Schlagwort-Archive: Tomaten

Die kulinarische Weltreise: Stuffat tal-Fenek – Kaninchenragout aus Malta

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im September geht es mit der Reisegruppe der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft zurück nach Europa, genau gesagt nach Malta, amtlich Repubblika ta’ Malta und englisch Republic of Malta; italienisch Repubblica di Malta.

Die zwischen Sizilien und Tunesien im Mittelmeer gelegene Inselgruppe umfasst neben den bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino mehrere unbewohnte Felseninseln.

Der GöGa und ich waren 1999 (sic!) für eine Woche im März auf Malta und fanden den Aufenthalt schon sehr interessant. Man kam damals (und kommt es wohl noch heute) wunderbar mit Bussen überall hin. Wir waren unter anderem natürlich in der Hauptstadt Valetta, aber auch in Sliema und Melieha. Ein paar alte und etwas „vergilbte“ Fotos könnt Ihr Euch gerne mal auf meinem ehemaligen Flickr-Account anschauen.

Die Landschaft wirkt eher karg, obwohl die Inseln über 800 einheimische Pflanzenarten beheimaten. Süßwasser gibt es auf Malta keines, Trinkwasser wird aus Meerwasserentsalzungsanlagen und Zisternen zum Auffangen von Regenwasser gewonnen. Regenfälle sind eher kurz und heftig, wie wir am eigenen Leib erleben durften: Wir gerieten in einen Guss, bei dem das Wasser bis an die Türen unseres Linienbusses reichte.

Die maltesische Küche gehört zu den mediterranen Küchen. Sie wurde deutlich von der englischen sowie der italienischen Küche beeinflusst. Die verwendeten Gewürze sind der nordafrikanischen Küche entlehnt. Da Fleisch auf den Felseninseln von Malta rar ist, werden vorwiegend Gemüse und Fisch verwendet. Im Sommer und Herbst zur Fangzeit der Goldmakrele (Coryphaena hippurus), findet man auf Malta diesen dort Lampuki genannten Fisch auf vielen Speisekarten. Die Goldmakrele ist der Nationalfisch Maltas und wurde von 1986 bis 2007 auf Malteser 10-Cent-Münzen geprägt. Die beliebtesten Fleischgerichte der Inseln werden aus Kaninchen (Fenek) zubereitet.

Die Küche ist sehr gemüseorientiert; verwendet werden Tomaten, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Möhren, Zwiebeln, Paprika, Spinat und Artischocken, aber auch Kohl und Blumenkohl. Häufig genutzt werden, wie in fast allen Mittelmeerküchen, Oliven, Olivenöl und Brot.

Beliebte Gerichte sind:
  • Aljotta: Eine sehr würzige Fischsuppe mit Knoblauch, Peperoni, Tomaten, Reis und viel gehacktem Majoran oder Petersilie.
  • Bigilla: Eine schwere Paste aus dicken Bohnen mit Knoblauch.
  • Braġjoli: In Rotwein gegarte Rinderroulade mit Schinken und Ei gefüllt.
  • Brunġiel mimli: Auberginen, gefüllt mit Fleisch, Oliven und Kapern.
  • Ħobż biż-żejt (auch Ftira): Ein rundes Sauerteigbrot, das mit unterschiedlichen Kombinationen von Thunfisch, Zwiebeln, Knoblauch, Oliven, Kapern, Tomaten, Minze oder Sardellen belegt und mit Olivenöl beträufelt wird.
  • Kannoli: Kross gebackene Teigröllchen, gefüllt mit Ricotta, Schokolade oder kandierten Früchten.
  • Kapunata: Die maltesische Variante der Ratatouille, angelehnt an die sizilianische Caponata.
  • Lampuki-Auflauf: Ein mit Filet von der Goldmakrele zubereiteter Auflauf mit Spinat, Blumenkohl, Kastanien und Rosinen.
  • Pastizzi: Blätterteig gefüllt mit Ricottakäse oder Erbsenmus.
  • Ross il-forn („Reis aus dem Backofen“): Ein maltesisches, dem Risotto ähnliches Gericht. Es besteht aus Reis mit Hackfleisch, Eiern, Safran und wird – typisch für die Küche des Archipels – langsam auf kleiner Flamme gegart. Nach der Überlieferung wurde es von den Phöniziern auf die Insel gebracht. In der modernen Variante wird noch Tomate beigefügt.
  • Soppa tal-armla („Witwensuppe“): Eine Bohnensuppe, der ein kleiner runder Käse („ġbejna“) aus Schaf- oder Ziegenmilch beigefügt wird.
  • Soppa tal-qargħa ħamra: Maltesische Kürbis-Suppe. [Quelle: Wikipedia]
Weiterlesen

Koch mein Rezept (Duck Choila von volkermampft)

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

In der 26. Runde von Koch mein Rezept, dem großen Foodblogwichteln, das Volker von volkermampft im Juni 2020 aus der Taufe gehoben hat, wurde mir tatsächlich Volkers Blog zugelost.

Er lebt in Hamburg, mehr ist über ihn quasi nicht zu erfahren. Ich weiß, dass er in der Foodbloggemeinschaft sehr umtriebig ist, hat er doch im März 2018 die kulinarische Weltreise ins Leben gerufen. Seitdem geht es fast jeden Monat in ein anderes Land dieser Erde, mehrmals im Jahr gibt es auch Sonderthemen.

Aus meinem Blog darf sich Wilma von Pane Bistecca ein Rezept aussuchen. Ich bin gespannt, wofür sie sich entscheidet.

Es hat etwas gedauert, bis ich mich bei der Fülle von Volkers Rezepten für eines entscheiden konnte. Ausschlaggebend war schließlich die Tatsache, dass wir noch sous-vide gegarte Entenbrust (ca. 500 g) eingefroren hatten.

Deshalb haben der GöGa und ich uns für Duck Choila entschieden, ein Rezept, das Volker für den Abstecher nach Nepal im Rahmen der kulinarischen Weltreise gekocht hatte.

Uns hat dieses toll gewürzte Entengericht super geschmeckt, auch wenn ich etwas von Volkers Rezept abgewichen bin. Irgendwie habe ich in seiner Beschreibung die Spur der Gewürzpaste verloren. Sie wird irgendwann zur Seite gestellt und taucht dann nicht wieder auf. Aber wie heißt es so schön? Alle Köche (und Köchinnen) sind besch*ssen, die sich nicht zu helfen wissen. Also bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zutaten für 4 Portionen:

  • ca. 500 g Entenbrust
  • 4 große Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 10 g Ingwer
  • 1 Zwiebel *)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Bockshornklee (gemahlen; ich hatte nur ganze Samen)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 rote Chili (optional; ich: 1/2 TL Chiliflocken)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Pflanzenöl (ich: Erdnussöl)
  • 2 Frühlingszwiebeln *)
  • 1 TL Senföl
  • 10 g gehackten Koriander (ich: deutlich weniger, weil mein GöGa ihn nicht so mag)
  • 1 Limette (ich: eine Halbe)

*) Leider waren meine Zwiebeln nicht mehr gut, also habe ich die weißen Enden der Frühlingszwiebeln gehackt und die grünen Enden wie im Rezept verwendet.

Zubereitung:

Entenbrüste von beiden Seiten scharf anbraten und bei ca. 50 °C im Ofen warm halten.

Tomaten halbieren und von allen Seiten scharf anbraten. Sie dürfen gerne etwas angebranntes Röstaroma bekommen. Aus der Pfanne nehmen und leicht abkühlen lassen.

Frühlingszwiebelweiß klein hacken, Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken oder reiben. Restliche Gewürze – außer Salz, Pfeffer – bereitstellen.

Frühlingzwiebelgrün in feine Ringe schneiden.

Im Erdnussöl die gehackten Zwiebeln goldbraun anbraten, Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben. Unter Rühren etwas anbraten, dann zur Seite stellen.

Tomaten klein schneiden, dabei den Saft auffangen und mit dem Frühlingszwiebelgrün zur Gewürzmischung geben. Mit Senföl, Limettensaft und Salz abschmecken.

Entenfleisch in dünne Streifen schneiden.

Serviert habe ich das Choila mit Basmatireis, den ich auf Teller gegeben habe, darauf die Entenstreifen anrichten und die „Sauce“ rundum anrichten.

Am Folgetag habe ich das Choila mit Kokosmilch (200 ml) aufgewärmt, was auch sehr schmackhaft war.

Hier stelle ich Euch die Tauschblogs der letzten 24 Runden vor:
RundeIch koche aus dem Blog…Rezept (meine Version)Aus meinem Blog kocht…Rezept (ihre/seine Version)
1Evchen kochtHerzhafter KaiserschmarrenMagentratzerlTschanachi
2KohlenpottgourmetKürbis-Hackbällchen-Spätzle-AuflaufMein wunderbares ChaosVegetarische Kibbeh mit Karotten und Kichererbsen
3Caros KücheKirsch-Streusel-TalerMünchner KüchenexperimenteSelleriesalat mit Granatapfel und Feta
4Backmädchen 1967Versunkener BirnenkuchenHeute gibt es…Rote Bete-Risotto
5Zypresse unterwegsPeanutbutter CookiesDer ReiskochKichererbsen mit Mangold
6(no) plain Vanilla KitchenPasta alla LigureEvchen kochtBienenstich im Glas mit einem Hauch Erdbeeren
7LabsalliebeAb Hendevaneh – Persische WassermelonenlimonadeZunehmend wildHühnchencurry mit Mango
8Obers trifft SahneSpaghettimuffinsApplethreeErdbeerkuchen im Glas
9Münchner KüchenexperimenteWintersalat mit Rosenkohl1x umrühren bitte aka KochtopfFächerkartoffeln aus dem Airfryer
10Brot und RosenMafianudelnKüchentraum & PurzelbaumHotdog Brötchen
11ReiseschmausSucuk-Pfanne mit EiZimtkringelSüß-saure Radiesle
12Coconut & CucumberDicke Bohnen-Salat mit Pesto, gerösteten Pinienkernen und ParmesanSus Corumblog 2.0Eichblattsalat mit Edamame und Lachs
13KaffeebohneWestfälische PotthuckeJenny is bakingBelgische Waffeln mit Übernachgare
14Jenny is bakingArepas con quesoCakes, Cookies & MoreSalsiccia Carbonara
15Pane-BisteccaCroquetas de PescadoCoconut & CucumberMöhren-Mango-Salat
16NinamanieBohnen-Eintopf mit Kartoffeln und ZucchiniÜbersee-MädchenSchoko-Cookes mit Pecannüssen
17Salzig, Süss, LeckerPilaw mit Gemüse und JoghurtHomemade & bakedEier in Senfsauce
18Little Kitchen and moreSpanische KürbissuppeNinamanieOfenkartoffel und Vogerlsalat
191x umrühren aka KochtopfKaramellisierte Zwiebel-Apfelpasta mit SalbeiSalzig, süß, leckerPasta mit Steakstreifen und Edamame
20MagentratzerlOfengerösteter Blumenkohl mit Merguez-AromaVive la Reduction!Paprika mit Belugalinsenfüllung & Feta
21ÜberseemädchenSchnelle Thaisuppe mit ReisnudelnKaffeebohneBlätterteigrolle mit Spinat
22ZimtkringelSchmorhuhn mit RotkrautvolkermamptSkrei mit orientalischem Blumenkohl und Sesamjoghurt
23Barbaras SpielwieseFrühlingsgemüse mit gebratenem TofuBarbaras SpielwieseRoter Linsenauflauf mit Cheddar
24Chili und CiabattaChinesische Hackpfanne mit gebratener GurkeKakao und KarotteAachener Printen
25Der ReiskochGelbes Thai-Curry mit Like ChickenBrotweinleider kam da nichts

Blog-Event CCXXXIII – So isst Italien zum 22. Blog-Geburtstag!

Pasta con pesce in scatola nella salsa di pomodoro (Pasta mit Dosenfisch in Tomatensauce)

Blog-Event CCXXXIII - So isst Italien (Einsendeschluss 15. September 2026)

Leider habe ich die letzten vier Blog-Events bei Zorra im Kochtopf auslassen müssen, aber wenn die Patin der guten Küche anlässlich ihres 22. Blog-Geburtstages im September 2026 ruft, dann kann mich nicht viel aufhalten.

Passend zu ihrem Jahresprojekt So isst Italien lädt Zorra ihre Blog-Kolleg:innen zur Geburtstagssause ein und jeder darf etwas mitbringen.

Da stoße ich doch erst einmal mit einem Campari Spritz an und sage Tanti auguri, cara Zorra!

Mein heutiger Beitrag ist eher durch Zufall, quasi rückwärts, entstanden, weil ich erst die Idee hatte und dann recherchiert habe, ob es ein ähnliches Rezept in der italienischen Küche gibt. Ja, gibt es. Fisch aus der Dose, genau gesagt Makrele oder Sardine, in Tomatensauce zu Pasta entstammt der sogenannten Cucina povera, dem italienischen Arme-Leute-Essen.

Ideenlos und unvorbereitet begann ich, uns zum Abendessen Pasta in Tomatensauce zu machen. Da mein GöGa bei so sehr einfachen Speisen immer das Gefühl hat, nichts „Vernünftiges“ in den Magen zu bekommen, fiel mir der Hering in Tomatensauce im Vorrat ein, der flugs mit in der Sauce landete. So entstand ein leckeres Essen, das nun ganz zufällig zu Zorras Geburtstagsevent passt, auch wenn der Hering in Italien vermutlich eher ungebräuchlich ist. Aber immerhin bin ich der Idee der Cucina povera treu geblieben: Schmackhaftes Kochen mit dem, was da und möglichst günstig ist.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 200 – 250 g Pasta nach Wahl (ich: bunte Fussiloni, also dicke Spiralnudeln)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 400 g Tomaten, enthäutet, entkernt, in Stücke geschnitten (alternativ 1 Dose stückige Tomaten)
  • 1 Dose à 200 g Heringsfilet in Tomatensauce (original: Makrelen oder Sardinen in Öl, abgetropft)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • optional: Oliven, Kapern und/oder Kräuter wie Rucola oder Basilikum

Zubereitung:

Pasta wie gewohnt in reichlich Salzwasser kochen.

Knoblauch und Schalotte schälen und fein würfeln.

Bei mittlerer Hitze im Olivenöl glasig dünsten. Tomatenstücke zugeben und einkochen lassen.

Dosenfisch, wenn nötig etwas klein zupfen, zur Sauce geben, kurz erwärmen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach Wunsch Oliven und Kapern zugeben oder separat reichen und die Pasta nach dem Anrichten mit Rucola bestreuen.

Nachgekocht: Griechische Hähnchenpasta

Letzte Woche gab es ein tolles – fast – One-Pot-Gericht aus Jamie Olivers Buch 5 Zutaten mediterran.

Das Gericht von der griechischen Insel Andros besticht durch seine Aromatik, hervorgerufen mit nur fünf Zutaten wie Hähnchen, Nudeln, Tomatensauce und geriebenem Halloumi.

Das ursprüngliche Rezept ist für 8 Portionen berechnet, ich habe es halbiert, so dass wir an zwei Abenden sehr gut gegessen haben.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g Hähnchenoberschenkel mit Haut und Knochen (ich hatte Hähnchenflügel bekommen)
  • 250 g TK-Suppengemüse
  • 1 Dose Eiertomaten à 400 g (ich: gehackte Tomaten)
  • 300 g Makkaroni (ich: Cellentani oder Cavatappi)
  • 50 g Halloumi

aus dem Vorrat:

  • 1 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 EL Rotweinessig (ich: Aceto balsamico)
  • Salz, Pfeffer, mediterrane Kräutermischung
  • Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Hähnchenteile bei starker Hitze in Olivenöl zum Braten rundum in einer beschichteten Pfanne bräunen, auf einen Teller legen.

Gemüsemix in die Pfanne geben, 5 Minuten garen, Hähnchenteile zurücklegen, Essig zugeben und verkochen lassen. Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser aufgießen.

Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 1Stunde köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Hin und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung garen und abgießen.

Das Hähnchenfleisch von den Knochen lösen, mit zwei Gabeln zerteilen (ehrlicheweise ging das mit den Fingern besser), ohne Haut und Knochen zusammen mit der Pasta zurückgeben.

Mit Salz, Pfeffer und Kräutern pikant abschmecken, dabei mit dem Salz zunächst sparsam sein, weil der Halloumi durch die Salzlake oft schon sehr würzig ist.

Einen Teil des Halloumi in die Sauce reiben, den Rest vor dem Servieren mit etwas Olivenöl extra vergine auf die Hähchenpasta geben.

Die Hähnchenhaut habe ich allerdings nicht wie vorgeschlagen weggeworfen, sonder in einer kleinen Extrapfanne knusprig ausgebraten und über die Nudeln gegeben.

#wirrettenwaszurettenist: Sommersalate – „Chili sin carne“-Salat

Endlich ist der Sommer da! Und mit ihm kommen die Griller, die Freibadbesucher und Picknicker mit ihren Leckereien ans Licht.

Besonders beliebt sind bei heißen Temperaturen auch Salate, entweder als Beiwerk zum Grillen oder zur Gartenparty oder auch als leichte Hauptmahlzeit.

Der Lebensmittelhandel hält Regalmeter um Regalmeter an fertigen Salaten bereit, meistens schmecken sie mir persönlich nicht so und deshalb rette ich, was zu rette ist und schnippele lieber selber ein paar Zutaten zusammen.

Der heute vorgestellte Salat heißt wie er heißt, weil ich alle Zutaten für mein Chili sin Carne einfach kalt in die Salatschüssel geworfen habe. Die Würze kommt durch ein Dressing aus Joghurt und verschiedene Gewürze, die auch im warmen Chili ihre Verwendung finden.

Zutaten für eine große Schüssel Salat (ca. 4 Portionen):

  • 1 Glas rote Bohnen (Kidneybohnen), ca. 350 g *)
  • 150 g Mais, frisch, TK oder Konserve
  • 1 Paprikaschote (grün wäre wegen des Farbspiels schön)
  • 1 – 2 Tomaten, je nach Größe
  • 1/4 Eisbergsalat
  • optional: Chili in dünnen Ringen

*) Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt: ca. 120 g über Nacht einweichen, abgießen und mit reichlich Wasser weich kochen. Abkühlen lassen und wie unten verwenden.

  • 4 EL Joghurt
  • abgeriebene Zitronenschale + 1 EL Saft
  • 1 Espressolöffel gemahlener Koriander
  • 1 Espressolöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 – 5 Stängel glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:

Bohnen und Mais auf ein Sieb geben, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Eisberg in feine Streifen (Chiffonade) schneiden, gründlich waschen und in einer Salatschleuder trocken schleudern (Alternativ ein Küchenhandtuch/Trockentuch benutzen) und in eine große Schüssel geben.

Paprikaschote schälen, in feine Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls fein würfeln, zum Eisberg geben.

Zum Schluss Bohnen und Mais ebenfalls zugeben und gut durchmischen.

Für das Dressing den Joghurt mit allen übrigen Zutaten mischen, eventuell mit etwas Wasser glattrühren und entweder kurz vor dem Servieren mit den übrigen Salatzutaten mischen oder separat reichen, so dass sich jede/r die gewünschte Menge Dressing nehmen kann.

Wir haben den Salat zu einer mit Berbere gewürzten Maispoularde und etwas Fladenbrot genossen.

Hier seht Ihr die Salatrezepte der übrigen Retter*innen:

One-Pot-Pasta mit Tomate & Speck

Es folgt das zweite Rezept, das wir aus Steffen Hensslers Kochbuch „Hensslers Schnelle Nummer – Morgens|Mittags|Abends“ nachgekocht haben.

Wie schon beim Kartoffelstampf hat auch hier die angegebene Portionsmenge 2 Portionen locker für zwei Mahlzeiten à 2 Portionen gereicht.

Leider waren die Nudeln nach dem Aufwärmen am zweiten Tag etwas sehr matschig, so dass ich auch hier das Rezept halbieren würde. Ansonsten war auch dieses Pastagericht in seiner Einfachheit sehr aromatisch und – wie der Buchtitel verspricht – schnell gemacht.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 Muschelnudeln
  • 1 Dose Tomaten à 400 g
  • 4 Stiele Basilikum
  • 40 g Parmesan am Stück
  • 4 EL Olivenöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel schälen und fein würfeln, Knoblauch schälen und hacken.
Olivenöl in einem (Schmor-)Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten.

Bacon in feine Streifen schneiden, mit Tomatenmark in den Topf geben und ca. 2 Minuten rösten.
Nudeln zugeben, salzen, dann Tomaten und 300 ml Wasser angießen. Tomaten, wenn nötig, etwas mit einem Löffel zerkleinern, gut umrühren, aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 12 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch einmal umrühren.

In der Zwischenzeit Basilikumblätter von den Stielen zupfen und grob schneiden.

Deckel vom Topf nehmen, Pasta mit der Sauce gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller geben, Basilikum darüber streuen und Parmesan darüber reiben.

Die kulinarische Weltreise: Ensalada de Palmitos – Salat mit Palmherzen (Costa Rica)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Wir sind mit Volker von volkermampft auf der Kulinarischen Weltreise in Mittelamerika, genau gesagt in Costa Rica angekommen. Am vergangenen Sonntag gab es bei uns ein sehr feinen Fisch in Knoblauchmarinade (Hier erfahrt Ihr auch noch ein bisschen mehr zu unserem Reiseziel im März.), den ich mit Reis und einem gemischten Salat mit Palmherzen serviert habe.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Dose Palmitos (Palmherzen) *)
  • 2 – 3 Hände Blattsalat oder gemischter Salat, gewaschen und gut getrocknet
  • 1 kleine Salatgurke, in Scheiben oder Halbmonde geschnitten
  • 1 Tasse Kirschtomaten oder 2 Tomaten, gewürfelt
  • 1/4 rote oder gelbe Paprikaschote, gewürfelt
  • 1 Avocado in Spalten
  • 1 Limette, davon der Saft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL frischer Koriander, gehackt (ersatzweise Petersilie)
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Palmherzen abgießen, kalt abspülen und in Scheiben oder Stücke schneiden.

Salatblätter waschen, trockenschleudern und auf einer Platte oder in einer Schüssel auslegen.

Gurke und Tomaten vorbereiten, Paprika/Tomate würfeln, alles auf den Salat geben und die Palmherzen darauf verteilen.

Für das Dressing Limettensaft, Olivenöl, gehackten Koriander, Salz und Pfeffer verrühren; nach Wunsch etwas Zucker zugeben.

Dressing kurz vor dem Servieren über den Salat geben und alles locker mischen.

In Costa Rica serviert man statt des Limettendressings auch gerne einfach Mayonnaise (oder vegan mit Mandelmus oder mit Milch) zum Ensalada de Palmitos. Für die Variante hat mein GöGa sich entschieden; ich mochte den Salat mit dem Limettendressing sehr.

*) Palmitos/Palmherzen: Dabei handelt es sich um das Bildungsgewebe von Stamm und Blättern am oberen Ende einer Palme. [weiterlesen auf Wikipedia]

Ich habe die Palmitos als Konserve der Firma Feinkost Dittmann kaufen können und war ganz gespannt auf den Geschmack.

Ich sage mal so: Falls Ihr keine Palmherzen findet, nehmt einfach Schwarzwurzeln oder Spargel aus der Konserve, die Geschmäcker sind wirklich sehr ähnlich.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Byrek me domate dhe qepë – Byrek mit Tomaten und Zwiebeln (Albanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Januar 2026 ist die Reisetruppe rund um Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise in Albanien unterwegs. Nach dem Huhn mit Walnüssen (Pulë me Arra) gibt es mit dem mit Tomaten und Zwiebeln gefülltem Byrek einen typischen Snack, den man warm oder auch kalt genießen kann.

Die Ähnlichkeit des Wortes Byrek mit dem türkischen Börek oder dem in Balkanstaaten Ex-Jugoslawiens gebräuchlichen Burek lässt sich nicht verleugnen und bei allen Versionen handelt es sich um gefüllte Teigtaschen aus Yufka- bzw. Filoteig.

Auch dieses Gericht mussten übrigens Tim Mälzer und Materia in der vierten Folge der zehnten Staffel von Kitchen Impossible nachkochen. Auf der Suche nach einem Rezept stieß ich auf den Blog Food & Co. von Tina, die es sich – neben anderen interessanten Themen – zur Aufgabe gemacht hat, Rezepte aus „Kitchen Impossible“ nachzukochen und zwar nur durch notfalls mehrmaliges Anschauen der jeweiligen Arbeitsschritte der Köche. Das finde ich überaus bemerkenswert!

Von Tinas Rezept, in dem auch der Teig selbst gemacht ist, habe ich nur die Füllung übernommen. Aus den bekannten gesundheitlichen Gründen habe ich auf fertigen veganen Bio-Blätterteig zurück gegriffen, auch wenn Yufka- oder Filoteig noch ein bisschen authentischer gewesen wäre.
Statt frischer Tomaten, die jetzt einfach keine Saison haben und entsprechend fad schmecken, habe ich Tomatenwürfel (Cubetti) aus dem Glas genommen, das „nur“ 340 g beinhaltet, so dass ich auch etwas weniger Zwiebeln genommen habe.

Zutaten für 4 – 8 Stücke:

  • 1 Rolle veganer Bio-Blätterteig à 240 g
  • 1 Glas Cubetti à 340 g
  • 250 g Zwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 gestr. TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Oregano (ich: Pizzakräuter)
  • 1 TL Salz
  • 20 g Reis (z.B. Basmati), falls zum Aufnehmen überschüssiger Flüssigkeit nötig

Zubereitung:

Mit etwas Vorlauf die Füllung zubereiten, damit diese etwas abkühlen kann.

Dafür die Zwiebeln würfeln und in 2 EL Olivenöl ca. 5 Minuten glasig dünsten. Cubetti mit den Gewürzen zugeben, dann unter gelegentlichem Rühren 15 – 20 Minuten bei offenem Deckel garen, bis sämtliche Flüssigkeit verdampft ist.

Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Dann den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen und den Blätterteig auf einem Backblech abrollen.

Auf eine Hälfte des Teiges die Füllung geben, die zweite Teighälfte darüber klappen und an den Rändern rundum „zusammenzwirbeln“ und nach Wunsch mit einer Gabel zusammendrücken. In den Teigdeckel mit der Gabel ein paar Luftlöcher pieksen und den Byrek ca. 30 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Wir haben den Byrek mit einem grünen Salat als Hauptmahlzeit gegessen, in kleinere Stücke aufgeschnitten schmeckt er aber auch kalt als Snack zwischendurch.

Einen Rest haben wir sogar am Folgetag mit einem Spiegelei zum Frühstück gegessen.

Hier geht es zu den Rezepten der Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Maafe – Erdnusseintopf (Burkina Faso)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Es ist November, das Herbstgrau hat uns im Griff, also reisen wir im Rahmen der kulninarischen Weltreise nach Westafrika, genauer gesagt nach Burkina Faso.

Unter dem Namen République de Haute-Volta (Republik Obervolta) war das Land von 1919 bis 1932 und danach wieder ab 1947 französische Kolonie, bevor es 1960 die Unabhängigkeit erlangte. Erst 1984 wurde es in Burkina Faso umbenannt, was so viel wie Land des aufrichtigen Menschen bedeutet.

Burkina Faso ist ein Binnenstaat, der an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste grenzt.

Es ist einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Staaten der Erde und wird zur Gruppe der Hochverschuldeten Entwicklungsländer (englisch Heavily Indebted Poor Countries, abgekürzt HIPC) gezählt.

Als Grundnahrungsmittel dienen vor allem Reis und , ein Brei, der aus Mais, Hirse oder Sorghum zubereitet wird. Dazu werden Soßen auf Basis von Tomaten, Gemüse, Hibiskusblättern, Okra, Affenbrotbaumblättern oder Erdnussbutter gegessen, mit oder ohne Beigabe von Fleisch. Als riz gras/riz au gras wird Reis zusammen mit Tomaten und Zwiebeln gekocht.

Das entspricht im Prinzip dem Jollofreis, den ich im Rahmen unserer Stop-Overs in Nigeria gekocht hatte.

Basis für Gerichte sind auch Couscous aus Reis, Foniohirse oder Maniok (attiéké genannt) sowie der aus den Küstenländern stammende Foufou (Maisbrei), der oft mit einer Soße aus den Früchten der Ölpalme (sauce graines) gegessen wird. Fleisch stammt zumeist von Rind, Hammel, Ziege, Huhn oder Perlhuhn, auch Wildfleisch von Savannentieren und Fisch werden gegessen. Brathähnchen sind sehr beliebt und als poulets télévisions („Fernsehhühner“) bekannt. Sie sind so benannt, da sie am Straßenrand in rechteckigen Glaskästen gebraten werden. Frittierte Kochbananen werden aloco genannt, außerdem gibt es frittierte Süßkartoffeln und Jamswurzeln, die jeweils mit einer scharfen Soße serviert werden können. Auch Raupen werden in Burkina Faso gegessen. Soumbala ist ein Gewürz, das zum Beispiel bei den Lyela für riz au soumbala verwendet wird.

Erfrischungsgetränke sind Ingwersaft, Tamarindensaft, das Hirsemehlwasser zom-koom oder bissap, ein Getränk aus getrockneten Rosellenblättern. Im Südwesten, vor allem in Bobo-Dioulasso, gibt es auch Horchata, ein Getränk aus Erdmandeln. Lokale alkoholische Getränke sind das Hirsebier Dolo, Palmwein und Palmschnaps, der wegen seiner Gefährlichkeit allerdings verboten wurde. [Quelle: Wikipedia]

Weiterlesen

Blog-Event CCXXI – Aus dem Korb – Kochen mit Gartenernte & Gemüsekisten

Gemüselasagne mit Aubergine, Paprika und Zucchini

Blog-Event CCXXI - Aus dem Korb (Einsendeschluss 15. August 2025)

Bei Zorra im Kochtopf gibt es ein neues Blog-Event:

Sylvia von Brotwein sucht Rezepte, in denen die derzeitige frische Ernte verarbeitet wird, egal ob aus dem eigenen Garten, aus der Gemüsekiste oder auch vom Markt, dem Hof- oder Bioladen. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich meinen großen Garten leider nicht mehr beackern, wie ich gerne wollte. Wir haben insgesamt 5 Hochbeete und in den ersten Jahren im Haus (ab 2015) haben wir alles mögliche angebaut: Zucchini, grüne Bohnen, Gurken, Tomaten, Rote Bete, Möhren, Grünkohl, Kartoffeln, (Pflück-)Salat, Rucola und jede Menge Kräuter. Ich habe dann auch vieles eingekocht oder eingefroren und konnte später im Jahr von der eigenen Ernte profitieren.

Zum Glück haben wir am Ort einen tollen inhabergeführten Biomarkt, den Lebensgarten, der uns jede Woche mit frischem regionalen und saisonalen Gemüse und Obst versorgt.

Bereits im Juni 2018 beim Blog-Event Marktspaziergang von und mit Simone von Zimtkringel hatte ich diese beiden Fotos gepostet, um die Vielfalt zu zeigen.

Auf jeden Fall wird dort viel Wert auf regionale Lieferanten gelegt. Natürlich sind alle Waren im Geschäft bio-zertifiziert.

Die Zutaten für meine Gemüselasagne habe ich beim vergangenen Wocheneinkauf dort erstanden: frische Lasagneplatten, Käse zum Überbacken, Aubergine, Zucchini und je eine rote und gelbe Paprikaschote.

Zutaten für 2 – 4 Portionen (je nach Hunger und ob es noch Vor- und/oder Nachspeise gibt):

  • frische Lasagneplatten (gekauft oder selbstgenudelt)
  • 1 Aubergine
  • 2 Zucchini
  • je 1 rote u. gelbe Paprikaschote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 dicke oder 2 dünne Frühlingszwiebeln
  • 1 Dose/Glas Cubetti
  • 1 EL Ajvar oder Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, italienische Kräutermischung
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 150 g geriebener Käse (ich hatte eine 4-Käse-Mischung)
  • 1 mittlere oder 2 kleine flache Auflaufformen

Zubereitung:

Die Gemüse waschen, putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Knoblauchzehe hacken, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

In einer großen weiten Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel auf hoher Temperatur anbraten. Danach Zwiebeln und Knoblauch zugeben, danach die Paprikaschoten und zum Schluss die Zucchiniwürfel.

Mit Ajvar oder Tomatenmark verrühren und mit den Cubetti aufgießen.

Mit den Gewürzen pikant abschmecken.

Jetzt schon mal den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen, während die Lasagne geschichtet wird:

Unten in die Auflaufform eine ganz dünne Schicht Sauce, möglichst ohne Gemüsestücke geben, danach dann Lasagneplatten und Sauce abwechseln, bis alles aufgebraucht ist. Mit Sauce abschließen und Käse darüber streuen.

Lasagne 40 Minuten backen und entweder in der kleinen Form oder als Stücke auf Tellern servieren.

Update: 32 tolle Rezeptideen sind zusammengekommen.