Archiv der Kategorie: nachgekocht und -gebacken

Nichts für Feiglinge: Feigensenf

Senf selber zu machen ist nicht so schwierig. Man braucht Öl, Senfkörner bzw. Senfmehl, Essig und entsprechende Gewürze.

Dazu für kleinere Menge einen Zauberstab, für größere Produktionen bietet sich ein Standmixer an.

Zutaten für 5 Gläser à ca. 130 g:

10 EL Senfmehl bzw. Senfkörner *)
2 TL Salz
10 EL Essig – Aceto Balsamico
200 ml Pflanzenöl – Olivenöl
Wasser nach Bedarf
2 EL Zucker
200 g Softfeigen

 

 

Zubereitung:

*) Falls man Senfkörner benutzt, diese in einer einfachen elektrischen Kaffeemühle mahlen.

Die Feigen etwas klein schneiden.

Alle Zutaten in einen Standmixer bzw. einem hohen Gefäß zu einer homogenen Masse pürieren.

Eventuell muss man etwas Wasser zugeben, um den Senf geschmeidiger zu machen.

 

Die fertige Masse – ja, ich weiß: appetitlich sieht ander aus! – auf sterilisierte Gläser verteilen und kühl lagern.

 

 

 

 

 

 

Der Senf schmeckt z. B. zu Käse sehr gut.

Der Senf wird nach einer Weile oft etwas dick; man kann den Senf dann mit einem Schuss Wasser wieder geschmeidig rühren.

Das Rezept lehnt sich übrigens an den Weihnachtssenf vom GLATZKOCH Jörg Heilemann an.

Synchronbacken #20: Ein deftig gefülltes Brot ohne Kneten

#synchronbacken September 2017

Das Synchronbacken ist bei Zorra von Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen schon eine gute Tradition. Bisher habe ich leider erst einmal teilgenommen, weil mir entweder die Backprojekte zu schwierig erschienen oder mir der sonntägliche Backtag nicht ins Wochenendkonzept passen wollte.

Das Rezept für den superleckeren Almhefekuchen hatte ich allerdings am Wochenende drauf nachgebacken, da ich da den Backtag auf den Samstag verlegen und der GöGa und ich an beiden Wochenendtagen den leckeren Kuchen zum Kaffee essen konnten.

Nun gut, die genauen Beschreibungen des Ablaufs sowie das Rezept findet ihr hier und hier.

Im folgenden beschreibe ich Euch meine Vorgehensweise anhand Zorras Rezept im Originalwortlaut; meine Abwandlungen sind in Kursivschrift geschrieben.

ZUTATEN

Teig (Mehle dürfen ausgewechselt werden)

  • 360g Weizenmehl 550
  • 165 g Hartweizenmehl
  • 1 TL Trockenhefe oder 5 g Frischhefe
  • 57g Käsepulver , optional (habe ich weg gelassen)
  • 1 1/2 TL Salz
  • 35g Knoblauch- oder anderes Öl (Salbeiöl, da mir das ganze insgesamt doch sehr knoblauchlastig erschien)
  • 340g lauwarmes Wasser

Füllung (Zutaten dürfen ausgewechselt werden)

  • 60g getrocknete Tomaten, in feine Streifen geschnitten
  • 6 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 110g geriebener Cheddar Käse (Gouda, da der Göga keinen Cheddar mag)
  • zusätzlich fein geschnittener Salbei

Topping (Zutaten dürfen ausgewechselt werden)

  • 1 mittelgrosse Tomate oder 1-2 Handvoll Cherrytomaten
  • 3 bis 6 Knoblauchzehen (ich habe statt dessen etwas Salbei dazu gegeben)

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf Stufe 1,5 mit dem Knethaken verrühren bis sich ein leicht klebriger aber elastischer Teig gebildet hat, dauert ca. 90 Sekunden. Wer den Teig von Hand knetet alle Zutaten in eine Schüssel geben und 3 bis 4 Minuten von Hand kneten.
  2. Den Teig eine leicht geölte Schüssel geben zudecken und bei Raumtemperatur über Nacht oder mindestens für 8 Stunden gehen lassen. Der Teig blubbert und geht gut auf, also eine genügend grosse Schüssel wählen.
  3. Am nächsten Tag den Teig auf einer leicht geölten Arbeitsfläche von Hand in ein Rechteck von 30 x 35 cm ausziehen.
  4. Füllung auf dem Teig gleichmässig verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Teig in eine geölte Toastbrotform mit Deckel oder in eine mit Backpapier ausgelegte oder geölte Kastenform legen. (Ich habe meine Silikonbackform genommen.)
  5. Zudecken und 1 1⁄2 bis 2 Stunden gehen lassen.
  6. Ofen auf 230 C vorheizen.
  7. Die Tomate fürs Topping in 5 gleich grosse Stücke schneiden. Wer Cherrytomaten verwendet kann diese ganz lassen.
  8. Knoblauchzehen schälen und falls gewünscht in Scheiben schneiden.
  9. Tomatenstücke oder Cherrytomaten auf dem Teigling verteilen, die Lücken mitdem Knoblauch auffüllen. (Bei mir Salbeiblätter)
  10. Toastbrotform wieder verschliessen und 40 Minuten backen, Deckel entfernen und 15-20 Minuten fertig backen. Wer eine Kastenform verwendet, die Form mit Alufolie abdecken sonst gleich verfahren. Die Kerntemperatur des Brotes soll 90 C erreichen. (Ich habe noch keine Toastbroform, aber mit der Alufolientechnik hat es super geklappt.)
  11. Brot aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.
  12. Resten können in einer Plastiktüte für einige Tage aufbewahrt werden oder besser einfrieren.

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3-Minuten-Vielfaltbrot – Die Varianten

Zu mir ist dieses, inzwischen zum Standardrepertoire gehörende Brot über eine Rettungsaktion (Brot und Brötchen) in meine Küche gekommen.

Inzwischen habe ich das Originalrezept von Unser Meating immer mal abgeändert, weshalb ich Euch die Zutatenliste mit den Alternativen noch einmal aufführe. Die Verarbeitung läuft wie gewohnt nach diesem Rezept ab.

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Chicken Wings mit Pfannengemüse und grünem Salat

Im Bioladen gab es reduzierte TK-Hähnchenprodukte und so hatten wir ein Paket Hähnchenflügel für das Sonntagsessen mitgebracht. Ich wusste, dass ich vor einigen Jahren mal Chicken Wings mit Colamarinade nach Steffen Henssler gekocht hatte und schaute noch im Laden nach, was ich außer Cola eventuell noch für die Marinade kaufen müsse. Nur eine Orange, ansonsten alles im Vorrat – dann los.

Im Original stehen 12 Flügel für 2 Personen, unser Paket hatte vier Flügel, allerdings recht große und die reichten mit den Beilagen allemal. Es gab nämlich noch Kartoffelecken mit einem Mix aus Zucchini, Gartenbohnen und roter Paprikaschote (Kühlschrankfund) dazu und außerdem noch Salat.

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Grundrezept: Caesar Dressing

Ich mag Caesar Salad sehr gerne, habe ihn bisher allerdings nur auswärts gegessen. Vor allem das Dressing finde ich immer mega lecker. Nun habe ich anläßlich des Blogevents Sonne, Sommer, Pastaglück bei Zorra mal ein bisschen auf dem Gastgeberblog Moye’s Kitchen gestöbert und tatsächlich stellt Maya dort einen Caesar-Pasta-Salat vor und von dem Dressing habe ich mich inspirieren lassen. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut überzeugt!

Und so habe ich meine Version zubereitet: Ich hatte noch einen Rest vegane Mayonnaise (so 4 gehäufte Esslöffel) vom vergangenen Sonntag im Kühlschrank. Ja, das ist der Vorteil im Gegensatz zu Mayo aus Ei – sie hält sich einfach deutlich länger. Diese vermischte ich mit 2 durchgehackten Sardellenfilets – ich wusste gar nicht, dass die Viecher soooo lecker sind!, etwas Limettensaft und 1 Teelöffel gehackter Kapern. Das ganze habe ich dann noch mit einem Schuss Worcestersauce und Pfeffer abgerundet. Absolut köstlich!

Serviert habe ich das Caesar Dressing zu Romanasalat als Bestandteil eines schnellen freitäglichen Abendessens aus Bratkartoffeln und Rührei.

 

Spareribs mit Coleslaw, französischem Landbrot und Kräuterbutter

Spareribs wollte ich schon länger mal selber machen und der Vorschlag kam auch dem GöGa entgegen. Mit einer schönen Honigglasur sollten sie sein.

Nach einer kurzen Webrecherche stieß ich auf ein Rezept von Tim Mälzer bei Essen & Trinken. Klingt nicht allzu kompliziert in der Zubereitung und einiges lässt sich auch gut vorbereiten. Also wurde beim Metzger Stolper im Rewe ein etwas über 1 Kilo schweres Stück Schweinerippe erstanden. Das klingt erst einmal viel für zwei, aber die Hälfte davon sind ja Knochen.

Dazu wollte ich Coleslaw machen, hatte aber keine, wie erhofft, Mayo vom Vortag übrig und bereitete erst mal ein halbes Rezept vegane Mayonnaise zu; das mit dem gekochten Eigelb mache ich nicht noch mal.

Das Brot war vom Bio-Bäcker im Lebensgarten, aber ich hätte auch noch ein Pan Moreno backen können.

So, aber jetzt zu den Rippchen…

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#wirrettenwaszurettenist – Leichte Sommerküche

Ja, auch für die heißesten Tage des Jahres hat der eiskalt agierende Einzelhandel schon alles im Angebot, was man so gebrauchen könnte.

Das fängt bei Eis in allen möglichen Variationen an, geht über die verschiedensten Grillsaucen und Dips bis hin zu Salaten, egal ob Nudel-, Kartoffel- oder etwas „hipper“ Couscous- bzw. Bulgursalat.

Getränke wie Eistee sind da auch nicht zu vergessen, meist steht Zucker an Platz eins der Zutatenliste, gefolgt von unzähligen E-Nummern. Hugo, Cocktails und sonstige alkoholische oder nichtalkoholische Mixgetränke – alles gibt es fertig zu kaufen. Das neueste, was ich neulich entdeckt hatte, war fertig gemixter Tinto de Verano. Das ist ein spanischer Sommerdrink bestehend aus Rotwein, Orangenlimonade und Eiswürfeln. Was ist so schwierig, das selber zu mixen und dabei das Verhältnis Wein<->Limo auch noch nach eigenem Geschmack zu wählen?

Was es auch noch im Supermarkt gibt, und für dessen Rettung ich mich entschieden habe, ist der Gazpacho andalúz, die berühmte kalte spanische Suppe.

 

Passend zum geplanten Gericht flatterte mir via Facebook diese Werbung um die Ohren. Kurz hatte ich überlegt, eine Togo-Suppe zum uneigennützigen Selbstversuch zu erwerben, habe dann aber davon Abstand genommen und sie nach einem Rezept aus dem Kochbuch Culinaria España zubereitet.

Es kommen wirklich nicht viele Zutaten rein. Man muss den Herd nicht anschmeißen, ein gutes Messer und ein kraftvolles Mixgerät reichen aus.

 

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Nachgekocht: Kohlrabipfannküchlein mit Haloumi

Kohlrabi mag ich, Halloumi mag ich und was lecker aussehendes ausprobieren und nachkochen, mag ich auch. Und so hatte mich Susanne auf ihrem Blog Magentratzerl mit den Kohlrabipfannküchlein inspiriert.

Da mir die Kohlrabischalen-Pickles so super gefallen haben, kaufte ich gleich zwei Stück, eine mit grüner und eine mit lila Schale. Für dieses Essen benutzte ich die lila Kohlrabi und schälte die Schale dünn mit einem Sparschäler ab. Die Schale bewahrte ich dann im Kühlschrank auf, bis ich auch die grüne Kohlrabi verarbeitet hatte.

Von Susannes Rezept nahm ich für mich etwa die Hälfte, was sehr sättigend war. Meine Änderungen stehen wie immer in Klammern.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 300 g Kohlrabi, geschält und gerieben (die Schale für die Pickles aufbewahren)
  • 1/2 TL Salz
  • 50 g Räucherspeck (ich hatte durchwachsene Schinkenwürfel im Bioladen entdeckt)
  • 1/2 Schalotte (ich: ein Stückchen gehackte Frühlingszwiebel)
  • je eine schöne Handvoll Petersilie und Minze
  • 80 g Halloumi
  • 1 Ei (ich: Größe M)
  • 1,5 EL Joghurt
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Backpulver (hatte ich vergessen)
  • 100 g Spinat (ich TK, gut abgetropft und ausgedrückt)
  • Olivenöl oder Rapsöl zum Braten
  • Joghurt zum Servieren

Zubereitung:

Den geriebenen Kohlrabi in ein Sieb geben, mit dem Salz vermischen und beiseite stellen, damit er Flüssigkeit ziehen kann.

Den Spinat in eine Pfanne geben, bei großer Hitze zusammenfallen lassen. Dann die Flüssigkeit gut ausdrücken und die Blätter hacken. (entfällt bei TK-Ware)

Den Speck in einer Pfanne bei mäßiger Hitze knusprig ausbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und beiseite stellen.

Schalotte schälen und fein hacken, Kräuter zupfen und ebenfalls fein hacken.

Den Halloumi fein reiben.

Kohlrabi gut ausdrücken.

In einer großen Schüssel Kohlrabi, Spinat, Schalotte, die Kräuter und zwei Drittel des Käses vermischen. Mehl mit Backpulver mischen und darüber sieben, dann Ei und Joghurt dazugeben. Alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Esslöffelgroße Häufchen in die Pfanne geben, zu kleinen Fladen flachdrücken und bei mäßiger Hitze von beiden Seiten goldbraun ausbraten. Die Puffer sind ziemlich fragil, man braucht etwas Geduld, Feingefühl und einen guten Pfannenwender. Fertig gebackene Küchlein in Ofen warmhalten (darauf habe ich verzichtet, weil ich ja nicht so viele Puffer hatte)

Auf einem Teller anrichten, mit Speckwürfeln und dem restlichen geriebenen Halloumi bestreuen und etwas Joghurt dazu geben.

Nachgebacken: Cider Loaf von Nigel Slater

Wenn Kochsendungen mit Nigel Slater auf Bon Gusto.TV laufen, bleibe ich unweigerlich hängen. Der Mann hat einfach so eine unprätentiöse Art, kocht „down to earth“, wie man so schön auf Englisch sagt und hat einfach super kreative, leicht nachzumachenden Gerichte am Start.

Wie zum Beispiel diesen prachtvollen Cider Loaf, der wie der Name so schön sagt, mit herbem Apfelcidre gebacken wird. Der Teig verhält sich zwar insgesamt etwas merkwürdig, aber das Brot ist super aufgegangen und luftig-fluffig von innen. Nur die Kruste ist nicht ganz so knusprig wie „unser“ deutsches Brot. Aber ich finde, es hat das Zeug zum Toastbrot und so steht jetzt eine Toastbrotform auf meiner Wunschliste.

Ich glaubte, mich zu erinnern, dass Nigel das Cider Loaf in einer seiner Sendungen gebacken hatte und ging auf Internetrecherche.

Das Rezept habe ich dann nicht auf einer von seinen Seiten gefunden sondern bei Homecooking with Sonya. Und genau das Brot habe ich nachgebacken und dokumentiere es hier natürlich auf Deutsch.

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Von hinten durchs Knie ins Auge oder Pak Choi-Salat der anderen Art

Eigentlich sollte es zum Asia-Hühnchen einen lauwarmen Pak Choi-Salat geben. Das Rezept habe ich ebenfalls auf Anikós Blog Paprika meets Kardamom gefunden.

Beim Einkaufen gab es dann schon die erste Enttäuschung: Weder im Bioladen, noch im Rewe gab es Pak Choi. Im Bioladen hatte ich als Alternative dann einen kleinen Chinakohl mitgenommen. Den  wollte ich, so meine Überlegung, vierteln und dann nach Anikós Rezept vorgehen.

Nachmittags wollte ich schon mal ein bisschen was vorbereiten und stellte beim Putzen des Chinakohls fest, dass der von innen total… mmmh… komisch aussah. So kleine dunkle Pünktchen, nach unten hin dichter werdend. Okay, Tonnenfutter.

An jenem Sonntag bedauerte ich, dass sonntags die Geschäfte geschlossen haben. Wenn die sich wenigstens reihum abwechseln würden wie Apotheken. *seufz*

Die fixe Internetrecherche nach einem geöffneten Hofladen war auch fruchtlos… Also, wie jetzt?

Mal überlegen. Am Vortag hatte ich nicht alle Bohnen geerntet, ich hatte noch zwei dicke Möhren und etwas nicht mehr ganz so knackfrischen Staudensellerie und so wurde aus dem Chinakohlsalat, der eigentlich Pak Choi-Salat sein wollte, ein lauwarmer Möhren-Sellerie-Bohnen-Salat.

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