Synchronbacken #56 und Die kulinarische Weltreise: Solothurner Brot (Schweiz)

Kann Werbung ohne Gegenleistung durch weiterführende Links enthalten

An diesem Wochenende ist es wieder soweit: Zorra vom Kochtopf lädt zum 56sten Synchronbacken. Es wird ein Solothurner Brot nach dem Rezept von Marcel Paa auf einfach backen geben.

Wie es der Zufall will passt das Brot damit auch noch sehr gut zu unserem Abstecher in die Schweiz, den wir mit Volker mampft und seiner kulinarischen Weltreise im April machen.

Solothurn ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons [weiterlesen bei Wikipedia].

Jetzt aber zum Backen: Am Samstag war gar nicht viel zu tun, außer einen Vorteig aus Weizenmehl 1050, in der Schweiz auch Ruchmehl genannt, Sauerteig (ich: meinen frisch angesetzten Lievito Madre) und Wasser anzurühren und ca. 12 Stunden bei Zimmertemperatur gehen zu lassen. Das ist wunderbar in meiner Gärbox gelungen.

Zutaten für 1 Brot:

Für den Vorteig:

  • 80 g Ruchmehl (Weizenmehl Type 1050)
  • 80 g Wasser 30 Grad warm
  • 10 g Sauerteig (alternativ: 1 g Frischhefe)

Zubereitung:

Den Sauerteig zum Wasser in ein hohes Gefäss geben und aufschlämmen. D.h. zusammen vermischen. Danach das Ganze zum Mehl geben und alles gut vermischen.

Anschliessend den Vorteig zugedeckt bei Raumtemperatur für 8-12 Std. gären und aufgehen lassen.

Am nächsten Morgen ist der Vorteig leicht aufgegangen und hat Luftblasen gebildet:

Zutaten für den Hauptteig:

  • Vorteig
  • 350 g Wasser kalt
  • 470 g Ruchmehl (Weizenmehl Type 1050)
  • 11 g Frischhefe
  • 11 g Salz
  • 20 – 40 g Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die zweite Portion Wasser in die Küchenmaschine geben und für 3 – 4 Minuten auf kleiner Stufe mischen.
Danach die Geschwindigkeit erhöhen und den Teig weitere 8 – 10 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten.

Danach den letzten Teil Wasser nach und nach zum Teig geben und 2 – 3 Minuten weiterkneten, bis er die Fensterprobe besteht:

Wenn du ein kleines Stück des Teiges dünn auseinanderziehst und durch das „Teigfenster“ eine Zeitung lesen kannst, ist der Teig genügend geknetet und für die Weiterverarbeitung perfekt.

Dies gestaltete sich einhändig bei mir etwas schwierig, aber ich denke, Ihr seht, was gemeint ist.

Anschliessend ein grosses rechteckiges Becken gut ausfetten und den Teig hineinlegen. Den Teig mit einem Teigtuch oder Frischhaltefolie zudecken und für 60 – 90 Minuten bei Raumtemperatur gären lassen. Ich hatte den Teig bei 21 °C in der Gärbox.

Teig in einer Auflaufform vor dem Gären, Dehnen und Falten

In der Zwischenzeit den Teig 1 – 2 x dehnen und falten:
Hierzu den Teig mit angefeuchteten Händen an einer Seite in der Schüssel leicht hochziehen und zum gegenüberliegenden Schüsselrand legen und diesen Vorgang an allen vier Seiten wiederholen. Dann den Teig für die restliche Gärzeit wieder zudecken.

Ich habe jeweils nach 30 Minuten gedehnt und gefaltet, bis die 90 Minuten rum waren.

Hier sieht man schön, wie geschmeidig der Teig nach den 90 Minuten Gare und dem zweimaligen Dehnen und Falten geworden ist.

Nach der Gärzeit den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche stürzen und schonend 2 – 3 x über die Arbeitsfläche schleifen, um eine glatte Oberfläche zu bekommen. Dabei den Teigling leicht länglich formen und darauf achten, dass die Luft möglichst im Teig bleibt.

Danach den Teig mit dem Verschluss nach unten auf ein bemehltes Teigtuch absetzen und mit Mehl stauben. Den Teigling längs auf beiden Seite mit dem Teigtuch etwas stützen und dann für 20 – 30 Minuten bei Raumtemperatur (in der Gärbox) gären lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen mit einem Brotbackstein auf 280 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Den Teigling vorsichtig mit dem Verschluss nach unten auf eine Brotschaufel absetzen und von da direkt auf den heissen Brotbackstein im Ofen schieben und für 15 (- 20) Minuten anbacken.

Tipp: Sollte Dein Backofen keine 280 °C bekommen, nimm einfach die höchstmögliche Temperatur.

Nach 20 Minuten die Ofentemperatur auf 180 °C (ich: 150 °C, weil das Brot oben schon recht dunkel war; ich habe vorsichtshalber eine Silikonbackmatte darüber gelegt) reduzieren und das Brot für weitere 30 (- 40) Minuten knusprig ausbacken.

Wenn man auf den Boden des Brotes klopft und es dabei hohl klingt, ist es durch. Ansonsten noch ein paar Minuten weiterbacken.

Nach dem Backen das Brot auf einem Gitter gut auskühlen lassen und dann gleich mal anschneiden und probieren! Ich hatte noch Pesto alla genovese vom Vortag… köstlich!

Hier seht Ihr, wie die Brote bei den Mitbäcker*innen geworden ist:

Und hier geht es zu den bisherigen Rezepten aus der Schweiz:

46 Gedanken zu „Synchronbacken #56 und Die kulinarische Weltreise: Solothurner Brot (Schweiz)

  1. Pingback: Solothurner Brot nach Marcel Paa – ganz ohne Hefe

  2. Pingback: Solothurner Brot – Küchenmomente

  3. Pingback: Solothurner Brot – das Schweizer Kantonsbrot mit „Chropf“ – 1x umrühren bitte aka kochtopf

  4. Pingback: Solothurner Brot – Synchronbacken im April | Was machst du eigentlich so?!

  5. Pingback: Roggenbrot Walliser Art – Küchenmomente

  6. Pingback: Rhabarber-Quark-Wähe – Küchenmomente

  7. Pingback: Warmer Quark-Rhabarber-Auflauf aus der Schweiz

  8. Pingback: Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel – Chili und Ciabatta

  9. Pingback: la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte – Chili und Ciabatta

  10. Pingback: St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat – Chili und Ciabatta

  11. Pingback: Pane Ticinese - das Tessiner Brot - food for the soul

  12. Pingback: Die kulinarische Weltreise: Zürcher Geschnetzeltes (Schweiz) | Brittas Kochbuch

  13. Pingback: Die kulinarische Weltreise: Minestrone ticininese (Schweiz) | Brittas Kochbuch

  14. Pingback: Die kulinarische Weltreise – Älplermagronen (Schweiz) | Brittas Kochbuch

  15. Turbohausfrau

    Schaut wahnsinnig gut aus, aber ich mache es garantiert nicht nach. Mit meinen beiden Linken bei allem, was Sauerteig angeht, würde das nicht gut enden. Aber ich schmachte das Brot arg an!

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Man kann das Brot auch mit nur Hefe backen. Es schmeckt wirklich wahnsinnig gut, ein bisschen wie Ciabatta.
      Trau Dich! 😉

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
  16. Pingback: Soledurner Wysuppe – Wine Soup from Solothurn, Switzerland – Pane Bistecca

  17. Pingback: Schweizer Ruchbrot – Swiss Brown Bread – Pane Bistecca

  18. Pingback: Gemüse Sülzli – typisch Schweizerisch – Vegetable Aspic – typically Swiss – Pane Bistecca

  19. Michael

    Mmmhhh, ich kenne das Brot noch aus meiner Schweizer Zeit. Das schmeckt so mega, dass ich mir oft so ein Pfundsbrot geholt habe, dazu 1/2 Buttermilch und etwas Schinken. das war sehr oft dort mein Abendbrot, und es war saulecker dieses frische Brot.
    LG Michael

    Antworten
  20. Brotwein

    Das Brot schaut super aus! Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich es gerne auch zum Synchronbacken mitgebacken. Aber so kommt es auf die Nachbackliste. 🙂
    Lieben Gruß Sylvia

    Antworten
  21. Pingback: Käsewähe - Rezept für Schweizer Käse Tarte - Brotwein

  22. Barbara

    Kompliment, das ist super geworden!

    Die Idee mti dem Backstein finde ich gut; daran habe ich noch gar nicht gedacht, dass man damit auch Brot backen kann. Meinen nehme ich nur für Pizza.

    Antworten
  23. Pingback: Basler Brunsli - Leckere Plätzchen aus der Schweiz

  24. Pingback: Die 42 besten Gerichte aus der Schweiz – Rezepte aus der Schweizer Küche | volkermampft

  25. Pingback: Update: Die kulinarische Weltreise in der Schweiz | Brittas Kochbuch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.