Archiv für den Monat: Februar 2018

Töpfern für die Küche

Ich habe meiner Kreativität mal wieder freien Lauf gelassen und einen Mörser mit Stößel getöpfert.

 

Ausgangspunkt ist feiner Ton, aus dem ich beides hergestellt habe. Nach dem ersten Trocknen habe ich die Innenseite mit feinem Schlicker ausgekleidet, damit eine raue Oberfläche fürs Mörsern entsteht.

Die Außenseite sowie den Stößel habe ich bemalt und mit Mattglasur versehen.

 

 

 

 

 

Mit schwarzen Pfefferkörnern habe ich Mörser und Stößel gleich mal dem Praxistest unterzogen.

Es funktioniert gut, ohne die Schlickerschicht abzureiben. So hatte ich mir das vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

Desweiteren habe ich mit einem großen Außenblatt eines Rotkohls zwei Teller gestaltet.

Ich habe zwie entsprechend große Platten aus feinem Ton zugeschnitten und das Rotkohlblatt jeweils aufgelegt und mit einer Teigrolle die äußeren Blattrippen in den Ton gedrückt. Die dicke Mittelrippe habe ich nur leicht mit den Fingern angedrückt.

Das linke Blatt habe ich – wie Ihr seht – mit einem satten Blau bemalt; das rechte mit einer türkisfarbenen Craqueléglasur *). Nach dem Brand habe ich das Blatt dann mit schwarzer Acrylfarbe angemalt und sofort unter fließendem Wasser wieder abgewaschen, so dass die Farbe nur in den kleinen Rissen zurückbleibt.

*) Wikipedia zu Craquelé

Spinat-Lachs-Lasagne mit frischen Nudelplatten

Diese Lasagne gab es ja schon öfter bei uns (hier oder auch hier), aber noch nie mit selbst gemachten Nudelplatten. Gekaufte Nudelplatten werden nunmehr nur noch eine Notlösung sein, so gut haben die selbst gemachten Nudelplatten geschmeckt.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1/2 Rezept Nudelteig mit Hartweizengrieß
  • 500 g Blattspinat
  • ca. 160 g Lachfilet (Rest von dem Paket, das ich für die Mango-Caprese brauchte)
  • 1 Becher Saure Sahne
  • 1 Schalotte
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Weizenmehl
  • 100 ml Wasser oder Weißwein
  • 200 g geriebener Käse, hier: Gouda
  • 1 Auflaufform pro Person

Zubereitung:

Zunächst den Nudelteig vorbereiten und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Sauce den Spinat von welken Blättern befreien, gründlich waschen und etwas trocken schleudern.

Schalotte und Knoblauchzehe fein hacken. Lachs würfeln.

Olivenöl in einer Pfanne auf mittlerer Temperatur erhitzen, Knoblauch und Schalotten mit Mehl andünsten. Mit der Flüssigkeit ablöschen, Spinat zugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Saure Sahne zugeben und die Sauce pikant abschmecken. Zur Seite stellen.

Mit Hilfe des Nudelaufsatzes der Küchenmaschine nach und nach dünne Nudelplatten in der Größe der Auflaufform herstellen. Bei uns ergab der Teig genau 6 Platten.

Zunächst eine dünne Schicht Sauce in die Auflaufformen geben, dann eine Nudelplatte hineingeben. Lachswürfel unter die Spinatsauce rühren und über der unteren Nudelplatte verteilen.

So fortfahren, bis man mit einer dünnen Saucenschicht endet.
Wir hatten dann drei Schichten pro Auflaufform.

Zum Schluss mit dem Käse bestreuen und 30 – 40 Minuten im auf 180 °C vorgeheizten Backofen überbacken.

Nachgekocht: Herzhaftes Clafoutis

Einmal mehr hatte mich Susanne von Magentratzerl zu einem weiteren überaus schmackhaften Rezept inspiriert. Selbst der GöGa, der normalerweise Buttermilch meidet wie der Teufel das Weihwasser, war begeistert.

Clafoutis ist normalerweise ein süßes Gebäck aus Frankreich, genauer aus dem Limousin. Es besteht aus einer Art Pfannkuchenteig, der in einer Auflauf- oder Backform mit Obst, in der Regel Kirschen, im Ofen gebacken wird.

Bei dieser herzhaften Variante wird der Teig mit Buchweizenmehl gemacht. Davon hatte ich seit der Pfannkuchenrettung im Februar 2017 noch eine Packung im Vorrat, weil ich eigentlich Peters – Aus meinem Kochtopf –  Blini nachbacken wollte. Hmm… Ja…

Ich habe Susannes Rezept halbiert und auch etwas abgeändert. Die Änderungen stehen wie immer in Klammern.

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Blog-Event CXXXVIII – SlicedKitchen

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Blog-Event CXXXVII - SlicedKitchen (Einsendeschluss 15. Februar 2018)

Hier kommt schon mein zweiter Beitrag zum Blog-Event bei Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf, das von der Firma GRAEF unterstützt wird. Man kann sogar einen von drei Allesschneidern gewinnen.

Nach der Mango-Caprese gibt es nun einen selbst gemachten Kochschinken. Die Anleitung habe ich auf dieser Seite gefunden und so bin ich vorgegangen: Weiterlesen

Blog-Event CXXXVIII – SlicedKitchen

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Blog-Event CXXXVII - SlicedKitchen (Einsendeschluss 15. Februar 2018)

Das aktuelle Blog-Event bei Zorra (1x umrühren aka Kochtopf) läuft im Zusammenarbeit mit der Firmal GRAEF. Gewinnen kann man auch etwas, nämlich eine von drei Allesschneidern.

Gewünscht sind sozusagen Scheiben aus der Küche in allen Variationen.

Bei mir gibt es als erstes einen fruchtigen Salat, der sich hervorragend als Vorspeise eignet:

Mango-Caprese mit Maracujadressing, dazu Lachsceviche

Zutaten für 1 Portion:

  • ca. 50 g TK-Lachsfilet, leicht angetaut
  • 1/2 – 1 Limette
  • 1/2 Mango
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 2 Maracuja
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Salz
  • 1 halbe milde Chilischote
  • 1/2 Bund Koriander
  • optional: ein paar Salatblätter zum Anrichten

Zubereitung:

Zunächst das Lachsfilet in feine Scheiben schneiden, auf einen Teller legen und den Limettensaft darüber träufeln. Durch die Säure in der Limette denaturiert das Eiweiß im Fisch, der somit quasi kalt gegart wird.

Den restlichen Lachs, den ich nicht mehr ordentlich in Scheiben schneiden konnte, habe ich durchgehackt und mit Frühlingszwiebelringen, Salz und Pfeffer später auf Brot gegessen.

In der Zwischenzeit die Mango zur Hälfte schälen, dann Scheiben bis zum Kern herunter schneiden. Den Rest im Kühlschrank aufbewahren.

Die Mozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Mangoscheiben anrichten.

Aus den beiden Maracujas mit Olivenöl, Agavendicksaft und Salz ein Salatdressing anrühren.

Das Maracujadressing über die Mango-Mozzarella-Caprese geben, mit in dünne Ringe geschnittener Chili und abgezupften Korianderblättchen bestreuen. Den marinierten Lachs auf Salatblättern daneben anrichten.

 

Eine Hommage an den Maître: Bœuf Bourguignon nach Paul Bocuse

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Am 20. Januar 2018 verstarb im Alter von 91 Jahren der „Koch des Jahrhunderts“ Paul Bocuse. Auch wenn ich bis dato nie ein Gericht von ihm nachgekocht hat, hat er sicher meine Liebe zu gutem Essen mitgeprägt. Anfang bis Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts tauchte er mit zwei Sendeformaten auch im deutschen Fernsehen auf.

Das war zum einen

  • Bocuse à la carte: Französisch kochen mit dem Meister. Kochsendung, BR Deutschland, wöchentliche Serie in dreizehn Teilen à 25 Min., 1985, Produktion: ZDF, Erstsendungen: 15. September 1985 – 27. Oktober 1985 im ZDF,Inhaltsangabe von Der Spiegel.
  • Bon Appétit Paul Bocuse. Kochsendung, BR Deutschland, wöchentliche Serie in dreizehn Teilen à 25 Min., 1989, Moderation: Petra Schürmann, Produktion: ZDF, Erstsendungen: 17. März 1989 – 16. Juni 1989 im ZDF,Inhaltsangabe von wunschliste.de, Heinz Winkler assistierte Bocuse. [Quelle: Wikipedia]

Zu beiden Sendungen saßen meine Mutter und ich pünktlich vor dem Fernsehgerät und sahen und staunten.

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Küchenlatein: Bouquet Garni

Unter einem Bouquet garni versteht man ein mit Küchengarn zusammengebundenes Sträußchen von Kräutern, das Geschmack in ein Schmorgericht oder auch eine Suppe oder Sauce bringen soll. Vor dem Essen kann man es leicht aus dem fertigen Gericht entfernen.

Dieses Bouquet garni, bestehend aus Staudensellerie, Petersilie, Thymian und Lorbeerblatt benötigte ich z. B. für mein Bœuf Bourguignon.

#fünffragenamfünften – Februar Edition

Über Julia von German Abendbrot, die die Januarfragen in ihrem Blog beantwortet hat, bin ich auf diese monatliche Aktion Fünf Fragen am Fünften bei Luzia Pimpinella gestoßen und mache am 5. Februar gerne mit.

Fünf Fragen am Fünften – FEBRUAR Edition

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Überhaupt nicht. Gerade in der dunklen Zeit des Jahres ist es so, dass ich am liebsten nach dem Aufstehen sofort wieder ins Bett gehen würde. Da hilft nur Kaffee – oder auch nicht.

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Jain. Klar wäre es sicher von Interesse zu gucken, wie das Leben in – sagen wir – 20 Jahren sein wird. Eventuell um jetzt gegen eine gewisse Entwicklung steuern zu können. Andererseits möchte ich’s eigentlich auch nicht wissen.

3. Bist du gern allein?

Von Montag bis Donnerstag bin ich zwangsläufig allein. Von gern kann keine Rede sein, aber ich versuche, das Beste draus zu machen, z. B. Gerichte zu kochen, die meinem Mann nicht so schmecken.

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Doch, seit dem 27. Januar, weiß ich, dass ich mich traue. Wir waren in einem Konzert „Musical Highlights“, bei dem ich wirklich nicht stillsitzen konnte. Der Rest des Publikums saß wie festgewachsen in den Stühlen, aber ich wippte und wackelte, was das Zeug hielt und stand auch zwischendurch auf und tanzte mit. Ich! Ganz alleine! Und es hat sich so gut angefühlt.

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Mein Leben ist seit früher Kindheit geprägt von einer chronischen Krankheit (terminale Niereninsuffizienz), mit der man nicht wirklich spontan sein kann. Insofern kann ich in Bezug auf Sponaneität nicht wirklich mitreden.

Endlich der perfekte Pizzaboden!

Am Samstag vor einer Woche gab es mal wieder Champignonpizza nach diesem Rezept. Der Teig hat mich ja vorher schon begeistert, aber irgendwie war der Boden nie so richtig wirklich zufriedenstellend.

Dieses Mal ist er allerdings – ich möchte sagen – perfekt geworden. Knusprig vom Rand bis in die Mitte und nicht leicht durchgeweicht und teigig.

Gebacken wurde die Pizza nun 12 Minuten auf dem gelochten Blech bei 250 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Ofen. Ecco!

Und da dieses Mal nicht nur wie üblich Teig sondern auch etwas Belag in Form von Champignons und Zwiebeln übrig war, gab es sonntags gefülltes Ciabatta.

Champignons und Zwiebeln habe ich fein gehackt, in etwas Olivenöl weich gedünstet. Den Teig zu einem mehr oder weniger exakten Rechteck auseinander gezogen, die Füllung mittig hinauf gegeben und eingeklappt.

Backzeit im Ofen: 20 – 30 Minuten auf 200 °C Ober-/Unterhitze