Archiv der Kategorie: Kochbücher, Rezept-Apps, Webseiten und Zeitschriften

Nachgebacken: Cider Loaf von Nigel Slater

Wenn Kochsendungen mit Nigel Slater auf Bon Gusto.TV laufen, bleibe ich unweigerlich hängen. Der Mann hat einfach so eine unprätentiöse Art, kocht „down to earth“, wie man so schön auf Englisch sagt und hat einfach super kreative, leicht nachzumachenden Gerichte am Start.

Wie zum Beispiel diesen prachtvollen Cider Loaf, der wie der Name so schön sagt, mit herbem Apfelcidre gebacken wird. Der Teig verhält sich zwar insgesamt etwas merkwürdig, aber das Brot ist super aufgegangen und luftig-fluffig von innen. Nur die Kruste ist nicht ganz so knusprig wie „unser“ deutsches Brot. Aber ich finde, es hat das Zeug zum Toastbrot und so steht jetzt eine Toastbrotform auf meiner Wunschliste.

Ich glaubte, mich zu erinnern, dass Nigel das Cider Loaf in einer seiner Sendungen gebacken hatte und ging auf Internetrecherche.

Das Rezept habe ich dann nicht auf einer von seinen Seiten gefunden sondern bei Homecooking with Sonya. Und genau das Brot habe ich nachgebacken und dokumentiere es hier natürlich auf Deutsch.

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Nachgekocht: Asia-Hähnchen und -gemüse

Dieses leckere Hähnchen- ja, man kann schon sagen… -geschnetzelte aus dem Slow Cooker hatte Anikó von Paprika meets Kardamom vorletzte Woche vorgestellt. Da ich ja jetzt auch einen Slow Cooker habe, war ich von dem Gericht angetan. Nach einigem Hin und Her, meinte sie aber, dass mein Slow Cooker zu groß sei und die Gefahr bestünde, dass das Gericht doch anbrennen oder zumindest ansetzen könne. Sie habe mir doch gleich gesagt, dass ich auch den kleinen Slow Cooker bräuchte. *lach*

Nachdem sich dann auch noch The Masked Chef Tommy eingemischt hatte, der behauptete, slow cooking könne man auch in einem normalen Topf auf dem Induktionsfeld, machte ich mich daran, das Experiment zu wagen. Und was soll ich sagen, geilstes Hähnchenfleisch im asiatischen Stil ever!

Als Beilage hatte Anikó noch einen lauwarmen Pak Choi-Salat gemacht, der aber bei mir geringfügig anders ausgefallen ist (siehe Foto), doch dazu gibt’s noch einen separaten Eintrag.

Jetzt erst mal zum Hähnchen und Anikós Rezept. Meine Änderungen/Anpassungen stehen wie immer in Klammern bzw. Kursivschrift:

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Nachgebacken, aber etwas abgeändert: Nektarinen-Blaubeerkuchen

Das Rezept für diesen köstlichen Kuchen hatte Sebastian Reichelt in seiner FB-Timeline vorgestellt. Dort sah er einfach zu gut aus, so dass ich ihn vergangenen Samstag für den GöGa und mich zum Kaffee backen musste – für Sonntag blieb natürlich auch noch was.

Hier ist das Originalrezept für eine 26er Backform. Ich habe leider nur eine 18er, weshalb mein Kuchen wesentlich höher geworden ist. Meine Änderungen stehen in Klammern:

Zutaten:

  • 4-5 Pfirsiche (ich: 1 Nektarine)
  • 200 g Blaubeeren (ich: 100 g)
  • 200 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier (getrennt)
  • 1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Puderzucker

Zubereitung:

Die Pfirsiche (Nektarinen) je nach Größe halbieren oder in Viertel (Spalten) schneiden. Blaubeeren waschen und gut abtrocknen.

Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die 3 Eigelb hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach zu der Buttermischung hinzufügen. (Hier dachte ich, dass Sebastian eventuell vergessen hat, Angaben zu einer Flüssigkeit zu machen, denn der „Teig“ bestand eigentlich eher aus Streuseln.)

Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse geben, gut verrühren. (Jetzt hatte der der Teig wieder die Konsistenz eines Rührteiges.)

Eine 26 cm Backform (ich: 18er) buttern und mit Mehl oder Semmelbröseln bestäuben.
Dann die Teigmasse darin verteilen und die Pfirsiche (Nektarinen) und Blaubeeren darauf verteilen. In dem auf 180°C vorgeheiztem Backofen, mittlere Schiene, ca. 35-40 Minuten backen. (Ich musste 45 Minuten backen, weil bei der ersten Stäbchenprobe noch zu viel Teig hängengeblieben war.)

Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.

Geschmeckt hat auch der hoch aufgegangene Kuchen sehr gut. Lieben Dank fürs Rezept, Basti!

Nachgebacken: Almhefekuchen mit Apfelbelag und Walnussstreuseln

In Zorras Blog 1x umrühren bitte aka Kochtopf gab es am Wochenende des 1. und 2. Julis wieder ein Synchronbacken (<- mit einem Klick auf den Link könnt Ihr nachlesen, worum es dabei geht).

Gebacken wurde ein Almhefekuchen vom Plötzblock. Da der GöGa ja nur am Wochenende zu Hause ist und wir gerade Samstag und Sonntag viel zu tun haben, habe ich beim Synchronbacken erst ein Mal mitgemacht. Da sich das Rezept für den Hefekuchen aber für mich halbwegs nachvollziehbar las, habe ich es das Wochenende darauf quasi in Eigenregie – und nicht von Samstag auf Sonntag, sondern von Freitag auf Samstag nachgebacken. Schließlich will man ja auch schon samstags vom Kuchen zum Kaffee profitieren!

Was soll ich sagen: der Kuchen schmeckt wie vom Bäcker – und zwar von so einem, der von A wie Anstellgut bis Z wie Zucker tatsächlich noch alles in Handarbeit macht.

Mein Blog hieße im Zusatz aber nicht Irrungen und Wirrungen in der Küche, wenn alles superglatt gegangen wäre. Doch seht selbst:

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Nachgekocht: „Leaf to Root-Cooking“ Kohlrabischalenpickels

Das Rezept hatte Karin von Food for Angels and Devils im Rahmen von der #wirrettenwaszurettenist Burgerrettung, zu der sie einen Alpenburger beisteuerte, vorgestellt. Das unter dem Motto „Leaf to Root“-Cooking  stehende Rezept hatte mich sehr neugierig gemacht.

 

Anfang des Monats gab es bei uns mal richtige Hausmannskost, nämlich ein schönes paniertes Stielkotelett, dazu Kartoffeln und Kohlrabi – da war dann die Gelegenheit günstig, die Kohlrabischalen mal nicht wegzuwerfen, sondern zu „pickeln“.

 

Wie Karin schreibt, empfiehlt es sich, die Kohlrabi möglichst dünn mit einem Sparschäler zu schneiden, was ich etwas schwierig fand.

Auch fand ich ihre Mengenangabe von 60 – 80 Kohlrabischalen etwas komisch. Ob da wohl jeweils eine Null zu viel ist. Sonst müsste man ja zunächst mindestens 60 Kohlrabi verzehren.

Ich hatte die Schalen von zwei normalgroßen Kohlrabi. Der Sud ist so lecker, dass ich nächste Woche meine erste Ernte Einlegegurken darin einwecken werde.

Zutaten für ein Glas von ca. 250 ml Inhalt:

  • 2 Kohlrabi, davon die dünn abgeschälten Schalen
  • 150 ml Verjus (ich Aceto bianco)
  • 30 g Zucker (ich zusätzlich 1 EL Honig *)
  • 1 TL Salz
  • 4 TL rosa Pfeffer (nix anderes verwenden!)
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter

Zubereitung:

Alle Zutaten mit 150 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und gut 1 Minute köcheln lassen.

Das Glas heiß ausspülen. Wenn man die Pickels länger haltbar machen will, empfiehlt es sich, die Gläser zu sterilisieren und ca. 30 Minuten bei 100 °C (im Dampfgarer) einkochen.

Die heißen Pickels mit einem Trichter einfüllen, den TO-Deckel fest aufschrauben und auf einem feuchten Handtuch stehend abkühlen lassen. Dann im Kühlschrank vor dem Servieren nochmal mindestens 12 Stunden durchziehen lassen.

*) Ich vermute, dass Verjus wesentlich milder ist als Weißweinessig, weshalb ich noch etwas nachjustieren musste, was die Süße angeht.

 

Greek Dressing oder Vinaigrette „griechische Art“

Das Rezept habe ich auf einer amerikanischen Seite gefunden, deshalb sind die Angaben auch in den typischen Maßeinheiten Cup, Tablespoon und Teaspoon (letztere sind scheinbar signifikant kleiner als unsere Ess- und Teelöffel). Ich habe so ein Löffelset mal bei Ikea erstanden und kam damit ganz gut bei der Zubereitung zurecht.

Zum Glück stehen auch die metrischen Maße dabei, so dass ich Euch hier kurz aufschreiben kann, wie viel die Angaben in Mililiter sind:

  • 1/2 cup = 125 ml
  • 1 tablespoon (EL) = 15 ml
  • 1 teaspoon (TL) = 5 ml, außerdem gibt es noch 2 weitere Löffel
  • 50 ml = 1,76 fl. oz (fluid ounce)
  • 100 ml = 5,52 fl. oz

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Blogevent: Religionen der Welt

Religionen der Welt kulinarisch – Reformationsjahr 2017

Hier kommt mein zweiter Beitrag zu diesem interessanten Event, das Peter in seinem Blog Aus meinem Kochtopf veranstaltet.

Ich muss sagen, dass es wirklich schwierig ist, Informationen zu traditionellen, religiös begründeten Speisen zu finden. Auch die diesbezügliche Frage des GöGa im internen Netz seines internationalen Multikulti-Arbeitsgebers hat bis dato überhaupt nichts gebracht.

So bin ich über die drei monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) bei meinen Recherchen nicht heraus gekommen, was ich ein bisschen schade finde.

Mein erstes Gericht war das Ginataang Tilapia, das ich von einer philippinischen FB-Freundin bekam und das ein typisches Gericht ist, welches die strenggläubigen katholischen Philippinen während der 40tägigen Fastenzeit vor Ostern essen.

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Blog-Event CXXXI – Superbowls

Blog-Event CXXXI - Superbowls (Einsendeschluss 15. Juni 2017)
Gestern habe ich noch eine – vermutlich authentischere – Buddha-Bowl als die Salatschüssel im ersten Durchgang für das aktuelle Blogevent bei 1x umrühren aka Kochtopf gemacht.

Angelehnt an ein Rezept aus dem Kochbuch Vietnam – 120 Originalrezepte, bei dem alles durcheinander gemischt wird, habe ich die Zutaten schön ordentlich getrennt.

Heraus kam eine hübsche Schüssel voll

PHỚ SAU – Gebratene Nudeln mit Gemüse

Die Zutaten sollten auch in Deutschland und angrenzenden Ländern in jedem Supermarkt mit Asia- bzw. Feinkostabteilung zu bekommen sein. Die Zutaten kann man sicher noch nach Herzenslust, persönlichem Geschmack und Saison ergänzen oder austauschen. Da ist ja – wie immer in der kreativen Küche – der Fantasie keine Grenze gesetzt.

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Lo Mein-Nudeln

Wieder durfte – oder aus seiner Sicht vielleicht auch musste – der GöGa ein Sonntagsessen aussuchen. Einmal mehr hat er die App Simple Feast bemüht (wie hier auch schon) und fand das oben genannte Gericht von José Andres lecker klingend. Es ist auch sehr lecker geworden, aber vor den Genuss hatten die Götter erst mal den Einkauf gesetzt, der sich als mittelschwer erwies, besonders im Bereich der Asiazutaten.

Getrocknete Lo-Mein-Nudeln waren einfach nicht zu finden, so dass wir letzten Endes zu simplen Spaghetti gegriffen haben, die dem Geschmack keinerlei Abbruch taten.

Zu Hause recherchierte ich dann noch mal in Ruhe und kam zu dem Ergebnis, dass Lo-Mein eine Abwandlung des Gerichts Chow-Mein ist und für beide schlicht und ergreifend Mie-, also chinesische Weizennudeln genommen werden.

Und auch bei der gereiften Sojasauce musste ich kapitulieren… ich nahm dann irgendeine Sorte. Jetzt weiß ich, dass es sich dabei scheinbar um Tamari handelt. Beim nächsten Mal dann… aber kann man das nicht so in die Zutatenliste schreiben, dass es ein/e jede/r versteht? Weiterlesen

Pandarische*) Hähnchenspieße**) mit Erdnusssauce

Der GöGa ist ein leidenschaftlicher World of Warcraft-Spieler. Eine Zeitlang habe ich auch gespielt, aber mit wachsender Komplexität verließ mich dann doch die Lust.

Merchandisemäßig ist die Firma Blizzard natürlich auf Zack, so dass wir Ende 2016 das Kochbuch erwarben.

Seit ein paar Wochen muss der GöGa das Sonntagsessen aussuchen, damit wir nicht immer wieder bei Steak, Pommes, Salat landen.

Aus diesem Buch hat er dann die Hähnchenspieße mit Erdnusssauce heraus gesucht. *) Pandaria ist eine der zahlreichen Welten bzw. Kontinenten und wird – wie der Name vielleicht ahnen lässt – von pandaartigen Geschöpfen bewohnt. Dementsprechend lehnt sich das Gericht mit der Aromen von Ingwer, Currypaste und Kokosmilch an die asiatische Küche an.

Da im Rezept außer Jasminreis keine Beilage angegeben ist, habe ich noch ein bisschen Gemüse in den Reis geschnippelt. **) Die ebenfalls erwähnten Holzspieße habe ich auch nicht benutzt.

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