Die kulinarische Weltreise: Chipas – Käsesnack aus Paraguay

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Die Bezeichnung „Käsesnack“ ist nur bedingt richtig, da Chipas eigentlich eine Art Käsebrötchen aus Maniokmehl bzw. Tapiokastärke sind. Ich wollte bei der Zubereitung kleine Häufchen auf die Silikon-Cookies-Trays setzen, mein GöGa, der wie immer geholfen hat, hat sie wohlmeinend platt gedrückt, so dass wir nun in Wahrheit Käsecookies haben. Schmecken tun sie aber trotzdem fantastisch und eignen sich in der jetzigen Form hervorragend als Chips-Ersatz vorm TV.

In Paraguay, unserem kulinarischen Weltreiseziel im August (mein erstes Gericht war übrigens ein Guiso de Gallina), sind die Chipas so beliebt, dass ihnen sogar ein Tag im Jahr, der Día de las Chipas, jeweils am zweiten Freitag im August gewidmet ist.

In dem Rezept, das ich auf der Seite Nationalgerichtrezepte gefunden hat, wird Yuca-Mehl (= Maniokmehl) verwendet, das man natürlich im herkömmlichen Supermarkt nicht bekommt. Der GöGa ist also extra in einen Asialaden gegangen und kam mit Tapiokastärke zurück. Nun wird diese Stärke zwar aus der Maniokwurzel gewonnen, ist aber nicht dasselbe mit Maniokmehl.

Exkurs via Biofabrik:

Cassavamehl wird aus der gesamten, blanchierten Wurzel der Maniokpflanze gewonnen. Es unterscheidet sich deutlich in seiner Zusammensetzung von Tapiokamehl. Die getrocknete und fein vermahlene Wurzel ergibt ein Mehl mit feiner Textur, das sich hervorragend als glutenfreie, vegane Alternative zu Weizenmehl eignet. Da Cassavamehl aus der ganzen Wurzel gewonnen wird, enthält es natürliche Ballaststoffe, die es besonders vielseitig für eine ausgewogene Ernährung machen. In der Küche wird es geschätzt, da es die Textur von Teigen und Backwaren verbessert und Rezepten eine milde, angenehm nussige Note verleiht.
Dank seiner hellen Farbe und seines neutralen Geschmacks verändert es weder die Farbe noch das Aroma von Speisen beim Kochen oder Backen. Aufgrund seiner feinen Konsistenz kann es zudem als Bindemittel oder zum Andicken von Speisen verwendet werden. Mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist Cassavamehl eine praktische Zutat für moderne, pflanzenbasierte und glutenfreie Rezepte und lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren.

Tapiokamehl, auch bekannt als Tapiokastärke, wird in einem speziellen Verfahren gewonnen. Dabei wird die Maniokwurzel gerieben, gewaschen und ausgepresst. Dabei entsteht eine stärkehaltige Flüssigkeit, aus der nach dem Verdampfen des Wassers ein feines, weißes Pulver zurückbleibt. Im Unterschied zu Cassavamehl ist Tapiokastärke geschmacksneutral. Dadurch eignet sie sich ideal, wenn der ursprüngliche Geschmack eines Rezepts unverändert bleiben soll. In der Küche wird sie besonders häufig als Bindemittel oder zum Andicken von Suppen, Saucen und Desserts verwendet.
Sie zeichnet sich durch einen geringen Fett-, Zucker- und Salzgehalt aus und wird daher vielseitig eingesetzt. Aus ihr werden auch die bekannten Tapiokaperlen hergestellt. Diese können eingefärbt und gesüßt werden und sorgen vor allem in gesüßten Tees für den typischen „Bubble“-Effekt. Ebenso finden sie Verwendung in Tapiokapudding und anderen süßen Nachspeisen. Darüber hinaus ist Tapiokastärke eine beliebte Zutat bei der Herstellung glutenfreier Produkte, darunter verschiedene Backwaren und Brotalternativen.

Nun war ich ersteinmal etwas ratlos, zumal die Verkäuferin im Asialaden meinem GöGa steif und fest versichert hatte Tapiokastärke sei dasselbe wie Maniokmehl.

Da in anderen Rezepten im Netz, u. a. bei Jenny von Jenny is baking für Chipas auch Tapiokastärke verwendet wird und das Ergebnis bei ihr wirklich gut aussieht, haben der GöGa und ich uns frohgemut ans Werk gemacht:

Zutaten (16 Stück oder mehr oder weniger, je nach Form):

  • 200 g Yuca-Mehl (ich: Tapiokastärke)
  • 100 g geriebener Käse (z.B. Parmesan)
  • 2 Eier
  • 50 ml Milch (ich: Mineralwasser, da wir selten Milch im Haus haben)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

Zubereitung:

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, deshalb Käse und Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.

Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Parmesan in die Backschüssel reiben, die restlichen trockenen Zutaten zugeben und gut mischen. Eier zugeben und anfangen den Teig in der Küchenmaschine (mit dem Handmixer) zu rühren – am besten mit Knethaken. So lange nach und nach Wasser bzw. Milch zugeben, bis der Teig eine glatte, gleichmäßige Konsistenz hat.

Entweder den Teig zu kleinen Bällchen formen und auf ein mit Silikonbackmatte (Backpapier) ausgelegtes Blech geben oder – wie wir – in die Cookies Trays drücken.

20 – 25 Minuten – je nach Dicke des Gebäcks und Funktion des Backofens backen. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Geschmacklich sind die Chipas super, schön käsig und herzhaft. Da wir noch 200 g Tapiokastärke übrig haben, werden wir dieses Rezept wohl noch einmal nachbacken, dann aber tatsächlich kleine Brötchen formen.

Wie immer sammele ich hier die Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Guiso de Gallina – Hähncheneintopf (Paraguay)

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Im August geht es mit der von Volker von volkermampft ins Leben gerufenen kulinarischen Weltreise wieder mal nach Südamerika, genauer gesagt nach Paraguay.

Die Republik Paraguay, spanisch República del Paraguay; auf Guaraní Paraguái Tavakuairetã ist neben dem benachbarten Bolivien einer von zwei Binnenstaaten des amerikanischen Kontinents. Im Nordwesten und Norden grenzt es mit 750 km an Bolivien, im Osten mit 1290 km an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien mit 1699 km. Die gesamte Grenzlänge beträgt 3739 Kilometer. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. [weiterlesen auf Wikipedia]

Zur Küche Paraguays habe ich in der engischsprachigen Wikipedia einiges gefunden; die deutsche Version war nicht sehr ergiebig: Fleisch, Gemüse, Maniok, Mais und verschiedene Früchte sind im Land beliebt.

Asados (Grillen, Barbecue) sind nicht nur eine Kochtechnik, sondern auch ein geselliges Zusammentreffen. Viele Gerichte basieren auf Mais, Milch, Käse, Fleisch und Flussfischen.

Es gibt alleine rund 70 Arten von Chipá, einem Gebäck, das überwiegend aus Maniokmehl hergestellt wird.

Weil der GöGa nicht so der Fan von Maisbrot, -fladen oder polentaartigen Gerichten ist, war ich bei der Suche nach einer passenden Mahlzeit zunächst etwas ratlos.

Das folgende Rezept für einen leicht-leckeren Hähncheneintopf habe ich dann auf der Seite NationalgerichtRezepte gefunden.

Es besteht aus nur einigen wenigen Zutaten und Gewürzen und hat uns doch geschmacklich voll überzeugt: ein Eintopf, den man durchaus auch bei hochsommerelichen Temperaturen genießen kann.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

  • 300 g Hühnerbrust oder -keulen
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Möhre, gewürfelt
  • 1 Kartoffel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 l Hühnerbrühe (ich: Gemüsebrühe)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung:

Hühnerbrust, Kartoffel und Möhre in etwa gleich große Stücke/Würfel schneiden.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch bei hoher Mittelhitze (ich: Stufe 7 von 9) braten, bis sie goldbraun sind. Hühnerstücke zugeben und von allen Seiten leicht bräunen.

Möhren und Kartoffeln zusammen mit Paprikapulver und Kreuzkümmel zugeben, umrühren und dabei die Gewürze leicht anschwitzen. Mit der Brühe aufgießen (Ich fand 1 Liter im Nachhinein etwas viel und empfehle, nicht alles auf einmal zuzugeben. *)), die Mischung zum Kochen bringen und anschließend bei niedriger Temperatur 30 Minuten köcheln.

*) Ich habe versucht, die Flüssigkeit bei offenem Deckel zu reduzieren und habe die Sauce noch mit etwas Speisestärke abgebunden.

Serviert haben wir den Guiso de Gallina mit Reis – in einer anderen Quelle hatte ich später gelesen, dass der Reis mitgekocht werden kann. Dann wäre vermutlich mehr Flüssigkeit „diffundiert“.

Nichtsdestotrotz hat dieser sommerliche Hähncheneintopf toll geschmeckt!

Wie immer sammele ich hier die Rezepte meiner Mitreisenden:

#wirrettenwaszurettenist: One-pot Pasta al Limone

Dieses erfrischende Gericht ist schnell gemacht, sehr frisch durch die Zitrone und braucht nur eine breite Pfanne, wodurch sie hervorragend zum neuen Thema von #wirrettenwaszurettenist passt. Es geht um Ferienküche bzw. einfache Sommerküche: zu Hause, in der Ferienwohnung, beim Camping usw.

Zur Zeit (Ende Juni) ist es wieder sehr heiß in Deutschland und da geht die Lust zu kochen gegen Null. Da greift man vielleicht gerne mal zu Fertiggerichten aus dem Supermarkt oder bestellt sich etwas beim Lieferdienst.

Diese Spaghetti al Limone von Jamie Oliver sind blitzschnell gemacht und schmecken leicht abgekühlt besonders leicht und lecker.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 200 g Spaghetti oder Linguine
  • 1 große Bio-Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und leicht angedrückt
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 TL Meersalzflocken
  • 25 g Butter
  • 20 g Parmesan, gerieben
  • optional: Basilikum oder – wie ich – Rucola

Zubereitung:

Spaghetti in eine große Pfanne mit Deckel geben. Zitronenschale darüber reiben, angedrückte Knoblauchzehe, Olivenöl und Meersalzflocken zugeben (oben links).

500 ml kochendes Wasser dazu geben, Deckel auflegen und zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, den Deckel entfernen und die Pasta 8 Minuten köcheln lassen. Dabei mit einer Zange die Pasta immer wieder umrühren, während das Wasser langsam verkocht. (oben Mitte)

Nach den 8 Minuten den Saft der Zitrone zugeben und weitere 2 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.

Sobald das Wasser fast verkocht ist, die Pfanne von der Hitze nehmen, Butter und Parmesan unterrühren und eine bis zwei Minuten stehen lassen, so dass das restliche Wasser absorbiert wird und eine zitronige Sauce entsteht. Falls nötig mit Salz, Zitronensaft, Butter oder Olivenöl vollenden. (oben rechts)

Auf zwei Pastateller verteilen und nach Wunsch mit frischem Rucola (oder Basilikum wie im Originalrezept) bestreuen.

Hier geht es zu den sommerlichen Ferienrezepten der anderen Retter:innen:

Pizza bianca con salmone affumicato – Weiße Pizza mit Räucherlachs

Am ersten Sonntag im August dreht sich bei Leckeres für jeden Tag alles um „Pikantes Backen“.

Ich denke bei dem Motto natürlich als allererstes an Pizza, die wir gerne essen und selber zubereiten. Als ich gesundheitlich noch auf dem Damm war, habe ich den Teig selber gemacht, mittlerweile nehmen wir einen guten Bio-Pizzateig aus der Kühltheke.

Damit es nicht immer Pizza mit Tomatensauce gibt, haben wir uns für eine weiße Pizza entschieden, die nach dem Backen noch ein paar Scheiben Räucherlachs spendiert bekam.

Zutaten für 1 große Pizza:

  • 1 Rezept für Pizzateig oder 1 Rolle Bio-Pizzateig
  • 1/2 Paket Frischkäse (ca. 80 – 90 g), mit Sprudelwasser glattgerührt
  • 1 Espressolöffel Wasabipaste
  • 1 Mozzarella
  • 200 g TK-Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 1 Prise Knoblauchsalz
  • 80 – 100 g Bio-Räucherlachs (alternativ: Lachsschinken)

Zubereitung:

Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze oder höher vorheizen. Falls Ihr einen Pizzastein habt, diesen auf der unteren Schiene mit aufheizen.

Wir haben eine große Metallschaufel, auf der wir den Pizzateig auf Backpapier belegen und so leicht auf den Stein befördern können. Ansonsten kann man auch ein Backblech nutzen.

Frischkäse mit Sprudelwasser und Wasabipaste glatt rühren und auf den ausgerollten Pizzateig streichen.

Aufgetauten und gut ausgedrückten Spinat mit Knoblauchsalz gründlich mischen. In kleinen Tupfen auf dem Frischkäse verteilen.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden oder auseinanderzupfen. Zwischen den Spinat geben.

Pizza ca. 10 – 15 Minuten backen. Das hängt von Eurem Backofen ab und auch, ob Ihr auf Stein oder Blech backt.

Vor dem Servieren die Räucherlachsscheiben auf die Pizza legen.

Das war eine sehr leckere, abwechslungsreiche Pizzavariante, die schnell gemacht ist, wenn man fertigen Pizzateig nimmt oder diesen am Abend vorher zubereitet und im Kühlschrank gehen lässt.

Jetzt bin ich gespannt auf weitere leckere pikante Backideen:

Nachgekocht: Griechische Hähnchenpasta

Letzte Woche gab es ein tolles – fast – One-Pot-Gericht aus Jamie Olivers Buch 5 Zutaten mediterran.

Das Gericht von der griechischen Insel Andros besticht durch seine Aromatik, hervorgerufen mit nur fünf Zutaten wie Hähnchen, Nudeln, Tomatensauce und geriebenem Halloumi.

Das ursprüngliche Rezept ist für 8 Portionen berechnet, ich habe es halbiert, so dass wir an zwei Abenden sehr gut gegessen haben.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g Hähnchenoberschenkel mit Haut und Knochen (ich hatte Hähnchenflügel bekommen)
  • 250 g TK-Suppengemüse
  • 1 Dose Eiertomaten à 400 g (ich: gehackte Tomaten)
  • 300 g Makkaroni (ich: Cellentani oder Cavatappi)
  • 50 g Halloumi

aus dem Vorrat:

  • 1 EL Olivenöl zum Braten
  • 1 EL Rotweinessig (ich: Aceto balsamico)
  • Salz, Pfeffer, mediterrane Kräutermischung
  • Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Hähnchenteile bei starker Hitze in Olivenöl zum Braten rundum in einer beschichteten Pfanne bräunen, auf einen Teller legen.

Gemüsemix in die Pfanne geben, 5 Minuten garen, Hähnchenteile zurücklegen, Essig zugeben und verkochen lassen. Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser aufgießen.

Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 1Stunde köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Hin und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung garen und abgießen.

Das Hähnchenfleisch von den Knochen lösen, mit zwei Gabeln zerteilen (ehrlicheweise ging das mit den Fingern besser), ohne Haut und Knochen zusammen mit der Pasta zurückgeben.

Mit Salz, Pfeffer und Kräutern pikant abschmecken, dabei mit dem Salz zunächst sparsam sein, weil der Halloumi durch die Salzlake oft schon sehr würzig ist.

Einen Teil des Halloumi in die Sauce reiben, den Rest vor dem Servieren mit etwas Olivenöl extra vergine auf die Hähchenpasta geben.

Die Hähnchenhaut habe ich allerdings nicht wie vorgeschlagen weggeworfen, sonder in einer kleinen Extrapfanne knusprig ausgebraten und über die Nudeln gegeben.

Die kulinarische Weltreise: Sfiha – صفيحة – Gefülltes Fladenbrot (Libanon)

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Im Juli geht es mit Volker von und mit volkermampft und der von ihm initiierten kulinarischen Weltreise in den Libanon. Die Speisen dort zählen zur levantinischen Küche und kommen auch in Syrien, Jordanien, Israel und Teilen der Türkei vor.

Mein heutiger und damit letzter Beitrag (nach Fattoush, einem Mezze-Teller und Mudardara) ist ein beliebtes Streetfood:

Sfiha, Esfiha, Esfirra, Sfija, Sfihah, Sfeeha oder Fatay besteht aus Fladenbrot, gefüllt mit Baharat und Zwiebeln, oft auch Tomaten und Pinienkernen gewürztem Hackfleisch. Es ist besonders typisch für die Stadt Baalbek in der Bekaa-Ebene.

Aufmerksam auf Sfiha wurde ich durch die Sendung 5-Zutaten-Mittelmeerküche von und mit Jamie Oliver, die auf RTL Living ausgestrahlt wird oder bei RTL + gestreamt werden kann.

In jeder Sendung gibt es eine/n Gastkoch/-köchin wie z. B. Sarit Packer und Itamar Srulovich, die eine vegetarische Variante der Sfiha mit Pilzen vorstellten. Die beiden wurden in Israel geboren, leben inzwischen aber in London, wo sie 2012 ihr Restaurant Honey & Co. eröffneten.

Ich musste beim Nachmachen etwas improvisieren, weil kein arabisches Fladenbrot zu bekommen war. Wenn meine Gesundheit noch mitspielen würde, hätte ich es natürlich selbst gebacken, aber ich habe dann einfach einen Bio-Pizzateig aus der Kühltheke genommen.

Zutaten für eine Springform von ca. 24 cm ø:

  • 3 Zwiebeln
  • 500 g Champignons
  • 2 EL Baharat
  • 1 großes Fladenbrot (ich: 1 Rolle Bio-Pizzateig)
  • 250 g Ricotta – 4 TL abheben
  • Olivenöl zum Braten
  • schwarzer Pfeffer
  • Meersalz
  • Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Zwiebeln schälen und würfeln, in einer großen Pfanne mit 2 EL Olivenöl zum braten und einer Prise Meersalz ca. 8 – 10 Minuten dünsten, bis die Würfel weich werden.

In der Zwischenzeit die Champignons in dicke Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben, sobald diese anfangen am Pfannenboden anzuhaften. Etwa 10 – 12 Minuten braten, bis mögliche Flüssigkeit aus der Pfanne verschwunden ist und die Pilze weich sind. Mit Baharat, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.

Im Originalrezept wird das Fladenbrot unter warmen Wasser angefeuchtet, ich habe den Pizzateig abgerollt und bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 Minuten im Backofen vorgebacken, ohne dass er hart und knusprig wird.

Die Springform mit Backpapier auslegen und leicht mit Olivenöl ausstreichen.

Pizzateig in die Springform drücken, mit der Ricotta belegen, die Champignons hineingeben und die überstehenden Ränder des Fladenbrotes bzw. des vorgebackenen Pizzateiges darüber falten.

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 – 15 backen. Sfiha aus der Form heben, ca. 5 Minute ruhen lassen und vierteln. Mit einem Kleks Ricotta *) servieren.

*) Ich hatte die 4 TL Ricotta mit getrockneter Minze und Salz abgeschmeckt und mit etwas Olivenöl extra vergine und etwas Wasser glatt gerührt.

Wir fanden die Füllung leider beide ein bisschen nichtssagen, weshalb wir die Reste am nächsten Tag mit dem Basilikum-Romana-Aufstrich von Sanchon aufgepeppt und alles mit etwas Feta, der als Import im Libanon gebräuchlich ist, überbacken haben. So hat uns das Sfiha wesentlich besser geschmeckt.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Mudardara – مجدرة – Libanesisches Linsen-Reisgericht

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Im Juli geht es mit Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft in den Libanon. Das Land am Mittelmeer zählt zur Levante und teilt sich damit ganz viele köstliche Gerichte mit Syrien, Jordanien, Palästina und Israel.

Bisher habe ich einen leckeren Salat namens Fattoush und einen tollen Mezzeteller eines kleinen Imbisses im Kaff vorgestellt. Im letzten Beitrag habe ich auch Gerichte aus der Levante verlinkt, die ich schon im Blog habe.

Heute habe ich eine vegane Fastenspeise dabei, die vor allem bei libanesischen Christen, denen freitags der Verzehr von Fleisch verboten ist, beliebt ist. Gefunden habe ich das Rezept auf der Seite Lebanesecookingdays von Silvana Sayegh, einer libanesischen freien Journalistin und Friedensforscherin, die seit 10 Jahren in Stuttgart lebt.

Es gibt verschiedene Schreibweisen für dieses Gericht: Megadarra, Majadra, Mejadra, Moujadara, Megadarra. Laut Silvana Sayegh wird im Libanon hauptsächlich zwischen Mujadara, bei der die Linsen zu einer dicken Suppe püriert werden und Mudardara, so wie ich es heute vorstelle, unterschieden.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 350 g Berglinsen (ich: rote Pilgerlinsen aus der Linsenmanufaktur in Paderborn)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Langkorneis (ich: Basmatireis)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Piment mit Kreuzkümmel und Zimt oder 7-Gewürz (ich: Baharat *)

*) Nach meiner Recherche im Netz ist Baharat tatsächlich das 7-Gewürz im Libanon. Ersatzweise kann man Ras el-Hanout oder auch Garam Masala nehmen.

Für das Topping:
  • 2 Zwiebeln **)
  • 2 EL Mehl **)
  • Bratöl **)
  • 1 Handvoll Pinienkerne oder Cashewnüsse **)

**) Ich hatte noch Röstzwiebeln vom Soto Ayam und einem Kartoffelstampf im Vorrat und habe Pistazien aus dem Vorrat genommen.

Zubereitung:

Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.

Zwiebel schälen, in dünne Scheiben schneiden. (Ich gewürfelt, weil ich nicht richtig gelesen habe.) Mit Olivenöl 5 Minuten anbraten und mit den Linsen mischen.

Reis waschen und in den Topf geben und mit den Linsen mischen. Salz dazu geben und mit 250 ml heißem Wasser aufkochen und bei geringer Hitze 10 -15 Minuten köcheln lassen.

Das Gemisch mit Baharat abschmecken, kurz unterrühren.

Für das Topping: Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Fünf Minuten in ein Tuch wickeln und ausdrücken. Mit 2 EL Mehl bestäuben. 2 cm Bratöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin frittieren, bis sie goldbraun werden. Auf einem Teller mit Küchenpapier entfetten.

Pistazien (Pinienkerne) kurz in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie goldbraun werden und schnell aus der Pfanne nehmen.

Das Linsen-Reis-Gemisch auf Tellern anrichten und mit den Zwiebeln und Pistazien garnieren.

Bei uns gab es einen orientalischen Möhrensalat „frei Schnauze“ dazu, was sehr gut passte.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Mediterraner Kartoffelauflauf mit Gemüse und Feta

So einen leckeren Auflauf hat uns der GöGa vergangenen Sonntag mit Hilfe des Cookits zubereitet. Zwischen zwei Schichten aus dünnen Kartoffelscheiben verstecken sich mit rotem Pesto, Oregano und Thymian gewürzten Zucchini- und Auberginenscheiben. Das Ganze wird dann noch mit leckerem Feta überbacken.

Natürlich kann man das Rezept auch mit haushaltsüblichen Küchengerätschaften zubereiten.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Aubergine à ca. 150 g
  • 1 Zucchini à 150 g
  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • Salz
  • 150 g Feta, zerkrümelt
  • 100 ml Gemüsefond/-brühe
  • 150 g Pesto rosso
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl zu Fetten der
  • Auflaufform

Zubereitung:

Aubergine und Zucchini in dünne Scheiben schneiden (von Hand, mit einem Gemüsehobel oder einer Küchenmaschine) und leicht salzen.

Kartoffeln schälen und ebenfalls – wie oben – in dünne Scheiben schneiden. In köchelndem Salzwasser weich garen – das dauert ca. 15 Minuten. Durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Auf einem Sieb das Salz vom Gemüse spülen.

Gemüsefond mit Pesto und den Kräutern gut mischen.

Auflaufform leicht mit Olivenöl fetten, die Hälfte der Kartoffelscheiben gleichmäßig hineingeben, darauf die Zucchini und Auberginen verteilen und die restlichen Kartoffel darauf schichten. Die Sauce über die Kartoffelschicht gießen.

Zum Schluss mit dem zerkrümelten Feta bestreuen und ca. 50 – 60 Minuten backen, servieren und genießen.

Am nächsten Tag haben wir diesen Auflauf tatsächlich kalt gegessen, was wirklich auch gut geschmeckt hat. Man könnte ihn – wie bei diesem Bocadillo – im Brötchen oder Fladenbrot servieren.

Die kulinarische Weltreise: Mezzeteller aus dem Libanon

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Es gibt sie doch, die kleinen kulinarischen Perlen im Restauranteinheitsbrei im Kaff. Erst kürzlich entdeckten wir den Batam-Imbiss (Werbung ohne Gegenleistung), der zwar von Irakern betrieben wird, aber eine Vielfalt von auch im Libanon und der Levante üblichen Gerichten anbietet.

Am verganenen Samstag hatte der GöGa in der Innenstadt ein Schachturnier und brachte uns auf dem Heimweg eine Auswahl orientalischer Köstlichkeiten mit:

Hier haben wir, beginnend auf 12 Uhr:

Shawarma, rechts daneben frittierte Aubergine und Möhrenstreifen, darunter Halloumi, links daneben Taboulé, auf 9 Uhr Hummus und darüber ein (von insgesamt fünf) Falafel.

Alles ist superlecker, superfrisch! Einziges Manko ist, dass es sich wirklich um eine Imbissbude mit ein oder zwei Tischen handelt, so dass man die Gerichte eigentlich nur mitnehmen kann.

Aber ich liebe ja diese Häppchen, wo man von allem eine Kleinigkeit hat und probieren kann.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Fattoush – فتوش – Libanesischer Brotsalat

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Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft reist weiter und zwar in den Libanon. Das ist wieder eines von den Ländern, in die man zur Zeit in der Realität vermutlich eher nicht reisen möchte, steckt es doch mitten in dem Konflikt USA – Iran – Israel.

Die Libanesische Republik (arabisch الجمهورية اللبنانية) grenzt im Westen ans Mittelmeer, im Norden und Osten an Syrien und im Süden an Israel. Mehr zu Geschichte, Politik und Geografie erfahrt Ihr auf Wikipedia, denn das alles würde den Rahmen eines Koch-Blogs sprengen.

Wie die Nachbarländer Syrien, Israel, Jordanien sowie Palästina und der türkischen Provinz Hatay wird Libanon der Levante zugerechnet, weshalb die Küchen dieser Länder sehr ähnlich sind und weshalb ich schon einiges an Gerichten im Blog habe.

Grundbestandteile der libanesischen (und levantinischen) Küche sind Gemüse, Obst, getrocknete Hülsenfrüchte, Bulgur, Reis, Fisch, Fleisch, Huhn, Nüsse, Oliven, Joghurt und Tahini. Viele Speisen sind vegetarisch. Fett wird traditionell nur sparsam verwendet.

Zu den bekanntesten Gerichten gehört Kibbeh, das in der gesamten Region gegessen wird. Typisch sind auch Hummus und Taboulé.

Verbreitet sind außerdem gefülltes Gemüse und Eintopfgerichte mit Fleisch und Gemüse. Die libanesischen Mezze (Vorspeisen) gelten als sehr schmackhaft. Burghul bi d’feeneh ist ein Eintopf aus Bulgur, Kichererbsen, Fleisch und Zwiebeln. Hindbeh bilzeyt ist gekochter Löwenzahn mit Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft.

Auch Shawarma, das ich für den Weltreiseabstecher nach Syrien zubereitet hatte, ist im Libanon ebenfalls sehr beliebt.

Heute bringe ich einen leichten erfrischenden Salat, der bei der derzeitigen Hitze genau richtig ist.

Fattoush ist ein Salat aus Tomaten, Gurken, Radieschen, Frühlingszwiebeln und wird mit frittiertem oder geröstetem (Fladen-)Brot serviert.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Bund großblättrige Petersilie
  • frische Pfefferminze
  • 4 – 6 Tomaten, gerne verschiedene Farben und Formen
  • 1/2 Gurke
  • 4 Radieschen
  • 1 – 2 Lauchzwiebeln
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Sumach
  • 1 Stück arabisches Fladenbrot

Zubereitung:

Saft einer halben Zitrone mit Olivenöl und Salz und Pfeffer mischen.

Lauchzwiebel in dünne Röllchen schneiden und in das Salatdressing geben, damit sie etwas weicher und verträglicher werden.

Tomaten, Gurken und Radieschen nach Wunsch klein schneiden; Petersilie und Minze nicht zu fein durchhacken und alles zusammen zum Dressing geben. Sumach über den Salat streuen.

Brot in Stücke reißen oder schneiden und kurz frittieren (geht auch im Airfryer) oder im Backofen knusprig braten.

Da wir auf der Terrassse auf unserem elektrischen Teppanyakigrill gekocht haben, haben wir die Brotstücke auf der Plancha geröstet.

Kurz vor dem Servieren über den Salat geben oder separat dazu reichen. Das Brot sollte keinesfalls im Salat durchweichen, sondern knusprig bleiben.

Wir haben Fattoush mit sehr leckerem ebenfalls auf dem Teppan gegrillten veganen plant-based Pfeffermedaillons von The Green Mountain, Fladenbrot und Kräuterbutter serviert.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden: