Archiv der Kategorie: Grundrezepte und Küchenlatein

Küchenlatein: Blind backen

Von blind backen spricht man, wenn man dafür sorgen möchte, dass der (Mürb-)Teigboden für eine Quiche oder Tarte schön flach bleibt, um eine möglichst hohe Füllung hineingeben zu können.

Am Beispiel meiner Erdbeertörtchen vom 1. Mai möchte ich Euch die Methode hier kurz zeigen:

Nachdem der Mürbteig in die Tarteletteförmchen (natürlich geht das auch mit einer großen Tarteform mit gewelltem Rand) legt man zugeschnittenes Backpapier auf den Boden und gibt darauf getrocknete Hülsenfrüchte zum Beschweren.

Darauf wird das Gebäck bei der für das Rezept angegebenen Temperatur etwa 5 – 10 Minuten vorgebacken. Daraufhin werden Hülsenfrüchte und Papier entfernt, falls man die Füllung auch backen möchte, wird nach Rezeptangabe zu Ende gebacken. Falls eine kalte Füllung – wie bei meinen Erdbeertörtchen – vorgesehen ist, backt man die Tarteletts noch einmal 10 – 15 Minuten weiter, bis auch der Boden goldbraun ist. Darauf kann dann z. B. das Obst verteilt werden.

Grundrezept: Teriyakisauce

Für mein Rezept zur aktuellen Rettung (Link folgt am 7. Feb. 19) brauchte ich eine Teriyakisauce. Aus verschiedenen Rezepten habe ich mir das folgende zusammengerührt. Im Foto ist bereits das Hähnchengeschnetzelte in die Sauce eingetaucht.

  • 2 EL Sojasoße
  • 2 EL Worcestershiresauce (vegan)
  • 3 EL Essig (Reisessig od. Apfelessig)
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 1,5 EL Tomatenmark
  • 1 EL Senf (Dijon)
  • 1 fingernagelgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
  • 1 kleinen Knoblauchzehe, fein gehackt

in einem Topf zusammenrühren und erhitzen. Dicklich einkochen lassen und dann weiterverwenden. Hier z. B. für Hühnchen Teriyaki.

Küchenlatein: Was tun mit grün gebliebenen Tomaten?

Im Oktober war es ja noch außergewöhnlich warm und so waren meine drei Tomatenpflanzen noch voller Früchten und sogar Blüten. Das Problem war, dass die Tomaten noch quietschgrün waren, und ich bezweifelte, dass sie es noch zu einer gesunden Gesichtsfarbe schaffen würden.

Kurz entschlossen erntete ich sie alle am letzten Oktoberwochenende ab und packte sie mit ein den ebenfalls geernteten Äpfeln in einen großen Korb.

Äpfel strömen das Reifegas Ethen (auch Äthen, Ethylen oder Äthylen), was die Reifung von Tomaten vorantreibt. Tatsächlich sind die Tomaten inzwischen größtenteils sanft errötet und schmecken auch noch sehr tomatig.

 

 

Grundrezept: Reis aus dem Dampfgarer

Früher habe ich auf meinem normalen Ceranfeld bzw. der Elektrokochplatte den Reis super hinbekommen:

1 Teil Reis, 2 Teile Wasser/Flüssigkeit zum Kochen bringen, Platte ausschalten, Deckel drauf und quellen lassen fertig.

Jetzt habe ich ein Induktionsfeld und diese Methode funktioniert nicht, da die Hitze nach dem Ausschalten des Herdes quasi sofort weg ist.

Als ich in der Anleitung zu meinem Dampfgarer nach etwas ganz anderem suchte, fand ich den Hinweis auf „Reis kochen“. Das habe ich sofort ausprobiert und es hat funktioniert.

Das Verhältnis im Dampfgarer ist 1 Teil Reis zu 1,5 Teile Wasser, 20 Minuten bei 20 bis 30 Minuten auf 100 °C dämpfen.

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Grundrezept: Currybutter

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Seit Mitte April haben wir in Deutschland quasi schon Sommer und es wird wieder gegrillt, was das Zeug hält.

Egal, ob man Fleisch oder Gemüse grill, eine lecker gewürzte Butter gehört für viele dazu.

Kräuter- und Tomatenbutter hatte ich Euch letztes Jahr schon vorgestellt. Heute komme ich mit einer Currybutter, die besonders gut zu gegrilltem Geflügel passt.

2 EL Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. 1 kleines Stück Ingwer schälen und sehr fein hacken, 1 TL Currymischung nach Wahl (ich habe Sonnenkuss von Sonnentor genommen), eine Prise gemahlener Koriander, etwas Chilipulver und ordentlich Kurkuma für die knallige Farbe sowie Salz gut unterrühren. In ein passendes Schälen füllen und bis zum Essen kalt stellen.

Küchenlatein: Bouquet Garni

Unter einem Bouquet garni versteht man ein mit Küchengarn zusammengebundenes Sträußchen von Kräutern, das Geschmack in ein Schmorgericht oder auch eine Suppe oder Sauce bringen soll. Vor dem Essen kann man es leicht aus dem fertigen Gericht entfernen.

Dieses Bouquet garni, bestehend aus Staudensellerie, Petersilie, Thymian und Lorbeerblatt benötigte ich z. B. für mein Bœuf Bourguignon.

Grundrezept: Sugo all’Arrabiata

Die scharfe italienische Nudelsauce ist mit wenigen Zutaten ratzfatz gemacht:

2 – 3 Chilis werden entkernt und fein gehackt. 1 – 2 Knoblauchzehen und 1 Schalotte ebenfalls fein hacken. Alles in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. In der Saison kann man ca. 500 g frische Tomaten (geschält, entkernt, gewürfelt) nehmen oder man gibt 400 g Pizzatomaten aus der Dose dazu.

Die Flüssigkeit einkochen lassen und die Sauce mit Salz, Pfeffer sowie italienischen Kräutern abschmecken. Fertig.

Semmelknödelchen

Das Rezept für Semmelknödel in „Normalgröße“ habe ich Euch ja schon vorgestellt.

Nun habe ich noch einmal eine „Fuhr“ kleinerer Knödel, insgesamt 24, gemacht und eingefroren. So habe ich für das Hirschgulasch (scrollen) am zweiten Feiertag die Beilage schon erledigt. Wahlweise gibt es Nudeln.

Gewürfelte altbackene Brötchen, vermischt mit Milch, gedünsteten Zwiebeln, feingehackter Petersilie, Eiern, Salz und Pfeffer.

Da der Teig ganz schön „matschepampig“ war, kam noch Paniermehl dazu, bis die richtige Konsistenz erreicht war.

 

 

 

 

Der Probeknödel wurde schon mal sehr vielversprechend, so dass ich…

 

 

 

 

… 24 Knödel abdrehen und auf einer Schneidmatte einfrieren konnte.

Inzwischen sind sie in einen Gefrierbeutel umgezogen.