Seit ich das bei Dir gelesen habe, versuche ich, es auszusprechen. Und scheitere kläglich. 😉
    Herzlichst, Conny

    Antworten
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  9. Pingback: Ciabatta-Brot selbst gemacht - Backmaedchen 1967

  10. Britta von Backmaedchen 1967

    Liebe Britta, dein Ciabatta oder Ciacaccia gefällt mir gut und geschmeckt hat sicherlich sehr gut. Schön das du dabei warst.
    Herzliche Grüße
    Britta

    PS: du hast im Rezept die Mengenangabe vom Mehl vergessen für den Hauptteig 😉

    Antworten
    1. Britta

      Danke für den netten Kommi.
      Ich bin nicht unzufrieden mit dem Ergebnis.

      Upps! Danke für den Mehlhinweis. 👍🏼

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
  11. Pingback: #synchronbacken #48 – Ciabatta – Kaffeebohne

  12. Katja aka Kaffeebohne

    Hallo Britta,
    meine Ciabatta nach Rezept sehen auch nicht viel anders aus. Und Deine haben durch das Vollkornmehl bestimmt noch mehr Biss und einen kräftigeren Geschmack.
    Und belegt sehen sie zum Reinbeißen aus.
    Liebe Grüße
    Katja

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Hehe, ja manchmal muss man halt das Beste aus allem machen. Vielen Dank.

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
  13. Désirée

    Hallo Britta,
    ich bin richtig begeistert von deiner Idee mit dem selbst gemahlenem Mehl!
    Das Brot selbst sieht so richtig lecker und rustikal aus.
    Die Varianten kommen dem Ciabatta Brot vom Bäcker nebenan wirklich sehr sehr nahe 🙂
    Liebe Grüße,
    Désirée

    Antworten
  14. Simone von zimtkringel

    Ich mag deine Vollkorn-Idee sehr gerne! Irgendwann schaffe ich es vielleicht auch mal zu einer guten Getreidemühle für den Hausgebrauch. Ich kaufe zwar auch im Mühlenladen ein, aber mit ganz frisch gemahlenem Mehl stelle ich mir deine Brote absolut wunderbar vor!
    Liebe Grüße
    Simone

    Antworten
    1. Britta

      Die Mühle habe ich mir mal vor mindestens 15 Jahren gekauft. Dann stand sie ewig und seit Ende letzten Jahres ist sie wieder im Einsatz.

      Ich habe ein Brot, bei dem ich von den 500 g benötigten Mehls jetzt immer 100 g Körner grob mahle und den Rest dann fein. Das gibt einen kräftigen Biss.

      Danke für den Kommi.

      LG Britta

      Antworten
  15. Birgit M.

    Tolle Namensfindung…deine Ciacaccia sehen toll aus, die Krume ist perfekt und als Sandwich brauchen sie gar nicht so hoch sein. Liebe Grüsse Birgit

    Antworten
  16. Pingback: Der Ciabatta-Murks – 1x umrühren bitte aka kochtopf

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