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So this was Christmas

… und alles Gute in Neuen Jahr 2026. Ich hoffe, Ihr hattet alle die Feiertage, die Ihr Euch gewünscht habt und habt – ganz im Geiste eines Kochblogs – gut gegessen. Wir waren wie immer zu zweit und haben es ganz ruhig angehen lasssen. Es gab alte Klassiker, teilweise in etwas neuem Gewand und auch ein gänzlich neues Rezept.

Leider hinke ich mit der Feiertagsnachlese etwas hinterher, vielleicht bekommt Ihr aber trotzdem Anregungen für das nächste Weihnachtsfest, denn das kommt ganz bestimmt.

Heiligabend

Wie fast jedes Jahr gab es Reibekuchen mit Lachs sowie Lachsforelle, Guacamole, Dips, Gurkenscheiben und – für mich – Chicorée, weil die Bitterstoffe dieses Gemüses bei der Fettverdauung unterstützt.

Wie immer sind die Reibekuchen nach diesem Rezept entstanden, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich Zwiebelsalz statt -stückchen im Teig hatte und die Reibekuchen morgens vorgebacken wurden und abends nur noch kurz im Backofen aufgewärmt waren. Im Jahr 2024 hatten wir uns nämlich zeitlich mit Teigherstellung und dem anschließendem Ausbacken etwas verkalkuliert.

Erster Weihnachtstag

Wie auch in den Jahren zuvor hatten wir im Lebensgarten verschiedene Bio-Fleischsorten besorgt. Da dies in der Vielfalt nur vor Weihnachten und in etwas geringerem Umfang vor Ostern möglich ist, haben wir neben Gänsekeulen, Hirschgulasch, Ossobuco und Entenbrust besorgt und teilweise eingefroren.

Am ersten Feiertag gab es Kartoffelsterne (Convenience) mit karamellisierten Rosenkohl mit Birnen aus dem Cookit und Gänsekeulen.

Diese salzen und pfeffern, zunächst mit der Hautseite in die kalte Pfanne legen.

Dann die Temperatur hochregeln, das Fett ausbraten lassen, bis die Haut schön knusprig ist. Anschließend mit Majoran auf der Fleischseite 10 Minuten braten und dann in der Pfanne im Backofen bei 180 °C Umluft für ca. 50 Minuten zu Ende garen.

20 – 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffelsterne (je nach Packungsanweisung) dazu geben.

Zweiter Weihnachtstag

Am zweiten Feiertag gab es ein geniales Hirschgulasch, das ich nach diesem Rezept zubereitet hatte und dann stundenlang im Slowcooker schmurgeln durfte, zunächst 2 Stunden auf HIGH, anschließend bis zum Abend auf LOW.

Inspieriert durch die Sauce zum Hirschfilet von Weihnachten 2021 habe ich das Gulasch zum Schluss mit Backkakao (ohne Zuckerzusatz!), zwei starken Espressi sowie einem Hauch Chiliflocken finalisiert. Durch den Kakao ist die Sauce leicht eingedeckt und der Kaffeegeschmack bildete mit dem Chili einen schönen Gegenpart zum süßsäuerlichen Kirschnektar.

Als Beilage gab es Semmelknödelchen, die vorbereitet im Tiefkühlschlaf gewartet hatten und nun 20 Minuten im Dampfgarer zum Leben erwachen durften.

Ein Abend mit Johann Lafer

Statt jedes Jahr krampfhaft Weihnachtsgeschenke zu kaufen, schenken wir uns schon seit Jahren ein gemeinsames Erlebnis, sei es ein Konzert, eine Lesung oder ein feines Essen wie das Krimi-Quiz-Dinner wie hier oder hier erzählt.

Unser diesjähriges gemeinsames Weihnachtserlebnis war ein absolutes Highligt, das am 19. Dezember im Torhaus Möhnesee stattfand. Man hatte Johann Lafer für einen vorweihnachtlichen Abend gewonnen, was ich zufällig auf der Facebook-Seite einer lokalen Tageszeitung gelesen hatte. Natürlich waren schon alle Plätze reserviert, als ich anfragte. „Wir können Sie gerne auf die Warteliste setzen.“ hieß es in der Mail mit einem Torhausmitarbeiter. Ja, mach mal, dachte ich ohne viel Hoffnung. Ein paar Tage später kam dann die Nachricht, dass wir nachrücken konnten.

JA! Mach mal!

Eigentlich war ich ja bis dato kein großer Lafer-Fan, aber die Meinung konnte ich an dem Abend revidieren. Er war super angenehm, nahbar und kein bisschen überheblich oder ähnliches.

Freitagabend machten wir uns auf den kurzen Weg von Soest zum Südufer des Möhnesees. Auf den Einlass mussten wir etwas warten, aber dann wurde alles zügig abgewickelt, die zahlreichen Gäste (250 an der Zahl!) wurden an die Tische geführt, wo wir schon einmal das Menü in Augenschein nehmen konnten:

Die Karte hatte ich mir später signieren lassen.

Die einzelnen Gänge lasen sich ja schon mal mehr als köstlich!

Als kleines „Mitnehmsel“ für zu Hause lagen außerdem Gläschen mit Wintergewürzsalz an den Plätzen, die natürlich höchst professionell eingedeckt waren.

Zum Überbrücken der Wartezeit gab es etwas Brot und Kräuterbutter und es wurde vorab schon mal Getränke gereicht.

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