Archiv der Kategorie: Grundrezepte und Küchenlatein

Küchenlatein: Bouquet Garni

Unter einem Bouquet garni versteht man ein mit Küchengarn zusammengebundenes Sträußchen von Kräutern, das Geschmack in ein Schmorgericht oder auch eine Suppe oder Sauce bringen soll. Vor dem Essen kann man es leicht aus dem fertigen Gericht entfernen.

Dieses Bouquet garni, bestehend aus Staudensellerie, Petersilie, Thymian und Lorbeerblatt benötigte ich z. B. für mein Bœuf Bourguignon.

Grundrezept: Sugo all’Arrabiata

Die scharfe italienische Nudelsauce ist mit wenigen Zutaten ratzfatz gemacht:

2 – 3 Chilis werden entkernt und fein gehackt. 1 – 2 Knoblauchzehen und 1 Schalotte ebenfalls fein hacken. Alles in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. In der Saison kann man ca. 500 g frische Tomaten (geschält, entkernt, gewürfelt) nehmen oder man gibt 400 g Pizzatomaten aus der Dose dazu.

Die Flüssigkeit einkochen lassen und die Sauce mit Salz, Pfeffer sowie italienischen Kräutern abschmecken. Fertig.

Semmelknödelchen

Das Rezept für Semmelknödel in „Normalgröße“ habe ich Euch ja schon vorgestellt.

Nun habe ich noch einmal eine „Fuhr“ kleinerer Knödel, insgesamt 24, gemacht und eingefroren. So habe ich für das Hirschgulasch (scrollen) am zweiten Feiertag die Beilage schon erledigt. Wahlweise gibt es Nudeln.

Gewürfelte altbackene Brötchen, vermischt mit Milch, gedünsteten Zwiebeln, feingehackter Petersilie, Eiern, Salz und Pfeffer.

Da der Teig ganz schön „matschepampig“ war, kam noch Paniermehl dazu, bis die richtige Konsistenz erreicht war.

 

 

 

 

Der Probeknödel wurde schon mal sehr vielversprechend, so dass ich…

 

 

 

 

… 24 Knödel abdrehen und auf einer Schneidmatte einfrieren konnte.

Inzwischen sind sie in einen Gefrierbeutel umgezogen.

Grundrezept: Caesar Dressing

Ich mag Caesar Salad sehr gerne, habe ihn bisher allerdings nur auswärts gegessen. Vor allem das Dressing finde ich immer mega lecker. Nun habe ich anläßlich des Blogevents Sonne, Sommer, Pastaglück bei Zorra mal ein bisschen auf dem Gastgeberblog Moye’s Kitchen gestöbert und tatsächlich stellt Maya dort einen Caesar-Pasta-Salat vor und von dem Dressing habe ich mich inspirieren lassen. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut überzeugt!

Und so habe ich meine Version zubereitet: Ich hatte noch einen Rest vegane Mayonnaise (so 4 gehäufte Esslöffel) vom vergangenen Sonntag im Kühlschrank. Ja, das ist der Vorteil im Gegensatz zu Mayo aus Ei – sie hält sich einfach deutlich länger. Diese vermischte ich mit 2 durchgehackten Sardellenfilets – ich wusste gar nicht, dass die Viecher soooo lecker sind!, etwas Limettensaft und 1 Teelöffel gehackter Kapern. Das ganze habe ich dann noch mit einem Schuss Worcestersauce und Pfeffer abgerundet. Absolut köstlich!

Serviert habe ich das Caesar Dressing zu Romanasalat als Bestandteil eines schnellen freitäglichen Abendessens aus Bratkartoffeln und Rührei.

 

Perfekt zum Grillen: Butter mit Pepp

Zu einem saftig gegrillten Steak oder auch zu Fisch kaufen ja viele gerne fertige Kräuterbutter oder ganze Kräuterbaguettes.

Dabei ist es so einfach, eine Grillbutter – so nenne ich sie jetzt mal – selber herzustellen: nach eigenem Geschmack, mit verschiedenen frischen Kräutern, mit Oliven, mit viel Knoblauch oder wenig, kräftig gesalzen oder mild, scharf oder sanft. Ganz nach eigenem Gusto.

Hier zeige ich Euch zwei Beispiele, nach deren Prinzip ihr jede Butter nach Herzenslust und ganz nach Eurem Geschmack selber zusammenmixen könnt.

Kräuterbutter2 EL Butter, 1 kleine fein gehackte Knoblauchzehe, etwas Zitronenabrieb, Salz, Pfeffer, gemischte fein gehackte Kräuter (Oregano, Thymian, Zitronenmelisse). Alles gut miteinander verrühren, in Schälen füllen und bis zum Essen kalt stellen.

Tomatenbutter2 EL Butter, 4 getrocknete Tomaten (in warmem Wasser eingeweicht, dann fein gehackt), fein gehackter Basilikum, Salz, etwas gemahlener Chili. Ebenfalls durchmischen und in einem Schälchen kalt stellen.

Grundrezept: Gravlaxsås

Der Klassiker zu Lachs ist super schnell selber zu machen. Für meine Version braucht man nur Senf*), Honig bzw. Agavendicksaft und gehackten Dill.

Alles verrühren und in einem Schälchen servieren.

*) Für den Senf Senfmehl, Essig, Salz, Pfeffer und Öl mit dem Zauberstab schön dick aufschlagen. Danach kann man mit verschiedensten Aromaten arbeiten. Falls der Senf zu scharf wird, kann man mit etwas Wasser nachhelfen. Der Senf zieht im Kühlschrank an und wird schön dick.

 

Küchenexperiment: „Kasseler“ aus Seitan

Da ich unter der Woche für mich alleine meistens vegetarisch koche, experimentiere ich höchstens mal mit leichter zu lagernden, weil trockenen Soja- oder Seitanprodukten. Ich hatte ein kleines Glas Sauerkraut im Vorrat, das ich ganz traditionell mit Kartoffelpüree und Kasseler machen wollte. Aber woher das Fleisch nehmen, wenn nicht stehlen?

Ich hatte noch ein Paket Seitan-Fix natur *) von Davert im Küchenschrank – davon nahm ich 50 g und bereitete ihn wie hier beschrieben und Zugabe von Räuchersalz zu.

Das Stück habe ich dann von beiden Seiten in etwas Öl angebraten. So übel war es jetzt nicht.

*) Leider wurde das Seitan-Fix zugunsten weiterer Fertigmischungen für Risotto, Quinoa „Sonstwas-Art“ und weiterem aus dem Produkt genommen.

Bratkartoffeln mit Rostbratwurst und Blattsalat

Bratkartoffeln mit Ei und Salat war ein typisches Freitagsessen aus meiner Kindheit. In einem katholischen Haushalt aufgewachsen war es klar, dass es freitags entweder Fisch oder Ei gab.

Bei uns gab es noch zwei in der Tiefkühle gefundene Rostbratwürste, diese wurden auf der Grillpfanne, die Bratkartoffeln nach diesem Rezept und der Salat mit der typisch süßlichen Salatsauce nach „Omma Toni“ zubereitet.

Das Erwachsenenleben hat gegenüber der Kindheit den Vorteil, dass man ein lecker Bierchen zum herzhaften Essen zischen darf.

Grundrezept: Dunkle Sauce auf Gemüsebasis (vegan)

Ja, Ihr habt recht: Die hätte man etwas feiner machen können, z. B. durchpassieren und eventuell mit etwas Stärke abbinden, aber so war die Sauce wirklich schon sehr köstlich.

Für ca. 500 ml braucht man:

  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 Haushaltszwiebel
  • 2 Möhren
  • 1/2 Porreestange
  • 1/2 Knollensellerie
  • 1/2 Pastinake
  • 1 Tomate oder etwas Tomatenmark
  • Rotwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • Wacholderbeeren
  • Lorbeerblatt
  • Piment
  • Nelken

Zubereitung:

Die Gemüse waschen, putzen und in relativ kleine Stücke schneiden.

Das Öl in einem Topf erhitzen und zunächst die Zwiebeln gut anbraten. Die restlichen Gemüse dazu und mit dem Wein ablöschen. Wacholderbeeren, Piment und Nelke leicht andrücken, zusammen mit dem zerteilten Lorbeerblatt in ein Gewürzei geben und in den Topf hängen. Immer wieder Wasser zugeben und einkochen lassen, bis das Gemüse weich ist.

Mit einem Pürierstab oder im Standmixer gut zerkleinern, eventuell noch durch ein Sieb, eine flotte Lotte geben, aber mit den kleinen Stückchen wie oben, schmeckt es auch sehr gut.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken zu Nudeln oder Knödeln servieren.

Die Sauce schmeckt auch zu Fleisch, wenn man keine Möglichkeit hat, daraus eine Sauce zu ziehen, wie hier zu sehen.