Archiv der Kategorie: Vorratshaltung: Einmachen/Einfrieren/Dörren

Gurkensticks

So langsam schreitet die Ernte der Land- sowie der Einlegegurken voran. Von letzteren hatte ich drei so dicke Exemplare gefunden, dass sie nur einzeln in extra große Gläser gepasst hätten. So war das eigentlich nicht gedacht.

Da ich den Sud der Kohlrabi-Pickles so lecker fand, habe ich ihn einfach für diese Gurkensticks übernommen.

Das Rezept habe ich verdoppelt. Die drei dicken Gurken habe ich gründlich gewaschen; dabei gehen auch die kleinen „Stacheln“ auf der Schale weg. Ich habe sie ohne die Kerne in längliche Stücke – wie auf dem Foto – geschnitten und dicht in sterilisierte*) Gläser mit Twist-off-Deckeln gepackt. Das Joghurtglas hat so 500 ml Inhalt, das Gurkenglas so 750.

Den aufgekochten Sud eingießen, dabei die Glasränder nicht verunreinigen – wenn doch, mit einem in Essig getränkten Lappen abwischen – und die Deckel fest aufdrehen. Dabei so wenig wie möglich an die Innenseiten von Glas und Deckel kommen. Die Deckel fest aufdrehen – dabei aufpassen, dass sie nicht verkannten und 1 Stunde bei 100 °C einwecken. Bei mir hat das wieder der Dampfgarer erledigt.

Auf einem feuchten Tuch auskühlen lassen und die Linealprobe machen: Ein Lineal über den Deckel legen. Wenn eine deutliche Wölbung nach innen zu sehen ist, hat das Glas ein Vakuum gezogen und der Inhalt ist lange haltbar.

*) Steriliesieren: Gläser und Deckel 10 Minuten im Topf mit kochendem Wasser oder bei 100 °C im Dampfgarer. Hinterher weder abtrocknen, noch irgendwie ins Innere von Glas oder Deckel greifen.

Kochen mit Geduld, aber ohne Stress

Seit zwei Wochen ist auch der Koch’sche Haushalt stolzer Besitzer eines Slow Cookers, auch Crocky, nach dem amerikanischen Original, dem Crockpot, genannt.

Gerade an den Wochenenden wird es bei uns oft hektisch, weil wir alles, was man normalerweise abends unter der Woche machen könnte, in diese zweieinhalb Tage fällt. Im Sommer ist das insbesondere auch Gartenarbeit. Wie schön wäre es also, wenn man das Abendessen sich selbst überlassen könnte und nach einem langen Tag nicht auch noch in der Küche stehen muss.

Ich wurde super von Anikó von Paprika meets Kardamom beraten und so trudelte nach ein paar Tagen der 3,5-Liter-Slow Cooker von Morphy Richards bei uns ein.

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Nachgekocht: „Leaf to Root-Cooking“ Kohlrabischalenpickels

Das Rezept hatte Karin von Food for Angels and Devils im Rahmen von der #wirrettenwaszurettenist Burgerrettung, zu der sie einen Alpenburger beisteuerte, vorgestellt. Das unter dem Motto „Leaf to Root“-Cooking  stehende Rezept hatte mich sehr neugierig gemacht.

 

Anfang des Monats gab es bei uns mal richtige Hausmannskost, nämlich ein schönes paniertes Stielkotelett, dazu Kartoffeln und Kohlrabi – da war dann die Gelegenheit günstig, die Kohlrabischalen mal nicht wegzuwerfen, sondern zu „pickeln“.

 

Wie Karin schreibt, empfiehlt es sich, die Kohlrabi möglichst dünn mit einem Sparschäler zu schneiden, was ich etwas schwierig fand.

Auch fand ich ihre Mengenangabe von 60 – 80 Kohlrabischalen etwas komisch. Ob da wohl jeweils eine Null zu viel ist. Sonst müsste man ja zunächst mindestens 60 Kohlrabi verzehren.

Ich hatte die Schalen von zwei normalgroßen Kohlrabi. Der Sud ist so lecker, dass ich nächste Woche meine erste Ernte Einlegegurken darin einwecken werde.

Zutaten für ein Glas von ca. 250 ml Inhalt:

  • 2 Kohlrabi, davon die dünn abgeschälten Schalen
  • 150 ml Verjus (ich Aceto bianco)
  • 30 g Zucker (ich zusätzlich 1 EL Honig *)
  • 1 TL Salz
  • 4 TL rosa Pfeffer (nix anderes verwenden!)
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter

Zubereitung:

Alle Zutaten mit 150 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und gut 1 Minute köcheln lassen.

Das Glas heiß ausspülen. Wenn man die Pickels länger haltbar machen will, empfiehlt es sich, die Gläser zu sterilisieren und ca. 30 Minuten bei 100 °C (im Dampfgarer) einkochen.

Die heißen Pickels mit einem Trichter einfüllen, den TO-Deckel fest aufschrauben und auf einem feuchten Handtuch stehend abkühlen lassen. Dann im Kühlschrank vor dem Servieren nochmal mindestens 12 Stunden durchziehen lassen.

*) Ich vermute, dass Verjus wesentlich milder ist als Weißweinessig, weshalb ich noch etwas nachjustieren musste, was die Süße angeht.

 

Apfelringe, Bananen, Brennesseln

Da lagen noch Äpfel im Vorrat, die ihre besten Tage gesehen hatten und so sah es auch mit drei überreifen Bananen – eine vierte war morgens im Smoothie gelandet – aus. Da könnte ich doch mal wieder meine „Dörrte“ bemühen. Um das Maß Gerät voll zu machen, pflückte ich noch rasch ein paar zarte Brennesselblätter im Garten, denn Brennesseltee ist ja gut für Nieren und Harnwege, gerade auch bei Infekten, und warum teuer in Apotheke oder Reformhaus kaufen, wenn man das „Unkraut“ massenhaft im Garten hat?

Die Äpfel habe ich, wenn noch möglich, geschält, das Kerngehäuse entfernt und dann in Ringe geschnitten. Die Bananen wurden gepellt und in Scheiben geschnitten.

Dann wird alles auf die mit Backpapier ausgelegten Ebenen des Dörrautomaten gelegt. So lange laufen lassen, bis alles gut trocken ist. Das geht z. B. bei den Brennesseln deutlich schneller als bei den Äpfeln oder gar den Bananen.

Zum Schluss wird alles in gut verschließbaren Behältern aufbewahrt.

Die getrockneten Brennesseln habe ich anschließend noch mit einer einfachen elektrischen Kaffeemühle gemahlen.

Udate zum Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot!

Brotaufstriche aller Art suchte Diana von Kochen mit Diana in Zorras Blog. Tatsächlich hat sie 24 Aufstrichideen von süß bis herzhaft zusammen getragen.

Mein Beitrag war ein lecker-scharfer Paprika-Mais-Aufstrich, der auch noch durch Einkochen haltbar gemacht wurde.

Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot! Brotaufstriche aller Art

Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot! Brotaufstriche (Einsendeschluss 15. April 2017)

Noch bis zum 15. April läuft das aktuelle Blog-Event bei Zorra. Diana von Kochen mit Diana sucht – wie die Überschrift sagt – Brotaufstriche aller Arlt.

Ich habe mich an den „Nachbau“ eines vegetarischen Bio-Brotaufstrichs, den man kaufen kann, gewagt, was ich vor einiger Zeit schon mal gemacht hatte: Heidelbeer-Kartoffelaufstrich

Bei mir gibt es also einen Scharfen Mais-Paprika-Aufstrich, der nicht nur auf Brot, sondern auch als Dip z. B. zu Nachos eine gute Figur macht.

Wie schon beim Kartoffel-Heidelbeeraufstrich derselben Firma beschrieben, habe ich mich ohne Rezept, nur mit den Zutatenangaben auf dem Etikett an den Brotaufstrich heran getastet.

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Bärlauchpesto

Mitte März gab es den ersten frischen Bärlauch im Bio-Laden, und ich griff beherzt zu und erwarb zwei Bund/Bunde/Bünde – wie auch immer. 😉

Aus einem Teil machte ich Bärlauchpesto frei Schnauze:

Gemahlene Haselnüsse aus der Weihnachtsbäckerei 2016, Olivenöl, geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer und eben die gewaschenen Bärlauchblätter (ca. 1,5 Bund) zusammen in einen Standmixer geben und gut durchmixen. Falls die Konsistenz zu flüssig ist, noch etwas Nüsse und/oder Käse zugeben, ist sie zu fest, noch etwas Öl – oder Wasser, wenn es nicht zu fettig werden soll – zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Statt das Pesto in Gläser abzufüllen und mit einer Schicht Olivenöl zu versiegeln, habe ich es portionsweise eingefroren.

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Eier in Senfsauce

Da sind der GöGa und ich schon seit fast 20 Jahren zusammen (19 davon verheiratet), und ich wusste bis Mitte März nicht, dass er tatsächlich Eier in Senfsauce mag.

Selbst die ansonsten gerne verschmähten Salzkartoffeln waren okay, da man sie ja so schön in der Sauce „matschen“ kann. Ein schnelles Samstagsabendessen nach einem langen Tag unterwegs.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 4 hartgekochte Eier
  • 40 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 500 ml Milch
  • 1/2 Glas Dijonsenf
  • Salz, Pfeffer – falls nötig
  • Salzkartoffeln in Längsspalten gekocht (Menge nach Wunsch, ich hatte zu viele gemacht, dafür gab es am kommenden Montag für mich Bratkartoffeln)
  • Salat nach Wunsch (ich brauche immer etwas „frisches“ als Beilage)

Zubereitung:

Die Béchamel nach dem Grundrezept herstellen. Ordentlich mit Senf abschmecken, dafür kann man auf weitere Gewürze – vor allem auf Muskat – verzichten.

Die Kartoffeln rundum an den Rand eines tiefen Tellers (Suppentellers) legen, in die Mitte die hartgekochten Eier legen und großzügig Sauce darüber geben. Nach Wunsch mit Petersilie oder Stangensellerieblättchen garnieren.

Der GöGa war begeistert, ich sowieso. Da Béchamelsauce die Tendenz hat, während des Kochens, wenn das Mehl anzieht, immer mehr zu werden, habe ich auch noch drei 200-Gramm-Portionen Senfsauce zum Einfrieren gehabt. Die nächsten Eier sind gerettet oder Fisch…

Blog-Event: Einmal kulinarisch um die ganze Welt

kochfokus.de Blogevent "Einmal kulinarisch um die ganze Welt"
Gabi von Kochfokus.de möchte mit uns auf kulinarische Weltreise gehen und da schließe ich mich gerne an. Ich nehme Euch mit nach Großbritannien, wo mein indisch anmutendes Gericht in der Nachkriegszeit als Chicken Tikka Massala erfunden wurde.

Meine erste Begegnung mit der indischen Küche im weitesten Sinne fand 1984 während unserer Abi-Abschlussfahrt (Englisch-LK) in die Soester Partnerstadt Bangor in Wales statt. Da wir in Gastfamilien untergekommen waren, hatten wir ein Budget zur Verfügung von dem wir unsere Gastgeber zum Essen einladen konnten und sollten. Meine Gasteltern und mich verschlug es in ein indisches Restaurant, damals eine andere Welt für mich.

Mein GöGa hatte mir die App  Simple Feast besorgt, worauf ich ihn natürlich gleich in die Pflicht nahm, ein Essen für den gestrigen Sonntag auszusuchen. Er hat sich ein Tikka Massala mit Lamm nach einem Rezept von Anders Vald ausgesucht. Was er nicht beachtet hatte, war die lange Zubereitungszeit. Trotz tatkräftiger Unterstützung seinerseits haben wir weit über eine Stunde gebraucht. Aber es hat sich gelohnt, es war super lecker und da ich das Rezept für 4 Portionen statt für 2 gemacht habe, konnte ich auch noch die Hälfte einkochen.

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Dunkle Bratensauce auf Rindfleischbasis

Sieht sie nicht wunderschön aus?

Die Pfannen vom Steakgrillen und Champignonsbraten hatten so schöne Bratreste, die ich nicht einfach so wegspülen wollte. So habe ich zunächst kochendes Wasser in die Grillpfanne gegeben und vorsichtig den Bratensatz losgekocht. In die Champignonpfanne habe ich etwa 1 Esslöffel Tomatenmark gegeben und alles mit ca. 50 ml Rotwein abgelöscht. Beide Inhalte habe ich dann im Saucenpfännchen von d. die Pfanne vereint und schön langsam köcheln gelassen.

Im TK-Schrank hatte ich noch so 250 – 300 ml Rinderbrühe eingefroren, die auch noch dazu kam. Das alles habe ich eingekocht, bis die Sauce schön dick war. Nach dem Abkühlen habe ich die Sauce portionswiese eingefroren.