Dieses leckere Gericht haben wir während der zweiten heißen Phase des Sommers Mitte August gemacht. Da die Heißluftfritteuse im Vorratsraum und nicht in der Küche steht, konnte sie dort vor sich hin köcheln, ohne dass die Temperatur uns groß gestört hätte.
Aufmerksam wurde ich auf Rezept von Zora Klipp über Facebook und das Ergebnis war sehr gelungen!
Zutaten für 2 Portionen:
2 Stücke Kabeljaufilet à ca. 140 g, frisch oder aufgetaute TK-Ware
300 g bunte Kirschtomaten
ca. 120 g Weiße Bohnen aus Glas/Dose
30 – 40 g Oliven nach Wahl
1 Knoblauchzehe
etwas frischer Basilikum
1 – 2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
optional: eingelegte Kapern
Zubereitung:
Tomaten mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Zucker für 8 – 10 Minuten bei 180 °C in den Aifryer geben.
Bohnen, Oliven und Basilikum mischen und unter die Tomaten heben.
Kabeljau salzen, pfeffern, leicht ölen und auf die Tomaten-Bohnenmischung legen. Bei 160 – 170 °C 8 – 10 Minuten zu Ende garen.
Ich habe mit noch ein paar Kapern über das Gericht gegeben und dazu gab es Brot.
In der 26. Runde von Koch mein Rezept, dem großen Foodblogwichteln, das Volker von volkermampft im Juni 2020 aus der Taufe gehoben hat, wurde mir tatsächlich Volkers Blog zugelost.
Er lebt in Hamburg, mehr ist über ihn quasi nicht zu erfahren. Ich weiß, dass er in der Foodbloggemeinschaft sehr umtriebig ist, hat er doch im März 2018 die kulinarische Weltreise ins Leben gerufen. Seitdem geht es fast jeden Monat in ein anderes Land dieser Erde, mehrmals im Jahr gibt es auch Sonderthemen.
Aus meinem Blog darf sich Wilma von Pane Bistecca ein Rezept aussuchen. Ich bin gespannt, wofür sie sich entscheidet.
Es hat etwas gedauert, bis ich mich bei der Fülle von Volkers Rezepten für eines entscheiden konnte. Ausschlaggebend war schließlich die Tatsache, dass wir noch sous-vide gegarte Entenbrust (ca. 500 g) eingefroren hatten.
Deshalb haben der GöGa und ich uns für Duck Choila entschieden, ein Rezept, das Volker für den Abstecher nach Nepal im Rahmen der kulinarischen Weltreise gekocht hatte.
Uns hat dieses toll gewürzte Entengericht super geschmeckt, auch wenn ich etwas von Volkers Rezept abgewichen bin. Irgendwie habe ich in seiner Beschreibung die Spur der Gewürzpaste verloren. Sie wird irgendwann zur Seite gestellt und taucht dann nicht wieder auf. Aber wie heißt es so schön? Alle Köche (und Köchinnen) sind besch*ssen, die sich nicht zu helfen wissen. Also bin ich folgendermaßen vorgegangen:
Zutaten für 4 Portionen:
ca. 500 g Entenbrust
4 große Tomaten
4 Knoblauchzehen
10 g Ingwer
1 Zwiebel *)
1 TL Paprikapulver
1 TL Bockshornklee (gemahlen; ich hatte nur ganze Samen)
1 TL Garam Masala
1 TL Kurkuma
1 rote Chili (optional; ich: 1/2 TL Chiliflocken)
Salz, Pfeffer
2 EL Pflanzenöl (ich: Erdnussöl)
2 Frühlingszwiebeln *)
1 TL Senföl
10 g gehackten Koriander (ich: deutlich weniger, weil mein GöGa ihn nicht so mag)
1 Limette (ich: eine Halbe)
*) Leider waren meine Zwiebeln nicht mehr gut, also habe ich die weißen Enden der Frühlingszwiebeln gehackt und die grünen Enden wie im Rezept verwendet.
Zubereitung:
Entenbrüste von beiden Seiten scharf anbraten und bei ca. 50 °C im Ofen warm halten.
Tomaten halbieren und von allen Seiten scharf anbraten. Sie dürfen gerne etwas angebranntes Röstaroma bekommen. Aus der Pfanne nehmen und leicht abkühlen lassen.
Frühlingszwiebelweiß klein hacken, Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken oder reiben. Restliche Gewürze – außer Salz, Pfeffer – bereitstellen.
Frühlingzwiebelgrün in feine Ringe schneiden.
Im Erdnussöl die gehackten Zwiebeln goldbraun anbraten, Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben. Unter Rühren etwas anbraten, dann zur Seite stellen.
Tomaten klein schneiden, dabei den Saft auffangen und mit dem Frühlingszwiebelgrün zur Gewürzmischung geben. Mit Senföl, Limettensaft und Salz abschmecken.
Entenfleisch in dünne Streifen schneiden.
Serviert habe ich das Choila mit Basmatireis, den ich auf Teller gegeben habe, darauf die Entenstreifen anrichten und die „Sauce“ rundum anrichten.
Am Folgetag habe ich das Choila mit Kokosmilch (200 ml) aufgewärmt, was auch sehr schmackhaft war.
Hier stelle ich Euch die Tauschblogs der letzten 24 Runden vor:
Pasta umschmeicheln sich mit einer cremigen Sauce aus gebratenen, mit Burrata gemixten Zucchini. Dazu kommen Basilikum und Minze, Salz, Pfeffer und serviert wird das ganze mit frisch gehobeltem Parmesan.
Zutaten für 2 Portionen:
200 g Pasta nach Wahl
ca. 250 g Zucchini
ca. 125 g Burrata (Zimmertemperatur)
Olivenöl zum Braten
2 – 4 Blätter frisches Basilikum (+ optional mehr zum Servieren)
2 – 4 Blätter friche Minze
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone (ich: Limette)
ca. 20 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben oder gehobelt
Zubereitung:
Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne im Olivenöl leicht anbraten. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 10 – 12 Minuten garen, abei gelegentlich umrühren.
Die Hälfte der Zucchini mit der Hälfte der Burrata und den Kräutern in einen Mixbecher geben und zu einer glatten Creme verrühren, zurück in die Pfanne geben, mit Salz frisch gemahlenem Pfeffer und Limettenschale und -saft abschmecken und mischen.
In der Zwischenzeit die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, etwas vom Kochwasser aufheben.
Die gekochte Pasta mit 1 – 2 Esslöffeln Kochwasser in die Pfanne geben und gut vermengen. Nach Wunsch Zitronen-/Limettenschale hineinreiben.
Auf Teller geben, mit der restlichen Burrata und etwas Parmesan anrichten und servieren.
Pasta con pesce in scatola nella salsa di pomodoro (Pasta mit Dosenfisch in Tomatensauce)
Leider habe ich die letzten vier Blog-Events bei Zorra im Kochtopf auslassen müssen, aber wenn die Patin der guten Küche anlässlich ihres 22. Blog-Geburtstages im September 2026 ruft, dann kann mich nicht viel aufhalten.
Passend zu ihrem Jahresprojekt So isst Italien lädt Zorra ihre Blog-Kolleg:innen zur Geburtstagssause ein und jeder darf etwas mitbringen.
Da stoße ich doch erst einmal mit einem Campari Spritz an und sage Tanti auguri, cara Zorra!
Mein heutiger Beitrag ist eher durch Zufall, quasi rückwärts, entstanden, weil ich erst die Idee hatte und dann recherchiert habe, ob es ein ähnliches Rezept in der italienischen Küche gibt. Ja, gibt es. Fisch aus der Dose, genau gesagt Makrele oder Sardine, in Tomatensauce zu Pasta entstammt der sogenannten Cucina povera, dem italienischen Arme-Leute-Essen.
Ideenlos und unvorbereitet begann ich, uns zum Abendessen Pasta in Tomatensauce zu machen. Da mein GöGa bei so sehr einfachen Speisen immer das Gefühl hat, nichts „Vernünftiges“ in den Magen zu bekommen, fiel mir der Hering in Tomatensauce im Vorrat ein, der flugs mit in der Sauce landete. So entstand ein leckeres Essen, das nun ganz zufällig zu Zorras Geburtstagsevent passt, auch wenn der Hering in Italien vermutlich eher ungebräuchlich ist. Aber immerhin bin ich der Idee der Cucina povera treu geblieben: Schmackhaftes Kochen mit dem, was da und möglichst günstig ist.
Zutaten für 2 Portionen:
200 – 250 g Pasta nach Wahl (ich: bunte Fussiloni, also dicke Spiralnudeln)
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
400 g Tomaten, enthäutet, entkernt, in Stücke geschnitten (alternativ 1 Dose stückige Tomaten)
1 Dose à 200 g Heringsfilet in Tomatensauce (original: Makrelen oder Sardinen in Öl, abgetropft)
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl zum Braten
optional: Oliven, Kapern und/oder Kräuter wie Rucola oder Basilikum
Zubereitung:
Pasta wie gewohnt in reichlich Salzwasser kochen.
Knoblauch und Schalotte schälen und fein würfeln.
Bei mittlerer Hitze im Olivenöl glasig dünsten. Tomatenstücke zugeben und einkochen lassen.
Dosenfisch, wenn nötig etwas klein zupfen, zur Sauce geben, kurz erwärmen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach Wunsch Oliven und Kapern zugeben oder separat reichen und die Pasta nach dem Anrichten mit Rucola bestreuen.
Die Bezeichnung „Käsesnack“ ist nur bedingt richtig, da Chipas eigentlich eine Art Käsebrötchen aus Maniokmehl bzw. Tapiokastärke sind. Ich wollte bei der Zubereitung kleine Häufchen auf die Silikon-Cookies-Trays setzen, mein GöGa, der wie immer geholfen hat, hat sie wohlmeinend platt gedrückt, so dass wir nun in Wahrheit Käsecookies haben. Schmecken tun sie aber trotzdem fantastisch und eignen sich in der jetzigen Form hervorragend als Chips-Ersatz vorm TV.
In Paraguay, unserem kulinarischen Weltreiseziel im August (mein erstes Gericht war übrigens ein Guiso de Gallina), sind die Chipas so beliebt, dass ihnen sogar ein Tag im Jahr, der Día de las Chipas, jeweils am zweiten Freitag im August gewidmet ist.
In dem Rezept, das ich auf der Seite Nationalgerichtrezepte gefunden hat, wird Yuca-Mehl (= Maniokmehl) verwendet, das man natürlich im herkömmlichen Supermarkt nicht bekommt. Der GöGa ist also extra in einen Asialaden gegangen und kam mit Tapiokastärke zurück. Nun wird diese Stärke zwar aus der Maniokwurzel gewonnen, ist aber nicht dasselbe mit Maniokmehl.
Cassavamehl wird aus der gesamten, blanchierten Wurzel der Maniokpflanze gewonnen. Es unterscheidet sich deutlich in seiner Zusammensetzung von Tapiokamehl. Die getrocknete und fein vermahlene Wurzel ergibt ein Mehl mit feiner Textur, das sich hervorragend als glutenfreie, vegane Alternative zu Weizenmehl eignet. Da Cassavamehl aus der ganzen Wurzel gewonnen wird, enthält es natürliche Ballaststoffe, die es besonders vielseitig für eine ausgewogene Ernährung machen. In der Küche wird es geschätzt, da es die Textur von Teigen und Backwaren verbessert und Rezepten eine milde, angenehm nussige Note verleiht. Dank seiner hellen Farbe und seines neutralen Geschmacks verändert es weder die Farbe noch das Aroma von Speisen beim Kochen oder Backen. Aufgrund seiner feinen Konsistenz kann es zudem als Bindemittel oder zum Andicken von Speisen verwendet werden. Mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist Cassavamehl eine praktische Zutat für moderne, pflanzenbasierte und glutenfreie Rezepte und lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren.
Tapiokamehl, auch bekannt als Tapiokastärke, wird in einem speziellen Verfahren gewonnen. Dabei wird die Maniokwurzel gerieben, gewaschen und ausgepresst. Dabei entsteht eine stärkehaltige Flüssigkeit, aus der nach dem Verdampfen des Wassers ein feines, weißes Pulver zurückbleibt. Im Unterschied zu Cassavamehl ist Tapiokastärke geschmacksneutral. Dadurch eignet sie sich ideal, wenn der ursprüngliche Geschmack eines Rezepts unverändert bleiben soll. In der Küche wird sie besonders häufig als Bindemittel oder zum Andicken von Suppen, Saucen und Desserts verwendet. Sie zeichnet sich durch einen geringen Fett-, Zucker- und Salzgehalt aus und wird daher vielseitig eingesetzt. Aus ihr werden auch die bekannten Tapiokaperlen hergestellt. Diese können eingefärbt und gesüßt werden und sorgen vor allem in gesüßten Tees für den typischen „Bubble“-Effekt. Ebenso finden sie Verwendung in Tapiokapudding und anderen süßen Nachspeisen. Darüber hinaus ist Tapiokastärke eine beliebte Zutat bei der Herstellung glutenfreier Produkte, darunter verschiedene Backwaren und Brotalternativen.
Nun war ich ersteinmal etwas ratlos, zumal die Verkäuferin im Asialaden meinem GöGa steif und fest versichert hatte Tapiokastärke sei dasselbe wie Maniokmehl.
Da in anderen Rezepten im Netz, u. a. bei Jenny von Jenny is baking für Chipas auch Tapiokastärke verwendet wird und das Ergebnis bei ihr wirklich gut aussieht, haben der GöGa und ich uns frohgemut ans Werk gemacht:
Zutaten (16 Stück oder mehr oder weniger, je nach Form):
200 g Yuca-Mehl (ich: Tapiokastärke)
100 g geriebener Käse (z.B. Parmesan)
2 Eier
50 ml Milch (ich: Mineralwasser, da wir selten Milch im Haus haben)
1 TL Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
Zubereitung:
Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, deshalb Käse und Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
Parmesan in die Backschüssel reiben, die restlichen trockenen Zutaten zugeben und gut mischen. Eier zugeben und anfangen den Teig in der Küchenmaschine (mit dem Handmixer) zu rühren – am besten mit Knethaken. So lange nach und nach Wasser bzw. Milch zugeben, bis der Teig eine glatte, gleichmäßige Konsistenz hat.
Entweder den Teig zu kleinen Bällchen formen und auf ein mit Silikonbackmatte (Backpapier) ausgelegtes Blech geben oder – wie wir – in die Cookies Trays drücken.
20 – 25 Minuten – je nach Dicke des Gebäcks und Funktion des Backofens backen. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
Geschmacklich sind die Chipas super, schön käsig und herzhaft. Da wir noch 200 g Tapiokastärke übrig haben, werden wir dieses Rezept wohl noch einmal nachbacken, dann aber tatsächlich kleine Brötchen formen.
Wie immer sammele ich hier die Rezepte meiner Mitreisenden:
Im August geht es mit der von Volker von volkermampft ins Leben gerufenen kulinarischen Weltreise wieder mal nach Südamerika, genauer gesagt nach Paraguay.
Die Republik Paraguay, spanisch República del Paraguay; auf Guaraní Paraguái Tavakuairetã ist neben dem benachbarten Bolivien einer von zwei Binnenstaaten des amerikanischen Kontinents. Im Nordwesten und Norden grenzt es mit 750 km an Bolivien, im Osten mit 1290 km an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien mit 1699 km. Die gesamte Grenzlänge beträgt 3739 Kilometer. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. [weiterlesen auf Wikipedia]
Zur Küche Paraguays habe ich in der engischsprachigen Wikipedia einiges gefunden; die deutsche Version war nicht sehr ergiebig: Fleisch, Gemüse, Maniok, Mais und verschiedene Früchte sind im Land beliebt.
Asados (Grillen, Barbecue) sind nicht nur eine Kochtechnik, sondern auch ein geselliges Zusammentreffen. Viele Gerichte basieren auf Mais, Milch, Käse, Fleisch und Flussfischen.
Es gibt alleine rund 70 Arten von Chipá, einem Gebäck, das überwiegend aus Maniokmehl hergestellt wird.
Weil der GöGa nicht so der Fan von Maisbrot, -fladen oder polentaartigen Gerichten ist, war ich bei der Suche nach einer passenden Mahlzeit zunächst etwas ratlos.
Es besteht aus nur einigen wenigen Zutaten und Gewürzen und hat uns doch geschmacklich voll überzeugt: ein Eintopf, den man durchaus auch bei hochsommerelichen Temperaturen genießen kann.
Zutaten für 2 – 3 Portionen:
300 g Hühnerbrust oder -keulen
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Möhre, gewürfelt
1 Kartoffel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 l Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe)
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Olivenöl zum Braten
Zubereitung:
Hühnerbrust, Kartoffel und Möhre in etwa gleich große Stücke/Würfel schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch bei hoher Mittelhitze (ich: Stufe 7 von 9) braten, bis sie goldbraun sind. Hühnerstücke zugeben und von allen Seiten leicht bräunen.
Möhren und Kartoffeln zusammen mit Paprikapulver und Kreuzkümmel zugeben, umrühren und dabei die Gewürze leicht anschwitzen. Mit der Brühe aufgießen (Ich fand 1 Liter im Nachhinein etwas viel und empfehle, nicht alles auf einmal zuzugeben. *)), die Mischung zum Kochen bringen und anschließend bei niedriger Temperatur 30 Minuten köcheln.
*) Ich habe versucht, die Flüssigkeit bei offenem Deckel zu reduzieren und habe die Sauce noch mit etwas Speisestärke abgebunden.
Serviert haben wir den Guiso de Gallina mit Reis – in einer anderen Quelle hatte ich später gelesen, dass der Reis mitgekocht werden kann. Dann wäre vermutlich mehr Flüssigkeit „diffundiert“.
Nichtsdestotrotz hat dieser sommerliche Hähncheneintopf toll geschmeckt!
Wie immer sammele ich hier die Rezepte meiner Mitreisenden:
Dieses erfrischende Gericht ist schnell gemacht, sehr frisch durch die Zitrone und braucht nur eine breite Pfanne, wodurch sie hervorragend zum neuen Thema von #wirrettenwaszurettenist passt. Es geht um Ferienküche bzw. einfache Sommerküche: zu Hause, in der Ferienwohnung, beim Camping usw.
Zur Zeit (Ende Juni) ist es wieder sehr heiß in Deutschland und da geht die Lust zu kochen gegen Null. Da greift man vielleicht gerne mal zu Fertiggerichten aus dem Supermarkt oder bestellt sich etwas beim Lieferdienst.
Diese Spaghetti al Limone von Jamie Oliver sind blitzschnell gemacht und schmecken leicht abgekühlt besonders leicht und lecker.
Zutaten für 2 Portionen:
200 g Spaghetti oder Linguine
1 große Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe, geschält und leicht angedrückt
50 ml Olivenöl
1 TL Meersalzflocken
25 g Butter
20 g Parmesan, gerieben
optional: Basilikum oder – wie ich – Rucola
Zubereitung:
Spaghetti in eine große Pfanne mit Deckel geben. Zitronenschale darüber reiben, angedrückte Knoblauchzehe, Olivenöl und Meersalzflocken zugeben (oben links).
500 ml kochendes Wasser dazu geben, Deckel auflegen und zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, den Deckel entfernen und die Pasta 8 Minuten köcheln lassen. Dabei mit einer Zange die Pasta immer wieder umrühren, während das Wasser langsam verkocht. (oben Mitte)
Nach den 8 Minuten den Saft der Zitrone zugeben und weitere 2 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.
Sobald das Wasser fast verkocht ist, die Pfanne von der Hitze nehmen, Butter und Parmesan unterrühren und eine bis zwei Minuten stehen lassen, so dass das restliche Wasser absorbiert wird und eine zitronige Sauce entsteht. Falls nötig mit Salz, Zitronensaft, Butter oder Olivenöl vollenden. (oben rechts)
Auf zwei Pastateller verteilen und nach Wunsch mit frischem Rucola (oder Basilikum wie im Originalrezept) bestreuen.
Hier geht es zu den sommerlichen Ferienrezepten der anderen Retter:innen:
Am ersten Sonntag im August dreht sich bei Leckeres für jeden Tag alles um „Pikantes Backen“.
Ich denke bei dem Motto natürlich als allererstes an Pizza, die wir gerne essen und selber zubereiten. Als ich gesundheitlich noch auf dem Damm war, habe ich den Teig selber gemacht, mittlerweile nehmen wir einen guten Bio-Pizzateig aus der Kühltheke.
Damit es nicht immer Pizza mit Tomatensauce gibt, haben wir uns für eine weiße Pizza entschieden, die nach dem Backen noch ein paar Scheiben Räucherlachs spendiert bekam.
80 – 100 g Bio-Räucherlachs (alternativ: Lachsschinken)
Zubereitung:
Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze oder höher vorheizen. Falls Ihr einen Pizzastein habt, diesen auf der unteren Schiene mit aufheizen.
Wir haben eine große Metallschaufel, auf der wir den Pizzateig auf Backpapier belegen und so leicht auf den Stein befördern können. Ansonsten kann man auch ein Backblech nutzen.
Frischkäse mit Sprudelwasser und Wasabipaste glatt rühren und auf den ausgerollten Pizzateig streichen.
Aufgetauten und gut ausgedrückten Spinat mit Knoblauchsalz gründlich mischen. In kleinen Tupfen auf dem Frischkäse verteilen.
Mozzarella in dünne Scheiben schneiden oder auseinanderzupfen. Zwischen den Spinat geben.
Pizza ca. 10 – 15 Minuten backen. Das hängt von Eurem Backofen ab und auch, ob Ihr auf Stein oder Blech backt.
Vor dem Servieren die Räucherlachsscheiben auf die Pizza legen.
Das war eine sehr leckere, abwechslungsreiche Pizzavariante, die schnell gemacht ist, wenn man fertigen Pizzateig nimmt oder diesen am Abend vorher zubereitet und im Kühlschrank gehen lässt.
Jetzt bin ich gespannt auf weitere leckere pikante Backideen:
Das Gericht von der griechischen Insel Andros besticht durch seine Aromatik, hervorgerufen mit nur fünf Zutaten wie Hähnchen, Nudeln, Tomatensauce und geriebenem Halloumi.
Das ursprüngliche Rezept ist für 8 Portionen berechnet, ich habe es halbiert, so dass wir an zwei Abenden sehr gut gegessen haben.
Zutaten für 4 Portionen:
500 g Hähnchenoberschenkel mit Haut und Knochen (ich hatte Hähnchenflügel bekommen)
250 g TK-Suppengemüse
1 Dose Eiertomaten à 400 g (ich: gehackte Tomaten)
Hähnchenteile bei starker Hitze in Olivenöl zum Braten rundum in einer beschichteten Pfanne bräunen, auf einen Teller legen.
Gemüsemix in die Pfanne geben, 5 Minuten garen, Hähnchenteile zurücklegen, Essig zugeben und verkochen lassen. Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser aufgießen.
Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 1Stunde köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Hin und wieder umrühren.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung garen und abgießen.
Das Hähnchenfleisch von den Knochen lösen, mit zwei Gabeln zerteilen (ehrlicheweise ging das mit den Fingern besser), ohne Haut und Knochen zusammen mit der Pasta zurückgeben.
Mit Salz, Pfeffer und Kräutern pikant abschmecken, dabei mit dem Salz zunächst sparsam sein, weil der Halloumi durch die Salzlake oft schon sehr würzig ist.
Einen Teil des Halloumi in die Sauce reiben, den Rest vor dem Servieren mit etwas Olivenöl extra vergine auf die Hähchenpasta geben.
Die Hähnchenhaut habe ich allerdings nicht wie vorgeschlagen weggeworfen, sonder in einer kleinen Extrapfanne knusprig ausgebraten und über die Nudeln gegeben.
Im Juli geht es mit Volker von und mit volkermampft und der von ihm initiierten kulinarischen Weltreise in den Libanon. Die Speisen dort zählen zur levantinischen Küche und kommen auch in Syrien, Jordanien, Israel und Teilen der Türkei vor.
Mein heutiger und damit letzter Beitrag (nach Fattoush, einem Mezze-Teller und Mudardara) ist ein beliebtes Streetfood:
Sfiha, Esfiha, Esfirra, Sfija, Sfihah, SfeehaoderFatay besteht aus Fladenbrot, gefüllt mit Baharat und Zwiebeln, oft auch Tomaten und Pinienkernen gewürztem Hackfleisch. Es ist besonders typisch für die Stadt Baalbek in der Bekaa-Ebene.
In jeder Sendung gibt es eine/n Gastkoch/-köchin wie z. B. Sarit Packer und Itamar Srulovich, die eine vegetarische Variante der Sfiha mit Pilzen vorstellten. Die beiden wurden in Israel geboren, leben inzwischen aber in London, wo sie 2012 ihr Restaurant Honey & Co. eröffneten.
Ich musste beim Nachmachen etwas improvisieren, weil kein arabisches Fladenbrot zu bekommen war. Wenn meine Gesundheit noch mitspielen würde, hätte ich es natürlich selbst gebacken, aber ich habe dann einfach einen Bio-Pizzateig aus der Kühltheke genommen.
Zutaten für eine Springform von ca. 24 cm ø:
3 Zwiebeln
500 g Champignons
2 EL Baharat
1 großes Fladenbrot (ich: 1 Rolle Bio-Pizzateig)
250 g Ricotta – 4 TL abheben
Olivenöl zum Braten
schwarzer Pfeffer
Meersalz
Olivenöl extra vergine
Zubereitung:
Zwiebeln schälen und würfeln, in einer großen Pfanne mit 2 EL Olivenöl zum braten und einer Prise Meersalz ca. 8 – 10 Minuten dünsten, bis die Würfel weich werden.
In der Zwischenzeit die Champignons in dicke Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben, sobald diese anfangen am Pfannenboden anzuhaften. Etwa 10 – 12 Minuten braten, bis mögliche Flüssigkeit aus der Pfanne verschwunden ist und die Pilze weich sind. Mit Baharat, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.
Im Originalrezept wird das Fladenbrot unter warmen Wasser angefeuchtet, ich habe den Pizzateig abgerollt und bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 Minuten im Backofen vorgebacken, ohne dass er hart und knusprig wird.
Die Springform mit Backpapier auslegen und leicht mit Olivenöl ausstreichen.
Pizzateig in die Springform drücken, mit der Ricotta belegen, die Champignons hineingeben und die überstehenden Ränder des Fladenbrotes bzw. des vorgebackenen Pizzateiges darüber falten.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 – 15 backen. Sfiha aus der Form heben, ca. 5 Minute ruhen lassen und vierteln. Mit einem Kleks Ricotta *) servieren.
*) Ich hatte die 4 TL Ricotta mit getrockneter Minze und Salz abgeschmeckt und mit etwas Olivenöl extra vergine und etwas Wasser glatt gerührt.
Wir fanden die Füllung leider beide ein bisschen nichtssagen, weshalb wir die Reste am nächsten Tag mit dem Basilikum-Romana-Aufstrich von Sanchon aufgepeppt und alles mit etwas Feta, der als Import im Libanon gebräuchlich ist, überbacken haben. So hat uns das Sfiha wesentlich besser geschmeckt.
Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden: