Archiv der Kategorie: Spanische Küche

Sepia rellena con Patatas

Gefüllte Tintenfischtuben aus der Grillpfanne gab es hier schon einmal.

Dieses Mal bestand die Füllung aus 1 Bund fein gehackter Blattpetersilie, sowie die gleiche Menge (Gewicht) an Pankobröseln und Butter. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Tuben füllen, mit einem Zahnstocher verschließen. In einer mit etwas Olivenöl ausgepinselten Grillpfanne von allen Seiten bei hoher Temperatur braten.

Als Beilage hatten wir mediterrane Bratkartoffeln: etwa 2 – 2,5 neue Kartoffeln pro Person mit Schale in Würfel schneiden. In Olivenöl mit 1 Zweig Rosmarin knusprig braten und etwa 30 Minuten schmoren lassen. Nach etwa 20 Minuten 1 in feine Streifen geschnittene Schalotte und 1 große grob gehackte Knoblauchzehe dazu geben. Vor dem Servieren den Rosmarinzweig aus der Pfanne nehmen und die Kartoffeln auf dem Teller mit frisch gehackten Kräutern wie Oregano, Thymian und Majoran bestreuen.

Patatas bravas, Pimientos de Padrón und Albóndigas à la Britta

Während der GöGa Urlaub hatte, haben wir oft unterwegs eine Kleinigkeit gegessen oder etwas, was relativ schnell geht. Wie z. B. dieses leckere Abendessen, das einem zurecht spanisch vorkommt.

Die Patatas bravas habe ich nach diesem (etwas scrollen), die Pimientos nach jenem (ebenfalls etwas scrollen) Rezept gemacht.

Und die Albóndigas, die kleinen Fleischbällchen sind auf meinem kulinarischen Mist gewachsen.

Für 10 – 12 Bällchen braucht man ca. 250 – 300 g Hackfleisch nach Wunsch.
Wir haben immer einen kleinen Vorrat an Rind- und Schweinefleischstücken eingefroren und drehen das dann selber durch. Nur, wenn die Idee, etwas mit Hackfleisch machen zu wollen, sehr kurzfristig ist, kaufen wir schon mal frisches vom Metzger bzw. lieber dann auch ein ganzes Stück Fleisch zum Selberwolfen. Das geht mit dem Fleischwolfaufsatz der KitchenAid im Nullkommanix.

Zum Würzen habe ich 1 guten Teelöffel frisch gehackten Majoran aus dem Garten, 2 Scheiben auseinandergezupfte Chorizo sowie Salz und Pfeffer genommen. Bei letzteren etwas aufpassen, weil die Chorizo je nach Sorte schon gut gewürzt sein kann.

Diesmal habe ich weder Ei noch Brötchen/Semmelbrösel an das Hackfleisch gegeben, lediglich 1/2 fein gewürfelte und in etwas Olivenöl weich gedünstete Zwiebel kam noch unter die Hackmasse.

Alles gut verkneten, in etwas Olivenöl rundum anbraten und bei ca. 120 °C Umluft im Backofen zu Ende garen. Normalerweise hätte ich die Pfanne auf dem Herd stehen gelassen, aber mir hat es an Fronleichnam während eines Gewitters die beiden rechten Platten meines Herdes durchgehauen, so dass ich jetzt genau eine Platte zu wenig hatte.

Alles auf Tellern anrichten und mit einem gekühlten Weißwein servieren.

Gefüllte Sepiatuben mit Salat

sepiatubenAnfang Juni hatte der ortsansässige Fischhändler fertig vorbereitete Sepiatuben im Angebot, von denen ich gleich mal sechst Stück gekauft und zur weiteren Verwendung eingefroren habe. Ich habe sie einzeln auf einer dünnen Schneidunterlage aus Plastik vorgefroren und dann jeweils paarweise in Gefriertüten verpackt. So haben wir immer mindestens zwei Sepiatuben für uns zwei, falls mal Besuch kommt, kann man ganz einfach eine weitere einzelne Tube entnehmen.

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Tinto de Verano

tintodeveranoName und Getränk kommen aus Spanien und bedeuten so viel wie Rotwein des Sommers. Er schmeckt wunderbar abends, wenn es nach einem heißen Sommertag wieder kühler ist.

Die „Zubereitung“ ist denkbar einfach: man mischt trockenen Rotwein (es muss nicht gerade ein teurer Spitzenwein, sollte aber auch nicht die billigste Plörre sein) mit Zitronen- oder Orangenlimo (Verhältnis nach Wunsch) und gibt ein paar Eiswürfel zu.

Der GöGa hat es mit meiner Mischung etwas zu gut gemeint, das Glas umfasst fast einen halben Liter Inhalt.

 

Kleines Tapasbuffet für Zwei

Nach unserem kulinarisch eher enttäuschenden Mallorcaurlaub, „muss“ ich hin und wieder einfach mal spanisch kochen.

tapas_kochbuchInzwischen hatte auch dieses kleine Kochbuch den Weg zu mir nach Hause gefunden:

Koch-Bar & Ess-Bar
Spanien für Zuhause!
TAPAS

Parragon

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Gató – Mallorquinischer Mandelkuchen

Dieser Kuchen ist total lecker und total einfach nachzubacken. Das hätte ich eigentlich schon 1994 machen können, als ich das erste Mal auf Mallorca war.

Das Rezept habe ich hier gefunden, ich schreibe es Euch natürlich auf Deutsch auf.

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Tumbet mit Schweineschnitzelchen und P’amb oli

Hier hatte ich schon mal Tumbet gemacht. Die Zutaten habe ich verdoppelt, denn ich dachte mir, dass wir dann für beide Pfingsttage etwas zu essen hätten. Ich gebe hier aber die Zutaten für zwei Personen an.

Dazu gab es dann jeweils ein Schweineschnitzel (montags ein Rindersteak) und eine Scheibe P’amb oli. Leider gab es dieses Mal beim Metzger kein Ibérico-Schwein, so dass wir Duroc nahmen. Das war auf jeden Fall auch super zart und gut im Geschmack, brachte aber doch nicht diesen typischen Eigengeschmack des schwarzen Schweins mit, bei dem man eigentlich komplett auf Gewürze verzichten kann.

Zutaten für 2 Portionen:

Zubereitung:

Zunächst das Tumbet zubereiten. Da dies sehr arbeitsintensiv ist, habe ich direkt nach dem Frühstück damit angefangen. Die Auflaufform mit dem Gemüse habe ich dann mit Frischhaltefolie abgedeckt bis zum Abendessen im Kühlschrank aufbewahrt.

Zum Essen die Schweineschnitzel aus dem Kühlschrank nehmen und das Tumbet dann entgegen der Angaben im Originalrezept ca. 30 Minuten bei 150 °C Umluft in den Backofen stellen.

Das Brot in relativ dicke Scheiben schneiden und von beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen. In der heißen Grillpfanne knusprig braten, auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Schweineschnitzel so dünn wie möglich klopfen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern und ebenfalls in der Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Die drei Komponenten auf Tellern anrichten und vom Urlaub träumen.

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Pan moreno – Mallorquinisches Bauernbrot

Noch ganz unter dem Eindruck des zurückliegenden Urlaubs wollte ich mich letztes Wochenende mal am Pan moreno (braunes Brot), jenem typisch mallorquinischem Brot versuchen, das u. a. für P’amb oli genommen wird.

Die Recherche nach einem „Originalrezept“ erwies sich trotz rudimentärer Spanischkenntnissen und einem Online-Wörterbuch als schwierig, weil tatsächlich Zutaten genannt wurden, die mir im wahrsten Wortsinn „spanisch“ vorkamen.

Schließlich fand ich dieses Rezept auf Chefkoch, an das ich mich buchstabengetreu hielt.

Nach dem Kneten hatte ich einen herrlichen Belag für Streuselkuchen in der Schüssel, aber sicher keine Basis für ein Brot. Ich knetete noch ein bisschen Wasser unter, bis es wenigstens halbwegs formbar war, aber trotz 50 Minuten Gehzeit, war alles noch genauso platt wie vorher. Unverzagt machte ich weiter mit der zweiten Gehzeit und dem Backen.

Das Brot sah etwas sehr „verkrüppelt“ aus und die Krume war trocken und bröselig. Nach zwei Tagen konnte man schon keine vernünftigen Scheiben mehr schneiden.

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Geschmacklich war das Brot gut und ich konnte Pfingstsonntag auch tatsächlich P’amb Oli daraus machen, aber danach, wie gesagt, kamen keine Schnitten mehr zustande sondern nur mehr oder weniger große Brösel.


Natürlich darf man sich nicht entmutigen lassen! Deshalb backte ich gestern noch einmal ein Pan moreno, mit etwas verändertem Rezept und siehe da, es  ist ganz toll geworden.

Zutaten für mein Pan moreno:

  • 320 g Weizenmehl 550
  • 80 g Roggenmehl
  • 10 g Trockenhefe
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Meersalz
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml Olivenöl

Meine Zubereitung:

In einer kleinen Schüssel die Hefe mit dem Zucker und dem lauwarmen Wasser gut verrühren.

Inzwischen das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine abwiegen. In die Mitte eine tiefe Kuhle drücken, auf dem oberen Mehlrand das Salz verteilen.

Wenn das Hefewasser anfängt, Blasen zu werfen, dieses vorsichtig in die die Mehlkuhle geben und darüber das Olivenöl.

Mit der Küchenmaschine etwas 2 Minuten auf kleiner Stufe kneten, dann weitere 4 Minuten auf hoher Stufe (8 von 10 bei der KitchenAid).

Bei 50 °C Umluft ca. 50 Minuten im Backofen gehen lassen.

Mit mehligen Händen einen Laib formen, diesen auf ein Backblech legen und weiter 50 Minuten bei 50 °C Umluft gehen lassen.

Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze stellen und 15 Minuten backen. Auf 190 °C Ober-/Unterhitze einstellen und weitere 25 Minuten backen.

Anmerkung: Schon nach dem Kneten hatte der Teig eine ganz andere Konsistenz als beim ersten Versuch und hat sich im Backofen mächtig vervielfältigt. Auch der fertige Laib ist noch mal schön aufgegangen. Auf den Fotos unten sieht man den deutlichen Unterschied, gerade auch beim Anschnitt.

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Tage 5, 6, 7: Palma Aquarium, nördlicher Inselteil, Inselmitte – Tag 8: Peguera

Von den ersten drei Tagen gibt es nicht viel zu berichten, weder ausflugs- noch essenstechnisch. Wegen des sehr bewölkten kühlen Wetters konnten wir nicht viel unternehmen, sind eigentlich nur ziellos herum gefahren und waren jedesmal früh wieder im Hotel.


Am 8. Tag mussten wir leider das Auto morgens um 10:30 Uhr zurück geben, so dass wir bei etwas besserem Wetter nur noch in Peguera selber herum laufen. Ich war auch noch auf der Suche nach ein paar Mitbringseln, so dass wir einen ausgedehnten Spaziergang fast bis Cala Fornells machten.

Ausgerechnet einen Tag vor unserer Abreise fanden wir ausgerechnet in Peguera zwischen Schnitzelbude und deutscher Mezgererei das absolute kulinarisches Highligt:

Señor Tapas – authentisch, mit viel Liebe eingerichtet, die Tapas typischer in der Vitrine zum Anschauen und Auswählen. Und das Verrückte an diesem Restaurant ist, dass es von einem gelernten Koch und langjährigem Caterer aus Berlin geführt wird. Wir haben uns hier absolut wohl gefühlt, sowohl vom Ambiente als auch vom Service her. Ich würde sagen, es lohnt sich tatsächlich extra für einen Besuch bei Señor Tapas nach Peguera zu fahren.

Neben einer köstlichen hausgemachten Limonade hatten wir uns für vier verschiedene Tapas bestellt und später noch einen kleinen Nachtisch bestellt:

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Linkes Bild: Kaninchen mit Zwiebeln (o. l.), Salat aus geschmorten Tomaten mit Käse (o. r.), lauwarmer Pulposalat mit Kartoffeln (u. l.), maurischer Zucchinisalat mit Rosinen und Minze; Rechtes Bild: Schichtdessert mit dünnem Bisquit und zwei Sorten Mousse (eine Art Tiramisù)

Noch ein kleiner Eindruck von der tollen Inneneinrichtung:

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Tag 4: Sóller und Port de Sóller

Bei ziemlich dichter Bewölkung und frischem Wind ging es am vierten Tag dann doch noch nach Sòller und dieses Mal auf der weniger kurvigen Ma-11. Sóller liegt in einem Tal in der Serra de Tramuntana und ist berühmt für den Roten Blitz, ein Zug, der mehrmals täglich zwischen hier und Palma pendelt und für die terrassierten Orangen- und Zitronengärten.

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Wir liefen ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt in Sóller herum und gingen nach ca. einer oder zwei Stunden zurück zum Auto. Immerhin begegneten uns sowohl die Straßenbahn, die zwischen Sóller und Port de Sóller verkehrt, als auch der Rote Blitz von Palma kommend.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen beschlossen wir noch nach Port de Sóller, dem Meerzugang der Stadt Sóller, runter zu fahren.

Das war eine sehr gute Idee, denn endlich kam auch die Sonne heraus.


portsoller_panoAls wir im Hafen von Sóller ankamen, machten wir uns erst mal auf die Suche nach einem Lokal, in dem sich eine Kleinigkeit zu essen finden ließe. Wir wollten ja kein deutsches SchniPoSa oder Gulasch o.ä., sondern etwas landestypisches. Direkt an der Promenade fanden wir das Restaurant Roma. Auch wenn es dort tatsächlich Pizza o. ä. gab, waren auch diverse Tapas auf der Karte und es saßen ein paar Spanier sowohl an der Bar, als auch im Restaurant. Das sollte ein guter Wegweiser sein.

Zu trinken bestellten wir uns wieder frischgepressten Saft aus den guten Orangen aus Sóller. Aus den Tapas wählten wir Tumbet, Patatas bravas und Albóndigas, dazu gab es Brötchen und die übliche Knoblauchcrème. Es war geschmacklich wirklich sehr gut, und ich kann dieses Restaurant guten Gewissen weiterempfehlen.

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Ganz links: Knoblauchcrème – rechts daneben: Patatas bravas – daneben: Albóndigas und unten: Tumbet

Nach dem Essen machten wir noch einen langen Spaziergang entlang der Strandpromenade und fuhren dann zurück ins Hotel.