Am ersten Sonntag im Juni wird bei Leckeres für jeden Tag „Gutes im Glas“ serviert. Das ist ja ein breit gefächertes Thema: in (Weck-)Gläsern wird eingemacht oder gepickelt, man kann Suppen oder auch Salate in Gläsern servieren, natürlich Getränke oder auch schöne Desserts.
Ein ganz ähnliches Thema hatten wir schon am ersten Maisonntag im Jahr 2023, als ich auch schon ein Dessert im Glas, eine Exotische Eton Mess präsentiert habe.
Jetzt also Panna cotta. Die Idee dazu bekam ich, als mein Mann von einer Dienstreise einen Rooibos-Tee mit Blaubeer-Vanille-Aroma mitbrachte. Dieser Duft! Passt doch super in ein Dessert.
optional: Kekskrümel (ich: Schweinsöhrchen) und Minzeblatt zur Deko
außerdem: 2 Weckgläser à 250 ml zum Anrichten
Zubereitung:
Sahne mit dem Tee in einem Topf zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe 5 – 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in ein Litermaß abgießen, mit Zucker und Agartine in den Topf zurückgeben, gut verrühren, erneut zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Stufe simmern lassen.
Gleichmäßig verteilt in kalt ausgespülte (Weck-)Gläser gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna cotta fest wird.
Zum Anrichten frische Blaubeeren auf die Panna cotta geben, jeweils einen zerbröselten Keks (ich: Schweinsöhrchen) darüber streuen und mit einem Minzblatt dekorieren.
Hier geht es zu den Speisen im Glas der anderen Teilnehmenden:
Das Kongeriket Norge/Noreg ist ein ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2026) dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.
Das Hauptland Norwegens erstreckt sich zwischen dem 57. und 71. Breitengrad und liegt somit teils nördlich des Polarkreises. [weiterlesen auf Wikipedia]
Die norwegische Küche ist einfach und geprägt durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern. Fisch und Milchprodukte waren und sind Basis der Küche, die durch Brot und Getreidebrei sowie Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wid ergänzt werden.
Geprägt durch das skandinavische Klima mit kurzen Sommern und langen Wintern war die Konservierung der Lebensmittel sehr wichtig, um während der Wintermonate die Versorgung zu gewährleisten. Deshalb wird immer noch viel geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet.
Getreideanbau von Hafer und Gerste ist nur im Süden des Landes möglich. Da diese beiden Sorten sich nicht für die Herstellung von Hefebrot eignet, gibt es überwiegend Flatbrød, ein dem Knäckebrot ähnelndes trockenes Fladenbrot. Durch Handel haben natürlich inzwischen auch andere Getreidesorten Einzug gehalten.
Durch die lange Küstenlinie ist Fisch natürlich sehr wichtig wie z. B. Lachs, Hering, Kabeljau, Sardinen und Makrelen.
Auch Kartoffeln stehen seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert auf dem Speiseplan.
Die Suche nach passenden Rezepten fand ich schwierig, denn im Sommer habe ich gelinde gesagt keine Lust auf Wildgerichte oder schwere Eintöpfe, die natürlich im Winter ihre Berechtigung haben.
Auf der Seite Mahtava *) fand ich dann ein Rezept für die Blaubeer-Vanille-Schnecken, habe dieses allerdings nur als Anregung genommen, weil der GöGa und ich den Teig und den Pudding im Cookit zubereitet haben und dazu die Rezepte für den süßen Hefeteig und den Vanillepudding genommen haben.
*) Hier habe ich schon die Rezepte für Rentiergeschnetzelte und den Wintersalat für unseren Abstecher nach Finnland im Rahmen der kulinarischen Weltreise (Mai 2023) gefunden.
Natürlich kann man Teig und Pudding auch ohne dieses Küchen-Gadget machen.
Zutaten für 8 – 12 Schnecken *):
Für den süßen Hefeteig (Cookit-Rezept):
500 g Weizenmehl 550 + etwas mehr zum Bearbeiten
100 g Zucker
100 g Butter, weich in Stücken
150 ml Vollmilch
1 EL Trockenhefe = 1 handelsübliches Tütchen
1 Prise Salz
2 Eier
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Rührschüssel/Küchenmaschine geben und gründlich mischen und dann so lange verkneten, bis der Schüsselrand sauber bleibt.
Schüssel abdecken (mit passendem Deckel oder einem Küchenhandtuch) und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit den Vanillepudding und die Füllung zubereiten:
Zutaten für den Vanillepudding:
500 ml Vollmilch
2 Eigelbe + 1 Ei zum Bepinseln der Schnecken
1 Prise Salz
50 g Zucker, darin enthalten 20 g Vanillezucker
30 g Speisestärke
Zubereitung:
Im Cookit werden tatsächlich alle Zutaten in den Topf gegeben und alles unter Rühren auf 95 °C erhitzt, was hervorragend geklappt hat.
Für die Zubereitung ohne Küchenmaschine einfach alle Zutaten gründlich verquirlen, in einem Kochtopf einmal unter Rühen aufkochen, eindicken lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.
Zutaten für die Füllung:
75 g Butter, zimmerwarm
4 EL Zucker
150 – 200 g (wilde) Blaubeeren
Zubereitung:
Butter und Zucker in einer kleinen Schüssel gründlich mischen.
Fertigstellung:
Teig direkt auf ein mit einer bemehlten Silikon-Backmatte belegtes Blech geben, kurz gründlich durchkneten und zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen.
Die Butter-Zucker-Füllung darauf gleichmäßig ausstreichen und die Blaubeeren darauf geben (Bild unten links). Teig von der Längsseite eng aufrollen, mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 gleich große Scheiben schneiden.
Nebeneinander auf das Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Bild unten Mitte).
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze aufheizen. Das restliche Ei verquirlen, die Schnecken damit bepinseln. Dann mit dem Rücken eines Teelöffels Löcher in die Mitte der aufgegangenen Schnecken drücken, dorthinein den Vanillepudding geben (Bild unten rechts).
Blaubeerschnecken 15 – 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun aussehen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann – am besten draußen in der Sonne – genießen.
Die Hefeschnecken mit Blaubeeren und Pudding haben ganz wunderbar geschmeckt und die Arbeit hielt sich, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung meines GöGas, in Grenzen, zumal man ja durch das Gehenlassen und Backen immer wieder Pausen einlegen konnte.
Wie immer ergänze ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:
Endlich ist der Sommer da! Und mit ihm kommen die Griller, die Freibadbesucher und Picknicker mit ihren Leckereien ans Licht.
Besonders beliebt sind bei heißen Temperaturen auch Salate, entweder als Beiwerk zum Grillen oder zur Gartenparty oder auch als leichte Hauptmahlzeit.
Der Lebensmittelhandel hält Regalmeter um Regalmeter an fertigen Salaten bereit, meistens schmecken sie mir persönlich nicht so und deshalb rette ich, was zu rette ist und schnippele lieber selber ein paar Zutaten zusammen.
Der heute vorgestellte Salat heißt wie er heißt, weil ich alle Zutaten für mein Chili sin Carne einfach kalt in die Salatschüssel geworfen habe. Die Würze kommt durch ein Dressing aus Joghurt und verschiedene Gewürze, die auch im warmen Chili ihre Verwendung finden.
Zutaten für eine große Schüssel Salat (ca. 4 Portionen):
1 Glas rote Bohnen (Kidneybohnen), ca. 350 g *)
150 g Mais, frisch, TK oder Konserve
1 Paprikaschote (grün wäre wegen des Farbspiels schön)
1 – 2 Tomaten, je nach Größe
1/4 Eisbergsalat
optional: Chili in dünnen Ringen
*) Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt: ca. 120 g über Nacht einweichen, abgießen und mit reichlich Wasser weich kochen. Abkühlen lassen und wie unten verwenden.
4 EL Joghurt
abgeriebene Zitronenschale + 1 EL Saft
1 Espressolöffel gemahlener Koriander
1 Espressolöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
4 – 5 Stängel glatte Petersilie, fein gehackt
Zubereitung:
Bohnen und Mais auf ein Sieb geben, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Eisberg in feine Streifen (Chiffonade) schneiden, gründlich waschen und in einer Salatschleuder trocken schleudern (Alternativ ein Küchenhandtuch/Trockentuch benutzen) und in eine große Schüssel geben.
Paprikaschote schälen, in feine Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls fein würfeln, zum Eisberg geben.
Zum Schluss Bohnen und Mais ebenfalls zugeben und gut durchmischen.
Für das Dressing den Joghurt mit allen übrigen Zutaten mischen, eventuell mit etwas Wasser glattrühren und entweder kurz vor dem Servieren mit den übrigen Salatzutaten mischen oder separat reichen, so dass sich jede/r die gewünschte Menge Dressing nehmen kann.
Wir haben den Salat zu einer mit Berbere gewürzten Maispoularde und etwas Fladenbrot genossen.
Hier seht Ihr die Salatrezepte der übrigen Retter*innen:
Und weiter geht es mit Volker von volkermampft auf der kulinarischen Weltreise. Von Laos, unserem virtuellen Ziel im April geht es rund 7.800 Kilometer von Vientiane, der Hauptstadt von Laos nach Westen in die Hauptstadt von Tansania, Dodoma.
Das Land, das offiziell auf Swahili Jamhuri ya Muungano wa Tanzania, deutsch Vereinigte Republik Tansania heißt, liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die DR Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambik im Süden.
Bei Tansania denke ich als allererstes tatsächlich an die Serengeti und an das Kilimandscharo-Massiv mit Afrikas höchstem Berg, dem 5.895 Meter hohen Kibo.
Mehr zu Land und Leuten gibt es wie immer auf Wikipedia zu lesen.
Essen in Tansania ist neben der Swahili-Küche stark beeinflusst von der indischen, arabischen und auch der britischen Küche.
Mein heutiges Rezept habe ich auf der Seite Tansania.de gefunden. Dort findet Ihr viele interessante Informationen zu Urlaub in Tansania. (Werbung ohne Gegenleistung)
Der Titel Ndizi na nyama ist Swahili und heißt wörtlich übersetzt „Bananen mit Fleisch“, wobei ndizi für (Koch-)Bananen und nyama für Fleisch steht.
Zutaten für 4 Portionen:
300 – 350 g grüne (unreife) Bananen, geschält, in grobe Stücke geschnitten
500 g Rindergulasch
100 – 300 ml Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe) – je nachdem, wie sehr die Flüssigkeit verkocht
1 gehackte Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehe
2 gehackte Tomaten (ich: Ochsenherz)
2 EL Öl (ich: Erdnussöl)
TL Kumin
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Zimt
1 TL Tomatenmark
200 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
optional: 2 TL gehackter frischer Koriander oder Erdnüsse
Zubereitung:
Öl in eine hohe Pfanne bzw. eine Cocotte geben, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten.
Fleisch zugeben und ca. 3 Minuten anbraten.
Tomaten zugeben, Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Zwei Drittel der Brühe, Kokosmilch, Tomatenmark und Gewürze zugeben.
Bananenstücke zugeben und sicher stellen, dass sie möglichst mit Flüssigkeit bedeckt sind.
Alles zum Kochen bringen und mit Deckel bei mitterer Hitze 30 Minuten köcheln lassen, bis Bananen und Fleisch durch sind. Eine Gabel sollte sich leicht in die Banane stechen lassen, ohne diese zum Auseinanderfallen zu bringen.
Während des Kochvorgang überprüfen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, sonst die restliche Brühe auffüllen.
Zum Servieren den Eintopf mit Koriander bestreuen. Dazu wird traditionell Ugali, ein fester Maisbrei gereicht. Es passen aber auch Chapati oder Reis als Beilage.
Da wir genug Eintopf für zwei Tage hatten, gab es ihn am ersten Tag mit Reis, am zweiten mit – leider nicht selbst gebackenen – Chapati.
Der Rindfleischeintopf mit grünen Bananen hat uns sehr gut gechmeckt, war er doch gewürztechnisch sehr fein abgestimmt. Die grünen Bananen waren auch überhaupt nicht süße, sondern dienten eher als Sättigungseinlage.
Grüne Bananen enthalten mehr resistente Stärke und Ballaststoffe als reife gelbe, was den Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Darmgesundheit fördert.
Sie haben einen höheren Gehalt an Ballaststoffen und Kalium sowie weniger Zucker, was sie ideal für Diabetiker oder Abnehmwillige macht. Sie reifen zu Hause nach und schmecken fester sowie weniger süß und passen so hervorragend in ein herzhaftes Gericht.
Hier sammle ich Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:
Ich habe länger überlegt, ob ich dieses Rezept für den Abstecher nach Laos, wohin es im April im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft geht, posten soll.
Denn eigentlich haben wir eine Kochbox von Konkrua (aus Thailand) verwendet. Bei der Suche nach Rezepten aus Laos habe ich herausgefunden, dass auch dort, speziell im Süden des Landes an der Grenze zu Thailand Tom Kha gegessen wird.
Da uns die Suppe richtig gut geschmeckt hat, nehme ich sie noch mit nach Laos.
Bei Konkrua sind alles Gewürze und Kräuter abgestimmt, es sind aber keine Fertiggerichte im herkömmlichen Sinne, denn gekocht wird ja immer noch mit frischen Zutaten. Enthalten sind Kokosmilch, Tom Kha-Currypaste, Fischsauce, getrocknete Kräutermischung und Palmzucker. So hat man alles, was man braucht, ohne sich zig Gewürze „auf Halde“ legen zu müssen.
Zutaten für 4 Portionen:
400 g Hühnerfleisch
200 g Champignons oder andere Pilze
150 g Cherrytomaten
400 ml Kokosmilch *)
50 g Tom Kha-Currypaste *)
30 ml Fischsauce *)
40 g Palmzucker *)
15 g getrocknete Kräutermischung *)
frischer Koriander, Chilischote, Limette, Frühlingszwiebelringe zur Deko
außerdem: 300 g Jasminreis, 240 ml Wasser
*) aus der Kochbox
Zubereitung:
Jasminreis nach Lieblingsmethode garen.
In der Zwischenzeit für die Suppe Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, Cherrytomaten halbieren, Champignons je nach Größe ebenfalls halbieren oder vierteln.
Hälfte der Kokosmilch zum Kochen bringen, Currypaste und Kräutermischung zugeben. Hühnerfleisch und das Wasser zugeben, auf kleiner Flamme garen.
Restliche Kokosmilch mit Cherrytomaten und Pilzen mit Palmzucker und Fischsauce zugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.
Reis in Schalen geben, mit der Suppe auffüllen und mit Koriander, Chili und Limette dekorieren.
Im April geht es mit der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft wieder einmal nach Südostasien und zwar in den einzigen Binnenstaat dort: Laos, offiziell – transkribiert – Sathalanalat Paxathipatai Paxaxon Lao, Demokratische Volksrepublik Laos auf Deutsch. Das Land grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar, hat etwa 7,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km²; Hauptstadt und größte Stadt ist Vientiane.
Wie so oft bei Ländern, die den Zusatz „demokratisch“ im Namen tragen, geht es auch in Laos leider alles andere als demokratisch zu. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen. Mehr über Laos kann man auf Wikipedia nachlesen.
Kommen wir nun aber zur laotischen Küche, die von frischen Kräutern, scharfen Aromen und einfachen, regionalen Zutaten geprägt, dabei stark beeinflusst von thailändischer, vietnamesischer und französischer Küche (Laos gehörte neben Kambodscha und Vietnam zum ehemaligen französischen Protektorat Indochina.) ist.
Klebreis (Khao Niao) ist das immer präsente Nationalgericht, das gedämpft in Bambuskörben serviert wird.
Hauptzutaten der laotischen Küche sind Reis, Fisch aus dem Mekong, Gemüse, Chili, Limette, Koriander, Minze und Fischsauce. Mahlzeiten umfassen Reis, Suppe, Fleisch/Fisch und Dipsaucen, die von regionalen Varianten beeinflusst sind. Hauptsächlich in der Hauptstadt Vientiane gibt es noch Erinnerungen an die französiche Esskultur, wie z. B. Baguettes.
Auf Märkten findet man bunte Streetfood-Stände mit Grillfleisch und Salaten, die das Herz der laotischen Esskultur bilden.
Beliebte Gerichte sind u. a.
Laap (Larb): Hackfleischsalat (Huhn, Rind, Fisch) mit Kräutern, geröstetem Reis und Limette – pikant und erfrischend.
Tam Mak Hung: Grüner Papayasalat mit Chili und Fischsauce, ähnlich thailändischem Som Tam.
Sai Oua: Würzige Kräuterwurst aus Schweinefleisch, gegrillt.
Mok Pa: Gedämpfter Fisch in Bananenblatt.
Khao Piak Sen: Klebrige Reisnudelsuppe mit Schweinebrühe.
Khao Jee Pâté: Französisch inspiriertes Baguette-Sandwich mit Paté und Gemüse.
Süßspeisen mit Kokosmilch (z. B. Khao Tom Mat), Dips wie Jeow Bong und Bier wie Beerlao ergänzen das Angebot. Vegetarische Optionen sind machbar, Streetfood ist günstig und vielfältig.
Meine Erfahrung mit der chinesischen Küche beschränkt sich zugegebenermaßen auf Gerichte der in Deutschland ansässigen Chinarestaurants. Als Kind habe ich die Besuche im einzigen ortsansässigen Chinarestaurant geliebt. Ich bin sicher, dass die angebotenen Speisen ziemlich eingedeutscht waren und so ist es vermutlich auch heute noch. Ich denke, die wenigsten Deutschen können sich mit Hühnerfüßen oder frittiertem Schweinedarm anfreunden.
Ich hatte zugegebenermaßen zuerst das Rezept und habe dann geforscht, ob das tatsächlich irgendwie chinesisch ist. Ja, ist es.
Gewoktes Gemüse mit Nudeln ist ein beliebtes Alltags- oder Streetfoodgericht und kommt – so meine Recherche – aus der Provinz Guangdong. Diese Angabe ist allerdings ohne Gewähr.
Uns hat es wunderbar geschmeckt und war superschnell gemacht, wenn man mal vom Schnippeln der Zutaten absieht.
Zutaten für 2 Portionen:
1 Möhre/Karotte
2 Stangen Sellerie
1 dünne Stange Porree/Lauch
1/4 (rote) Paprikaschote
1 – 2 Champignon(s) oder andere Pilze nach Geschmack
1 Bund grünen Spargel
2 Zehen Knoblauch
1 weiße Zwiebel
2 – 4 EL Erdnussöl oder ein anderes hoch erhitzbares Pflanzenöl
4 EL Reisessig
3 EL Sojasauce
250 g Mie-Nudeln
Koriander (ich hatte „nur“ vietnamesischen)
Erdnüsse
Srirachasauce oder ein anderer „Scharfmacher“ nach Wunsch
Zubereitung:
Zunächst das Gemüse in streichholzartige Streifen schneiden. Beim Spargel habe ich die Spitzen abgeschnitten und die Stangen quer und längs halbiert.
Zwiebel in Streifen schneiden, Knoblauch hacken.
Mie-Nudeln nach Packungsanweisung vorbereiten.
Erdnussöl im Wok erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln unter Rühren dünsten. Möhren-, Porree- und Selleriestreifen zugeben, anbraten. Dann Paprika, Champignons und Spargelstangen zugeben und so lange im Wok braten, bis das Gemüse gar, aber noch knackig ist.
Nudeln und Spargelköpfe zugeben und alles mit Essig und Sojasauce verrühren.
In Schüsseln oder auf tiefen Tellern anrichten, ein paar Spritzer Sesamöl darüber geben und nach Wunsch mit Erdnüssen, Koriander und „Scharfmacher“ servieren.
Ein paar – hoffentlich – authentische chinesische Rezepte habe ich im Rahmen der kulinarischen Weltreise schon gekocht und im Blog gesammelt:
Wir sind mit Volker von volkermampft auf der Kulinarischen Weltreise in Mittelamerika, genau gesagt in Costa Rica angekommen. Am vergangenen Sonntag gab es bei uns ein sehr feinen Fisch in Knoblauchmarinade (Hier erfahrt Ihr auch noch ein bisschen mehr zu unserem Reiseziel im März.), den ich mit Reis und einem gemischten Salat mit Palmherzen serviert habe.
Zutaten für 4 Portionen:
1 Dose Palmitos (Palmherzen) *)
2 – 3 Hände Blattsalat oder gemischter Salat, gewaschen und gut getrocknet
1 kleine Salatgurke, in Scheiben oder Halbmonde geschnitten
1 Tasse Kirschtomaten oder 2 Tomaten, gewürfelt
1/4 rote oder gelbe Paprikaschote, gewürfelt
1 Avocado in Spalten
1 Limette, davon der Saft
2 EL Olivenöl
1 EL frischer Koriander, gehackt (ersatzweise Petersilie)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Palmherzen abgießen, kalt abspülen und in Scheiben oder Stücke schneiden.
Salatblätter waschen, trockenschleudern und auf einer Platte oder in einer Schüssel auslegen.
Gurke und Tomaten vorbereiten, Paprika/Tomate würfeln, alles auf den Salat geben und die Palmherzen darauf verteilen.
Für das Dressing Limettensaft, Olivenöl, gehackten Koriander, Salz und Pfeffer verrühren; nach Wunsch etwas Zucker zugeben.
Dressing kurz vor dem Servieren über den Salat geben und alles locker mischen.
In Costa Rica serviert man statt des Limettendressings auch gerne einfach Mayonnaise (oder vegan mit Mandelmus oder mit Milch) zum Ensalada de Palmitos. Für die Variante hat mein GöGa sich entschieden; ich mochte den Salat mit dem Limettendressing sehr.
*) Palmitos/Palmherzen: Dabei handelt es sich um das Bildungsgewebe von Stamm und Blättern am oberen Ende einer Palme. [weiterlesen auf Wikipedia]
Ich habe die Palmitos als Konserve der Firma Feinkost Dittmann kaufen können und war ganz gespannt auf den Geschmack.
Ich sage mal so: Falls Ihr keine Palmherzen findet, nehmt einfach Schwarzwurzeln oder Spargel aus der Konserve, die Geschmäcker sind wirklich sehr ähnlich.
Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:
Im März geht es mit der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft wieder einmal auf den amerikanischen Kontinent, genau gesagt nach Costa Rica (deutsch: Reiche Küste) in Mittelamerika.
Costa Rica liegt auf der Landenge, die Süd- und Nordamerika verbindet, und besteht aus einem schmalen, durchschnittlich 200 km breiten Landstreifen, der das Karibische Meer im Ost-Nordosten vom Pazifischen Ozean im Südwesten trennt. Das Land grenzt im Norden auf einer Länge von 309 km an Nicaragua und im Südosten auf einer Länge von 330 km an Panama. Die Hauptstadt, San José, liegt im Zentrum des Landes.
Was ich bemerkenswert finde, ist, dass die Armee 1948 zugunsten der Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft wurde und das Land fast seinen gesamten Strombedarf aus regenerativen Quellen gewinnt. Ökotourismus wird stark gefördert, rund 27 % der Landesfläche stehen unter Naturschutz.
Die costaricanische Küche ist – wie viele andere Küchen Mittel- und Südamerikas – von verschiedenen Einflüssen geprägt. Die Küche der Ureinwohner mischt sich mit Zutaten und Gerichten, die die Spanier bei der Eroberung des Kontinents mitbrachten genauso wie durch die der schwarzen Sklaven, die aus Afrika nach ganz Amerika verschleppt wurden.
Bei meiner Suche nach auch bei uns in Deutschland halbwegs nachkochbaren Rezepten stieß ich z. B. auf das Arroz con Pollo (Reis mit Huhn), das ich eigentlich nachkochen wollte, bis ich feststellte, dass ich ein zwar veganes, aber im Prinzip identisches Gericht schon für unseren Abstecher nach Ecuador (Juli 2021) gekocht hatte.
Heute bringe ich Euch als erstes ein leckeres schnell gemachtes Fischgericht namens Pescado al Mojo de Ajo, also Fisch in Knoblauchsauce oder -marinade, dessen Rezept ich einmal mehr auf der Seite Nationalgerichte gefunden habe.
Die Marinade enthält Limettensaft, so dass der Fisch quasi – ähnlich wie bei Ceviche – vorgart. Er muss nur noch schnell durch die heiße Pfanne gezogen werden.
Zutaten für 2 Portionen:
2 frische Fischfilets (ich: Skrei, also Winterkabeljau) *)
4 – 6 Knoblauchzehen, fein gehackt
Saft von 1 Limette
3 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Frischer Koriander zum Garnieren
*) Im Originalrezept werden Schnapper oder Tilapia vorgeschlagen.
Zubereitung:
Knoblauchzehen in einer Schüssel **) mit Olivenöl, Limettensaft, Paprikapulver und Kreuzkümmel mischen.
Fischfilets in die Marinade legen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Falls Ihr Filets mit Haut habt, diese nach oben legen.
**) Ich nehme immer gerne eine verschließbare Vorratsdose, da man den Fisch darin gut mit der Marinade durchschütteln kann. Ich habe ihn nachmittags eingelegt und bis abends im Kühlschrank gelassen. So ist die Marinade schön eingezogen.
Pfanne erhitzen, die marinierten Fischfilets bei mittlerer Hitze für 3 – 4 Minuten je Seite braten oder die Filets auf der Hautseite scharf anbraten, die Hitze runtergegeln, Deckel auflegen und gar ziehen lassen.
Fisch mit Salz und Pfeffer würzen und mit gehacktem Koriander servieren (Habe ich leider vergessen.).
Hier sieht man schön, dass der Fisch perfekt gegart ist.
Am ersten Sonntag im März widmen wir von Leckeres für jeden Tag uns den neu interpretierten Klassikern.
Bei uns gab es schon vor ein paar Tagen dieses leckere Pastarezept, das der GöGa im Internet entdeckt hatte.
Die klassische Carbonara mit Guanciale, Pecorino romano und Ei wurde mit Kürbis und Sahne aufgewertet, weshalb ich den Zusatz „Carbonara Art“ verwende.
Die Sauce hat der Cookit für uns gemixt, man kann aber auch einen handelsüblichen Mixstab verwenden. Ich habe auch sonst ein paar Änderungen im Rezept vorgenommen, z. B. habe ich den Kürbis im Ofen gebacken, statt ihn in der Pfanne bzw. dem Topf gebraten.
Zutaten für 4 sehr reichliche Portionen:
400 g Spaghetti
Salz
1 Hokkaidokürbis (600 g)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
80 g Bacon-Würfel
100 ml Gemüsebrühe
3 Eier
250 ml Sahne
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Servieren
Zubereitung:
Kürbis in Spalten schneiden und bei 180 °C Umluft ca. 30 Minuten im Backofen vorgaren. Kerne herauskratzen und Kürbis in Würfel schneiden. 300 g für die Sauce abwiegen, die restlichen Würfel zur Seite stellen.
In einer beschichteten Pfanne den Speck auslassen und zusammen mit den Zwiebelwürfeln braten.
Kürbis für die Sauce mit Gemüsebrühe pürieren, unter Rühren Eier und Sahne zugeben und in einem Topf ebenfalls unter Rühren auf mindestens 60 °C erhitzen. Ein weiteres Mal zu einer sämigen Sauce pürieren.
Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückbehalten.
Speck-Zwiebel-Mischung zur Kürbissauce geben, mit der Pasta mischen, gegebenfalls noch etwas Kochwasser unterrühren. Je nachdem, wie stark der Bacon gesalzen ist, die Sauce mit Salz abschmecken.
Anrichten und mit den zurückbehaltenen Kürbiswürfeln und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer servieren.
Diese Pastavariante hat uns sehr gut geschmeckt, der Kürbis brachte eine schöne nussige Note mit und die Sauce war schön cremig. Nur war das Ganze durch Eier (ich habe schon eines weniger als im Originalrezept genommen) und Sahne (auch hier habe ich nicht die vollen 300 ml genommen) sehr mächtig geworden.
Beim nächsten Mal würde ich von allem, auch von der Pasta, deutlich weniger nehmen.
Jetzt bin ich gespannt auf die neu interpretierten Klassiker der Bloggerkolleg:innen: