Archiv der Kategorie: Fleisch und Geflügel

Nachgekocht: Backpapier-Döner

Nun hat dieser Internet-Trend uns auch ereilt: Hackfleisch wird mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen verknetet, möglichst dünn auf zwischen zwei Blättern Backpapier ganz dünn auSgerollt, dann auFgerollt und in der Heißluftfritteuse gegart.

Zutaten für ca. 2 – 4 Portionen (je nach Beilagen):

  • 250 g Rinderhack
  • 250 g Lammhack
  • 1 kleine Zwiebel, gerieben
  • 1 Knoblauchzehe,
  • 2 EL Joghurt
  • 1 EL Öl
  • 2 EL Dönergewürz (ich: von Ankerherz *)

*) Ankerherz gehört seit April 2026 nicht mehr zu Nestlé, also wieder kaufbar.

Zubereitung:

Hackfleisch mit allen Zutaten ca. 3 – 5 Minuten gut verkneten, bis eine kompakte Masse entsteht.

Diese portionsweise auf Backpapier streichen, eine weitere Lage Backpapier darauf legen, mit dem Nudelholz dünn rollen. Das obere Backpapier abziehen und das Fleisch eng in das unten liegenden Papier einrollen. Bei Bedarf die Rollen halbieren, damit sie in den Airfryer passen und dann ca. 15 Minuten bei 200 °C backen. Alternativ kann man die Döner auch im Backofen zubereiten.

Nach Ende der Garzeit abrollen und das Fleisch kleiner zupfen. Nach Wunsch noch mal knusprig nachbraten.

Am ersten Tag gab es den Backpapier-Döner mit Pommes und Cacık, am zweiten Tag habe ich die Fleischstücke tatsächlich noch mal in der Pfanne nachgebraten. Dazu gab es einen marokkanischen Möhrensalat, den Rest Cacık, ein paar Falafel und ein Stück Fladenbrot.

Geschmacklich war der Backpapier-Döner top, allerdings hätte das Fleisch noch etwas dünner ausgerollt werden müssen.

Die kulinarische Weltreise: Ndizi na nyama – Eintopf mit Rindfleisch und grünen Bananen (Tansania)

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Und weiter geht es mit Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise. Von Laos, unserem virtuellen Ziel im April geht es rund 7.800 Kilometer von Vientiane, der Hauptstadt von Laos nach Westen in die Hauptstadt von Tansania, Dodoma.

Das Land, das offiziell auf Swahili Jamhuri ya Muungano wa Tanzania, deutsch Vereinigte Republik Tansania heißt, liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die DR Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambik im Süden.

Bei Tansania denke ich als allererstes tatsächlich an die Serengeti und an das Kilimandscharo-Massiv mit Afrikas höchstem Berg, dem 5.895 Meter hohen Kibo.

Ich bin halt in einem Alter, in dem mir Filme wie Serengeti darf nicht sterben und Schnee am Kilimandscharo noch etwas sagen. 😉

Mehr zu Land und Leuten gibt es wie immer auf Wikipedia zu lesen.

Essen in Tansania ist neben der Swahili-Küche stark beeinflusst von der indischen, arabischen und auch der britischen Küche.

Mein heutiges Rezept habe ich auf der Seite Tansania.de gefunden. Dort findet Ihr viele interessante Informationen zu Urlaub in Tansania. (Werbung ohne Gegenleistung)

Der Titel Ndizi na nyama ist Swahili und heißt wörtlich übersetzt „Bananen mit Fleisch“, wobei ndizi für (Koch-)Bananen und nyama für Fleisch steht.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 300 – 350 g grüne (unreife) Bananen, geschält, in grobe Stücke geschnitten
  • 500 g Rindergulasch
  • 100 – 300 ml Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe) – je nachdem, wie sehr die Flüssigkeit verkocht
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 2 gehackte Knoblauchzehe
  • 2 gehackte Tomaten (ich: Ochsenherz)
  • 2 EL Öl (ich: Erdnussöl)
  • TL Kumin
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 200 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer
  • optional: 2 TL gehackter frischer Koriander oder Erdnüsse

Zubereitung:

Öl in eine hohe Pfanne bzw. eine Cocotte geben, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten.

Fleisch zugeben und ca. 3 Minuten anbraten.

Tomaten zugeben, Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Zwei Drittel der Brühe, Kokosmilch, Tomatenmark und Gewürze zugeben.

Bananenstücke zugeben und sicher stellen, dass sie möglichst mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Alles zum Kochen bringen und mit Deckel bei mitterer Hitze 30 Minuten köcheln lassen, bis Bananen und Fleisch durch sind. Eine Gabel sollte sich leicht in die Banane stechen lassen, ohne diese zum Auseinanderfallen zu bringen.

Während des Kochvorgang überprüfen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, sonst die restliche Brühe auffüllen.

Zum Servieren den Eintopf mit Koriander bestreuen. Dazu wird traditionell Ugali, ein fester Maisbrei gereicht. Es passen aber auch Chapati oder Reis als Beilage.

Da wir genug Eintopf für zwei Tage hatten, gab es ihn am ersten Tag mit Reis, am zweiten mit – leider nicht selbst gebackenen – Chapati.

Der Rindfleischeintopf mit grünen Bananen hat uns sehr gut gechmeckt, war er doch gewürztechnisch sehr fein abgestimmt. Die grünen Bananen waren auch überhaupt nicht süße, sondern dienten eher als Sättigungseinlage.

Grüne Bananen enthalten mehr resistente Stärke und Ballaststoffe als reife gelbe, was den Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Darmgesundheit fördert.

Sie haben einen höheren Gehalt an Ballaststoffen und Kalium sowie weniger Zucker, was sie ideal für Diabetiker oder Abnehmwillige macht. Sie reifen zu Hause nach und schmecken fester sowie weniger süß und passen so hervorragend in ein herzhaftes Gericht.

Hier sammle ich Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Tom Kha Gai – Hühnersuppe mit Galgant und Kokosmilch (Laos)

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Ich habe länger überlegt, ob ich dieses Rezept für den Abstecher nach Laos, wohin es im April im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft geht, posten soll.

Denn eigentlich haben wir eine Kochbox von Konkrua (aus Thailand) verwendet. Bei der Suche nach Rezepten aus Laos habe ich herausgefunden, dass auch dort, speziell im Süden des Landes an der Grenze zu Thailand Tom Kha gegessen wird.

Da uns die Suppe richtig gut geschmeckt hat, nehme ich sie noch mit nach Laos.

Bei Konkrua sind alles Gewürze und Kräuter abgestimmt, es sind aber keine Fertiggerichte im herkömmlichen Sinne, denn gekocht wird ja immer noch mit frischen Zutaten. Enthalten sind Kokosmilch, Tom Kha-Currypaste, Fischsauce, getrocknete Kräutermischung und Palmzucker. So hat man alles, was man braucht, ohne sich zig Gewürze „auf Halde“ legen zu müssen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 400 g Hühnerfleisch 
  • 200 g Champignons oder andere Pilze
  • 150 g Cherrytomaten
  • 400 ml Kokosmilch *)
  • 50 g Tom Kha-Currypaste *)
  • 30 ml Fischsauce *)
  • 40 g Palmzucker *)
  • 15 g getrocknete Kräutermischung *)
  • frischer Koriander, Chilischote, Limette, Frühlingszwiebelringe zur Deko
  • außerdem: 300 g Jasminreis, 240 ml Wasser

*) aus der Kochbox

Zubereitung:

Jasminreis nach Lieblingsmethode garen.

In der Zwischenzeit für die Suppe Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, Cherrytomaten halbieren, Champignons je nach Größe ebenfalls halbieren oder vierteln.

Hälfte der Kokosmilch zum Kochen bringen, Currypaste und Kräutermischung zugeben. Hühnerfleisch und das Wasser zugeben, auf kleiner Flamme garen.

Restliche Kokosmilch mit Cherrytomaten und Pilzen mit Palmzucker und Fischsauce zugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.

Reis in Schalen geben, mit der Suppe auffüllen und mit Koriander, Chili und Limette dekorieren.

Hier geht es zu den Rezepten meiner Mitreisenden:

Piri Piri Chicken Wings

Das vorerst dritte und letzte Rezept, das wir aus Steffen Hensslers Kochbuch „Hensslers Schnelle Nummer – Morgens|Mittags|Abends“ nachgekocht haben, sind diese knusprigen Hähnchenflügel in einer pikanten Marinade.

Weil wir aus den Erfahrungen mit dem Kartoffelstampf und der One-Pot-Pasta gelernt haben, haben wir die Anzahl der Hähnchenflügel von 12 auf 5 Stück reduziert, weil wir nicht nur Fleisch essen wollten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 Bund glatte Petersilie
  • 1 EL Chiliflocken
  • 12 Hähnchenflügel (ich: 5)
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 3 EL Olivenöl zum Braten
  • 1/2 EL brauner Zucker
  • Salz

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.

Knoblauch schälen und grob hacken. Petersilie von den Stielen zupfen fein hacken und zunächst zur Seite stellen. Petersilienstiele in grobe Stücke schneiden.

Hähnchenflügel in eine Auflaufform geben, Zitrone darüber auspressen und die ausgepressten Stücke dazu geben. Alle übrigen Zutaten bis auf die gehackte Petersilie zugeben und alles gut durchmischen. Dabei die Hähnchenflügel so wenden, dass beide Seiten Marinade abbekommen und zum Schluss die Hautseite oben liegt.

Die Hähnchenflügel ca. 40 Minuten im Backofen garen.

Mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Laut Buch schnecken Zitronenreins und Joghurt gut zu den Flügeln, bei uns gab es jedoch Pommes aus der Heißluftfritteuse und einen Salat mit leichter Vinnaigrette.

Die Piri Piri Chicken Wings waren köstlich. Nicht zu scharf, schön frisch durch die Zitrone und die Petersilie.

Nachgekocht: Kokowääh…

…oder auch Coq au Vin

Dieses fantastische Eintopfgericht aus Frankreich hatte Volker von volkermampft im Februar für das Sonderthema Eintöpfe aus aller Welt im Rahmen der kulinarischen Weltreise vorgestellt.

Coq au Vin ist ein klassisches französisches Schmorgericht aus der Region Burgund, wie auch das Bœuf Bourguignon. Es entstand als bäuerliche Kost, um zähe, ältere Hähne („Coq“) durch langes Schmoren in Rotwein zart zu machen. Eine Variante, die ich schon im Blog habe, ist der Coq au Riesling aus dem Elsass.

Da wir vier Hähnchenschenkel eingefroren hatten, sollte es den Hahn in Wein an den beiden Ostertagen geben, und ich muss sagen, wir haben es nicht bereut.

Zunächst wurden die Hühnerteile mit Schalotten, Rosmarin und Thymian von Karsamstag bis Ostersonntag in Wein gebadet, bevor die Zubereitung nach dem Osterfrühstück weiter ging.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 große Hähnchenkeulen
  • 50 g Speck (ich: 80 g Baconwürfel)
  • 1 Flasche Rotwein
  • 8 Schalotten
  • 12 Champignons
  • 300 g Möhren
  • 300 g Kartoffeln
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 TL Tomatenmark
  • ca. 0,75 l Hühnerbrühe (ich: 800 ml)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren, etwas angedrückt
  • 3 Pimentkörner, etwas angedrückt
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hähnchenkeulen jeweils in drei Teile trennen. Das geht am besten mit einer guten Geflügelschere.

Schalotten schälen und halbieren; zusammen mit Wein, den Kräutern und den Hähnchenteilen in eine große Schüssel geben und mit dem Rotwein übergießen.

Über Nacht, mindestens acht Stunden marinieren.

Am nächsten Tag die Hähnchenteile abtropfen lassen und von allen Seiten in einem großen Bräter scharf anbraten.

Einen halben Liter Rotwein abmessen.

Hähnchenteile aus dem Bräter nehmen und darin Schalotten, Speck und Kräuter ebenfalls scharf anbraten. Tomatenmark zugeben und leicht anrösten, dann mit dem Wein ablöschen. Aufkochen und leicht einkochen lassen. Hähnchenteile mit den Gewürzen zurück in den Bräter geben, mit der Brühe aufgießen und 45 Minuten bei Mittelhitze köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Möhren, Champignons und Kartoffeln vorbereiten und in gleich große Stücke schneiden.

Nach 45 Minuten die Hähnchenteile aus dem Bräter nehmen, das Gemüse zugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Hähnchenteile kurz unter den Backofengrill nehmen.

Ich hatte die Sauce, bevor ich das Gemüse zugegeben habe, mit etwas angerührter Stärke abgebunden.

Wir sind tatsächlich mit der reichhaltigen Gemüseeinlage zwei Mal gut satt geworden und am Dienstag nach Ostern hatte ich sogar noch ein kleines Solomittagessen.

Die köstliche Sauce, in die wir uns hätten reinlegen können, haben wir durch ein Sieb abgeseiht und anschließend eingefroren.

Zum „Nachtisch“ gab es noch ein Praliné-Osterei von Café Konditorei Fürst aus Salzburg.

KFC – Korean Fried Chickin

Vor einer oder zwei Wochen haben wir die neueste Folge von Herr Raue reist auf Magenta TV geschaut. Tim war in Südkorea und unter anderem probierte er auch knusprig würzige Hühnchenstücke. Der GöGa und ich bekamen schon beim Zusehen Lust drauf.
Da wir tatsächlich noch die Fried Chicken Sauce aus dem Starter-Set von Arang im Schrank stehen hatten, gab es letzte Woche diese Köstlichkeit aus dem Airfryer.

Es ist übrigens kein Zufall, dass die knusprig frittierten Hähnchenteile wie eine bekannte amerikanische Fast-Food-Kette abgekürzt werden, haben sie ihren Ursprung doch in der Zeit des Koreakrieges von 1950 bis 1953, als die USA Südkorea unterstützte.

Dennoch ist das Korean Fried Chicken eine Kombination aus den US-amerikanischen Hähnchenteilen und einer sehr alten koreanischen Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Zutaten für 4 reichliche Portionen:

  • 1,5 kg Hähnchenflügel und -unterschenkel
  • 6 EL Maisstärke *)
  • 2 EL Öl *)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 3 – 4 EL von der Korean Fried Chicken Sauce **)
  • Lauchzwiebel und Sesamkörner zum Garnieren (optional)

*) Ich brauchte deutlich mehr Öl, um einen Teig anzumischen, der sich geschmeidig um die Hähnchenteile legte. Außerdem brauchte ich insgesamt deutlich mehr Teig, um alle Teile gleichmäßig zu umhüllen.

**) Dasselbe gilt auch für die Sauce: Ich habe deutlich mehr verbraucht.

Zubereitung:

Airfryer auf 200 °C vorheizen.

Teig zubereiten, Hähnchenteile trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und durch den Teig ziehen, so dass sie gleichmäßig umhüllt sind.

Teile so in den Korb des Airfryers legen, dass sie nicht übereinander liegen, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Falls nötig mehrere Durchgänge machen und die fertigen Hähnchenteile im Backofen warm halten.

Hähnchenteile 20 bis 25 Minuten braten, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden.

Anschließend gleichmäßig mit der Sauce einpinseln und weitere zwei bis drei Minuten in den Airfryer geben, damit die Glasur karamellisiert.

Serviert habe ich das Korean Fried Chickin mit koreanischem Reis, mildem Kimchi und Chinakohlsalat (in Streifen geschnitten, mit Möhren- und Mangostreifen gemischt; Dressing aus O-Saft, Sesamöl, Sojasauce).

Die kulinarische Weltreise: Pulë me Arra – Huhn mit Walnüssen (Albanien)

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Auch im Jahr 2026 geht die kulinarische Weltreise weiter. Volker von volkermampft hat uns tatsächlich bis Ende 2028 mit Reisezielen und Sonderthemen „verplant“.

Im Januar machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Albanien, amtlich Republik Albanien oder Republika e Shqipërisë, einem Staat in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel. Das Land grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Der Westen des Landes wird durch das adriatische bzw. ionische Meer begrenzt. Die Hauptstadt ist Tirana. [mehr lesen auf Wikipedia]

Die albanische Küche ist mediterran; sie zeigt aber als Teil der Balkanküche auch orientalische Einflüsse. Von Region zu Region gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Dabei bereichern eine Vielzahl an Zutaten wie Auberginen, Gurken, Bohnen, Tomaten usw., Lamm, Kalb, Rind, Ziege, Geflügel und regioal auch Schwein sowie Meer- und Süßwasserfische den Speiseplan.

Einige Gerichte, die auch in Albanien gerne auf dem Tisch stehen, habe ich schon im Blog, z. B. Tarator, Baklava, Sarma, Dollma, Qofte, Moussaka oder Fasul.

Mein heutiges Gericht gilt als eine Nationalspeise Albaniens, das Pulë me Arra, was schlicht „Huhn mit Walnüssen“ bedeutet. Ich habe verschiedene Quellen zu diesem Gericht gefunden, in der einen wird ein ganzes Huhn mit Walnüssen gefüllt, dabei wird das Huhn vorher gekocht oder auch nicht. In anderen Rezepten werden Hühnerteile wie Brust oder Keule verwendet, die dabei ebenfalls entweder vorgekocht oder „nur“ gebraten werden.

Ich habe mich für ein relativ einfaches Rezept von der Seite Nationalgerichte entschieden, bei dem Hähnchenkeulen mit gehackten Walnüssen in der Pfanne gegart werden. Als Beilage hatten wir einfach Reis und etwas Gurkensalat mit Dill, der im Balkangebiet gerne gegessen wird. In Albanien wird vermutlich Qull dazu gereicht, eine Art Maisbrei, wie ihn Tim Mälzer und Materia in der Sendung Kitchen Impossible (Staffel 10, Folge 4 – zu streamen bei RTL+) zubereiten mussten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Hühnerbrust oder -schenkel ohne Haut
  • 100 g Walnüsse
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Paprika
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Esslöffel Olivenöl zum Braten
  • optional: frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Walnüsse hacken, Zwiebeln in kleine Würfelschneiden, Knoblauch ebenfalls fein schneiden oder reiben.

In einigen Rezepten wird das Fleisch ebenfalls in Streifen geschnitten, was den Garprozess beschleunigt.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben, braten, bis er aromatisch duftet. Fleisch zugeben und von beiden Seiten goldbraun braten oder Streifen unter Rühren anbraten.

Mit den Gewürzen pikant abschmecken, Walnüsse zugeben, bis das Fleisch gar ist. Vor dem Servieren nach Wunsch mit gehackter Petersilie bestreuen.

Uns hat das Pulë me Arra sehr gut geschmeckt, und es war relativ fix zubereitet.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

So this was Christmas

… und alles Gute in Neuen Jahr 2026. Ich hoffe, Ihr hattet alle die Feiertage, die Ihr Euch gewünscht habt und habt – ganz im Geiste eines Kochblogs – gut gegessen. Wir waren wie immer zu zweit und haben es ganz ruhig angehen lasssen. Es gab alte Klassiker, teilweise in etwas neuem Gewand und auch ein gänzlich neues Rezept.

Leider hinke ich mit der Feiertagsnachlese etwas hinterher, vielleicht bekommt Ihr aber trotzdem Anregungen für das nächste Weihnachtsfest, denn das kommt ganz bestimmt.

Heiligabend

Wie fast jedes Jahr gab es Reibekuchen mit Lachs sowie Lachsforelle, Guacamole, Dips, Gurkenscheiben und – für mich – Chicorée, weil die Bitterstoffe dieses Gemüses bei der Fettverdauung unterstützt.

Wie immer sind die Reibekuchen nach diesem Rezept entstanden, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich Zwiebelsalz statt -stückchen im Teig hatte und die Reibekuchen morgens vorgebacken wurden und abends nur noch kurz im Backofen aufgewärmt waren. Im Jahr 2024 hatten wir uns nämlich zeitlich mit Teigherstellung und dem anschließendem Ausbacken etwas verkalkuliert.

Erster Weihnachtstag

Wie auch in den Jahren zuvor hatten wir im Lebensgarten verschiedene Bio-Fleischsorten besorgt. Da dies in der Vielfalt nur vor Weihnachten und in etwas geringerem Umfang vor Ostern möglich ist, haben wir neben Gänsekeulen, Hirschgulasch, Ossobuco und Entenbrust besorgt und teilweise eingefroren.

Am ersten Feiertag gab es Kartoffelsterne (Convenience) mit karamellisierten Rosenkohl mit Birnen aus dem Cookit und Gänsekeulen.

Diese salzen und pfeffern, zunächst mit der Hautseite in die kalte Pfanne legen.

Dann die Temperatur hochregeln, das Fett ausbraten lassen, bis die Haut schön knusprig ist. Anschließend mit Majoran auf der Fleischseite 10 Minuten braten und dann in der Pfanne im Backofen bei 180 °C Umluft für ca. 50 Minuten zu Ende garen.

20 – 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffelsterne (je nach Packungsanweisung) dazu geben.

Zweiter Weihnachtstag

Am zweiten Feiertag gab es ein geniales Hirschgulasch, das ich nach diesem Rezept zubereitet hatte und dann stundenlang im Slowcooker schmurgeln durfte, zunächst 2 Stunden auf HIGH, anschließend bis zum Abend auf LOW.

Inspieriert durch die Sauce zum Hirschfilet von Weihnachten 2021 habe ich das Gulasch zum Schluss mit Backkakao (ohne Zuckerzusatz!), zwei starken Espressi sowie einem Hauch Chiliflocken finalisiert. Durch den Kakao ist die Sauce leicht eingedeckt und der Kaffeegeschmack bildete mit dem Chili einen schönen Gegenpart zum süßsäuerlichen Kirschnektar.

Als Beilage gab es Semmelknödelchen, die vorbereitet im Tiefkühlschlaf gewartet hatten und nun 20 Minuten im Dampfgarer zum Leben erwachen durften.

Die kulinarische Weltreise: Maafe – Erdnusseintopf (Burkina Faso)

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Es ist November, das Herbstgrau hat uns im Griff, also reisen wir im Rahmen der kulninarischen Weltreise nach Westafrika, genauer gesagt nach Burkina Faso.

Unter dem Namen République de Haute-Volta (Republik Obervolta) war das Land von 1919 bis 1932 und danach wieder ab 1947 französische Kolonie, bevor es 1960 die Unabhängigkeit erlangte. Erst 1984 wurde es in Burkina Faso umbenannt, was so viel wie Land des aufrichtigen Menschen bedeutet.

Burkina Faso ist ein Binnenstaat, der an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste grenzt.

Es ist einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Staaten der Erde und wird zur Gruppe der Hochverschuldeten Entwicklungsländer (englisch Heavily Indebted Poor Countries, abgekürzt HIPC) gezählt.

Als Grundnahrungsmittel dienen vor allem Reis und , ein Brei, der aus Mais, Hirse oder Sorghum zubereitet wird. Dazu werden Soßen auf Basis von Tomaten, Gemüse, Hibiskusblättern, Okra, Affenbrotbaumblättern oder Erdnussbutter gegessen, mit oder ohne Beigabe von Fleisch. Als riz gras/riz au gras wird Reis zusammen mit Tomaten und Zwiebeln gekocht.

Das entspricht im Prinzip dem Jollofreis, den ich im Rahmen unserer Stop-Overs in Nigeria gekocht hatte.

Basis für Gerichte sind auch Couscous aus Reis, Foniohirse oder Maniok (attiéké genannt) sowie der aus den Küstenländern stammende Foufou (Maisbrei), der oft mit einer Soße aus den Früchten der Ölpalme (sauce graines) gegessen wird. Fleisch stammt zumeist von Rind, Hammel, Ziege, Huhn oder Perlhuhn, auch Wildfleisch von Savannentieren und Fisch werden gegessen. Brathähnchen sind sehr beliebt und als poulets télévisions („Fernsehhühner“) bekannt. Sie sind so benannt, da sie am Straßenrand in rechteckigen Glaskästen gebraten werden. Frittierte Kochbananen werden aloco genannt, außerdem gibt es frittierte Süßkartoffeln und Jamswurzeln, die jeweils mit einer scharfen Soße serviert werden können. Auch Raupen werden in Burkina Faso gegessen. Soumbala ist ein Gewürz, das zum Beispiel bei den Lyela für riz au soumbala verwendet wird.

Erfrischungsgetränke sind Ingwersaft, Tamarindensaft, das Hirsemehlwasser zom-koom oder bissap, ein Getränk aus getrockneten Rosellenblättern. Im Südwesten, vor allem in Bobo-Dioulasso, gibt es auch Horchata, ein Getränk aus Erdmandeln. Lokale alkoholische Getränke sind das Hirsebier Dolo, Palmwein und Palmschnaps, der wegen seiner Gefährlichkeit allerdings verboten wurde. [Quelle: Wikipedia]

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Die kulinarische Weltreise: Soto Ayam – Indonesische Hühnersuppe

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Wir gehen ins letzte Drittel des Jahres und reisen im Oktober mit der kulinarischen Weltreise und „Reiseleiter“ Volker von volkermampft nach Indonesien, dem weltweit größten Inselstaat, der zwischen dem südostasiatischen Kontinent im Norden und Australien im Süden liegt.

Fast dreihundert Jahre gehörte Indonesien zum niedereländischen Kolonialgebiet und so bin ich schon früh auf die indonesische Küche aufmerksam geworden, weil mein Vater mit seiner Partnerin, deren Sohn und mir öfter von Köln – wo Papa lange gewohnt hat – nach Heerlen in den Niederlanden gefahren ist. Dort war mein Lieblingsmittagsgericht die Indonesische Reistafel (Rijsttafel). Ich fand es faszinierend, dass viele kleine Gerichte zum Teilen auf den Tisch kamen. Das kannte ich Provinznudel in den späten 70ern, frühen 80ern so nicht.

Ich bringe Euch heute einen absoluten Klassiker mit, nämlich Soto Ayam (Erklärung auf Englisch), eine kräfitg gewürzte Hühnersuppe. Ich habe meine Version aus verschiedenen Rezepten zusammengestellt, nämlich dem vereinfachten Grundrezept von der Seite Indonesich kochen. Letzte Woche kochte ein Kandidat der Sendung Das perfekte Dinner ebenfalls eine Soto Ayam mit Kokosmilch. Da wir Kokos mögen, kommt in meine indonesische Hühnersuppe ebenfalls etwas Kokosmilch.

Zusätzlich habe ich noch etwas Gemüse (Staudensellerie und Champignons) zugegeben, um die Suppe etwas gehaltvoller zu machen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 Hähnchenschenkel, zusammen ca. 600 g inklusive Knochen
  • 1 TL Kurkuma gemahlen
  • 1 daumenlanges Stück Ingwer, gerieben
  • 2 Stängel Zitronengras, in der Küchenmaschine klein gehackt
  • 75 ml warmes Wasser
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Öl
  • 650 ml Wasser
  • 2 EL Röstzwiebeln
  • 3 Kaffir Limettenblätter (Habe ich leider nicht bekommen und mein Bäumchen – etwas scrollen – ist in die ewigen Jagdgründe eingegangen.)
  • 1 TL Salz
  • zusätzlich: Limetten, Sellerieblätter, hartgekochte Eier, Sambal Oelek, Glasnudeln oder Reis
  • ich zusätzlich: Selleriestange in schmalen Stücken, Pak Choi, jeweils die Blattrippen und die Blätter in schmalen Streifen, Röstzwiebeln, Kokosmilch, Ketjap manis (süße indonesische Sojasauce)

Zubereitung:

Die Haut von den Hähnchenschenkeln abziehen, Schenkel im Gelenk teilen. In einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen und den Schaum von der Oberfläche abschöpfen. Auf kleiner Temperatur etwa 40 – 45 Minuten köcheln lassen. Hähnchenteile aus der Brühe nehmen und abkühlen lassen. Das Fleisch von den Knochen zupfen.

Ingwer, Zitronengras und Kurkuma mit dem warmen Wasser übergießen und stehen lassen, dann über einem Sieb abtropfen lassen, dabei mit einem Löffel den Sud ausdrücken.

Knoblauchzehen zerdrücken, mit 3 EL Öl in einem Topf goldbraun braten, Gewürzsud dazugeben und bei niedriger Hitze weiter garen, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist.

650 ml Hühnerbrühe, -fleisch, Röstzwiebeln, Salz und Glasnudeln, außerdem noch Staudensellerie und die hellen Pak Choi-Streifen mit der Kokosmilch dazugeben und nicht zu lange köcheln; das Gemüse sollte noch knackig sein.

Während die Suppe kocht, nebenher 2 – 4 Eier hartkochen und die Hühnerhaut nach Wunsch knusprig braten.

Zum Anrichten die Suppe in Schalen oder tiefe Teller geben und nach Wunsch mit halbierten Eiern, Röstzwiebeln, Sellerieblättern und den grünen Pak Choi-Streifen, Limettenstücken, Sambal Oelek und/oder Ketjap manis verfeinern.

Diese Suppe war ein absolutes Geschmackserlebnis. Etwas scharf, etwas säuerlich, etwas würzig, etwas seidig durch die Kokosmilch – einfach herrlich!

Zwei der bekanntesten indonesischen Gerichte habe ich bereits im Blog:

Nasi goreng vegetarisch und Bami goreng mit selbstgemachten Nudeln

Wie immer liste ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden auf: