Noch bis zum 15. Januar läuft das Blog-Event Aus dem Ofen!, das Nadja von Little Kitchen and more bei Zorra im Kochtopf veranstaltet. Erlaubt ist alles, was im Ofen zubereitet wird, egal ob Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Aufläufe und Überbackenes.
Bei uns arbeitet der Ofen relativ häufig, um Reste zu verarbeiten. Aus Pasta mit Sauce wird mit etwas Käse bestreut ein leckerer Auflauf, ähnlich können Gemüsereste verwertet werden.
Mein Beitrag zu Nadjas Event ist ein leckeres Kartoffel-Möhren-Gratin, zwei Zutaten, die meines Erachtens gut harmonieren. Wir essen z. B. sehr gerne Kartoffel-Möhren-Durcheinander (Stampf).
Zutaten für 4 Portionen:
6 festkochende Kartoffeln, ca. 800 g
3 dicke Möhren, ca. 400 g
250 ml Schlagsahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
außerdem: Mandoline oder Küchenmaschine mit Hobelaufsatz
Zubereitung:
Kartoffeln und Möhren getrennt dünn hobeln.
Schalotte und Knoblauch fein würfeln, in der Butter glasig anschwitzen. Sahne zugeben und einmal aufkochen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken.
Kartoffeln und Möhren in abwechselnd in eine Auflaufform (mit einer dünne Schicht Sahne auspinseln) schichten. Die aufgekochte Sahne darüber geben und im Backofen bei 200 °C Umluft ca. 30 Minuten backen, bis das Gratin oben leicht goldbraun und das Gemüse gar ist.
Bei uns gab es einen Dip aus Joghurt und Mepfel *) von Zwergenwiese, was sehr gut gepasst hat.
*) Hierbei handelt es sich um einen sehr pikanten Meerrettich-Apfel-Aufstrich.
Update: sagenhafte 34 Rezepte sind zusammengekommen.
Saisonales Gemüse muss nicht langweilig sein! Man kann auch mit Kohl- oder Wurzelgemüsen im Winter leicht und schmackhaft kochen und das soll einmal mehr das wackere Trüppchen von #wirrettenwaszurettenist beweisen.
Durch das vielfältige Angebot an überregionalen Gemüsen ist das Gefühl für saisonales Obst und Gemüse inzwischen fast verloren gegangen und leider werden in vielen Lebensmittelgeschäften eher Ware aus Übersee zu Dumpingpreisen statt Ware aus der Region angeboten.
Zudem haben winterliche Gemüse einen „piefigen“, altbackenen Touch.
Auch ich erinnere mich an die Zeiten, in denen gerade Gemüse wie Grünkohl oder Wirsing zu einer grünlichgrauen Pampe verkocht wurde. Das muss überhaupt nicht sein, denn man muss diese Gemüse überhaupt nicht stundenlang in Wasser totkochen und dann dieses Wasser mit all den darin enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen weggießen.
Schmoren in wenig Wasser oder auch Dämpfen sind tolle Garmethoden.
Um wieder ein Gefühl für das saisonales Angebot zu bekommen, kann man im Netz zahlreiche Saisonkalender bemühen, wie z. B. diesen von GEO.
Mein heutiges Gemüse, der Wirsing wird den ganzen Winter über als Lagerware angeboten. Ich habe weitere winterliche Gemüse wie Kartoffeln, Knollensellerie und Zwiebeln darin verborgen und leckere Kohlrouladen zubereitet. An meiner Wickeltechnik muss ich allerdings noch arbeiten.
Zutaten für 2 Portionen:
1 Wirsing (ca. 850 g)
1 Brötchen (altbacken)
10 g Petersilie (ich: TK)
30 g Cashewkerne (saisonale, regionale Alternative: Walnüsse)
1 weiße Zwiebel
3 Kartoffeln
100 g Knollensellerie
2 EL Olivenöl
1 TL Kümmelsaat (ich: 1 Espressolöffel gemahlen)
1½ EL scharfer Senf
1 Eier (Kl. M)
Salz, Pfeffer
500 ml Gemüsefond
Zubereitung:
Die äußeren Blätter vom Wirsing entfernen und blanchieren.
Altbackenes Brötchen in Wasser (Ich habe das Blanchierwasser vom Wirsing genommen.) einweichen. Petersilie klein hacken. Cashewkerne in einer Pfanne anrösten und beiseitestellen. Zwiebeln, Kartoffeln und Sellerie fein würfeln und Zwiebeln in einer Pfanne goldbraun dünsten.
Die Hälfte vom Wirsing in feine Streifen schneiden. Öl in einen Topf geben und Sellerie, Kartoffeln und Wirsing-Streifen darin anschwitzen. Wirsing-Mischung in eine separate Schüssel geben.
Kümmel, Petersilie, Zwiebeln, Senf, Cashewkernen, Brötchen, Eier, Pfeffer und Salz mit in die Schüssel geben und alles mit den Händen vermengen.
Blanchierte Wirsingblätter mit 2 EL der Mischung füllen, einrollen und mit Küchengarn fixieren.
Ofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Wirsingrouladen in einer ofenfesten Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten scharf anbraten.
Übrig gebliebene Füllung habe ich mit in die Pfanne gegeben.
Anschließend Gemüsefond oder Wasser in die Pfanne gießen und die Rouladen für 15 bis 20 Minuten in der Pfanne im Ofen garen.
Uns haben diese Wirsingrouladen sehr gut geschmeckt, vor allem die Mischung mit den weiteren Gemüsesorten hat sehr gut gepasst.
Hier sind die Rezepte der restlichen Wintergemüseretter:innen:
An dieser Stelle geht mein herzlicher Dank an Sylvia von Brotwein, die die Organisation der Rettungen übernommen hat. Mir lag und liegt das Thema immer am Herzen, aber leider macht mir meine Gesundheit einen dicken Strich durch die Rechnung, mich viel im Hintergrund zu kümmern.
Eigentlich gehören in diesen Salat noch Heringsstücke und hartgekochte Eier, aber den Aufwand wollte ich für mich alleine nicht betreiben. Er ist auch so lecker und sehr cremig geworden.
Ja, Simone von zimtkringel, die das aktuelle Blog-Event noch bis Mitte Januar bei Zorra im Kochtopf ausrichtet, hat sowas von Recht: Es ist ganz schön kalt draußen und mit den sinkenden Temperaturen wächst auch bei uns die Lust auf wärmenden Eintöpfe und – zumindest bei mir – auch auf fleischliche Genüsse.
Im Sommer bei über 30 Grad bin ich ja glücklich mit einem ordentlichen Pott Salat und einem Stück Brot, aber ich merke jedes Jahr aufs Neue, wie mit Beginn der kalten Jahreszeit die Lust auf Fleisch und Deftiges zunimmt.
Den Geschmack des folgenden Eintopfs hatte ich schon mehrere Tage virtuell auf der Zunge und vergangenes Wochendende habe ich meiner Phantasie freien Lauf gelassen.
Es wurden Kartoffeln, Möhren und eine Steckrübe sowie frische Bratwurst gekauft und in einen wärmenden Eintopf verwandelt, von dem wir zweimal gut satt wurden, denn aufgewärmt schmecken deftige Eintöpfe und gehaltvolle Suppen einfach nochmal so gut!
Merkt man eigentlich, dass zur Zeit die 13. Staffel von The Taste läuft? *lach* Davon ab: Das ist dann einfach mal ein Löffel voll Glück mit der süßlichen Möhre vorne, der leicht herben Steckrübe dahinter, der cremigen Kartoffel und dem würzigen Fleischbällchen zum Schluss.
Zutaten für 4 Portionen:
2 faustgroße Kartoffeln
1 kleine Steckrübe
2 dicke Möhren
1 kleine Zwiebel
4 frische Bratwürste
1/2 Bund krause Petersilie
1 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht mit ca. 2 EL Brühepulver)
Das Gemüse schälen und in nicht zu feine Würfel schneiden. Die Zwiebel grob hacken. Stiele der Petersilie fein hacken, die Blättchen zur Deko zur Seite legen.
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und gehackte Petersilienstiele andünsten. Gemüse zugeben und mit der Brühe aufgießen. Einmal aufkochen und dann auf kleiner Temperatur (Stufe 4 von 9) köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
In der Zwischenzeit die Bratwürste aufschneiden und das Brät zu kleinen Bällchen formen, zur Suppe geben und gar ziehen lassen.
Suppe pikant abschmecken, in tiefe Teller oder Suppenschalen füllen und mit nicht zu fein gehackten (oder gezupften) Petersilienblättchen servieren.
Es geht auf unserer kulinarischen Weltreise von und mit volkermampft weiter durch die Küche der Ukraine. Dabei kommt man an dem berühmten Eintopf mit Roter Bete und Weißkohl einfach nicht vorbei: Borschtsch.
Er wird in verschiedenen Ausführungen in ganz Ost- und Ostmitteleuropa gegessen, seinen Ursprung hat er aber wohl tatsächlich in der Ukraine.
Der Name „Borschtsch“ bzw. das polnische „Barszcz“ geht vermutlich auf das slawische Wort für den Wiesenbärenklau zurück, dessen ungiftigen Sprossen und jungen Blätter im Mittelalter ein fester Bestandteil der Suppe war
*) Ich weiß ja nicht, was andere Leute so essen. Ich bin an zwei Tagen hintereinander von der Suppe pappsatt geworden und konnte noch zwei Portionen einfrieren. Ich würde also eher von 4 – 6 Portionen sprechen.
Zubereitung:
Für die Brühe Fleisch, Zwiebel und Lorbeerblatt in einem großen Topf mit kaltem Wasser bedecken. Sparsam salzen und bei schwacher Hitze 1 Stunde köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Einlage vorbereiten. Dann Rote Bete und Kartoffel zu Brühe geben, kräftig salzen und pfeffern und bei schwacher Hitze 30 Minuten mitgaren.
Inzwischen in einer großen Pfanne im erhitzten Sonneblumenöl Zwiebelwürfel und Möhre unter Rühren anschwitzen, bis das Gemüse sehr weich ist und zu karamellisieren anfängt. Dieser Vorgang nennt sich auf ukrainisch smaschennja oder sascharka genannt.
Paprikaschote und Tomatenmark zu Zwiebelwürfeln und Möhre geben, weitere 2 Minuten anschwitzen und anschließend die frisch geriebene Tomate zugeben.
Kurz einkochen lassen und unter die Brühre rühren.
Zuletzt Kohl und Kidneybohnen unterrühren und weitere 7 Minuten erhitzen.
Borschtsch mit einem Klecks saurer Sahne, gehacktem Dill und Pampuschky servieren.
Hier sammele ich im Laufe des Monats weitere Rezepte meiner Mitreisenden:
Wie habe ich mich (nicht) gefreut, als ich feststellte, dass mir in der 18. Runde von Koch mein Rezept!, dem großen von volkermampft initiierten Foodblog-Wichteln ein Blog zugelost wurde, der sich fast ausschließlich mit Backen beschäftigt. Wer mich kennt, weiß, dass ich einfach lieber koche als backe.
Hinter meinem Tauschblog Little Kitchen and more steckt Nadja aus der Schweiz. Sie verrät, dass sie schon immer ein großes Interesse und eine große Liebe für das Backen von Brot und Kuchen hatte. So hat sie schon als Schülerin in den Ferien beim Dorfbäcker hinter die Kulissen geschaut und absolvierte nach der Schule eine Ausbildung als Bäckerin und Konditorin. Nadjas Hauptaugenmerk liegt aber eher auf Bäckerei, was man in ihrem Blog durchaus beim Durchscrollen merkt.
Neben den Broten, die sie seit Jahren selber backt, ist Nadja laut Schweizer BROT-Magazin die Königin der Hefezöpfe.
Eigentlich wollte ich Nadjas Kartoffel-Walnussbrot – wie der Rezepttitel auf Hochdeutsch heißt – nachbacken, schob es aber immer weiter vor mir her. Leider geht es mir mal wieder gesundheitlich gar nicht gut, so dass ich mich – frei nach dem Motto „Gegessen werden muss immer“ – für die Kürbissuppe entschieden habe. Nadja hatte sie im Rahmen von Zorras Blogevent „So schmeckt Spanien“ vorgestellt.
Zutaten für ca. 4 Portionen:
20 g Olivenöl
70 g Zwiebeln (geschält, in Würfel geschnitten)
650 g Muskatkürbis, geschält, in Stücke geschnitten (ich: Hokkaido)
170 g festkochende Kartoffeln, geschält, in Stücke geschnitten
250 g Halbrahm (ich: Schlagsahne, leicht angeschlagen)
Croûtons
getrocknete Kräuter
ich zusätzlich: geräuchertes Paprikapulver
Zubereitung:
Das Olivenöl in einen Topf geben, heiss werden lassen und die Zwiebelwürfel andünsten. Kürbis- und Kartoffelstücke dazugeben und ebenfalls kurz mitdünsten. Gemüsebrühepulver und Tomatenpürree zum Gemüse geben, gut vermischen und dann mit dem Wasser ablöschen. Würzen mit Salz und Pfeffer und auf kleiner Stufe etwa 40 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
Danach alles fein pürieren und gegebenenfalls durch ein Sieb streichen.
Kürbissuppe in Schalen oder tiefe Teller geben, mit Croûtons, schaumiger Sahne und geräuchertem Paprikapulver servieren.
Die Suppe hat uns wunderbar geschmeckt. Vielen Dank, liebe Nadja für das tolle Rezept. Dein Brot backe ich bestimmt irgendwann auch noch mal!
Aus meinem Blog hat sich Martina von ninamanie ein Rezept von Sebastian Reichelt (Gastbeitrag) ausgesucht.
Hier stelle ich Euch die Tauschblogs der letzten 17 Runden vor:
Beim Fisch musste ich etwas improvisieren, denn den Rohu (Labeo rohita), eine Karpfenart aus Südostasien konnte ich hier beim besten Willen nicht bekommen und auch mit dem von Saira Hamilton vorgeschlagenen „Ersatzfisch“ Tilapia konnte keines der hiesigen Geschäfte punkten. So entschied ich mich für Victoriaseebarsch, immerhin ein Süßwasserfisch. Ich denke, das Gericht lebt sowieso von den vielfachen Gewürzen und Aromen.
Zutaten für 4 Portionen:
4 Rohu(karpfen)steaks, insgesamt 500 g (ich: 400 g Victoriaseebarschfilets)
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Chilipulver
1 TL Salz (plus mehr zum Verarbeiten von TK-Fisch; siehe Schritt 1)
4 EL Senföl
2 TL Panch poran *)
1 Zwiebel, in 1 cm Würfel geschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 frische grüne Chilis im Ganzen (ich habe leider nur Peperoni bekommen, die nicht anders als grüne Paprikaschote schmeckt)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1 TL Tomatenmark
150 g gehackte Tomaten (ich: abgegossene Cubetti aus der Dose, da die frischen Tomaten im Februar noch nicht schmecken)
200 g festkochende Kartoffeln, geviertelt **)
200 g Blumenkohlröschen (ich hatte noch lila Blumenkohl eingeforen)
3 EL fein gehacktes Koriandergrün/Cilantro
*) Bei Panch poran auch phoron handelt es sich um das sogenannte bengalische 5-Gewürze-Pulver, das zu gleichen Teilen aus Schwarzkümmel- , Kreuzkümmel- (oben links u. rechts), Fenchel- (MItte), Bockshornklee- und Senfsamen (unten links u. rechts) besteht. Da ich alle Gewürze (bis auf Fenchelsamen, ersetzt durch gemahlenen Fenchel) vorrätig habe, habe ich es selbst zusammengeischt.
**) Ich hatte leider eine „komische“ Kartoffelsorte erwischt, die Würfel wollten einfach nicht weich werden. Um den Blumenkohl nicht zu Mus zu verkochen, habe ich die Würfel irgendwann entnervt aus der Pfanne gefischt und in köchelndem Wasser 10 Minuten zu Ende weich gekocht und dann wieder in die Pfanne zurück gegeben. Sollte ich das Curry noch einmal machen, würde ich die Kartoffeln vorher kurz vorkochen.
Zubereitung:
Wenn Ihr TK-Fisch benutzt, muss dieser komplett augetaut sein. 50 g Salz und 500 ml Wasser so lange verrühren, bis das Salz aufgelöst ist. Den Fisch in eine flache Schale legen und das Salzwasser darüber geben. Nach 20 Minuten den Fisch gut abspülen und mit Küchenpapier gut trocken tupfen. Frischen Fisch einfach nur trocken tupfen.
Jeweils 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Chilipulver und 1/2 TL Salz mit 1 EL Senföl vermischen und von beiden Seiten auf den Fisch geben. 30 Minuten marinieren lassen.
Die restlichen Zutaten bereitstellen, nach dem Ende der Marinierzeit eine große beschichtete Pfanne bei Mittelhitze aufstellen. Weitere 2 EL Senföl in der Pfanne erhitzen, den Fisch hineinlegen und von beiden Seiten goldbraun braten. Herausnehmen und zur Seite stellen.
In dieselbe Pfanne den letzten Esslöffel Senföl sowie das Panch poran geben, 30 Sekunden unter Rühren anrösten, dann Zwiebel, Knoblauch und grüne Chilis zugeben. Etwa 5 Minuten braten, bis die Zwiebel leicht angebräunt und weich ist.
Restliches Kurkuma, Chilipulver und Salz sowie Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Tomatenmark und Tomaten einrühren. Ungefähr 100 ml Wasser zugeben und alles gut verrühren. Deckel auflegen und alles ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Blumenkohl und Kartoffeln sowie weitere 250 ml Wasser zugeben, einmal aufkochen, Hitze reduzieren und 15 Minuten abgeckt simmern lassen, bis das Gemüse anfängt weich zu werden.
Den vorgebratenen Fisch vorsichtig dazu geben und weitere 5 Minuten ohne Deckel garen.
Mit frisch gehacktem Koriander servieren. Bei uns gab es wieder Fladenbrot als Beilagen, das Fischcurry schmeckt aber auch mit Reis.
Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte der Mitreisenden:
Im Mai reisen wir mit Volker mampft und der kulinarischen Weltreise nach Finnland. Im Vorfeld habe ich den tollen Blog Mahtava von Michaela aus München gefunden und konnte mich an den tollen Rezepten, nicht nur aus Finnland, und Bildern kaum satt sehen.
Auch das folgende Rezept habe ich bei Michaela gefunden. Bei Lohikeitto handelt es sich um eine schmackhafte, sättigende Suppe, die mit zwei Hauptzutaten sowie ein paar Gewürzen und Kräutern auskommt.
Ein wenig erinnert sie an die Schwedische Sommersuppe, ist aber noch schneller gemacht als diese.
Zutaten für 2 reichliche Portionen zum Sattessen:
250 g frisches Lachsfilet (bei uns TK-Ware in Bio-Qualität)
700 ml Fischfond, bestehend aus Wasser und einem „Suppenwürfel“ *)
2 große vorwiegend festkochende (neue) Kartoffeln
1 Becher Sahne
1 kleine fein gehackte Zwiebel
4 Pimentkörner, leicht angedrückt
1 Lorbeerblatt
Pfeffer, Salz
1/2 Bund frischer Dill
optional: 2 lange Gurkenstreifen, mit dem Sparschäler abgeschnitten
*) Ich hätte lieber Fischfond im Glas gekauft, am besten tatsächlich in Bio-Qulität, aber diese Paste war das einzige, was ich bekommen habe. Die Zutatenliste ist natürlich unter aller Kanone, aber geschmeckt hat sie tatsächlich gut.
Zubereitung:
Wasser mit dem Fischfond (Suppenwürfel) in einem großen Topf erhitzen. Die Stiele vom Dill fein hacken und zusammen mit Zwiebel, Piment und Lorbeerblatt zugeben.
Kartoffeln schälen und in gleichmäßige 1 – 2 cm große Würfel schneiden. In der köchelnden Brühe ca. 10 – 15 Minuten fast gar kochen. Die Hälfte der Sahne zufügen und weiter sanft köcheln lassen.
Die restliche Sahne steif schlagen und zur Seite stellen.
Falls nötig die Haut vom Lachs entfernen und diesen in 2 – 3 cm große Würfel schneiden.
Suppe pikant mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lachswürfel zugeben und Hitze auf ein Minimum reduzieren.
Die feinen Dillblättchen durchhacken. Die Gurkenscheiben zu einer kleinen Rosette aufdrehen.
Suppe in tiefe Teller oder Schalen schöpfen, einen Klecks geschlagene Sahne daraufgeben. Die Gurkenrosette vorsichtig in die Sahne setzen und die Suppe großzügig mit Dill bestreuen.
Dazu eine Scheibe kräftiges (Roggen-)Brot reichen.
Hier sammle ich im Laufe des Mais die Rezepte der Mitreisenden nach Finnland:
Dieses einfache, schnell gemachte und doch sehr leckere Gericht wäre auch eine gute Wahl für die Schnelle Feierabendküche im Rahmen von Leckeres für jeden Tag gewesen, denn es stand in 30 Minuten auf dem Tisch.
Wir essen gerne Kartoffelstampf mit Gemüse drin, z. B. mit Sellerie, Steckrüben oder Möhren. Früher war dieses „Durcheinander“, wie es bei uns in Westfalen heißt, oft ein Resteessen, um Gemüsereste „weg“ zu bekommen. Dann überwogen meistens die Kartoffeln. Ich mache diese Mischung jetzt meistens eins zu eins.
Hier ist mal das Grundrezept für Kartoffel-Möhren-Durcheinander. Statt des „eventuellen“ Wassers aus dem Rezept habe ich etwas Möhrenorangensaft genommen und Milch statt des Sahne-Wasser-Gemischs. Das ist wohl noch ein Relikt aus meinen Dialysetagen, wo pure Milch wegen des hohen Phosphatgehalts nicht empfehlenswert war.
1 Scheibe (Serrano-)Schinken mit etwas Fettrand, ca. 0,5 cm dick
4 Stiele krause Petersilie
1 Lauchzwiebel in Ringen
2 Eier
Zubereitung:
Kartoffeln und Möhren waschen, schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden. Je kleiner die Würfel desto kürzer ist die Garzeit und das Stampfen fällt auch leichter.
Gerade mit leicht gesalzenem Wasser bedeckt zum Kochen bringen und in ca. 15 Minuten weich kochen. Abgießen und mit Butter, etwas Möhrenorangensaft und Milch nicht zu fein stampfen. Mit Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
In der Zwischenzeit den Schinken würfeln und ohne Fett in einer Pfanne knusprig braten. Herausnehmen und im Schinkenfett die Petersilie und die Lauchzwiebelringe braten. Alles zurück in die Pfanne geben und warm halten.
Zum Schluss in 3 Minuten die Eier pochieren.
Wir hatten uns letztes Jahr diese Pochierringe angeschafft, mit denen das Pochieren wirklich prima klappt. Man bringt Essigwasser leicht zum Sieden und schlägt die Eier in den Trichter. Dann holt man sie einfach mit einer Schaumkelle aus dem Wasser.
Zum Servieren das Durcheinander auf Teller geben, mit dem Löffelrücken eine Vertiefung machen und jeweils ein pochiertes Ei hineinsetzen. Die Schinken-Petersilien-Lauchzwiebelmischung darüber geben.
Das Eigelb war noch wunderbar flüssig und ergoss sich über den Stampf. Soooo gut!