Am ersten Sonntag im Juni wird bei Leckeres für jeden Tag „Gutes im Glas“ serviert. Das ist ja ein breit gefächertes Thema: in (Weck-)Gläsern wird eingemacht oder gepickelt, man kann Suppen oder auch Salate in Gläsern servieren, natürlich Getränke oder auch schöne Desserts.
Ein ganz ähnliches Thema hatten wir schon am ersten Maisonntag im Jahr 2023, als ich auch schon ein Dessert im Glas, eine Exotische Eton Mess präsentiert habe.
Jetzt also Panna cotta. Die Idee dazu bekam ich, als mein Mann von einer Dienstreise einen Rooibos-Tee mit Blaubeer-Vanille-Aroma mitbrachte. Dieser Duft! Passt doch super in ein Dessert.
optional: Kekskrümel (ich: Schweinsöhrchen) und Minzeblatt zur Deko
außerdem: 2 Weckgläser à 250 ml zum Anrichten
Zubereitung:
Sahne mit dem Tee in einem Topf zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe 5 – 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in ein Litermaß abgießen, mit Zucker und Agartine in den Topf zurückgeben, gut verrühren, erneut zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Stufe simmern lassen.
Gleichmäßig verteilt in kalt ausgespülte (Weck-)Gläser gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna cotta fest wird.
Zum Anrichten frische Blaubeeren auf die Panna cotta geben, jeweils einen zerbröselten Keks (ich: Schweinsöhrchen) darüber streuen und mit einem Minzblatt dekorieren.
Hier geht es zu den Speisen im Glas der anderen Teilnehmenden:
Das Kongeriket Norge/Noreg ist ein ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2026) dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.
Das Hauptland Norwegens erstreckt sich zwischen dem 57. und 71. Breitengrad und liegt somit teils nördlich des Polarkreises. [weiterlesen auf Wikipedia]
Die norwegische Küche ist einfach und geprägt durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern. Fisch und Milchprodukte waren und sind Basis der Küche, die durch Brot und Getreidebrei sowie Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wid ergänzt werden.
Geprägt durch das skandinavische Klima mit kurzen Sommern und langen Wintern war die Konservierung der Lebensmittel sehr wichtig, um während der Wintermonate die Versorgung zu gewährleisten. Deshalb wird immer noch viel geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet.
Getreideanbau von Hafer und Gerste ist nur im Süden des Landes möglich. Da diese beiden Sorten sich nicht für die Herstellung von Hefebrot eignet, gibt es überwiegend Flatbrød, ein dem Knäckebrot ähnelndes trockenes Fladenbrot. Durch Handel haben natürlich inzwischen auch andere Getreidesorten Einzug gehalten.
Durch die lange Küstenlinie ist Fisch natürlich sehr wichtig wie z. B. Lachs, Hering, Kabeljau, Sardinen und Makrelen.
Auch Kartoffeln stehen seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert auf dem Speiseplan.
Die Suche nach passenden Rezepten fand ich schwierig, denn im Sommer habe ich gelinde gesagt keine Lust auf Wildgerichte oder schwere Eintöpfe, die natürlich im Winter ihre Berechtigung haben.
Auf der Seite Mahtava *) fand ich dann ein Rezept für die Blaubeer-Vanille-Schnecken, habe dieses allerdings nur als Anregung genommen, weil der GöGa und ich den Teig und den Pudding im Cookit zubereitet haben und dazu die Rezepte für den süßen Hefeteig und den Vanillepudding genommen haben.
*) Hier habe ich schon die Rezepte für Rentiergeschnetzelte und den Wintersalat für unseren Abstecher nach Finnland im Rahmen der kulinarischen Weltreise (Mai 2023) gefunden.
Natürlich kann man Teig und Pudding auch ohne dieses Küchen-Gadget machen.
Zutaten für 8 – 12 Schnecken *):
Für den süßen Hefeteig (Cookit-Rezept):
500 g Weizenmehl 550 + etwas mehr zum Bearbeiten
100 g Zucker
100 g Butter, weich in Stücken
150 ml Vollmilch
1 EL Trockenhefe = 1 handelsübliches Tütchen
1 Prise Salz
2 Eier
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Rührschüssel/Küchenmaschine geben und gründlich mischen und dann so lange verkneten, bis der Schüsselrand sauber bleibt.
Schüssel abdecken (mit passendem Deckel oder einem Küchenhandtuch) und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit den Vanillepudding und die Füllung zubereiten:
Zutaten für den Vanillepudding:
500 ml Vollmilch
2 Eigelbe + 1 Ei zum Bepinseln der Schnecken
1 Prise Salz
50 g Zucker, darin enthalten 20 g Vanillezucker
30 g Speisestärke
Zubereitung:
Im Cookit werden tatsächlich alle Zutaten in den Topf gegeben und alles unter Rühren auf 95 °C erhitzt, was hervorragend geklappt hat.
Für die Zubereitung ohne Küchenmaschine einfach alle Zutaten gründlich verquirlen, in einem Kochtopf einmal unter Rühen aufkochen, eindicken lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.
Zutaten für die Füllung:
75 g Butter, zimmerwarm
4 EL Zucker
150 – 200 g (wilde) Blaubeeren
Zubereitung:
Butter und Zucker in einer kleinen Schüssel gründlich mischen.
Fertigstellung:
Teig direkt auf ein mit einer bemehlten Silikon-Backmatte belegtes Blech geben, kurz gründlich durchkneten und zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen.
Die Butter-Zucker-Füllung darauf gleichmäßig ausstreichen und die Blaubeeren darauf geben (Bild unten links). Teig von der Längsseite eng aufrollen, mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 gleich große Scheiben schneiden.
Nebeneinander auf das Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Bild unten Mitte).
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze aufheizen. Das restliche Ei verquirlen, die Schnecken damit bepinseln. Dann mit dem Rücken eines Teelöffels Löcher in die Mitte der aufgegangenen Schnecken drücken, dorthinein den Vanillepudding geben (Bild unten rechts).
Blaubeerschnecken 15 – 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun aussehen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann – am besten draußen in der Sonne – genießen.
Die Hefeschnecken mit Blaubeeren und Pudding haben ganz wunderbar geschmeckt und die Arbeit hielt sich, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung meines GöGas, in Grenzen, zumal man ja durch das Gehenlassen und Backen immer wieder Pausen einlegen konnte.
Wie immer ergänze ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:
Endlich ist der Sommer da! Und mit ihm kommen die Griller, die Freibadbesucher und Picknicker mit ihren Leckereien ans Licht.
Besonders beliebt sind bei heißen Temperaturen auch Salate, entweder als Beiwerk zum Grillen oder zur Gartenparty oder auch als leichte Hauptmahlzeit.
Der Lebensmittelhandel hält Regalmeter um Regalmeter an fertigen Salaten bereit, meistens schmecken sie mir persönlich nicht so und deshalb rette ich, was zu rette ist und schnippele lieber selber ein paar Zutaten zusammen.
Der heute vorgestellte Salat heißt wie er heißt, weil ich alle Zutaten für mein Chili sin Carne einfach kalt in die Salatschüssel geworfen habe. Die Würze kommt durch ein Dressing aus Joghurt und verschiedene Gewürze, die auch im warmen Chili ihre Verwendung finden.
Zutaten für eine große Schüssel Salat (ca. 4 Portionen):
1 Glas rote Bohnen (Kidneybohnen), ca. 350 g *)
150 g Mais, frisch, TK oder Konserve
1 Paprikaschote (grün wäre wegen des Farbspiels schön)
1 – 2 Tomaten, je nach Größe
1/4 Eisbergsalat
optional: Chili in dünnen Ringen
*) Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt: ca. 120 g über Nacht einweichen, abgießen und mit reichlich Wasser weich kochen. Abkühlen lassen und wie unten verwenden.
4 EL Joghurt
abgeriebene Zitronenschale + 1 EL Saft
1 Espressolöffel gemahlener Koriander
1 Espressolöffel gemahlener Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
4 – 5 Stängel glatte Petersilie, fein gehackt
Zubereitung:
Bohnen und Mais auf ein Sieb geben, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Eisberg in feine Streifen (Chiffonade) schneiden, gründlich waschen und in einer Salatschleuder trocken schleudern (Alternativ ein Küchenhandtuch/Trockentuch benutzen) und in eine große Schüssel geben.
Paprikaschote schälen, in feine Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls fein würfeln, zum Eisberg geben.
Zum Schluss Bohnen und Mais ebenfalls zugeben und gut durchmischen.
Für das Dressing den Joghurt mit allen übrigen Zutaten mischen, eventuell mit etwas Wasser glattrühren und entweder kurz vor dem Servieren mit den übrigen Salatzutaten mischen oder separat reichen, so dass sich jede/r die gewünschte Menge Dressing nehmen kann.
Wir haben den Salat zu einer mit Berbere gewürzten Maispoularde und etwas Fladenbrot genossen.
Hier seht Ihr die Salatrezepte der übrigen Retter*innen:
Dieses Gericht aus Steffen Henssler Kochbuch Morgens|Mittags|Abends aus der Reihe „Hensslers Schnelle Nummer“ ist der beste Kartoffelstampf, den ich je gegessen habe und der – in reduzierter Zutatenmenge – bestimmt öfter auf den Tisch kommt.
Im Buch ist die Zutatenmenge für 2 Personen berechnet und wird zudem noch als Beilage zu Steak empfohlen. Wir sind zweimal richtig satt geworden und zwar ohne weitere Beilagen.
Zutaten für (2 –) 4 Portionen:
750 g mehligkochende Kartoffeln
2 Süßkartoffeln, ca. 700 g
2 rote Zwiebeln
1 rote Peperoni (ich: Chiliflocken)
1/2 Bund Schnittlauch
100 g Cheddar am Stück
150 g Doppelrahmfrischkäse
4 EL Röstzwiebeln
4 EL Butter
Salz, Pfeffer
ich zusätzlich: 2 Tomaten in Achteln
Zubereitung:
Kartoffeln, Süßkartoffeln und Zwiebel schälen. Beide Kartoffelsorten würfeln, Zwiebel in Spalten schneiden. Zusammen in kochendem Salzwasser ca. 15 Minuten garen.
In der Zwischenzeit Schnittlauch nach Wunsch in Ringe oder längere Streifen schneiden, Cheddar grob raspeln.
Kartoffeln abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Mit Butter und Frischkäse grob stampfen und bei Bedarf mit Kochwasser cremig rühren. Gleichzeitig sollte der Stampf aber noch stückig sein. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Cheddar vorsichtig unter den Stampf heben und diesen mit Schnittlauch und Röstzwiebeln bestreut servieren. Nach Wunsch Tomatenachtel aufsetzen.
Ich war erst skeptisch wegen der mitgekochten Zwiebel, aber sie war ganz weich und zart und hat ein schönes Aroma abgegeben.
Den Rest vom Stampf haben wir am nächsten mit Baconscheiben belegt als Auflauf serviert.
Das war ebenfalls sehr lecker, aber – wie gesagt – das halbe Rezept hätte absolut gereicht, damit man auch noch eine Beilage wie einen frischen Salat dazu hätte essen können.
Im April geht es mit der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft wieder einmal nach Südostasien und zwar in den einzigen Binnenstaat dort: Laos, offiziell – transkribiert – Sathalanalat Paxathipatai Paxaxon Lao, Demokratische Volksrepublik Laos auf Deutsch. Das Land grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar, hat etwa 7,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km²; Hauptstadt und größte Stadt ist Vientiane.
Wie so oft bei Ländern, die den Zusatz „demokratisch“ im Namen tragen, geht es auch in Laos leider alles andere als demokratisch zu. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen. Mehr über Laos kann man auf Wikipedia nachlesen.
Kommen wir nun aber zur laotischen Küche, die von frischen Kräutern, scharfen Aromen und einfachen, regionalen Zutaten geprägt, dabei stark beeinflusst von thailändischer, vietnamesischer und französischer Küche (Laos gehörte neben Kambodscha und Vietnam zum ehemaligen französischen Protektorat Indochina.) ist.
Klebreis (Khao Niao) ist das immer präsente Nationalgericht, das gedämpft in Bambuskörben serviert wird.
Hauptzutaten der laotischen Küche sind Reis, Fisch aus dem Mekong, Gemüse, Chili, Limette, Koriander, Minze und Fischsauce. Mahlzeiten umfassen Reis, Suppe, Fleisch/Fisch und Dipsaucen, die von regionalen Varianten beeinflusst sind. Hauptsächlich in der Hauptstadt Vientiane gibt es noch Erinnerungen an die französiche Esskultur, wie z. B. Baguettes.
Auf Märkten findet man bunte Streetfood-Stände mit Grillfleisch und Salaten, die das Herz der laotischen Esskultur bilden.
Beliebte Gerichte sind u. a.
Laap (Larb): Hackfleischsalat (Huhn, Rind, Fisch) mit Kräutern, geröstetem Reis und Limette – pikant und erfrischend.
Tam Mak Hung: Grüner Papayasalat mit Chili und Fischsauce, ähnlich thailändischem Som Tam.
Sai Oua: Würzige Kräuterwurst aus Schweinefleisch, gegrillt.
Mok Pa: Gedämpfter Fisch in Bananenblatt.
Khao Piak Sen: Klebrige Reisnudelsuppe mit Schweinebrühe.
Khao Jee Pâté: Französisch inspiriertes Baguette-Sandwich mit Paté und Gemüse.
Süßspeisen mit Kokosmilch (z. B. Khao Tom Mat), Dips wie Jeow Bong und Bier wie Beerlao ergänzen das Angebot. Vegetarische Optionen sind machbar, Streetfood ist günstig und vielfältig.
Am ersten Sonntag im März widmen wir von Leckeres für jeden Tag uns den neu interpretierten Klassikern.
Bei uns gab es schon vor ein paar Tagen dieses leckere Pastarezept, das der GöGa im Internet entdeckt hatte.
Die klassische Carbonara mit Guanciale, Pecorino romano und Ei wurde mit Kürbis und Sahne aufgewertet, weshalb ich den Zusatz „Carbonara Art“ verwende.
Die Sauce hat der Cookit für uns gemixt, man kann aber auch einen handelsüblichen Mixstab verwenden. Ich habe auch sonst ein paar Änderungen im Rezept vorgenommen, z. B. habe ich den Kürbis im Ofen gebacken, statt ihn in der Pfanne bzw. dem Topf gebraten.
Zutaten für 4 sehr reichliche Portionen:
400 g Spaghetti
Salz
1 Hokkaidokürbis (600 g)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
80 g Bacon-Würfel
100 ml Gemüsebrühe
3 Eier
250 ml Sahne
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Servieren
Zubereitung:
Kürbis in Spalten schneiden und bei 180 °C Umluft ca. 30 Minuten im Backofen vorgaren. Kerne herauskratzen und Kürbis in Würfel schneiden. 300 g für die Sauce abwiegen, die restlichen Würfel zur Seite stellen.
In einer beschichteten Pfanne den Speck auslassen und zusammen mit den Zwiebelwürfeln braten.
Kürbis für die Sauce mit Gemüsebrühe pürieren, unter Rühren Eier und Sahne zugeben und in einem Topf ebenfalls unter Rühren auf mindestens 60 °C erhitzen. Ein weiteres Mal zu einer sämigen Sauce pürieren.
Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückbehalten.
Speck-Zwiebel-Mischung zur Kürbissauce geben, mit der Pasta mischen, gegebenfalls noch etwas Kochwasser unterrühren. Je nachdem, wie stark der Bacon gesalzen ist, die Sauce mit Salz abschmecken.
Anrichten und mit den zurückbehaltenen Kürbiswürfeln und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer servieren.
Diese Pastavariante hat uns sehr gut geschmeckt, der Kürbis brachte eine schöne nussige Note mit und die Sauce war schön cremig. Nur war das Ganze durch Eier (ich habe schon eines weniger als im Originalrezept genommen) und Sahne (auch hier habe ich nicht die vollen 300 ml genommen) sehr mächtig geworden.
Beim nächsten Mal würde ich von allem, auch von der Pasta, deutlich weniger nehmen.
Jetzt bin ich gespannt auf die neu interpretierten Klassiker der Bloggerkolleg:innen:
Noch bis zum 15. Januar läuft das Blog-Event Aus dem Ofen!, das Nadja von Little Kitchen and more bei Zorra im Kochtopf veranstaltet. Erlaubt ist alles, was im Ofen zubereitet wird, egal ob Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Aufläufe und Überbackenes.
Bei uns arbeitet der Ofen relativ häufig, um Reste zu verarbeiten. Aus Pasta mit Sauce wird mit etwas Käse bestreut ein leckerer Auflauf, ähnlich können Gemüsereste verwertet werden.
Mein Beitrag zu Nadjas Event ist ein leckeres Kartoffel-Möhren-Gratin, zwei Zutaten, die meines Erachtens gut harmonieren. Wir essen z. B. sehr gerne Kartoffel-Möhren-Durcheinander (Stampf).
Zutaten für 4 Portionen:
6 festkochende Kartoffeln, ca. 800 g
3 dicke Möhren, ca. 400 g
250 ml Schlagsahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
außerdem: Mandoline oder Küchenmaschine mit Hobelaufsatz
Zubereitung:
Kartoffeln und Möhren getrennt dünn hobeln.
Schalotte und Knoblauch fein würfeln, in der Butter glasig anschwitzen. Sahne zugeben und einmal aufkochen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken.
Kartoffeln und Möhren in abwechselnd in eine Auflaufform (mit einer dünne Schicht Sahne auspinseln) schichten. Die aufgekochte Sahne darüber geben und im Backofen bei 200 °C Umluft ca. 30 Minuten backen, bis das Gratin oben leicht goldbraun und das Gemüse gar ist.
Bei uns gab es einen Dip aus Joghurt und Mepfel *) von Zwergenwiese, was sehr gut gepasst hat.
*) Hierbei handelt es sich um einen sehr pikanten Meerrettich-Apfel-Aufstrich.
Update: sagenhafte 34 Rezepte sind zusammengekommen.
Eigentlich müssen die Leckereien vom Weihnachtsmarkt (oder von der Kirmes) gar nicht gerettet werden, denn bei einem Bummel gehören sie einfach dazu. Aber wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht dazu kommt oder vielleicht einen kleinen Weihnachtsmarkt im Verein, in der Nachbarschaft oder der Schule organisiert, kann man einiges prima zu Hause selber machen.
Bei uns im Kaff ist Anfang November die traditionelle Allerheiligenkirmes, dieses Jahr fand tatsächlich schon die 687. Ausgabe statt. Als der GöGa und ich noch loszogen, waren die Champignons mit Knoblauchdip immer eine Lieblingsleckerei, die natürlich auch auf Weihnachtsmärkten abgeboten werden, oft von denselben Schaustellerfamilien.
Nun gab es sie zu Hause:
Zutaten für 2 Portionen:
Für die Pilzpfanne:
500 g möglichst kleine Champignons
1 kleine Zwiebel
1 EL Olivenöl
2 EL gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer
Paprikapulver edelsüß oder geräuchert für ein extrapikantes Aroma
Für die Knoblauchsauce:
200 g Crème fraîche
2 Knoblauchzehen
2 EL griechischer Joghurt
1 EL gehackte Petersilie
Salz
1 Spritzer Zitronensaft
Zubereitung:
Pilzpfanne:
Kleine Champignons putzen. Große Champignons putzen und gegebenenfalls halbieren oder vierteln. Zwiebel in dünne Streifen schneiden.
Pilze in der heißen Pfanne oder dem Wok braten, bis sie goldbraun sind und die austretende Flüssigkeit verkocht ist.
Öl mit den Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze weiterbraten, bis die Zwiebeln goldgelb und schön weich sind.
Petersilie unterheben und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecke.
Knoblauchsauce:
Knoblauch klein hacken bzw. reiben und mit den restlichen Zutaten verrühren.
Ganz authentisch wird es, wenn die Champignons mit Sauce in einem Pommesschälchen angerichtet werden und eine zum Dreieck geschnittene Toastscheibe dazu serviert wird.
Weitere Kirmes-/Weihnachtsmarkspezialitäten im Blog – unvollständige Auswahl:
Am ersten Sonntag im November gibt es bei den Köchinnen und Köchen von Leckeres für jeden Tag „Kreative Winterküche“.
Es wird langsam, aber sicher kälter und grauer in Deutschland und da steigt – zumindest bei mir – der Appetit auf herzhafte Küche. Deshalb gibt es das Szegediner Gulasch, das ich bereits im Blog habe und das eigentlich Székelygulyás heißt, in einer vegetarischen Version mit Kartoffeln und Champignons.
Das Rezept kam vor ein paar Tagen mit dem täglichen Newsletter von Essen & Trinken in meine Mailbox geflattert.
Zutaten für 4 Portionen:
500 g festkochende Kartoffeln
80 g weiße Zwiebeln
1 Knoblauchzehen
125 g braune Champignons
1 EL Olivenöl
1/2 EL Tomatenmark
2 Stiele Thymian (ich: 2 TL gerebelter Thymian)
1 Messerspitze Kümmelsaat (ich: gemahlener Kümmel – ich hasse es, auf Kümmel zu beißen!)
Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
Olivenöl in einem Bräter erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Champignons darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten braten. Kartoffeln, Tomatenmark, Thymian, Kümmel und Lorbeer zugeben und weitere 2 – 3 Minuten dünsten. Gemüsebrühe zugießen, einmal aufkochen und bei milder bis mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln lassen.
Sauerkraut auf einem Sieb abtropfen lassen, zum Gulasch geben und alles weitere 5 Minuten kochen lassen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Petersilienblätter von den Stielen abzupfen und grob schneiden. Schmand und Limettensaft glatt rühren, Petersilie unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffelgulasch auf Tellern anrichten, etwas Schmand zugeben, mit Paprikapulver bestreuen und servieren.
Ein paar der Kartoffeln waren etwas zerfallen, was dem Gulasch eine schöne Bindung gab. Geschmacklich war es sehr gut, die Champignons brachten Biss und Umami.
Jetzt bin ich gespannt auf weitere kreative Wintergerichte:
Es gibt wieder ein leckeres Rezept von Jamie Oliver, das ich nachgekocht habe. Er hatte es in einer seiner zahlreichen Kochsendungen gezeigt, und es hörte sich sehr lecker an.
Rotolo ist eine Mischung zwischen Lasagne und Cannelloni; die Füllung war sehr lecker, aber die Zubereitung etwas tricky, so dass ich vermutlich das nächste Mal doch wieder eine herkömmliche Lasagna schichten würde.
Eigentlich sollten die Nudelrollen aufrecht stehen, einige sind mir aber – wie Ihr auf dem Foto sehen könnt – umgekippt. Geschmeckt hat das Gericht natürlich trotzdem!
Zutaten für 4 – 6 Portionen:
1 Butternusskürbis von ca. 1,2 kg (ich: Hokkaidokürbis)
1 rote Zwiebel
Olivenöl
1 TL getrockneter Thymian
500 g TK-Spinat
frische Muskatnuss, Salz, Pfeffer
4 Knoblauchzehen
700 ml Passata (ich: 400 ml + etwas Wasser)
6 frische Pastaplatten von ca. 15 x 20 cm
50 g zerbröselter Feta (ich brauchte etwas mehr)
20 g geriebener Parmesan
Zubereitung:
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Den ganzen Butternusskürbis auf einem Rost ca. 1,5 Stunden weich backen.
Ich habe den Hokkaido in Spalten geschnitten und ca. 30 Minuten auf dem Backblech gegart, bis er sehr weich war.
In der Zwischenzeit Zwiebel schälen und grob hacken. In einem Schuss Öl zusammen mit Thymian und einer Prise Salz und Pfeffer auf Mittelhitze 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren weich dünsten.
TK-Spinat einrühren, abgedeckt 15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Vom Herd nehmen.
Butternusskürbis halbieren, Kerne und Schale entfernen und mit einer Gabel zerdrücken.
Beim Hokkaido habe ich ebenfalls die Kerne entfernt, die Schale aber dran gelassen und alles kräftig mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet.
Spinat und Kürbispüree getrennt voneinander mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und in einer ofenfesten Pfanne in etwas Öl einige Minuten goldbraun braten.
Passata zugeben, das Glas mit etwas Wasser ausspülen und ebenfalls zugeben. Mit Salz und Pfeffer und gegebenenfalls etwas Zucker, um die Tomatensäure auszugleichen, abschmecken. Zum Kochen bringen und 3 Minuten köcheln lassen.
Nudelplatten auf der Arbeitsfläche auslegen, so dass jeweils die breiten Seiten in Körperrichtung zeigen. Damit die Nudelplatten nicht zu schnell austrocknen, diese mit reichlich Wasser bepinseln. Jeweils mit dem Kürbispüree, dann mit dem Spinat einstreichen und den Feta darüber bröseln. Von der Längsseite aufrollen und in 4 gleichgroße Stücke schneiden. Nebeneinander in die Tomatensauce stellen und mit Parmesan bestreuen.
Auf der unteren Backofenschiende 35 – 40 Minuten backen, bis die Oberfläche knusprig ist.
Leider sind mit die Platten beim Aufrollen trotzdem teilweise zerbrochen, so dass ich sie nicht ganz gleichmäßig schneiden konnte. Auch sind mir ein paar Rollen beim aufrecht Hinstellen in die Tomatensauce umgekippt.
Die Mischung von Kürbis, Spinat und Tomatensauce war sehr schmeckhaft und kommt sicher noch einmal auf den Tisch.
Weil wir noch Kürbispüree übrig hatten, haben wir noch ein leckeres Kürbisbrot gebacken: