Archiv der Kategorie: Fleisch und Geflügel

Koch mein Rezept (Duck Choila von volkermampft)

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

In der 26. Runde von Koch mein Rezept, dem großen Foodblogwichteln, das Volker von volkermampft im Juni 2020 aus der Taufe gehoben hat, wurde mir tatsächlich Volkers Blog zugelost.

Er lebt in Hamburg, mehr ist über ihn quasi nicht zu erfahren. Ich weiß, dass er in der Foodbloggemeinschaft sehr umtriebig ist, hat er doch im März 2018 die kulinarische Weltreise ins Leben gerufen. Seitdem geht es fast jeden Monat in ein anderes Land dieser Erde, mehrmals im Jahr gibt es auch Sonderthemen.

Aus meinem Blog darf sich Wilma von Pane Bistecca ein Rezept aussuchen. Ich bin gespannt, wofür sie sich entscheidet.

Es hat etwas gedauert, bis ich mich bei der Fülle von Volkers Rezepten für eines entscheiden konnte. Ausschlaggebend war schließlich die Tatsache, dass wir noch sous-vide gegarte Entenbrust (ca. 500 g) eingefroren hatten.

Deshalb haben der GöGa und ich uns für Duck Choila entschieden, ein Rezept, das Volker für den Abstecher nach Nepal im Rahmen der kulinarischen Weltreise gekocht hatte.

Uns hat dieses toll gewürzte Entengericht super geschmeckt, auch wenn ich etwas von Volkers Rezept abgewichen bin. Irgendwie habe ich in seiner Beschreibung die Spur der Gewürzpaste verloren. Sie wird irgendwann zur Seite gestellt und taucht dann nicht wieder auf. Aber wie heißt es so schön? Alle Köche (und Köchinnen) sind besch*ssen, die sich nicht zu helfen wissen. Also bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zutaten für 4 Portionen:

  • ca. 500 g Entenbrust
  • 4 große Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 10 g Ingwer
  • 1 Zwiebel *)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Bockshornklee (gemahlen; ich hatte nur ganze Samen)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 rote Chili (optional; ich: 1/2 TL Chiliflocken)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Pflanzenöl (ich: Erdnussöl)
  • 2 Frühlingszwiebeln *)
  • 1 TL Senföl
  • 10 g gehackten Koriander (ich: deutlich weniger, weil mein GöGa ihn nicht so mag)
  • 1 Limette (ich: eine Halbe)

*) Leider waren meine Zwiebeln nicht mehr gut, also habe ich die weißen Enden der Frühlingszwiebeln gehackt und die grünen Enden wie im Rezept verwendet.

Zubereitung:

Entenbrüste von beiden Seiten scharf anbraten und bei ca. 50 °C im Ofen warm halten.

Tomaten halbieren und von allen Seiten scharf anbraten. Sie dürfen gerne etwas angebranntes Röstaroma bekommen. Aus der Pfanne nehmen und leicht abkühlen lassen.

Frühlingszwiebelweiß klein hacken, Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken oder reiben. Restliche Gewürze – außer Salz, Pfeffer – bereitstellen.

Frühlingzwiebelgrün in feine Ringe schneiden.

Im Erdnussöl die gehackten Zwiebeln goldbraun anbraten, Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben. Unter Rühren etwas anbraten, dann zur Seite stellen.

Tomaten klein schneiden, dabei den Saft auffangen und mit dem Frühlingszwiebelgrün zur Gewürzmischung geben. Mit Senföl, Limettensaft und Salz abschmecken.

Entenfleisch in dünne Streifen schneiden.

Serviert habe ich das Choila mit Basmatireis, den ich auf Teller gegeben habe, darauf die Entenstreifen anrichten und die „Sauce“ rundum anrichten.

Am Folgetag habe ich das Choila mit Kokosmilch (200 ml) aufgewärmt, was auch sehr schmackhaft war.

Hier stelle ich Euch die Tauschblogs der letzten 24 Runden vor:
RundeIch koche aus dem Blog…Rezept (meine Version)Aus meinem Blog kocht…Rezept (ihre/seine Version)
1Evchen kochtHerzhafter KaiserschmarrenMagentratzerlTschanachi
2KohlenpottgourmetKürbis-Hackbällchen-Spätzle-AuflaufMein wunderbares ChaosVegetarische Kibbeh mit Karotten und Kichererbsen
3Caros KücheKirsch-Streusel-TalerMünchner KüchenexperimenteSelleriesalat mit Granatapfel und Feta
4Backmädchen 1967Versunkener BirnenkuchenHeute gibt es…Rote Bete-Risotto
5Zypresse unterwegsPeanutbutter CookiesDer ReiskochKichererbsen mit Mangold
6(no) plain Vanilla KitchenPasta alla LigureEvchen kochtBienenstich im Glas mit einem Hauch Erdbeeren
7LabsalliebeAb Hendevaneh – Persische WassermelonenlimonadeZunehmend wildHühnchencurry mit Mango
8Obers trifft SahneSpaghettimuffinsApplethreeErdbeerkuchen im Glas
9Münchner KüchenexperimenteWintersalat mit Rosenkohl1x umrühren bitte aka KochtopfFächerkartoffeln aus dem Airfryer
10Brot und RosenMafianudelnKüchentraum & PurzelbaumHotdog Brötchen
11ReiseschmausSucuk-Pfanne mit EiZimtkringelSüß-saure Radiesle
12Coconut & CucumberDicke Bohnen-Salat mit Pesto, gerösteten Pinienkernen und ParmesanSus Corumblog 2.0Eichblattsalat mit Edamame und Lachs
13KaffeebohneWestfälische PotthuckeJenny is bakingBelgische Waffeln mit Übernachgare
14Jenny is bakingArepas con quesoCakes, Cookies & MoreSalsiccia Carbonara
15Pane-BisteccaCroquetas de PescadoCoconut & CucumberMöhren-Mango-Salat
16NinamanieBohnen-Eintopf mit Kartoffeln und ZucchiniÜbersee-MädchenSchoko-Cookes mit Pecannüssen
17Salzig, Süss, LeckerPilaw mit Gemüse und JoghurtHomemade & bakedEier in Senfsauce
18Little Kitchen and moreSpanische KürbissuppeNinamanieOfenkartoffel und Vogerlsalat
191x umrühren aka KochtopfKaramellisierte Zwiebel-Apfelpasta mit SalbeiSalzig, süß, leckerPasta mit Steakstreifen und Edamame
20MagentratzerlOfengerösteter Blumenkohl mit Merguez-AromaVive la Reduction!Paprika mit Belugalinsenfüllung & Feta
21ÜberseemädchenSchnelle Thaisuppe mit ReisnudelnKaffeebohneBlätterteigrolle mit Spinat
22ZimtkringelSchmorhuhn mit RotkrautvolkermamptSkrei mit orientalischem Blumenkohl und Sesamjoghurt
23Barbaras SpielwieseFrühlingsgemüse mit gebratenem TofuBarbaras SpielwieseRoter Linsenauflauf mit Cheddar
24Chili und CiabattaChinesische Hackpfanne mit gebratener GurkeKakao und KarotteAachener Printen
25Der ReiskochGelbes Thai-Curry mit Like ChickenBrotweinleider kam da nichts

Die kulinarische Weltreise: Guiso de Gallina – Hähncheneintopf (Paraguay)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im August geht es mit der von Volker von volkermampft ins Leben gerufenen kulinarischen Weltreise wieder mal nach Südamerika, genauer gesagt nach Paraguay.

Die Republik Paraguay, spanisch República del Paraguay; auf Guaraní Paraguái Tavakuairetã ist neben dem benachbarten Bolivien einer von zwei Binnenstaaten des amerikanischen Kontinents. Im Nordwesten und Norden grenzt es mit 750 km an Bolivien, im Osten mit 1290 km an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien mit 1699 km. Die gesamte Grenzlänge beträgt 3739 Kilometer. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. [weiterlesen auf Wikipedia]

Zur Küche Paraguays habe ich in der engischsprachigen Wikipedia einiges gefunden; die deutsche Version war nicht sehr ergiebig: Fleisch, Gemüse, Maniok, Mais und verschiedene Früchte sind im Land beliebt.

Asados (Grillen, Barbecue) sind nicht nur eine Kochtechnik, sondern auch ein geselliges Zusammentreffen. Viele Gerichte basieren auf Mais, Milch, Käse, Fleisch und Flussfischen.

Es gibt alleine rund 70 Arten von Chipá, einem Gebäck, das überwiegend aus Maniokmehl hergestellt wird.

Weil der GöGa nicht so der Fan von Maisbrot, -fladen oder polentaartigen Gerichten ist, war ich bei der Suche nach einer passenden Mahlzeit zunächst etwas ratlos.

Das folgende Rezept für einen leicht-leckeren Hähncheneintopf habe ich dann auf der Seite NationalgerichtRezepte gefunden.

Es besteht aus nur einigen wenigen Zutaten und Gewürzen und hat uns doch geschmacklich voll überzeugt: ein Eintopf, den man durchaus auch bei hochsommerelichen Temperaturen genießen kann.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

  • 300 g Hühnerbrust oder -keulen
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Möhre, gewürfelt
  • 1 Kartoffel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 l Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung:

Hühnerbrust, Kartoffel und Möhre in etwa gleich große Stücke/Würfel schneiden.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch bei hoher Mittelhitze (ich: Stufe 7 von 9) braten, bis sie goldbraun sind. Hühnerstücke zugeben und von allen Seiten leicht bräunen.

Möhren und Kartoffeln zusammen mit Paprikapulver und Kreuzkümmel zugeben, umrühren und dabei die Gewürze leicht anschwitzen. Mit der Brühe aufgießen (Ich fand 1 Liter im Nachhinein etwas viel und empfehle, nicht alles auf einmal zuzugeben. *)), die Mischung zum Kochen bringen und anschließend bei niedriger Temperatur 30 Minuten köcheln.

*) Ich habe versucht, die Flüssigkeit bei offenem Deckel zu reduzieren und habe die Sauce noch mit etwas Speisestärke abgebunden.

Serviert haben wir den Guiso de Gallina mit Reis – in einer anderen Quelle hatte ich später gelesen, dass der Reis mitgekocht werden kann. Dann wäre vermutlich mehr Flüssigkeit „diffundiert“.

Nichtsdestotrotz hat dieser sommerliche Hähncheneintopf toll geschmeckt!

Wie immer sammele ich hier die Rezepte meiner Mitreisenden:

Nachgekocht: Griechische Hähnchenpasta

Letzte Woche gab es ein tolles – fast – One-Pot-Gericht aus Jamie Olivers Buch 5 Zutaten mediterran.

Das Gericht von der griechischen Insel Andros besticht durch seine Aromatik, hervorgerufen mit nur fünf Zutaten wie Hähnchen, Nudeln, Tomatensauce und geriebenem Halloumi.

Das ursprüngliche Rezept ist für 8 Portionen berechnet, ich habe es halbiert, so dass wir an zwei Abenden sehr gut gegessen haben.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g Hähnchenoberschenkel mit Haut und Knochen (ich hatte Hähnchenflügel bekommen)
  • 250 g TK-Suppengemüse
  • 1 Dose Eiertomaten à 400 g (ich: gehackte Tomaten)
  • 300 g Makkaroni (ich: Cellentani oder Cavatappi)
  • 50 g Halloumi

aus dem Vorrat:

  • 1 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 EL Rotweinessig (ich: Aceto balsamico)
  • Salz, Pfeffer, mediterrane Kräutermischung
  • Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Hähnchenteile bei starker Hitze in Olivenöl zum Braten rundum in einer beschichteten Pfanne bräunen, auf einen Teller legen.

Gemüsemix in die Pfanne geben, 5 Minuten garen, Hähnchenteile zurücklegen, Essig zugeben und verkochen lassen. Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser aufgießen.

Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 1Stunde köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Hin und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung garen und abgießen.

Das Hähnchenfleisch von den Knochen lösen, mit zwei Gabeln zerteilen (ehrlicheweise ging das mit den Fingern besser), ohne Haut und Knochen zusammen mit der Pasta zurückgeben.

Mit Salz, Pfeffer und Kräutern pikant abschmecken, dabei mit dem Salz zunächst sparsam sein, weil der Halloumi durch die Salzlake oft schon sehr würzig ist.

Einen Teil des Halloumi in die Sauce reiben, den Rest vor dem Servieren mit etwas Olivenöl extra vergine auf die Hähchenpasta geben.

Die Hähnchenhaut habe ich allerdings nicht wie vorgeschlagen weggeworfen, sonder in einer kleinen Extrapfanne knusprig ausgebraten und über die Nudeln gegeben.

Nachgekocht: Backpapier-Döner

Nun hat dieser Internet-Trend uns auch ereilt: Hackfleisch wird mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen verknetet, möglichst dünn auf zwischen zwei Blättern Backpapier ganz dünn auSgerollt, dann auFgerollt und in der Heißluftfritteuse gegart.

Zutaten für ca. 2 – 4 Portionen (je nach Beilagen):

  • 250 g Rinderhack
  • 250 g Lammhack
  • 1 kleine Zwiebel, gerieben
  • 1 Knoblauchzehe,
  • 2 EL Joghurt
  • 1 EL Öl
  • 2 EL Dönergewürz (ich: von Ankerherz *)

*) Ankerherz gehört seit April 2026 nicht mehr zu Nestlé, also wieder kaufbar.

Zubereitung:

Hackfleisch mit allen Zutaten ca. 3 – 5 Minuten gut verkneten, bis eine kompakte Masse entsteht.

Diese portionsweise auf Backpapier streichen, eine weitere Lage Backpapier darauf legen, mit dem Nudelholz dünn rollen. Das obere Backpapier abziehen und das Fleisch eng in das unten liegenden Papier einrollen. Bei Bedarf die Rollen halbieren, damit sie in den Airfryer passen und dann ca. 15 Minuten bei 200 °C backen. Alternativ kann man die Döner auch im Backofen zubereiten.

Nach Ende der Garzeit abrollen und das Fleisch kleiner zupfen. Nach Wunsch noch mal knusprig nachbraten.

Am ersten Tag gab es den Backpapier-Döner mit Pommes und Cacık, am zweiten Tag habe ich die Fleischstücke tatsächlich noch mal in der Pfanne nachgebraten. Dazu gab es einen marokkanischen Möhrensalat, den Rest Cacık, ein paar Falafel und ein Stück Fladenbrot.

Geschmacklich war der Backpapier-Döner top, allerdings hätte das Fleisch noch etwas dünner ausgerollt werden müssen.

Die kulinarische Weltreise: Ndizi na nyama – Eintopf mit Rindfleisch und grünen Bananen (Tansania)

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Und weiter geht es mit Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise. Von Laos, unserem virtuellen Ziel im April geht es rund 7.800 Kilometer von Vientiane, der Hauptstadt von Laos nach Westen in die Hauptstadt von Tansania, Dodoma.

Das Land, das offiziell auf Swahili Jamhuri ya Muungano wa Tanzania, deutsch Vereinigte Republik Tansania heißt, liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die DR Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambik im Süden.

Bei Tansania denke ich als allererstes tatsächlich an die Serengeti und an das Kilimandscharo-Massiv mit Afrikas höchstem Berg, dem 5.895 Meter hohen Kibo.

Ich bin halt in einem Alter, in dem mir Filme wie Serengeti darf nicht sterben und Schnee am Kilimandscharo noch etwas sagen. 😉

Mehr zu Land und Leuten gibt es wie immer auf Wikipedia zu lesen.

Essen in Tansania ist neben der Swahili-Küche stark beeinflusst von der indischen, arabischen und auch der britischen Küche.

Mein heutiges Rezept habe ich auf der Seite Tansania.de gefunden. Dort findet Ihr viele interessante Informationen zu Urlaub in Tansania. (Werbung ohne Gegenleistung)

Der Titel Ndizi na nyama ist Swahili und heißt wörtlich übersetzt „Bananen mit Fleisch“, wobei ndizi für (Koch-)Bananen und nyama für Fleisch steht.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 300 – 350 g grüne (unreife) Bananen, geschält, in grobe Stücke geschnitten
  • 500 g Rindergulasch
  • 100 – 300 ml Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe) – je nachdem, wie sehr die Flüssigkeit verkocht
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 2 gehackte Knoblauchzehe
  • 2 gehackte Tomaten (ich: Ochsenherz)
  • 2 EL Öl (ich: Erdnussöl)
  • TL Kumin
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 200 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer
  • optional: 2 TL gehackter frischer Koriander oder Erdnüsse

Zubereitung:

Öl in eine hohe Pfanne bzw. eine Cocotte geben, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten.

Fleisch zugeben und ca. 3 Minuten anbraten.

Tomaten zugeben, Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Zwei Drittel der Brühe, Kokosmilch, Tomatenmark und Gewürze zugeben.

Bananenstücke zugeben und sicher stellen, dass sie möglichst mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Alles zum Kochen bringen und mit Deckel bei mitterer Hitze 30 Minuten köcheln lassen, bis Bananen und Fleisch durch sind. Eine Gabel sollte sich leicht in die Banane stechen lassen, ohne diese zum Auseinanderfallen zu bringen.

Während des Kochvorgang überprüfen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, sonst die restliche Brühe auffüllen.

Zum Servieren den Eintopf mit Koriander bestreuen. Dazu wird traditionell Ugali, ein fester Maisbrei gereicht. Es passen aber auch Chapati oder Reis als Beilage.

Da wir genug Eintopf für zwei Tage hatten, gab es ihn am ersten Tag mit Reis, am zweiten mit – leider nicht selbst gebackenen – Chapati.

Der Rindfleischeintopf mit grünen Bananen hat uns sehr gut gechmeckt, war er doch gewürztechnisch sehr fein abgestimmt. Die grünen Bananen waren auch überhaupt nicht süße, sondern dienten eher als Sättigungseinlage.

Grüne Bananen enthalten mehr resistente Stärke und Ballaststoffe als reife gelbe, was den Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Darmgesundheit fördert.

Sie haben einen höheren Gehalt an Ballaststoffen und Kalium sowie weniger Zucker, was sie ideal für Diabetiker oder Abnehmwillige macht. Sie reifen zu Hause nach und schmecken fester sowie weniger süß und passen so hervorragend in ein herzhaftes Gericht.

Hier sammle ich Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Tom Kha Gai – Hühnersuppe mit Galgant und Kokosmilch (Laos)

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Ich habe länger überlegt, ob ich dieses Rezept für den Abstecher nach Laos, wohin es im April im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft geht, posten soll.

Denn eigentlich haben wir eine Kochbox von Konkrua (aus Thailand) verwendet. Bei der Suche nach Rezepten aus Laos habe ich herausgefunden, dass auch dort, speziell im Süden des Landes an der Grenze zu Thailand Tom Kha gegessen wird.

Da uns die Suppe richtig gut geschmeckt hat, nehme ich sie noch mit nach Laos.

Bei Konkrua sind alles Gewürze und Kräuter abgestimmt, es sind aber keine Fertiggerichte im herkömmlichen Sinne, denn gekocht wird ja immer noch mit frischen Zutaten. Enthalten sind Kokosmilch, Tom Kha-Currypaste, Fischsauce, getrocknete Kräutermischung und Palmzucker. So hat man alles, was man braucht, ohne sich zig Gewürze „auf Halde“ legen zu müssen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 400 g Hühnerfleisch 
  • 200 g Champignons oder andere Pilze
  • 150 g Cherrytomaten
  • 400 ml Kokosmilch *)
  • 50 g Tom Kha-Currypaste *)
  • 30 ml Fischsauce *)
  • 40 g Palmzucker *)
  • 15 g getrocknete Kräutermischung *)
  • frischer Koriander, Chilischote, Limette, Frühlingszwiebelringe zur Deko
  • außerdem: 300 g Jasminreis, 240 ml Wasser

*) aus der Kochbox

Zubereitung:

Jasminreis nach Lieblingsmethode garen.

In der Zwischenzeit für die Suppe Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, Cherrytomaten halbieren, Champignons je nach Größe ebenfalls halbieren oder vierteln.

Hälfte der Kokosmilch zum Kochen bringen, Currypaste und Kräutermischung zugeben. Hühnerfleisch und das Wasser zugeben, auf kleiner Flamme garen.

Restliche Kokosmilch mit Cherrytomaten und Pilzen mit Palmzucker und Fischsauce zugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.

Reis in Schalen geben, mit der Suppe auffüllen und mit Koriander, Chili und Limette dekorieren.

Hier geht es zu den Rezepten meiner Mitreisenden:

Piri Piri Chicken Wings

Das vorerst dritte und letzte Rezept, das wir aus Steffen Hensslers Kochbuch „Hensslers Schnelle Nummer – Morgens|Mittags|Abends“ nachgekocht haben, sind diese knusprigen Hähnchenflügel in einer pikanten Marinade.

Weil wir aus den Erfahrungen mit dem Kartoffelstampf und der One-Pot-Pasta gelernt haben, haben wir die Anzahl der Hähnchenflügel von 12 auf 5 Stück reduziert, weil wir nicht nur Fleisch essen wollten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/4 Bund glatte Petersilie
  • 1 EL Chiliflocken
  • 12 Hähnchenflügel (ich: 5)
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 3 EL Olivenöl zum Braten
  • 1/2 EL brauner Zucker
  • Salz

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.

Knoblauch schälen und grob hacken. Petersilie von den Stielen zupfen fein hacken und zunächst zur Seite stellen. Petersilienstiele in grobe Stücke schneiden.

Hähnchenflügel in eine Auflaufform geben, Zitrone darüber auspressen und die ausgepressten Stücke dazu geben. Alle übrigen Zutaten bis auf die gehackte Petersilie zugeben und alles gut durchmischen. Dabei die Hähnchenflügel so wenden, dass beide Seiten Marinade abbekommen und zum Schluss die Hautseite oben liegt.

Die Hähnchenflügel ca. 40 Minuten im Backofen garen.

Mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Laut Buch schnecken Zitronenreins und Joghurt gut zu den Flügeln, bei uns gab es jedoch Pommes aus der Heißluftfritteuse und einen Salat mit leichter Vinnaigrette.

Die Piri Piri Chicken Wings waren köstlich. Nicht zu scharf, schön frisch durch die Zitrone und die Petersilie.

Nachgekocht: Kokowääh…

…oder auch Coq au Vin

Dieses fantastische Eintopfgericht aus Frankreich hatte Volker von volkermampft im Februar für das Sonderthema Eintöpfe aus aller Welt im Rahmen der kulinarischen Weltreise vorgestellt.

Coq au Vin ist ein klassisches französisches Schmorgericht aus der Region Burgund, wie auch das Bœuf Bourguignon. Es entstand als bäuerliche Kost, um zähe, ältere Hähne („Coq“) durch langes Schmoren in Rotwein zart zu machen. Eine Variante, die ich schon im Blog habe, ist der Coq au Riesling aus dem Elsass.

Da wir vier Hähnchenschenkel eingefroren hatten, sollte es den Hahn in Wein an den beiden Ostertagen geben, und ich muss sagen, wir haben es nicht bereut.

Zunächst wurden die Hühnerteile mit Schalotten, Rosmarin und Thymian von Karsamstag bis Ostersonntag in Wein gebadet, bevor die Zubereitung nach dem Osterfrühstück weiter ging.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 große Hähnchenkeulen
  • 50 g Speck (ich: 80 g Baconwürfel)
  • 1 Flasche Rotwein
  • 8 Schalotten
  • 12 Champignons
  • 300 g Möhren
  • 300 g Kartoffeln
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 TL Tomatenmark
  • ca. 0,75 l Hühnerbrühe (ich: 800 ml)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren, etwas angedrückt
  • 3 Pimentkörner, etwas angedrückt
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hähnchenkeulen jeweils in drei Teile trennen. Das geht am besten mit einer guten Geflügelschere.

Schalotten schälen und halbieren; zusammen mit Wein, den Kräutern und den Hähnchenteilen in eine große Schüssel geben und mit dem Rotwein übergießen.

Über Nacht, mindestens acht Stunden marinieren.

Am nächsten Tag die Hähnchenteile abtropfen lassen und von allen Seiten in einem großen Bräter scharf anbraten.

Einen halben Liter Rotwein abmessen.

Hähnchenteile aus dem Bräter nehmen und darin Schalotten, Speck und Kräuter ebenfalls scharf anbraten. Tomatenmark zugeben und leicht anrösten, dann mit dem Wein ablöschen. Aufkochen und leicht einkochen lassen. Hähnchenteile mit den Gewürzen zurück in den Bräter geben, mit der Brühe aufgießen und 45 Minuten bei Mittelhitze köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Möhren, Champignons und Kartoffeln vorbereiten und in gleich große Stücke schneiden.

Nach 45 Minuten die Hähnchenteile aus dem Bräter nehmen, das Gemüse zugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Hähnchenteile kurz unter den Backofengrill nehmen.

Ich hatte die Sauce, bevor ich das Gemüse zugegeben habe, mit etwas angerührter Stärke abgebunden.

Wir sind tatsächlich mit der reichhaltigen Gemüseeinlage zwei Mal gut satt geworden und am Dienstag nach Ostern hatte ich sogar noch ein kleines Solomittagessen.

Die köstliche Sauce, in die wir uns hätten reinlegen können, haben wir durch ein Sieb abgeseiht und anschließend eingefroren.

Zum „Nachtisch“ gab es noch ein Praliné-Osterei von Café Konditorei Fürst aus Salzburg.

KFC – Korean Fried Chickin

Vor einer oder zwei Wochen haben wir die neueste Folge von Herr Raue reist auf Magenta TV geschaut. Tim war in Südkorea und unter anderem probierte er auch knusprig würzige Hühnchenstücke. Der GöGa und ich bekamen schon beim Zusehen Lust drauf.
Da wir tatsächlich noch die Fried Chicken Sauce aus dem Starter-Set von Arang im Schrank stehen hatten, gab es letzte Woche diese Köstlichkeit aus dem Airfryer.

Es ist übrigens kein Zufall, dass die knusprig frittierten Hähnchenteile wie eine bekannte amerikanische Fast-Food-Kette abgekürzt werden, haben sie ihren Ursprung doch in der Zeit des Koreakrieges von 1950 bis 1953, als die USA Südkorea unterstützte.

Dennoch ist das Korean Fried Chicken eine Kombination aus den US-amerikanischen Hähnchenteilen und einer sehr alten koreanischen Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Zutaten für 4 reichliche Portionen:

  • 1,5 kg Hähnchenflügel und -unterschenkel
  • 6 EL Maisstärke *)
  • 2 EL Öl *)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 3 – 4 EL von der Korean Fried Chicken Sauce **)
  • Lauchzwiebel und Sesamkörner zum Garnieren (optional)

*) Ich brauchte deutlich mehr Öl, um einen Teig anzumischen, der sich geschmeidig um die Hähnchenteile legte. Außerdem brauchte ich insgesamt deutlich mehr Teig, um alle Teile gleichmäßig zu umhüllen.

**) Dasselbe gilt auch für die Sauce: Ich habe deutlich mehr verbraucht.

Zubereitung:

Airfryer auf 200 °C vorheizen.

Teig zubereiten, Hähnchenteile trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und durch den Teig ziehen, so dass sie gleichmäßig umhüllt sind.

Teile so in den Korb des Airfryers legen, dass sie nicht übereinander liegen, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Falls nötig mehrere Durchgänge machen und die fertigen Hähnchenteile im Backofen warm halten.

Hähnchenteile 20 bis 25 Minuten braten, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden.

Anschließend gleichmäßig mit der Sauce einpinseln und weitere zwei bis drei Minuten in den Airfryer geben, damit die Glasur karamellisiert.

Serviert habe ich das Korean Fried Chickin mit koreanischem Reis, mildem Kimchi und Chinakohlsalat (in Streifen geschnitten, mit Möhren- und Mangostreifen gemischt; Dressing aus O-Saft, Sesamöl, Sojasauce).

Die kulinarische Weltreise: Pulë me Arra – Huhn mit Walnüssen (Albanien)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Auch im Jahr 2026 geht die kulinarische Weltreise weiter. Volker von volkermampft hat uns tatsächlich bis Ende 2028 mit Reisezielen und Sonderthemen „verplant“.

Im Januar machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Albanien, amtlich Republik Albanien oder Republika e Shqipërisë, einem Staat in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel. Das Land grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Der Westen des Landes wird durch das adriatische bzw. ionische Meer begrenzt. Die Hauptstadt ist Tirana. [mehr lesen auf Wikipedia]

Die albanische Küche ist mediterran; sie zeigt aber als Teil der Balkanküche auch orientalische Einflüsse. Von Region zu Region gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

Dabei bereichern eine Vielzahl an Zutaten wie Auberginen, Gurken, Bohnen, Tomaten usw., Lamm, Kalb, Rind, Ziege, Geflügel und regioal auch Schwein sowie Meer- und Süßwasserfische den Speiseplan.

Einige Gerichte, die auch in Albanien gerne auf dem Tisch stehen, habe ich schon im Blog, z. B. Tarator, Baklava, Sarma, Dollma, Qofte, Moussaka oder Fasul.

Mein heutiges Gericht gilt als eine Nationalspeise Albaniens, das Pulë me Arra, was schlicht „Huhn mit Walnüssen“ bedeutet. Ich habe verschiedene Quellen zu diesem Gericht gefunden, in der einen wird ein ganzes Huhn mit Walnüssen gefüllt, dabei wird das Huhn vorher gekocht oder auch nicht. In anderen Rezepten werden Hühnerteile wie Brust oder Keule verwendet, die dabei ebenfalls entweder vorgekocht oder „nur“ gebraten werden.

Ich habe mich für ein relativ einfaches Rezept von der Seite Nationalgerichte entschieden, bei dem Hähnchenkeulen mit gehackten Walnüssen in der Pfanne gegart werden. Als Beilage hatten wir einfach Reis und etwas Gurkensalat mit Dill, der im Balkangebiet gerne gegessen wird. In Albanien wird vermutlich Qull dazu gereicht, eine Art Maisbrei, wie ihn Tim Mälzer und Materia in der Sendung Kitchen Impossible (Staffel 10, Folge 4 – zu streamen bei RTL+) zubereiten mussten.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Hühnerbrust oder -schenkel ohne Haut
  • 100 g Walnüsse
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Paprika
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Esslöffel Olivenöl zum Braten
  • optional: frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Walnüsse hacken, Zwiebeln in kleine Würfelschneiden, Knoblauch ebenfalls fein schneiden oder reiben.

In einigen Rezepten wird das Fleisch ebenfalls in Streifen geschnitten, was den Garprozess beschleunigt.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch zugeben, braten, bis er aromatisch duftet. Fleisch zugeben und von beiden Seiten goldbraun braten oder Streifen unter Rühren anbraten.

Mit den Gewürzen pikant abschmecken, Walnüsse zugeben, bis das Fleisch gar ist. Vor dem Servieren nach Wunsch mit gehackter Petersilie bestreuen.

Uns hat das Pulë me Arra sehr gut geschmeckt, und es war relativ fix zubereitet.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden: