Westfälisches Krüstchen, Version 2

Deutsche Küche – die Foodblogger-Aktion

Es geht kulinarisch weiter durch mein Heimatland Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von Sylvias Reise durch die deutschen Küchen machen wir nach Bayern und Berlin Halt im bevölkerungsreichsten Bundesland. Geboren mitten in Westfalen, östlich des Ruhrgebiets, habe ich 25 Jahre meines Lebens auch im Rheinland verbracht, genauer gesagt in der Umgebung von Bonn.

Nachdem ich Euch im heißen August schon eine vegetarisch-leichte Version des Westfälischen Krüstchens vorgestellt habe, wird’s jetzt deftig. Dabei kann ich Euch versichern, dass meine Portionen immer noch klein waren im Gegensatz zu dem, was in „gutbürgerlichen“ Restaurants serviert wird.

Dieses Mal gab es die fleischliche Variante mit Schweineschnitzel auf einer Scheibe meines selbstgebackenen Doppelbacks statt einer Toastscheibe, auch das Spiegelei kam etwas rustikaler aus der Pfanne. Als Beilagen hatten wir Champignons mit Zwiebeln sowie selbst gemachte Pommes frites.

Als Getränk hatte ich mir dieses Mal eine Flasche Soester Hell aus der einzigen noch am Ort verbliebenen Brauerei, dem Brauhaus Zwiebel, mitgebracht.

Am besten fangt Ihr bei den Vorbereitungen mit den Kartoffeln für die Pommes an. Dafür Kartoffeln gründlich waschen, schälen, falls nötig nochmals waschen und in längliche Stifte schneiden. Diese zunächst 20 Minuten gründlich wässern, dann abgießen, 2 Minuten in leicht gesalzenem Wasser blanchieren, sofort kalt abschrecken, trockentupfen und bis zur weiteren Verarbeitung zur Seite stellen.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 großes Bio-Schweineschnitzel à ca. 300 g bzw. 2 kleine
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Mehl
  • 1 – 2 verschlagene Eier
  • Paniermehl
  • so viel Butterschmalz, dass die Schnitzel in der Pfanne davon bedeckt sind
  • 2 Scheiben Doppelback, alternativ Toastbrot
  • 200 g Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Butter
  • 2 – 4 mittelgroße Kartoffel
  • reichlich Sonnenblumenöl zum Braten
  • 2 Eier
  • etwas Butterschmalz

Zubereitung:

Die Kartoffeln wie oben beschrieben vorbereiten.

Champingons in Scheiben, Zwiebel in dünne Streifen schneiden.

Das Schnitzel unter einer Plastikfolie mit einem schweren Topf plattieren, halbieren, von beiden Seiten salzen und pfeffern.

In einer genügend großen Pfanne das Butterschmalz erhitzen. Neben der Pfanne drei Schalen/Teller mit Paniermehl, Ei und Mehl aufbauen. Das Schnitzel halbieren und nacheinander in Mehl, Ei, Paniermehl wenden. Im Butterschmalz von beiden Seiten braten, dabei nur einmal wenden und die Pfanne permanent schwenken, so dass das Fett über die Schnitzel läuft. Im auf 50 °C Umluft vorgewärmten Backofen warm stellen. Dabei gart das Fleisch auch noch etwas nach.

Die Champignons zunächst in einer fettfreien Pfanne braten, die Butter zugeben, Zwiebel mitbraten, bis sie weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in eine ofenfeste Schüssel umfüllen und zu den Schnitzeln zum Warmhalten stellen.

Für die Pommes einen großen Topf oder – wie ich – den Wok von d. die Pfanne aufstellen. Das Öl hineingeben und so lange auf hoher Temperatur aufheizen, bis an einem hineingehaltenen Holzlöffelstiel Bläschen aufsteigen.

Die Kartoffelstücke hineingeben, zwei Minuten frittieren und mit einer Schaumkelle hinausnehmen. Ebenfalls zwei Minuten ruhen lassen, zurück ins heiße Fett geben und ca. 4 Minuten zu Ende frittieren, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Parallel zum Frittieren, die Eier in einer weiteren Pfanne zu Spiegeleiern braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Außerdem von den Brotscheiben die harten Rinden abschneiden und kurz toasten.

Zum Anrichten das Brot auf Teller legen, die Schnitzel darauf legen, obenauf das Ei setzen. Die Champignons und Pommes daneben geben und servieren.


Rezepte aus NRW, die schon vor dem Event im Blog waren:

7 Gedanken zu „Westfälisches Krüstchen, Version 2

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