Archiv der Kategorie: Cookit

Spaghetti mit Kürbis „Carbonara Art“

Am ersten Sonntag im März widmen wir von Leckeres für jeden Tag uns den neu interpretierten Klassikern.

Bei uns gab es schon vor ein paar Tagen dieses leckere Pastarezept, das der GöGa im Internet entdeckt hatte.

Die klassische Carbonara mit Guanciale, Pecorino romano und Ei wurde mit Kürbis und Sahne aufgewertet, weshalb ich den Zusatz „Carbonara Art“ verwende.

Die Sauce hat der Cookit für uns gemixt, man kann aber auch einen handelsüblichen Mixstab verwenden. Ich habe auch sonst ein paar Änderungen im Rezept vorgenommen, z. B. habe ich den Kürbis im Ofen gebacken, statt ihn in der Pfanne bzw. dem Topf gebraten.

Zutaten für 4 sehr reichliche Portionen:

  • 400 g Spaghetti
  • Salz
  • 1 Hokkaidokürbis (600 g)
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 80 g Bacon-Würfel
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 3 Eier
  • 250 ml Sahne
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Servieren

Zubereitung:

Kürbis in Spalten schneiden und bei 180 °C Umluft ca. 30 Minuten im Backofen vorgaren. Kerne herauskratzen und Kürbis in Würfel schneiden. 300 g für die Sauce abwiegen, die restlichen Würfel zur Seite stellen.

In einer beschichteten Pfanne den Speck auslassen und zusammen mit den Zwiebelwürfeln braten.

Kürbis für die Sauce mit Gemüsebrühe pürieren, unter Rühren Eier und Sahne zugeben und in einem Topf ebenfalls unter Rühren auf mindestens 60 °C erhitzen. Ein weiteres Mal zu einer sämigen Sauce pürieren.

Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückbehalten.

Speck-Zwiebel-Mischung zur Kürbissauce geben, mit der Pasta mischen, gegebenfalls noch etwas Kochwasser unterrühren. Je nachdem, wie stark der Bacon gesalzen ist, die Sauce mit Salz abschmecken.

Anrichten und mit den zurückbehaltenen Kürbiswürfeln und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

Diese Pastavariante hat uns sehr gut geschmeckt, der Kürbis brachte eine schöne nussige Note mit und die Sauce war schön cremig. Nur war das Ganze durch Eier (ich habe schon eines weniger als im Originalrezept genommen) und Sahne (auch hier habe ich nicht die vollen 300 ml genommen) sehr mächtig geworden.

Beim nächsten Mal würde ich von allem, auch von der Pasta, deutlich weniger nehmen.

Jetzt bin ich gespannt auf die neu interpretierten Klassiker der Bloggerkolleg:innen:

Die kulinarische Weltreise: Eintöpfe aus aller Welt – Sopas mallorquinas (Spanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Das Thema des Monats Februar im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft passt hervorragend in den Winter, denn gesucht werden Eintöpfe aus aller Welt. Okay, manche Eintöpfe oder modern ausgedrückt One-Pot-Gerichte kann man auch ganz gut in der wärmeren Jahreszeit essen, aber ich denke bei Eintopf klassisch an herzhafte wärmende Wintergerichte.

Was ist eigentlich ein Eintopf?

Das habe ich die KI von Perplexitiy gefragt und folgende Antwort erhalten:

Ein Eintopf ist ein einfaches Gericht, bei dem alle Zutaten zusammen in einem einzigen Topf gekocht und so auch serviert werden.

Grundidee

• Ein Eintopf ist meist eine kräftige, eher dickflüssige Suppe oder ein Suppengericht, das als Hauptmahlzeit gegessen wird.
• Typisch ist, dass nicht wie beim „klassischem Tellergericht“ Beilage, Gemüse und Fleisch getrennt zubereitet werden, sondern alles gemeinsam im Topf gart.

Typische Zutaten

• Häufig enthalten sind Gemüse (z.B. Kohl, Möhren, Porree), Kartoffeln und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen.
• Je nach Rezept kommen Fleisch, Wurst oder Speck dazu, aber es gibt genauso rein pflanzliche Eintöpfe.

Herkunft und Nutzung

• Eintöpfe gelten traditionell als bäuerliche, sättigende Gerichte, die aus einfachen Zutaten eine vollwertige Mahlzeit machen.
• Heute laufen ähnliche Gerichte oft auch unter dem modernen Begriff „One-Pot“, das Prinzip „alles in einem Topf“ bleibt aber dasselbe.

Perplexitiy

So weit, so gut. Nun beginnt erst mal die Suche nach internationelen Eintopfgerichten, wovon ich natürlich im Rahmen der kulinarischen Weltreise schon einige gekocht habe.

Besondere Highlights waren dabei u. a.:

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Lasagne mit Rote-Linsen-Sugo

Im Februar geht es bei Leckeres für jeden Tag um „Seelenwärmer/Comfort Food“, was man bei kaltem Winterwetter immer gut gebrauchen kann. Suppen, Eintöpfe oder Gerichte aus dem Ofen sind da hochwillkommen.

Frei nach dem Motto „Pasta geht immer“ präsentiere ich Euch eine leckere Lasagne, bei der ich die Bolognese mit Hackfleisch allerdings durch ein Sugo mit roten Linsen ersetzt habe.

Die Béchamelsauce habe ich mit Olivenöl und Brühe angesetzt, so dass alles etwas weniger gehaltvoll wird und der Käse ist vegan.

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Sugo:
  • 150 – 200 g Rote Linsen
  • 1 kleine Stange Porree (ich: ersatzweise Lauchzwiebeln)
  • 1 Möhre
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400 ml passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 EL italienische Kräuter
  • Olivenöl zum Braten
Für die Béchamelsauce:
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe, eventuell mehr
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • Lasabneblätter
  • (veganer) Käse zum Überbacken

Zubereitung:

Linsen auf einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen.

Gemüse in feine Würfel schneiden und im Olivenöl anschwitzen. Tomatenmark einrühren und ebenfalls kurz anschwitzen. Linsen zugeben und mit den passierten Tomaten aufgießen, köcheln, bis die Linsen gar, aber noch bissfest sind.

Mit den Gewürzen abschmecken.

In der Zwischenzeit die Béchamelsauce herstellen:

Olivenöl in einem Topf mit dem Mehl verrühren, anschwitzen und unter kräftigem Rühren mit einem Schneebesen die Brühe aufgießen. Zum Kochen bringen und köcheln lassen, bis der Mehlgeschmack verschwindet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Jetzt schon mal den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

In einer Auflaufform die Lasagne schichten. Dafür mit einer dünnen Schicht Béchamelsauce beginnen, darauf eine Nudelplatte legen, darauf Linsensugo und dann immer weiter schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Möglichst mit Béchamelsauce abschließen.

Lasagne mit (veganem) Käse bestreuen und 35 – 40 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Gerichte aus dem Ofen bzw. aus der Auflaufform sind immer schwer zu fotografieren, aber ich hoffe mal, Ihr erkennt trotzdem, wie lecker diese vegane Lasagne war.

Und was gibt es sonst noch an leckerem Seelenwärmeressen?

So this was Christmas

… und alles Gute in Neuen Jahr 2026. Ich hoffe, Ihr hattet alle die Feiertage, die Ihr Euch gewünscht habt und habt – ganz im Geiste eines Kochblogs – gut gegessen. Wir waren wie immer zu zweit und haben es ganz ruhig angehen lasssen. Es gab alte Klassiker, teilweise in etwas neuem Gewand und auch ein gänzlich neues Rezept.

Leider hinke ich mit der Feiertagsnachlese etwas hinterher, vielleicht bekommt Ihr aber trotzdem Anregungen für das nächste Weihnachtsfest, denn das kommt ganz bestimmt.

Heiligabend

Wie fast jedes Jahr gab es Reibekuchen mit Lachs sowie Lachsforelle, Guacamole, Dips, Gurkenscheiben und – für mich – Chicorée, weil die Bitterstoffe dieses Gemüses bei der Fettverdauung unterstützt.

Wie immer sind die Reibekuchen nach diesem Rezept entstanden, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich Zwiebelsalz statt -stückchen im Teig hatte und die Reibekuchen morgens vorgebacken wurden und abends nur noch kurz im Backofen aufgewärmt waren. Im Jahr 2024 hatten wir uns nämlich zeitlich mit Teigherstellung und dem anschließendem Ausbacken etwas verkalkuliert.

Erster Weihnachtstag

Wie auch in den Jahren zuvor hatten wir im Lebensgarten verschiedene Bio-Fleischsorten besorgt. Da dies in der Vielfalt nur vor Weihnachten und in etwas geringerem Umfang vor Ostern möglich ist, haben wir neben Gänsekeulen, Hirschgulasch, Ossobuco und Entenbrust besorgt und teilweise eingefroren.

Am ersten Feiertag gab es Kartoffelsterne (Convenience) mit karamellisierten Rosenkohl mit Birnen aus dem Cookit und Gänsekeulen.

Diese salzen und pfeffern, zunächst mit der Hautseite in die kalte Pfanne legen.

Dann die Temperatur hochregeln, das Fett ausbraten lassen, bis die Haut schön knusprig ist. Anschließend mit Majoran auf der Fleischseite 10 Minuten braten und dann in der Pfanne im Backofen bei 180 °C Umluft für ca. 50 Minuten zu Ende garen.

20 – 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffelsterne (je nach Packungsanweisung) dazu geben.

Zweiter Weihnachtstag

Am zweiten Feiertag gab es ein geniales Hirschgulasch, das ich nach diesem Rezept zubereitet hatte und dann stundenlang im Slowcooker schmurgeln durfte, zunächst 2 Stunden auf HIGH, anschließend bis zum Abend auf LOW.

Inspieriert durch die Sauce zum Hirschfilet von Weihnachten 2021 habe ich das Gulasch zum Schluss mit Backkakao (ohne Zuckerzusatz!), zwei starken Espressi sowie einem Hauch Chiliflocken finalisiert. Durch den Kakao ist die Sauce leicht eingedeckt und der Kaffeegeschmack bildete mit dem Chili einen schönen Gegenpart zum süßsäuerlichen Kirschnektar.

Als Beilage gab es Semmelknödelchen, die vorbereitet im Tiefkühlschlaf gewartet hatten und nun 20 Minuten im Dampfgarer zum Leben erwachen durften.

Blog-Event CCXXIV – Herbstgenüsse für goldene Tage & dunkle Nächte

Apfeleis mit honiggerösteten Nüssen

Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025)

Es gibt ein neues Blog-Event bei Zorra im Kochtopf: Adele und Lukas von Yummy Lavender wünschen sich Herbstgenüsse.

Nun ist Eis vielleicht nicht das, was man sich an kalten Tagen unbedingt wünscht, aber andererseits geht Eis immer und wenn es aus herbstlichen Früchten wie Äpfeln und Nüssen besteht, kombiniert mit warmen Zimtnoten, passt es eben doch.

Unser Apfelbaum war auch dieses Jahr wieder übervoll. Einen Teil der Äpfel lassen wir als Winterfutter für die Gartentiere hängen bzw. abfallen, einen Teil haben wir verschenkt, der Rest muss irgendwie von uns verbraucht werden. So hatten wir reichlich naturbelassenes Apfelmus zubereitet und in Portionen von jeweils 200 – 300 g eingefroren.

Eines Abends entdeckten wir während des Kochens einen Rest Schlagsahne im Kühlschrank und sofort reifte die Idee, diese mit dem eingefrorenen Apfelkompott zu einem Blitzeis zu verarbeiten. Gesagt, getan: Den Cookit von Bosch rangeholt, das Crushmesser eingesetzt und das gefrorene Kompott geschreddert, Sahne und Puderzucker dazu und fertig war ein fruchtiges Eis.

Als Topping habe ich einen Nussmix etwas klein gehackt, in der Pfanne angeröstet und mit Honig und Zimt karamellisiert. Fertig war ein Eis voller herbstlicher Aromen.

Zutaten für 4 Portionen à 2 Kugeln Eis:

  • 300 g Apfelkompott, gefroren
  • 125 ml Schlagsahne aus dem Kühlschrank
  • 25 g Puderzucker, fein gesiebt
  • 4 EL gemischte Nüsse, gehackt
  • 4 TL Honig – oder mehr nach Geschmack
  • 1 Prise Zimt
  • außerdem: Küchenmaschine mit Crushmesser, Pfanne

Zubereitung:

Wichtig ist natürlich, dass das Eis selber als letztes zubereitet wird, deshalb alle Zutaten abwiegen und bereitstellen, den Puderzucker sieben und die Nüsse hacken und zubereiten.

Nüsse in die kalte Pfanne ohne Fett geben und auf mittelhoher Temperatur (7 von 9) rösten. Honig und Zimt zugeben und unter rühren leicht karamellisieren, bis der Honig sich komplett mit den Nüssen verbunden hat.

Das gerfrorene Apfelkompott in die Küchenmaschine geben und schreddern, bis es in etwa die Konsistenz von Granità hat. Kalte Sahne und Puderzucker zugeben und so lange rühren lassen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.

Auf Eisbecher oder in Desserschälchen verteilen, mit den Nüssen bestreut servieren und bei Kerzenschein vor dem warmen Kamin genießen.

Update: 31 tolle Rezepte sind zusammengekommen.

Orecchiette alla Crudaiola – Pasta mit kalter Tomatensauce

Der Sommer ist da (dachte ich eigentlich!) und die Lust auf schnelle Gerichte und Erfrischungen an und für heiße Tage steigt. Darum sammeln die Foodblogger:innen von Leckeres für jeden Tag am ersten Sonntag im August „Erfrischendes für heiße Tage“. Egal ob kühle Getränke, Eis oder leichte Gerichte, da sollte für jeden etwas dabei sein.

Wer nicht lange am Herd stehen, sich aber trotzdem nicht nur von Eis und Obst ernähren möchte, bereitet Pasta mit einer kalten, fix gemachten Tomatensauce zu.

Der Name Crudaiola beinhaltet den Wortstamm „crudo“, was nichts anderes als roh bedeutet.

Zutaten für zwei Portionen:

  • 500 g frische, aromatische Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 15 – 25 Blätter Basilikum + Stängel
  • 30 ml Olivenöl exra vergine (+ weiteres Öl zum Verfeinern)
  • Salz
  • 250 g Orecchiette
  • 15 ml Olivenöl
  • Optional: ca. 125 g Burrata (oder Mozzarella in Stückchen gezupft), Basilikumblätter und geröstete Zedernnüsse zur Deko

Zubereitung:

Tomaten vom Strunk entfernen und kleinschneiden. Die Knoblauchzehe kleinhacken.

Basilikum waschen und kleinzupfen. Alle Zutaten mit dem Olivenöl in einem Mixer oder mit einem Stab pürieren.

Ich habe alles in meinen Zauberkessel namens Cookit geworfen und schnell mit dem Messer durchpüriert.

Mit Salz abschmecken und nach Wunsch in einer kleinen Schale abgedeckt mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Orichiette nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser kochen. Mit einer Schöpfkelle in eine große Schüssel geben und mit 15 ml Olivenöl vermengen.

Die kalte Tomatensauce zur Pasta geben, alles gut verrühren, mit frisch gezupfter Burrata oder Mozzarella, Basilikum und gerösteten Zedernnüssen garnieren und servieren.

Die kalte Tomatensauce verbindet sich mit der heißen Pasta zu einem lauwarmen Gericht voller Geschmack. Ich könnte mir vorstellen, dass man das ganze auch gut kalt als italienischen Pastasalat anbieten kann, vielleicht zu gegrilltem Fisch o. ä.

Jetzt bin ich gespannt auf die Sommerrezepte der weiteren Blogger:innen:

Türkische Pasta mit Joghurtsauce

Dieses leckere Gericht geht momentan in den Sozialen Medien um und das zu Recht! Ursprünglich wird es mit Mantı, den mit Hackfleisch gefüllten türkischen Teigtaschen zubereitet. Diese Teigtaschen sind in ganz Zentralasien bekannt, wie hier nachzulesen ist.

Um das Ganze etwas zu vereinfachen, wird das Gericht nun einfach mit dicken Nudeln wie Rigatoni o. ä. zubereitet und das Hackfleisch separat in der Pfanne gebraten.

Unser Rezept ist aus dem Rezeptfundus des Cookit (geführtes Rezept aus der HCA), ich schreibe es Euch aber für handelsübliche Töpfe und Herde auf, was meinem Empfinden nach schneller oder zumindest genauso schnell gewesen wäre. Zudem war im Cookit-Rezept das Verhältnis der Zutaten ein wenig unausgewogen, deshalb habe ich die Rezeptierung etwas angepasst.

Zutaten für 4 reichliche Portionen:

  • 250 g griechischer Joghurt, (10 % Fett)
  • 2 Knoblauchzehen, geschält, gepresst
  • 1 Zwiebel, (à ca. 50 g), gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 250 g Rigatoni mezzi (dicke kurze Rigatoni)
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, aus der Mühle
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 0,25 TL Currypulver
  • 75 g Butter, in Stücken
  • 5 TL edelsüßes Paprikapulver
  • frische glatte Petersilie, gehackt, zum Garnieren
  • Kirschtomaten, geviertelt, zum Garnieren

Zubereitung:

Joghurt mit Knoblauch und Salz mischen und bis zum Servieren zur Seite stellen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und das Hackfleisch krümelig anbraten. Zwiebelwürfel, 1 TL Paprikapulver, Pfeffer, Zwiebelpulver, eine großzügige Prise Salz und Currypulver zugeben und auf kleiner Temperatur braten, bis die Zwiebelwürfel glasig sind.

In der Zwischenzeit Pasta wie gewohnt kochen und in einem kleinen Topf, z. B. einer Stielkasserole die Butter schmelzen und das restliche Paprikapulver darin anrösten. Dabei aufpassen, dass die Butter nicht verbrennt.

Petersilie hacken und Tomaten vierteln.

Pasta auf Tellern verteilen, Hackfleisch und Joghurtsaue darauf geben, mit der Buttersauce beträufeln und mit Petersilie und Tomatenservieren.

Afiyet olsun – Guten Appetit.

Die kulinarische Weltreise: Suppen aus aller Welt – Gulyásleves – Gulaschsuppe (Ungarn)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Für das Sonderthema Suppen aus aller Welt im Rahmen der kulinarischen Weltreise unter „Reiseleitung“ von Volker von volkermampft gibt es heute eine herzhafte Gulaschsuppe.

Es ist noch reichlich frisch in Deutschland, so dass man so eine wärmende Suppe mit reichhaltiger Fleisch- und Gemüseeinlage nochmal gut vertragen kann.

Wie beim letzten Besuch in Ungarn mit der Reisetruppe im Januar 2020 habe ich mich auch dieses mal wieder bei der lieben Anikó von Paprika meets Kardamom umgeschaut. Sie ist halbe Ungarin und weiß somit wovon sie spricht, wenn sie ungarisch kocht.

Wir haben ihre Gulaschsuppe im Cookit zubereitet (Wenn wir das Teil nunmal haben, sollten wir es auch nutzen und für Eintöpfe aller Art ist er wirklich gut geeignet.), aber es geht natürlich genauso gut in einem Schmortopf auf dem Herd oder im Slowcooker.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 800 g Schweinegulaschfleisch, etwa 1 – 2 cm große Würfel (ich: 900 g Schweinenacken inkl. Knochen)
  • 2 Zwiebeln
  • Pflanzenöl
  • 4 TL Paprikapulver edelsüß
  • 2 TL Paprikapulver rosenscharf (oder mehr, wer es schärfer mag)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 500 g Kartoffeln festkochend
  • 3 Möhren
  • 1 große Petersilienwurzel
  • Saure Sahne zum Servieren

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten vorbereiten: Das Fleisch vom Knochen schneiden und würfeln. Zwiebeln fein hacken. Kartoffeln, Möhren, Petersilienwurzel und Paprikaschote waschen, schälen und in etwa gleich große Würfel schneiden.

Beide Paprikapulversorten und Tomatenmark bereitstellen.

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel bei Mittelhitze dünsten, bis sie weich und süßlich sind. Topf kurz vom Herd nehmen, das Paprikapulver einrühren und zurück auf dem Herd kurz mitdünsten. Wenn man es zu lange auf dem Herd lässt, wird es schnell bitter. Tomatenmark ebenfalls kurz anrösten, dann Fleisch und Paprikawürfel zugeben. Gut salzen und pfeffern.

Ich habe an dieser Stelle den Knochen ebenfalls noch dazugegeben, weil der einfach noch zusätzlich Geschmack gibt.

Mit aufgelegtem Deckel bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 1 Stunde schmoren lassen. Durch den austretenden Fleischsaft brennt nichts an. Wer – wie ich – auf Nummer Sicher gehen will, gießt einen kleinen Schluck Wasser an.

Nach einer Stunde den Knochen entfernen, die Gemüsestücke und dann soviel Wasser zugeben, dass diese gerade knapp bedeckt sind. Nochmals salzen und pfeffern.

Aufkochen und bei mittlerer Temperatur so lange garen, bis das Gemüse den gewünschten Gargrad hat. Das dauert ca. 30 Minuten.

Die Suppe mit einem Klecks Saurer Sahne anrichten und mit einem Stück Brot servieren.

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Ingweröl

Ein selbst gemachtes Ingweröl ist ideal zum Aromatisieren von asiatischen Speisen.

Ich brauchte es für zwei chinesische Gerichte, die ich für Die kulinarischen Weltreise zubereitet habe: Fried Tofu und Gemüse nach Chef Tak.

Im Cookit ist es ganz einfach gemacht, ohne dass man daneben stehen und ständig die Temperatur im Auge haben muss.

Ihr braucht nur 75 g Ingwer, grob geschält, 250 ml Rapsöl und eine entsprechend große Flasche zum Aufbewahren.

Manuelles kochen mit Messer wählen, den Ingwer in den Topf geben und 15 Sekunden auf Stufe 15 hacken. Messer entnehmen, Waage einschalten und 250 ml Öl einwiegen.

Manuelles kochen ohne Gerät wählen, 75 °C einstellen und alles 40 Minuten ziehen lassen.

Etwas abkühlen lassen und durch ein Sieb in eine (Smoothie-)Flasche umfüllen.

Ihr könnt das Ganze auch in einem Topf auf dem Herd zubereiten: Dafür den Ingwer schälen und durchhacken. Mit dem Öl in einen Topf geben, das Öl mit Hilfe eines Thermometers auf 75 °C erhitzen und ebenfalls 40 Minuten ziehen lassen. Gegebenenfalls die Herdtemperatur während der Zeit anpassen.

Die kulinarische Weltreise: Rukki Leib – Roggenbrot aus Estland

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Auch im Jahr 2025 geht die kulinarische Weltreise mit Volker von volkermampft weiter. Im Januar reisen wir in den Nordosten Europas, nach Estland. Estland gehört neben Litauen und Lettland zum Baltikum und hat ebenso wie seine Nachbarstaaten eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Tatsächlich hat es durch die Lage am Finnischen Meerbusen von jeher eine enge Bindung an Finnland, aber auch zu Deutschland besteht eine Bindung durch die sogenannten Deutsch-Balten.

Von 1940 bis 1990 gehörte Estland neben Litauen und Lettland zur Sowjetunion. [Quelle: Wikipedia]

Die estnische Küche ist von Skandinavien, Russland und Deutschland beeinflusst. Sie ist zumeist schlicht und bodenständig und kommt vor allem mit Grundnahrungsmitteln wie zum Beispiel Sauerkraut, Schweinefleisch, Kartoffeln, sehr viel Milch und Milchprodukten sowie Waldfrüchten und Pilzen auskommt (wobei Pilze erst während des 20. Jahrhunderts ein Bestandteil der estnischen Küche wurden). Insbesondere Milch und andere Milchprodukte wie Buttermilch und Saure Sahne sind ein oft verwendeter Bestandteil estnischer Rezepte.

Ein bedeutendes Nahrungsmittel in Estland ist Fisch, der in der Ostsee oder in Seen im Landesinneren gefangen wird. Eine Fischkonserve nach sehr altem Rezept ist Revaler Killo. Ein typisches Gericht ist z. B. Salzhering mit gekochten Kartoffeln, saurer Sahne und geschnittenen Zwiebelringen als weiteren Zutaten.

Ich habe als erstes Rezept ein Roggenbrot für Euch, das mit ganz wenigen Zutaten auskommt und sehr herzhaft und kräftig ist. Ich habe den Teig im Cookit von Bosch gemacht und die Stückgare fand in der Gärbox von Brød & Taylor statt. Ihr könnt es aber auch ganz normal ohne Hilfsmittel zubereiten.

Das Brot ist nicht sonderlich stark aufgegangen und die Krume ist recht kompakt, aber so kennt man es eigentlich von reinem Roggenbrot.

Zutaten für ein Brot von ca. 800 g:

  • 500 g Roggenmehl (ich: frisch gemahlen)
  • 300 ml Wasser
  • 10 g frische Hefe oder 5 g Trockenhefe
  • 1 TL Honig (ich: Ahornsirup)
  • 10 g Salz
  • optional: 1 EL Brotgewürz

Zubereitung Cookit:

Universalmesser in den Topf des Cookit einsetzen. Wasser, Ahornsirup und Hefe mischen, Deckel schließen, Messbecher einsetzen und drei Minuten auf Stufe 5 bei 37 °C gehen lassen. Mehl mit dem Salz und dem Brotgewürz zum Hefewasser zugeben.

Deckel schließen, Messbecher einsetzen, alles 3 Minuten auf Stufe 11 miteinander verkneten. Universalmesser entnehmen, Teig mit dem Spatel nach unten streifen. Deckel schließen und den Teig ca. 1 bis 1,5 Stunden bei 37 °C gehen lassen.

Der Teig geht nicht sehr stark auf, fühlt sich aber nicht lockerer an als am Anfang.

Gärbox auf 37 °C vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ein paarmal dehnen und falten, in ein bemehltes Gärkörbchen legen und leicht eindrücken. Mit einem feuchten Küchentuch abgedeckt ca. 30 Minuten in der Gärbox gehen lassen.

**) Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Teig aus dem Gärkörbchen auf ein mit Backpapier/Dauerbackmatte ausgelegtes Blech stürzen. Nach Wunsch die Oberfläche einschneiden, das Blech in den Ofen geben und eine Tasse Wasser auf den Boden des Ofen und die Tür schnell schließen.

Das Rukki Leib 30 – 40 Minuten backen, bis es die gewünschte Farbe hat und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Zubereitung ohne Cookit:

Lauwarmes Wasser, Hefe und Ahornsirup gut vermischen und an einem warmen Ort anspringen lassen. Alles mit Mehl, Salz und Brotgewürz vermischen, dann kräftig durchkneten (von Hand oder mit der Küchenmaschine).

Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte aufgegangen sein und dabei eine luftigere Konsistenz als am Anfang haben.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ein paarmal dehnen und falten, in ein bemehltes Gärkörbchen legen und an einem warmen Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Dann fortfahren wie oben ab **).

Wie oft bei reinen Roggenbroten ist das Brot recht kompakt, was die Krume angeht, aber nichtsdestotrotz kräftig und schmackhaft.

Das Rezept habe ich übrigens von der Website Nationalgerichtrezepte.

Hier sammele ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden: