Archiv der Kategorie: auswärts essen

Spargelcrèmesüppchen mit Harissa

So eine leckere Suppe durfte ich probieren, als wir während meines Aufenthalts in Bonn mit einer Freundin zum Essen in der Karawane waren. Dort wird im wöchentlich wechselnden Angebot die sogenannte Kulinarische Rundreise durch den Orient angeboten.

Man bekommt zunächst einen sogenannten Vorkostteller mit allen Köstlichkeiten, die auf der aktuellen Speisekarte stehen, serviert und kann sich dann, ähnlich einem All-you-can-eat alles nach Belieben nachbestellen.

Als wir dort waren gab es die folgenden Gerichte, beginnend oben auf der 1:

  1. Michotata – Gurkensalat mit Joghurt, roten Zwiebeln und frischer Minze aus Ägypten
  2. Lamm-Tajine mit Bohnen, Kartoffeln und Chili aus Tunesien
  3. Gezer – fein gehackter Möhrensalat aus Marokko
  4. Salatet Tahina – Tomaten-Gurken-Salat mit Sesamöldressing aus dem Libanon
  5. Hingila – Spitzkohl mit Paprika und Bulgur aus der Türkei
  6. Gemüse-Kibbeh mit Bulgur und Chili aus Tunesien
  7. Kavun Salatasi – zweierlei Honigmelonen mit Oliven und Schafskäse aus dem Iran
  8. Börek – gefüllte Teigrolle mit Schafskäse und schwarzen Linsen aus der Türkei
  9. Orientalische Spargelsuppe mit Harissa (in der Mitte)

Zum Nachtisch gab es für mich Baklava ohne alles (eigentlich mit Vanilleeis und Sahne) und eine weitere Portion habe ich mir für den Folgetag mitgenommen. Ich liebe das Zeug!

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Kochen im Mai

So schön, wie auf dem Bild aus dem Kalender des Schülerprojekts Alde-Sign.de war der Monatsanfang nicht. Generell ist aber so ein Spaziergang über die alte Stadtmauer gerade im Mai ein wunderschönes Erlebnis, wenn in der Gräfte (ehemaliger Wassrgraben) außerhalb und den Gärten innerhalb des Walls alles grünt und blühlt.

Ganz abgesehen von dem bescheidenen Wetter hatte ich auch wieder mit einer Miniküche zu tun: Wie im März letzten Jahres verbrachte ich zwei Wochen bei dem GöGa in Bonn  und größer ist die Küche leider nicht geworden.

Teilweise hielten wir uns mit Ausgehen oder einfachen Gerichten wie Currywurst mit Brot über Wasser, teilweise habe ich auch ein bisschen gekocht. Genial war, dass ich dem GöGa eine Woche vorher unseren Sandwich-Toaster mitgegeben habe, so dass wir zwei- oder dreimal „Calzone für Arme“ machen konnten. Meine Lieblingskombi dabei war Mozzarella, Serranoschinken, getrocknete Tomaten und Basilikum. Probiert das mal aus!

Jetzt folgen mal ein paar Impressionen.

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Mal wieder Chinabuffet

Vergangenen Freitag waren wir nachmittags noch recht lange unterwegs, so dass wir spontan beschlossen, „unserem“ Chinesen mal wieder einen Besuch abzustatten. Die Besucherzahl im Chinarestaurant Pavillon spricht für die Qualität, denn selbst an einem gewöhnlichen Freitagabend war das Restaurant kurz vor 18 Uhr gut gefüllt.

Wie immer wählten wir das Buffet, was immer besonders gut bestückt ist.

Ein absolutes Muss ist die köstliche Pekingsuppe. Eigentlich könnte ich mich an dieser Suppe satt essen. Ich hatte schon mal im Spaß überlegt, ob ich mir ein paar Liter abfüllen lasse, um sie zu Hause in kleinen Portionen einzukochen.

 

 

Danach habe ich mir – auf den Tag genau 20 Monate nach meiner Nierentransplantation – Sushi und Wakamesalat gegönnt. Eigentlich sollte man keine rohen Fisch- und Fleischprodukte, wenn das Immunsystem herabgesetzt ist, aber inzwischen hat sich alles gut eingependelt, und ich denke, ich konnte und kann es wagen. Das war eine gute Entscheidung.

 

Dann habe ich mich natürlich auch noch an den anderen leckeren Gerichten bedient. Hier sind je zwei Stücke Knusperente und -hähnchen auf dem Teller, zusammen mit Reis und Gemüse.

 

 

 

Es war wieder sehr gut und lecker… Wir kommen immer wieder gerne, vor allem auch wegen des überaus herzlichen Servicepersonals.

China-Restaurant Pavillon
Herzog-Adolf-Straße 1
59494 Soest

Krimiquizdinner – Das etwas andere Menü

Da wir uns gegenseitig zu Weihnachten nichts schenken, hatten wir Karten für ein besonderes Event am 6. Januar 2017 bestellt. Am vergangenen Freitag war es soweit, und was soll ich sagen: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. So viel, dass das Essen fast in den Hintergrund geraten ist.

Viele haben bestimmt schon vom Krimidinner gehört, wo meist ein „Mord“ geschieht und die Gäste bei der Suche nach dem Mörder helfen. Bei dem KrimiQUIZdinner steht tatsächlich das Rätseln im Vordergrund – und zwar im Team; bestenfalls mit völlig unbekannten Mitstreitern.

Erfunden haben das ganze Markus von Hagen und Christoph Gilsbach und zwar im Zusammenhang mit der Biennale Mord am Hellweg, Europas größtem internationalen Krimi-Festival. Das Krimiquizdinner gibt es inzwischen in sechs verschiedenen Varianten, z. B. Mord und Totschlag in der Bibel, … im Märchen, Gangsterfilme der 50er.

Doch seht selbst…

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Geburtstagsessen und ein tolles Geschenk

Natürlich war es auch dieses Jahr wieder so wie jedes Jahr. Ich hatte einen Tag nach Weihnachten Geburtstag – der einundfünfzigste bereits. Ja, tempus fugit… *seufz*

Von dem GöGa bekam ich einen Standmixer von KitchenAid mit zwei Aufsätzen und mal so richtig Power. Wir haben am folgenden Tag Obstreste zu Smoothies verkackstückt – super!

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Ofenkartoffel und Burger

fischhaus_ofenkartoffel-garnelen k5_ladylikeburger

An den vergangenen beiden Freitagen waren wir nachmittags so lange unterwegs, dass der Hunger uns in die Restaurants der Stadt trieb.

Auf dem linken Bild seht Ihr eine Ofenkartoffel mit Sour Cream und panierten Garnelen und ordentlich Salat. Gegessen haben wir im Soester Fischhaus, das Preisleistungsverhältnis war angemessen und das Gericht sehr gut und sättigend.

Auf dem rechten Bild ist ein Ladylike Burger zu sehen, mit gegrillter Hähnchenbrust, Camembert,  Birnenscheiben und Preiselbeerchutney, dazu ein Getränk aus meiner Kindheit: Bluna Zitrone.
Gegessen haben wir im Fränkys K5 – Cocktails und Diner, der Burger kostete mit Pommes 14,90 €; leider gab es keinen Preisnachlass dafür, dass ich die Pommes abbestellt hatte. Der Geschmack hat mich allerdings so überzeugt, dass ich diesen Burger mal nachbauen möchte.

Tage 5, 6, 7: Palma Aquarium, nördlicher Inselteil, Inselmitte – Tag 8: Peguera

Von den ersten drei Tagen gibt es nicht viel zu berichten, weder ausflugs- noch essenstechnisch. Wegen des sehr bewölkten kühlen Wetters konnten wir nicht viel unternehmen, sind eigentlich nur ziellos herum gefahren und waren jedesmal früh wieder im Hotel.


Am 8. Tag mussten wir leider das Auto morgens um 10:30 Uhr zurück geben, so dass wir bei etwas besserem Wetter nur noch in Peguera selber herum laufen. Ich war auch noch auf der Suche nach ein paar Mitbringseln, so dass wir einen ausgedehnten Spaziergang fast bis Cala Fornells machten.

Ausgerechnet einen Tag vor unserer Abreise fanden wir ausgerechnet in Peguera zwischen Schnitzelbude und deutscher Mezgererei das absolute kulinarisches Highligt:

Señor Tapas – authentisch, mit viel Liebe eingerichtet, die Tapas typischer in der Vitrine zum Anschauen und Auswählen. Und das Verrückte an diesem Restaurant ist, dass es von einem gelernten Koch und langjährigem Caterer aus Berlin geführt wird. Wir haben uns hier absolut wohl gefühlt, sowohl vom Ambiente als auch vom Service her. Ich würde sagen, es lohnt sich tatsächlich extra für einen Besuch bei Señor Tapas nach Peguera zu fahren.

Neben einer köstlichen hausgemachten Limonade hatten wir uns für vier verschiedene Tapas bestellt und später noch einen kleinen Nachtisch bestellt:

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Linkes Bild: Kaninchen mit Zwiebeln (o. l.), Salat aus geschmorten Tomaten mit Käse (o. r.), lauwarmer Pulposalat mit Kartoffeln (u. l.), maurischer Zucchinisalat mit Rosinen und Minze; Rechtes Bild: Schichtdessert mit dünnem Bisquit und zwei Sorten Mousse (eine Art Tiramisù)

Noch ein kleiner Eindruck von der tollen Inneneinrichtung:

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Tag 4: Sóller und Port de Sóller

Bei ziemlich dichter Bewölkung und frischem Wind ging es am vierten Tag dann doch noch nach Sòller und dieses Mal auf der weniger kurvigen Ma-11. Sóller liegt in einem Tal in der Serra de Tramuntana und ist berühmt für den Roten Blitz, ein Zug, der mehrmals täglich zwischen hier und Palma pendelt und für die terrassierten Orangen- und Zitronengärten.

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Wir liefen ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt in Sóller herum und gingen nach ca. einer oder zwei Stunden zurück zum Auto. Immerhin begegneten uns sowohl die Straßenbahn, die zwischen Sóller und Port de Sóller verkehrt, als auch der Rote Blitz von Palma kommend.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen beschlossen wir noch nach Port de Sóller, dem Meerzugang der Stadt Sóller, runter zu fahren.

Das war eine sehr gute Idee, denn endlich kam auch die Sonne heraus.


portsoller_panoAls wir im Hafen von Sóller ankamen, machten wir uns erst mal auf die Suche nach einem Lokal, in dem sich eine Kleinigkeit zu essen finden ließe. Wir wollten ja kein deutsches SchniPoSa oder Gulasch o.ä., sondern etwas landestypisches. Direkt an der Promenade fanden wir das Restaurant Roma. Auch wenn es dort tatsächlich Pizza o. ä. gab, waren auch diverse Tapas auf der Karte und es saßen ein paar Spanier sowohl an der Bar, als auch im Restaurant. Das sollte ein guter Wegweiser sein.

Zu trinken bestellten wir uns wieder frischgepressten Saft aus den guten Orangen aus Sóller. Aus den Tapas wählten wir Tumbet, Patatas bravas und Albóndigas, dazu gab es Brötchen und die übliche Knoblauchcrème. Es war geschmacklich wirklich sehr gut, und ich kann dieses Restaurant guten Gewissen weiterempfehlen.

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Ganz links: Knoblauchcrème – rechts daneben: Patatas bravas – daneben: Albóndigas und unten: Tumbet

Nach dem Essen machten wir noch einen langen Spaziergang entlang der Strandpromenade und fuhren dann zurück ins Hotel.

Tag 3: Colònia de Sant Jordi und die Salzgewinnung bei Es Trenc

Unser dritter Urlaubstag führte uns bis zur fast südlichsten Spitze Mallorcas. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, mir unbedingt Flor de Sal mitzubringen und die großen Salzgewinnungsfelder liegen in der Nähe des Strandes von Es Trenc.

Zuerst erkundeten wir ein wenig den Ort und waren begeistert, keine übertriebenen Bettenburgen vorzufinden. Da wir nicht genau wussten, wo die Salinen zu finden sind (mit der Ausschilderung haben es die Mallorquiner immer noch nicht so), erkundigten wir und im Touristenbüro.

Auf dem Rückweg zum Auto meldete sich dann der kleine Hunger, und wir schauten, wo wir halbwegs authentische Küche bekommen könnten.

Dabei stießen wir auf das Cassai Beach House, das in Colònia Sant Jordi erst einen Monat zuvor, also im April 2016, eröffnet hatte. Die Außenansicht gefiel mir schon total und innen es ist alles mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, einfach nur wunderbar.

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Da wir nur eine Kleinigkeit wollten, wählten wir Tapas: einmal frittierte Kabeljaubällchen für Martin und Tintenfisch andalusisch für mich.

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Meine Tintenfischringe waren in einem ganz leichten Backteig gebacken und ganz zart und lecker. Kein Vergleich zu den Gummiringen, die man sonst gerne serviert bekommt. Dazu gab es noch eine richtig leckere Knoblauchcrème. Martins Kabeljaubällchen haben mir nicht zu zugesagt, mir war der Fisch zu breiig, aber ihm hat es geschmeckt.

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Nachdem wir noch ein wenig die tolle Aussicht von der großzügigen Terrasse genossen hatten, machten wir uns schließlich zu den Salinen auf.


Auch der Weg zu den Salines d’Es Trenc ist nicht gerade gut ausgeschildert. Man muss sich, auf der Ma-6040 fahrend, tatsächlich an die  Schilder zum Strand halten, dann sieht man plötzlich einen riesigen weißen Berg vor sich.

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Leider kann man die Salinen wohl nicht besichtigen oder nur als Führung – so ganz habe ich das nicht verstanden. Jedenfalls habe ich in dem kleinen Lädchen originales Flor de Sal d’Es Trenc und ein kleines Probierset verschieden gewürzter Olivenöl gekauft.

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Links: Hinter mir liegt die Saline, rechts führt die schmale Straße weiter zum Strand von Es Trenc – Mitte: Das Lädchen, in dem das Salz der Saline, aber auch andere inseltypische Köstlichkeiten und Handwerk verkauft werden – Rechts: Beim Näherkommen findet man den Duft, den man als Hauch spürt bestätigt: ein riesiges Kamillenfeld erstreckt sich vor uns


Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen Umweg über Sineu, ein Ort etwa in der Mitte der Insel, der für seinen Markt am Mittwoch morgen bekannt und berühmt ist und Touristen in Scharen anzieht. Das Örtchen wollte ich mir mal „marktfrei“ anschauen.

sineu

Auf diesem Gelände findet also mittwochs der Markt statt und man bekommt buchstäblich kein Bein an die Erde.

sineu_gassenAn einem anderen Tag zeichnet sich die Stadt durch eine ruhige Beschaulichkeit aus. Wie in vielen Orten Mallorcas sind die Straßen eher Gassen zu nennen und folgen einem Einbahnsystem. Anders käme man mit den heutigen normalen Autos gar nicht durch. Falls Ihr Euch einmal verfahren habt, sucht einfach erst mal nach einem Wegweiser nach Palma, der führt garantiert aus dem Ort und alles weitere findet sich dann.

Wenn Euch am vierten Bild etwas venezianisch vorkommt, so habt Ihr recht. Es handelt sich um das Denkmal Lleó de Sant Marc auf dem Kirchplatz zu Ehren des Stadtpatrons, des Heiligen Markus‘.

Wie Ihr erkennen könnt, zog sich der Himmel mehr und mehr zu und das war es dann eigentlich mit dem Sonnenwetter.

Da ich auch fast ein Jahr nach meiner Nierentransplantation immer noch schnell ermüde und esosaft_safabrica in Sineu, trotzdem es in der Inselmitte in der Ebene Es Plá liegt, ganz ordentlich rauf und runter geht, machten wir uns nach dem Rundgang langsam auf dem Heimweg. Vorher stoppten wir noch in der Nähe unseres Parkplatzes, um einen leckeren frischgepressten Orangensaft zu trinken. Dass wir dabei in einem der – angeblich – besten Steakrestaurants ganz Mallorcas landeten, war mir erst bewusst, als ich nach dem Namen Sa Fàbrica googelte, weil ich wissen wollte, um was für eine Fabrik es sich denn handele. Es war eine ehemalige Teppichfabrik.

Tag 2: Mit dem Auto durch die Tramuntana

tramuntana

Am Mirador Torre del Verger an der Ma-10 zwischen Estellencs und Banyalfubar

Die Serra de Tramuntana liegt im Nordwesten Mallorcas und gehört seit Juni 2011 zum UNESCO Weltkulturerbes. Sie wird ausgezeichnet durch teilweise sehr enge Serpentinen, die besonders auch bei (Möchtegern-)Radrennfahrer sehr beliebt sind.

An dem Tag wollten wir eigentlich nach Sòller, aber eben eigentlich nicht über die Serpentinen, sondern über die relativ gerade Landstraße unterhalb der Tramuntana. Tja, irgendwo waren wir wohl falsch abgebogen.

Okay, dann fahren wir heute nicht nach Sòller sondern nur bis Valldemosa… leider haben wir in diesem schönen Ort keinen Parkplatz gefunden und fuhren frustriert zurück in die grobe Richtung Palma… und landeten beim Gutshof La Granja bei Esporles. Okay, dann gucken wir uns La Granja noch mal an.

Aber zuerst eine Kleinigkeit essen. Für mich gab es P’amb Oli mit Jamón Iberico und Käse.

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P’amb oli heißt erst mal nichts anderes als Brot mit Öl: frisches Bauernbrot wird mit guten Olivenöl beträufelt und schmeckt auch so schon sehr gut. Im Restaurant von La Granja gab es, wie gesagt noch Schinken und Käse dazu, außerdem grüne Oliven, Kapern und Meerfenchel – ein mir bis dato unbekanntes, aber überaus köstliches Kraut.

Frisch gestärkt ging es dann durch den Gutshof, der das traditionelle Leben auf Mallorca im 17. Jahrhundert.

lagranja

Mitten in der Serra de Tramuntana in der Nähe des Örtchens liegt der alte Gutshof La Granja