Im September geht es mit der Reisegruppe der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft zurück nach Europa, genau gesagt nach Malta, amtlich Repubblika ta’ Malta und englisch Republic of Malta; italienisch Repubblica di Malta.
Die zwischen Sizilien und Tunesien im Mittelmeer gelegene Inselgruppe umfasst neben den bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino mehrere unbewohnte Felseninseln.
Der GöGa und ich waren 1999 (sic!) für eine Woche im März auf Malta und fanden den Aufenthalt schon sehr interessant. Man kam damals (und kommt es wohl noch heute) wunderbar mit Bussen überall hin. Wir waren unter anderem natürlich in der Hauptstadt Valetta, aber auch in Sliema und Melieha. Ein paar alte und etwas „vergilbte“ Fotos könnt Ihr Euch gerne mal auf meinem ehemaligen Flickr-Account anschauen.
Die Landschaft wirkt eher karg, obwohl die Inseln über 800 einheimische Pflanzenarten beheimaten. Süßwasser gibt es auf Malta keines, Trinkwasser wird aus Meerwasserentsalzungsanlagen und Zisternen zum Auffangen von Regenwasser gewonnen. Regenfälle sind eher kurz und heftig, wie wir am eigenen Leib erleben durften: Wir gerieten in einen Guss, bei dem das Wasser bis an die Türen unseres Linienbusses reichte.
Die maltesische Küche gehört zu den mediterranen Küchen. Sie wurde deutlich von der englischen sowie der italienischen Küche beeinflusst. Die verwendeten Gewürze sind der nordafrikanischen Küche entlehnt. Da Fleisch auf den Felseninseln von Malta rar ist, werden vorwiegend Gemüse und Fisch verwendet. Im Sommer und Herbst zur Fangzeit der Goldmakrele (Coryphaena hippurus), findet man auf Malta diesen dort Lampuki genannten Fisch auf vielen Speisekarten. Die Goldmakrele ist der Nationalfisch Maltas und wurde von 1986 bis 2007 auf Malteser 10-Cent-Münzen geprägt. Die beliebtesten Fleischgerichte der Inseln werden aus Kaninchen (Fenek) zubereitet.
Die Küche ist sehr gemüseorientiert; verwendet werden Tomaten, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Möhren, Zwiebeln, Paprika, Spinat und Artischocken, aber auch Kohl und Blumenkohl. Häufig genutzt werden, wie in fast allen Mittelmeerküchen, Oliven, Olivenöl und Brot.
Beliebte Gerichte sind:
- Aljotta: Eine sehr würzige Fischsuppe mit Knoblauch, Peperoni, Tomaten, Reis und viel gehacktem Majoran oder Petersilie.
- Bigilla: Eine schwere Paste aus dicken Bohnen mit Knoblauch.
- Braġjoli: In Rotwein gegarte Rinderroulade mit Schinken und Ei gefüllt.
- Brunġiel mimli: Auberginen, gefüllt mit Fleisch, Oliven und Kapern.
- Ħobż biż-żejt (auch Ftira): Ein rundes Sauerteigbrot, das mit unterschiedlichen Kombinationen von Thunfisch, Zwiebeln, Knoblauch, Oliven, Kapern, Tomaten, Minze oder Sardellen belegt und mit Olivenöl beträufelt wird.
- Kannoli: Kross gebackene Teigröllchen, gefüllt mit Ricotta, Schokolade oder kandierten Früchten.
- Kapunata: Die maltesische Variante der Ratatouille, angelehnt an die sizilianische Caponata.
- Lampuki-Auflauf: Ein mit Filet von der Goldmakrele zubereiteter Auflauf mit Spinat, Blumenkohl, Kastanien und Rosinen.
- Pastizzi: Blätterteig gefüllt mit Ricottakäse oder Erbsenmus.
- Ross il-forn („Reis aus dem Backofen“): Ein maltesisches, dem Risotto ähnliches Gericht. Es besteht aus Reis mit Hackfleisch, Eiern, Safran und wird – typisch für die Küche des Archipels – langsam auf kleiner Flamme gegart. Nach der Überlieferung wurde es von den Phöniziern auf die Insel gebracht. In der modernen Variante wird noch Tomate beigefügt.
- Soppa tal-armla („Witwensuppe“): Eine Bohnensuppe, der ein kleiner runder Käse („ġbejna“) aus Schaf- oder Ziegenmilch beigefügt wird.
- Soppa tal-qargħa ħamra: Maltesische Kürbis-Suppe. [Quelle: Wikipedia]






























