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Westfälisches Krüstchen, Version 2

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Deutsche Küche – die Foodblogger-Aktion

Es geht kulinarisch weiter durch mein Heimatland Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von Sylvias Reise durch die deutschen Küchen machen wir nach Bayern und Berlin Halt im bevölkerungsreichsten Bundesland. Geboren mitten in Westfalen, östlich des Ruhrgebiets, habe ich 25 Jahre meines Lebens auch im Rheinland verbracht, genauer gesagt in der Umgebung von Bonn.

Nachdem ich Euch im heißen August schon eine vegetarisch-leichte Version des Westfälischen Krüstchens vorgestellt habe, wird’s jetzt deftig. Dabei kann ich Euch versichern, dass meine Portionen immer noch klein waren im Gegensatz zu dem, was in „gutbürgerlichen“ Restaurants serviert wird.

Dieses Mal gab es die fleischliche Variante mit Schweineschnitzel auf einer Scheibe meines selbstgebackenen Doppelbacks statt einer Toastscheibe, auch das Spiegelei kam etwas rustikaler aus der Pfanne. Als Beilagen hatten wir Champignons mit Zwiebeln sowie selbst gemachte Pommes frites.

Als Getränk hatte ich mir dieses Mal eine Flasche Soester Hell aus der einzigen noch am Ort verbliebenen Brauerei, dem Brauhaus Zwiebel, mitgebracht.

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Westfälisches Krüstchen – sommerlich leicht und vegetarisch

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Deutsche Küche – die Foodblogger-Aktion

Sylvia von Brotwein nimmt uns auf ihrer kulinarischen Reise quer durch Deutschland bis September mit nach Nordrhein-Westfalen. Das mit ca. 17,9 Millionen Einwohnern bevölerungsreichste und mit einer Fläche von 34.100 Quadratkilimetern viertgrößte Bundesland ist meine Heimat und so ist dieses Thema nach Bayern und Berlin für mich quasi ein Heimspiel. Aus dem Grund habe ich natürlich auch schon eine Reihe an entsprechenden Rezepten im Blog, die ich Euch unten aufliste.

Als erstes bringe ich Euch ein Gericht mit, das in Westfalen auf fast jeder Speisekarte der „gutbürgerlichen“ Restaurants und Gasthäuser zu finden ist, häufig in der Kategorie „Kleine Gerichte“, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die Westfalen lieben es groß und deftig. Ein Krüstchen ist im Prinzip ein paniertes Schnitzel auf einer bis x Scheiben Toast mit einem bis x Spiegeleiern belegt. Die Beilagen sind variabel von Rahmchampignons und/oder Pommes oder Bratkartoffeln und meistens einem kleinen „Alibisalat“.

Ich habe das Krüstchen etwas leichter gemacht, was bei der plötzlichen Hitze im vergangenen August (Ich wusste ja, dass es nach Bayern und Berlin nach NRW gehen würde…) abends auf der Terrasse gut ankam.

Bei mir gab es eine Scheibe Toast pro Person, ein veganes Mühlenschnitzel, ein Spiegelei sowie einen kleinen Beilagensalat, der mehr als nur Alibi war. Ich gönnte mir dazu ein Pülleken (westfälisches Diminuitiv von Pulle aka Flasche, also ein Fläschchen) Potts Landbier, das im Münsterland gebraut wird.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Scheiben Toastbrot (Rezepte hier oder hier)
  • 2 vegane Mühlenschnitzel
  • 2 Eier
  • 2 EL Sonnenblumenöl zum Braten
  • optional: 2 Metallringe für die Spiegeleier
  • eine Handvoll Kopfsalatblätter
  • Tomaten
  • Paprikaschote
  • Salatgurke
  • frische Petersilie
  • Kapuzinerkresseblüten und -blätter
  • Himbeeressig
  • 1 kleine Schalotte
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • evtl. eine Prise Zucker

Zubereitung:

Zunächst die Schalotte fein würfeln und mit dem Himbeeressig übergießen, zur Seite stellen. Die Säure im Essig „gart“ die Zwiebel leicht an, so dass sie besser verträglich wird.

Später dann mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker zu einer Vinaigrette vermischen.

Die Salatzutate waschen, putzen, in mundgerechte Stücke zupfen bzw. schneiden. Petersilie und Kapuzinerkresseblätter fein hacken, dabei etwas Petersilie übrig behalten. Die Salatzutaten zunächst ohne Dressing auf Tellern anrichten.

Für die Krüstchen eine Pfanne mit 1 EL Sonnenblumenöl auf hohe Mittelhitze (7 von 9) aufsetzen. Die Schnitzel von beiden Seiten goldbraun anbraten, auf einem Teller im Backofen bei ca. 75 °C Umluft warm halten.

Den Rest Öl in die Pfanne gießen, falls vorhanden, die Metallringe an der Unterseite leicht fetten, in die Pfanne setzen und jeweils ein Ei hineinschlagen. Braten, bis die Oberfläche gestockt ist.

In der Zwischenzeit den Toast toasten, etwas auskühlen lassen und neben den Salat legen.

Die warmgehaltenen Schnitzel auf die Toastscheiben legen, jeweils ein Spiegelei obenauf setzen, mit der zurückbehaltenen Petersilie bestreuen. Kurz vor dem Servieren oder nach Wunsch auch erst bei Tisch die Vinaigrette über den Salat geben.


Gerichte aus Nordrhein-Westfalen, die schon im Blog sind:

Bratkartoffeln mit Spiegelei und süßem Gurkensalat

Ein typisches Gericht, das Kindheitserinnerungen weckt und zwar nicht nur bei mir, sondern auch beim GöGa.

Für 2 Portionen braucht man:

  • 4 – 6 festkochende Kartoffeln (je nach Größe und Hunger)
  • 50 g Räuchertofu
  • 1 Schalotte
  • 1 – 2 EL Butterschmalz
  • 1 halbe Schlangengurke
  • 3 EL Joghurt
  • etwas Mineralwasser oder Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft oder milden Essig
  • 1 EL Zucker
  • gehackten Dill
  • 2 Eier
  • Frühlingszwiebel- oder Schnittlauchröllchen als Deko
  • eventuell ein kleiner Metallservierring zum Backen der Eier

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden (nicht zu klein, aber je kleiner, desto kürzer die Garzeit).
Die Zwiebel und den Räuchertofu fein würfeln. Einen Esslöffel Butterschmalz in einer weiten Pfanne zerlassen und den Räuchertofu knusprig braten. Die Zwiebelwürfel zugeben und glasig dünsten; aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Im selben Fett die Kartoffelwürfel rundum anbraten, dann auf kleiner Temperatur garen – am besten mit Deckel.

Inzwischen den Gurkensalat zubereiten: Gurke in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Joghurt mit etwas Wasser oder Milch verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft oder Essig sowie Zucker abschmecken und den gehackten Dill unterrühren. Die Salatsauce sollte deutlich süß schmecken. Die Gurken unterheben und ziehen lassen.

Wenn die Kartoffeln fertig gegart sind (Das dauert je nach Größe der Würfel 15 – 20 Minuten.), die Zwiebel-Räuchertofu-Mischung unterrühren und die Bratkartoffeln an den Pfannenrand schieben. Die zwei Eier entweder so in die Pfanne schlagen und zu Spiegeleiern braten oder in zwei Servierringe schlagen und darin mit Deckel garen. Sie laufen dann nicht in die Bratkartoffeln und bleiben schön in Form.

Alles zusammen auf Tellern anrichten und die Eier mit den Frühlingszwiebel- oder Schnittlauchröllchen bestreuen.

bratkartoffeln_spiegelei_gurkensalat

Möhren durcheinander

Eines der Gerichte aus meiner Kindheit, die ich damals nicht mochte. Es war ein Resteessen. Gab es am Vortag Möhrengemüse (alternativ: Steckrübe) und es war noch etwas übrig, wurde es mit gekochten Kartoffeln gestreckt und meistens überwogen in der Mischung dann die Kartoffeln, was mir nicht so passte.

Heute mag ich dieses Gericht wieder sehr gerne, zumal ich Kartoffeln und Möhren in gleichen Mengenanteilen nehme. Am besten gelingt das Gericht mit mehlig kochenden Kartoffeln, man kann aber auch die „vorwiegend festkochende“ Sorte nehmen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Möhren
  • ca. 250 ml Milch-Sahne-Gemisch
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Zucker
  • evtl. etwas Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln und Möhren schälen und in kleine Stücke geschnitten in einen Topf geben. Mit der Milch-Sahne-Mischung aufgießen und ca. 20 Minuten weich kochen. Anschließend stampfen (Möhrenstückchen dürfen gerne noch erkennbar sein.) und die Butter unterrühren.

Mit einer Prise Zucker (unterstützt den Möhrengeschmack), Salz, Pfeffer und Muskat (für die Kartoffeln) abschmecken.

Serviert habe ich den Stampf an einem Tag mit einem vegetarischen Oregano-Bratfilet der Firma Taifun.

moehren_durcheinander

Am nächsten Tag wollte ich die Reste mit pochiertem Ei servieren, was jedoch misslang.
Statt dessen gab es dann Spiegelei.

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