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Die kulinarische Weltreise: Pastrami-Sandwich (USA)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in den USA - die besten Rezepte und Gerichte

„Ich will genau das, was sie hatte“ sagt die Frau am Nebentisch, nachdem Sally nach dem Biss in ein Sandwich in Katz’s Diner einen Mega-Fake-Orgasmus hinlegt. Da staunt auch Harry nicht schlecht. (Harry und Sally)

Ob das besagte Sandwich dieselben Auswirkungen auf Euch hat, bleibt Euer Geheimnis. Uns hat es zumindest gut geschmeckt.

Ach so, im Juli geht es mit Volker und der kulinarischen Weltreise in die USA, zum zweiten Mal nach Juni 2018 wie hier beschrieben.

Zutaten für 2 Sandwiches:

  • 120 g Pastrami *)
  • 4 Scheiben Roggenbrot (ich: Dinkeltoast)
  • 1 TL Senf
  • 1 – 2 Tomaten, je nach Größe
  • 1 kleines Glas Saure Gurken (ich: Senfgurken, da meine Saure Gurken leider hinüber waren)
  • 0,5 Kopf Eisbergsalat (ich: Lollo rosso aus dem Garten)
  • optional: 1 TL Mayonnaise

Zubereitung:

Salat und Tomaten waschen; Salat in Stücke zupfen und Tomaten in Scheiben schneiden.

Brotscheiben toasten, die jeweils unteren Hälften mit Senf bestreichen, mit Salat und Tomaten belegen. Nach Wunsch salzen und pfeffern. Optional die oberen Toastscheiben mit Mayonnaise bestreichen.

Pastrami und in Scheiben geschnittene Saure Gurken (ich: Senfgurken) auf die unteren Brothälften legen, zuklappen, reinbeißen und abwarten, was passiert.

*) Pastrami ist ein Sandwichbelag, der aus gepökelter, geräucherter und stark gewürzter Rinderschulter oder -brust hergestellt wird. Sie kam vermutlich Endes des 19. Jahrhunderts über jüdische Einwanderer aus dem Königreich Rumänien in die USA. Im Gegensatz zu (Schweine-)Schinken ist Pastrami mit den jüdischen (koscher) und islamischen (halal) Speisevorschriften vereinbar.

Weitere leckere Sandwichrezepte:

Hier werden im Laufe des Monats die Rezeptlinks der Mitreisenden gesammelt:

#wirrettenwaszurettenist: Saucen, Dips, Gewürzmischungen – Honig-Senf-Dressing

Es geht ein weiteres Mal der Lebensmittelindustrie an den Kragen, indem wir fertige Saucen, Dips oder Gewürzmischungen retten und zweigen, wie schnell man sie selber machen kann.

Habt Ihr Euch mal im Supermarkt umgeschaut? Egal, ob warme oder kalte Saucen, so einfache Dips wie Guacamole oder auch Gewürzmischungen für alles mögliche (Wer bitte braucht eine Fertigmischung für Rührei oder Bratkartoffeln?) erwarten uns in den Regalen. Ich sag mal so: Wenn es sich um etwas exotischer Mischungen wie Garam Masala o. ä. handelt und man sich nicht drölfzig verschiedene Gewürze und Kräuter auf Halde legen will, greife ich auch schon mal zur Bio-Mischung, aber im Prinzip kann man so vieles schnell und frisch selber machen.

So langsam steigen die Temperaturen und bei richtig heißem Wetter esse ich mich am liebsten an Salat satt. Da ist es schön, wenn man verschiedene Dressings zur Hand hat, um Abwechslung zu schaffen und hier bietet der Handel tatsächlich reichliche Auswahl.

Ich bringe Euch ein Honig-Senf-Dressing mit, das im Handumdrehen gemacht ist und sich auch ein paar Tage im Kühlschrank hält. So lohnt es sich, gleich eine etwas größere Menge herzustellen. Wenn man es in eine schöne Flasche abfüllt, hat man auch gleich ein schönes Mitbringsel zum Grillabend oder zur Gartenparty.

Zutaten für 100 ml:

  • 5 Halme Schnittlauch (alternativ: die feinen Enden einer Frühlingszwiebel, notfalls TK-Schnittlauch)
  • 1 EL Senf (ich mag gerne den Rotisseursenf mit den ganzen Körnern)
  • 2 EL flüssiger Honig (vegane Alternative: Agavendicksaft)
  • 1 EL Essig, z. B. heller Aceto Balsamico oder ein Apfel- bzw. Weißweinessig
  • 5 EL Olivenöl bzw. jedes andere Pflanzenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Schnittlauch fein hacken und mit den anderen Zutaten in einer Schüssel mit dem Schneebesen gut verschlagen.

Nach Wunsch in eine Flasche umfüllen oder alles gleich in der Flasche durch kräftiges Schütteln mischen.

Benutzt habe ich dieses Dressing zu einem feinen Wildkräutersalat mit Radieschen.

Tipp: Wenn Ihr statt Schnittlauch Dill nehmt, passt das Dressing auch hervorragend zu Gurkensalat oder sogar als kalte Sauce zu Fisch.

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Russischer Hackfleischtopf

Eine Anmerkung vorweg, bevor jetzt irgendwelche „komischen“ Kommentare kommen. Ich bin mir der derzeitigen politischen Lage durchaus bewusst, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist mit nichts zu rechfertigen, aber dieses ist ein Food- und Rezeptblog und keiner, der sich in irgendeiner Weise mit Politik beschäftigt oder beschäftigen will.

Ich halte es mit Sting, der schon 1985 sang:

We share the same biology, regardless of ideology
Believe me when I say to you
I hope the Russians love their children too
.

So und nun zu dem leckeren Gericht, das ich schon so lange in meinem Kochrepertoire habe und tatsächlich nun erst den Weg auf den Blog findet.

Russischer Hackfleischtopf vegetarisch

Das Rezept ist übrigens aus einer Sammlung von Kochkarten, die ich vor Urzeiten mal gesammelt habe und die Jörg von Glatzkoch exakt hier beschreibt. Das Ganze nannte sich übrigens Heidis Kochclub. Als Startset bekam man eine Plastiksammelbox mit Reitern und den ersten paar Karten und dann monatlich einen Satz weiterer Kochkarten. Irgendwann wurde mir der Spaß zu teuer, und ich habe „de-abonniert“.

Dieses Rezept ist tatsächlich das einzige, das überlebt hat.

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Die kulinarische Weltreise: Hotdogs (Dänemark)

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Nachdem ich – meinem derzeitigen Gesundheitszustand entsprechend – als erstes Hotdog-Brötchen gebacken und eingefroren hatte, später dann den typischen eingelegten Gurkensalat und am Vortag die dänische Remoulade gemacht habe, gab es am Wochenende endlich die geplanten Hotdogs.

Als ich las, dass es im Rahmen der kulinarischen Weltreise mit Volker mampft nach Dänemark gehen würde, war der (dänische) Hotdog tatsächlich sofort präsent, obwohl ich noch nie in unserem nördlichen Nachbarland war. Die Rød Pølse ist in Dänemark die Wurst der Wahl. Es handelt sich dabei um eine Brühwurst, die mit Karmin leuchtend rot gefärbt wird.

Ich habe mich für ganz gewöhnliche Wiener Würstchen entschieden und den Hotdog wie folgt zusammengestellt:

  • Brötchen aufbacken, längs nicht ganz aufschneiden
  • Brötchenhälften mit Senf bestreichen
  • reichlich Remoulade hineingeben
  • die Würste hineinsetzen
  • Röstzwiebeln darüber streuen
  • mit dem Gurkensalat abschließen

Leider waren die Brötchen nach dem Aufbacken etwas hart, so dass das Ganze eine etwas „sauige“ Angelegenheit wurde, aber auch saulecker geschmeckt hat.

Die zweite Portion gab es dann als dekonstruiertes Hotdog:

Ich habe die Würste einfach in Scheiben geschnitten, in der Pommesschale mit den anderen Zutaten vermischt und die Brötchenhälften mit Senf separat dazu gelegt.

Dabei stellte ich fest, dass die Brötchen inzwischen etwas weicher geworden waren.

Fazit: Beim nächsten Mal die Brötchen nach dem Aufbacken einfach etwas länger liegen lassen!

Dekonstruierter Hotdog – einfacher zu essen, aber immer noch superlecker!
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Die kulinarische Weltreise: Bistec de res ecuatoriano – Ecuadorianisches Rindersteak

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Hier kommt mein drittes Gericht aus Ecuador, wohin es im Juli mit der kulinarischen Weltreise von Volker mampft geht.

Gericht Numero Uno war der Pescado encocado – Fisch in Kokossauce. Hier findet Ihr auch ein paar einführende Worte zu unserem Reiseziel.

Wie in ganz Südamerika spiel auch in Ecuador Rindfleisch eine große Rolle. Bei uns geht es nicht so fleischlastig zu, weshalb wir uns zu zweit ein Rumpsteak von etwa 300 g geteilt haben. Mit der gemüsigen Sauce und Reis als Beilage war es nach der Vorspeise mehr als genug.

Das Rezept habe ich auf der Seite Recetas de Ecuador gefunden. So ganz eingeschlafen ist mein Spanisch zum Glück noch nicht, und es gibt ja auch noch den Google Translator. Wenn ich damit auch nicht weiterkomme, versuche ich mich über die spanischsprachige Seite von Wikipedia durchzuhangeln. Entweder findet man die gesuchte Information dann auf der entsprechenden deutschen oder englischen Seite.

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Die kulinarische Weltreise – бефстроганов/Bœuf Stroganoff (Russland)

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Im März geht es mit der kulinarischen Weltreise bei Volker mampft nach Russland. Auch ohne die ehemaligen Sowietrepubliken ist die Российская Федерация – Russische Förderation, so der offizielle Name, noch ein riesiges Land mit einer Fläche von über 17 Millionen Quadratkilometer (3,9 Mio. in Europa; 13,1 Mio. in Asien ohne die im März 2014 annektierten Krim. Zählt man sie zum asiatischen Teil dazu, kommt man auf fast 17,1 Quadratkilimeter).

Klar, dass auf so einer riesigen Fläche mehrere Klimazonen zusammenkommen, die natürlich auch Einfluss auf die Küche hat. Auf Wikipedia gibt es dazu einen interessanten Artikel.

Bei uns gab es ein Bœuf Stroganoff mit selbst gemachten Fettuccini und Brokkoli mit Nussbutter und gerösteten Mandelblättchen.

Erste Erwähnung eines Gerichts namens говядина по-строгановски (Transskription: Gowjadina po-stroganowski) geht auf das im 1871 erschienene Kochbuch Подарок молодым хозяйкам (Transkription: Podarok molodym chosajkam; Deutsch: Geschenk für junge Hausfrauen) von Jelena Molochewetz zurück. Dort wird es als eine Art Ragout mit einer Sauce aus Schmand und Senf erwähnt.

Der in Sankt Petersburg tätige Küchenchef Charles Brière stellte das Boeuf Stroganoff 1891 bei einem Kochwettbewerb in Paris vor und von da an wurde es weltweit bekannt.

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Produkttest: Vegane Burger mit selbst gebackenen Buns

Vom Dinkelbuttertoast zweige ich gerne Teig für Burgerbuns ab. Jeder wiegt 100 g, wird mitgebacken, nach dem Abkühlen eingefroren und später aufgetaut und ganz leicht aufgebacken.

Roter Sauerkrautsalat, Burger, Kartoffelwürfel

Für unseren Sonntagsburger wollte ich die Patties eigentlich selber machen, dann war mir aber so schwindelig, dass wir auf den „Back-up Pattie“, den wir vorsichtshalber mitgebracht hatten, falls der selbst gemachte schief gehen sollte, zurückgegriffen haben.

Wir hatten uns für den Sensational Burger von Garden Gourmet entschieden und waren beide von Geschmack und Konistenz bzw. Mundgefühl begeistert.

Zum Burger habe ich etwas rotes Sauerkraut mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und Öl angemacht und als Salat serviert. Außerdem habe ich die traditionellen Pommes durch knusprige Bratkartoffelwürfel ersetzt.

Zutaten für 2 Burger:

  • 2 Burgerbuns
  • Senf
  • Tomatenketchup, z. B. von den Curtice Brothers
  • Salatblätter
  • 2 Burgerpatties nach Wahl
  • 2 Scheiben Tomaten
  • 2 Scheiben Gurken

Zubereitung:

Die Burgerbuns gegebenenfalls auftauen, waagerecht durchschneiden, mit den Schnittflächen auf das Rost des Backofens legen und die Buns 10 Minuten bei ca. 100 – 120 °C Umluft aufknuspern.

Die Bunhälften mit etwas Senf bestreichen, dann „stapeln“:

  • Salatblätter
  • Pattie
  • Tomatenscheibe
  • Gurkenscheibe
  • Ketchup
  • obere Bunhälfte.

Mit den Beilagen anrichten und genießen.

Vegane Rouladen

Ja, Ihr lest richtig. Die gab es am vergangenen Wochenende bei uns. Mit einer klassichen Füllung wie bei Rindsrouladen. Dazu gab es eine selbstgemachte vegane dunkle Sauce, Rotkohl aus dem Vorratskeller und Kartoffelknödel – diese allerdings wie im Rezept beschrieben vegetarisch mit Ei und Butter. Bei Nadine von Möhreneck findet Ihr aber ein Rezept für vegane Kartoffelknödel.

Zutaten für 4 Rouladen:

  • 2 Pakete veganes Mühlen Steak Typ Rind
  • 4 Stücke Gemüsezwiebel
  • 8 hauchdünne Scheiben Räuchertofu
  • 4 Cornichons oder kleine Gewürzgurken
  • etwas Mehl und/oder Plastikfolie
  • Senf
  • Pfeffer
  • optional Salz, kommt auf die Würze des Räuchertofus an
  • etwa Pflanzenöl zum Anbraten

Zubereitung:

Da die vegane Roulade nicht lange geschmort wird wie die klassische Rindsroulade, werden Zwiebel und Räuchertofu für die Füllung kurz in der Pfanne angeschmort.

Die veganen Mühlen Steaks leicht von beiden Seiten mit Mehl bestäuben und zwischen zwei Lagen Plastikfolie länglich dünn ausrollen.

Wenn der Räuchertofu sehr würzig ist, die Rouladen von beiden Seiten nur pfeffern, ansonsten auch salzen. Die Scheiben mit Senf bestreichen, an einem Ende die Tofuscheiben, ein Stück Zwiebel und ein Cornichon auflegen und zur anderen Richtung hin eng aufrollen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rouladen zunächst auf der „Nahtseite“ scharf anbraten und dann langsam von allen Seiten braten.

Mit den vorbereiteten Beilagen servieren.

Grundrezept: Mayonnaise mit Milch

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Man muss nicht transplantiert sein und ein medikamentös unterdrücktes Immunsystem haben, um bei heißem Sommerwetter einer selbst gemachten Mayonnaise mit Ei eher skeptisch gegenüber zu stehen.

Deshalb habe ich diese Mayonnaise mit Milch (ich hatte sowieso noch einen Rest vom missglückten Synchronbrot im Kühlschrank) nach einem Rezept vom Blog Cahama ausprobiert. Dessen Autor Harald hatte es vor ein paar Wochen in der FB-Gruppe Heart & Soul Food vorgestellt.

Ich muss sagen, ich war beeindruckt! Anfangs dachte ich, das wird nichts, aber je mehr Öl ich zugoß, desto fester wurde die Konsistenz.

Ich habe mich grundsätzlich ans Rezept gehalten:

  • 100 ml kalte Vollmilch
  • 1 1/2 EL Limettensaft
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 150 – 200 ml Sonnenblumenöl (das habe ich nicht abgemessen, sondern so lange zugegeben, bis mir die Konsistenz recht war)
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Die Milch mit dem Limettensaft und dem Senf in einen hohen Mixbecher geben. Mit dem Zauberstab ein paar Sekunden mixen und dann im dünnen Strahl so viel Öl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen nach Wunsch abschmecken.

Hier sieht man, dass die Konsistenz keine Wünsche offen lässt.

 

Vinaigrette mit Eigelb

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Zutaten für ca. 2 Portionen Salat:

  • 1 Eigelb, nicht zu hart gekocht *)
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 1 EL Himbeersirup
  • 1 EL Himbeeressig
  • 1 Espressolöffel fruchtigen Senf, hier: Preiselbeere
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Kochsud vom Spargel oder etwas Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer/Pürierstab schaumig aufmixen.

*) Das Eiweiß fand im Spargelsalat Verwendung.