Das Gericht von der griechischen Insel Andros besticht durch seine Aromatik, hervorgerufen mit nur fünf Zutaten wie Hähnchen, Nudeln, Tomatensauce und geriebenem Halloumi.
Das ursprüngliche Rezept ist für 8 Portionen berechnet, ich habe es halbiert, so dass wir an zwei Abenden sehr gut gegessen haben.
Zutaten für 4 Portionen:
500 g Hähnchenoberschenkel mit Haut und Knochen (ich hatte Hähnchenflügel bekommen)
250 g TK-Suppengemüse
1 Dose Eiertomaten à 400 g (ich: gehackte Tomaten)
Hähnchenteile bei starker Hitze in Olivenöl zum Braten rundum in einer beschichteten Pfanne bräunen, auf einen Teller legen.
Gemüsemix in die Pfanne geben, 5 Minuten garen, Hähnchenteile zurücklegen, Essig zugeben und verkochen lassen. Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser aufgießen.
Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 1Stunde köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Hin und wieder umrühren.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung garen und abgießen.
Das Hähnchenfleisch von den Knochen lösen, mit zwei Gabeln zerteilen (ehrlicheweise ging das mit den Fingern besser), ohne Haut und Knochen zusammen mit der Pasta zurückgeben.
Mit Salz, Pfeffer und Kräutern pikant abschmecken, dabei mit dem Salz zunächst sparsam sein, weil der Halloumi durch die Salzlake oft schon sehr würzig ist.
Einen Teil des Halloumi in die Sauce reiben, den Rest vor dem Servieren mit etwas Olivenöl extra vergine auf die Hähchenpasta geben.
Die Hähnchenhaut habe ich allerdings nicht wie vorgeschlagen weggeworfen, sonder in einer kleinen Extrapfanne knusprig ausgebraten und über die Nudeln gegeben.
Im Juli geht es mit Volker von und mit volkermampft und der von ihm initiierten kulinarischen Weltreise in den Libanon. Die Speisen dort zählen zur levantinischen Küche und kommen auch in Syrien, Jordanien, Israel und Teilen der Türkei vor.
Mein heutiger und damit letzter Beitrag (nach Fattoush, einem Mezze-Teller und Mudardara) ist ein beliebtes Streetfood:
Sfiha, Esfiha, Esfirra, Sfija, Sfihah, SfeehaoderFatay besteht aus Fladenbrot, gefüllt mit Baharat und Zwiebeln, oft auch Tomaten und Pinienkernen gewürztem Hackfleisch. Es ist besonders typisch für die Stadt Baalbek in der Bekaa-Ebene.
In jeder Sendung gibt es eine/n Gastkoch/-köchin wie z. B. Sarit Packer und Itamar Srulovich, die eine vegetarische Variante der Sfiha mit Pilzen vorstellten. Die beiden wurden in Israel geboren, leben inzwischen aber in London, wo sie 2012 ihr Restaurant Honey & Co. eröffneten.
Ich musste beim Nachmachen etwas improvisieren, weil kein arabisches Fladenbrot zu bekommen war. Wenn meine Gesundheit noch mitspielen würde, hätte ich es natürlich selbst gebacken, aber ich habe dann einfach einen Bio-Pizzateig aus der Kühltheke genommen.
Zutaten für eine Springform von ca. 24 cm ø:
3 Zwiebeln
500 g Champignons
2 EL Baharat
1 großes Fladenbrot (ich: 1 Rolle Bio-Pizzateig)
250 g Ricotta – 4 TL abheben
Olivenöl zum Braten
schwarzer Pfeffer
Meersalz
Olivenöl extra vergine
Zubereitung:
Zwiebeln schälen und würfeln, in einer großen Pfanne mit 2 EL Olivenöl zum braten und einer Prise Meersalz ca. 8 – 10 Minuten dünsten, bis die Würfel weich werden.
In der Zwischenzeit die Champignons in dicke Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben, sobald diese anfangen am Pfannenboden anzuhaften. Etwa 10 – 12 Minuten braten, bis mögliche Flüssigkeit aus der Pfanne verschwunden ist und die Pilze weich sind. Mit Baharat, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.
Im Originalrezept wird das Fladenbrot unter warmen Wasser angefeuchtet, ich habe den Pizzateig abgerollt und bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 Minuten im Backofen vorgebacken, ohne dass er hart und knusprig wird.
Die Springform mit Backpapier auslegen und leicht mit Olivenöl ausstreichen.
Pizzateig in die Springform drücken, mit der Ricotta belegen, die Champignons hineingeben und die überstehenden Ränder des Fladenbrotes bzw. des vorgebackenen Pizzateiges darüber falten.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 – 15 backen. Sfiha aus der Form heben, ca. 5 Minute ruhen lassen und vierteln. Mit einem Kleks Ricotta *) servieren.
*) Ich hatte die 4 TL Ricotta mit getrockneter Minze und Salz abgeschmeckt und mit etwas Olivenöl extra vergine und etwas Wasser glatt gerührt.
Wir fanden die Füllung leider beide ein bisschen nichtssagen, weshalb wir die Reste am nächsten Tag mit dem Basilikum-Romana-Aufstrich von Sanchon aufgepeppt und alles mit etwas Feta, der als Import im Libanon gebräuchlich ist, überbacken haben. So hat uns das Sfiha wesentlich besser geschmeckt.
Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:
Im Juli geht es mit Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft in den Libanon. Das Land am Mittelmeer zählt zur Levante und teilt sich damit ganz viele köstliche Gerichte mit Syrien, Jordanien, Palästina und Israel.
Bisher habe ich einen leckeren Salat namens Fattoush und einen tollen Mezzeteller eines kleinen Imbisses im Kaff vorgestellt. Im letzten Beitrag habe ich auch Gerichte aus der Levante verlinkt, die ich schon im Blog habe.
Heute habe ich eine vegane Fastenspeise dabei, die vor allem bei libanesischen Christen, denen freitags der Verzehr von Fleisch verboten ist, beliebt ist. Gefunden habe ich das Rezept auf der Seite Lebanesecookingdays von Silvana Sayegh, einer libanesischen freien Journalistin und Friedensforscherin, die seit 10 Jahren in Stuttgart lebt.
Es gibt verschiedene Schreibweisen für dieses Gericht: Megadarra, Majadra, Mejadra, Moujadara, Megadarra. Laut Silvana Sayegh wird im Libanon hauptsächlich zwischen Mujadara, bei der die Linsen zu einer dicken Suppe püriert werden und Mudardara, so wie ich es heute vorstelle, unterschieden.
Zutaten für 4 Portionen:
350 g Berglinsen (ich: rote Pilgerlinsen aus der Linsenmanufaktur in Paderborn)
3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
100 g Langkorneis (ich: Basmatireis)
1 TL Salz
1/2 TL Piment mit Kreuzkümmel und Zimt oder 7-Gewürz (ich: Baharat *)
*) Nach meiner Recherche im Netz ist Baharat tatsächlich das 7-Gewürz im Libanon. Ersatzweise kann man Ras el-Hanout oder auch Garam Masala nehmen.
Für das Topping:
2 Zwiebeln **)
2 EL Mehl **)
Bratöl **)
1 Handvoll Pinienkerne oder Cashewnüsse **)
**) Ich hatte noch Röstzwiebeln vom Soto Ayam und einem Kartoffelstampf im Vorrat und habe Pistazien aus dem Vorrat genommen.
Zubereitung:
Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.
Zwiebel schälen, in dünne Scheiben schneiden. (Ich gewürfelt, weil ich nicht richtig gelesen habe.) Mit Olivenöl 5 Minuten anbraten und mit den Linsen mischen.
Reis waschen und in den Topf geben und mit den Linsen mischen. Salz dazu geben und mit 250 ml heißem Wasser aufkochen und bei geringer Hitze 10 -15 Minuten köcheln lassen.
Das Gemisch mit Baharat abschmecken, kurz unterrühren.
Für das Topping: Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Fünf Minuten in ein Tuch wickeln und ausdrücken. Mit 2 EL Mehl bestäuben. 2 cm Bratöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin frittieren, bis sie goldbraun werden. Auf einem Teller mit Küchenpapier entfetten.
Pistazien (Pinienkerne) kurz in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie goldbraun werden und schnell aus der Pfanne nehmen.
Das Linsen-Reis-Gemisch auf Tellern anrichten und mit den Zwiebeln und Pistazien garnieren.
Bei uns gab es einen orientalischen Möhrensalat „frei Schnauze“ dazu, was sehr gut passte.
Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:
So einen leckeren Auflauf hat uns der GöGa vergangenen Sonntag mit Hilfe des Cookits zubereitet. Zwischen zwei Schichten aus dünnen Kartoffelscheiben verstecken sich mit rotem Pesto, Oregano und Thymian gewürzten Zucchini- und Auberginenscheiben. Das Ganze wird dann noch mit leckerem Feta überbacken.
Natürlich kann man das Rezept auch mit haushaltsüblichen Küchengerätschaften zubereiten.
Zutaten für 4 Portionen:
1 Aubergine à ca. 150 g
1 Zucchini à 150 g
500 g festkochende Kartoffeln
Salz
150 g Feta, zerkrümelt
100 ml Gemüsefond/-brühe
150 g Pesto rosso
1 TL getrockneter Oregano
1 TL getrockneter Thymian
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl zu Fetten der
Auflaufform
Zubereitung:
Aubergine und Zucchini in dünne Scheiben schneiden (von Hand, mit einem Gemüsehobel oder einer Küchenmaschine) und leicht salzen.
Kartoffeln schälen und ebenfalls – wie oben – in dünne Scheiben schneiden. In köchelndem Salzwasser weich garen – das dauert ca. 15 Minuten. Durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Auf einem Sieb das Salz vom Gemüse spülen.
Gemüsefond mit Pesto und den Kräutern gut mischen.
Auflaufform leicht mit Olivenöl fetten, die Hälfte der Kartoffelscheiben gleichmäßig hineingeben, darauf die Zucchini und Auberginen verteilen und die restlichen Kartoffel darauf schichten. Die Sauce über die Kartoffelschicht gießen.
Zum Schluss mit dem zerkrümelten Feta bestreuen und ca. 50 – 60 Minuten backen, servieren und genießen.
Am nächsten Tag haben wir diesen Auflauf tatsächlich kalt gegessen, was wirklich auch gut geschmeckt hat. Man könnte ihn – wie bei diesem Bocadillo – im Brötchen oder Fladenbrot servieren.
Es gibt sie doch, die kleinen kulinarischen Perlen im Restauranteinheitsbrei im Kaff. Erst kürzlich entdeckten wir den Batam-Imbiss (Werbung ohne Gegenleistung), der zwar von Irakern betrieben wird, aber eine Vielfalt von auch im Libanon und der Levante üblichen Gerichten anbietet.
Am verganenen Samstag hatte der GöGa in der Innenstadt ein Schachturnier und brachte uns auf dem Heimweg eine Auswahl orientalischer Köstlichkeiten mit:
Hier haben wir, beginnend auf 12 Uhr:
Shawarma, rechts daneben frittierte Aubergine und Möhrenstreifen, darunter Halloumi, links daneben Taboulé, auf 9 Uhr Hummus und darüber ein (von insgesamt fünf) Falafel.
Alles ist superlecker, superfrisch! Einziges Manko ist, dass es sich wirklich um eine Imbissbude mit ein oder zwei Tischen handelt, so dass man die Gerichte eigentlich nur mitnehmen kann.
Aber ich liebe ja diese Häppchen, wo man von allem eine Kleinigkeit hat und probieren kann.
Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:
Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft reist weiter und zwar in den Libanon. Das ist wieder eines von den Ländern, in die man zur Zeit in der Realität vermutlich eher nicht reisen möchte, steckt es doch mitten in dem Konflikt USA – Iran – Israel.
Die LibanesischeRepublik (arabisch الجمهورية اللبنانية) grenzt im Westen ans Mittelmeer, im Norden und Osten an Syrien und im Süden an Israel. Mehr zu Geschichte, Politik und Geografie erfahrt Ihr auf Wikipedia, denn das alles würde den Rahmen eines Koch-Blogs sprengen.
Wie die Nachbarländer Syrien, Israel, Jordanien sowie Palästina und der türkischen Provinz Hatay wird Libanon der Levante zugerechnet, weshalb die Küchen dieser Länder sehr ähnlich sind und weshalb ich schon einiges an Gerichten im Blog habe.
Grundbestandteile der libanesischen (und levantinischen) Küche sind Gemüse, Obst, getrocknete Hülsenfrüchte, Bulgur, Reis, Fisch, Fleisch, Huhn, Nüsse, Oliven, Joghurt und Tahini. Viele Speisen sind vegetarisch. Fett wird traditionell nur sparsam verwendet.
Zu den bekanntesten Gerichten gehört Kibbeh, das in der gesamten Region gegessen wird. Typisch sind auch Hummus und Taboulé.
Verbreitet sind außerdem gefülltes Gemüse und Eintopfgerichte mit Fleisch und Gemüse. Die libanesischen Mezze (Vorspeisen) gelten als sehr schmackhaft. Burghul bi d’feeneh ist ein Eintopf aus Bulgur, Kichererbsen, Fleisch und Zwiebeln. Hindbeh bilzeyt ist gekochter Löwenzahn mit Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft.
Auch Shawarma, das ich für den Weltreiseabstecher nach Syrien zubereitet hatte, ist im Libanon ebenfalls sehr beliebt.
Heute bringe ich einen leichten erfrischenden Salat, der bei der derzeitigen Hitze genau richtig ist.
Fattoush ist ein Salat aus Tomaten, Gurken, Radieschen, Frühlingszwiebeln und wird mit frittiertem oder geröstetem (Fladen-)Brot serviert.
Zutaten für 4 Portionen:
1 Bund großblättrige Petersilie
frische Pfefferminze
4 – 6 Tomaten, gerne verschiedene Farben und Formen
1/2 Gurke
4 Radieschen
1 – 2 Lauchzwiebeln
Saft einer halben Zitrone
2 – 3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
Sumach
1 Stück arabisches Fladenbrot
Zubereitung:
Saft einer halben Zitrone mit Olivenöl und Salz und Pfeffer mischen.
Lauchzwiebel in dünne Röllchen schneiden und in das Salatdressing geben, damit sie etwas weicher und verträglicher werden.
Tomaten, Gurken und Radieschen nach Wunsch klein schneiden; Petersilie und Minze nicht zu fein durchhacken und alles zusammen zum Dressing geben. Sumach über den Salat streuen.
Brot in Stücke reißen oder schneiden und kurz frittieren (geht auch im Airfryer) oder im Backofen knusprig braten.
Da wir auf der Terrassse auf unserem elektrischen Teppanyakigrill gekocht haben, haben wir die Brotstücke auf der Plancha geröstet.
Kurz vor dem Servieren über den Salat geben oder separat dazu reichen. Das Brot sollte keinesfalls im Salat durchweichen, sondern knusprig bleiben.
Das Rezept hatte der GöGa auf Facebook entdeckt und da es lecker aussah und einfach in der Umsetzung war, haben wir es ausprobiert.
Zutaten für 4 Portionen:
2 Pakete Bio-Lachsfilets (TK)
400 ml passierte Tomaten
200 ml (Koch-)Sahne
3 TL gemischte italienische Kräuter
Salz, Peffer
200 g Kirschtomaten, halbiert
1- 2 Pakete Mini-Mozzarellakugeln
Zubereitung:
Lachsfilets auftauen lassen, den grauen tranigen Streifen herausschneiden.
Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Passierte Tomaten mit Sahne und den Kräutern und Gewürzen in eine Auflaufform geben und gründlich verrühren. Halbierte Kirschtomaten und Mozzarellakugeln zugeben und zunächst 20 Minuten im Ofen vorgaren.
Lachsfilets rundum salzen und pfeffern und auf die Sauce legen, anschließend weitere 10 Minuten im Ofen garen.
Mit Pasta, am besten breiten Bandnudeln servieren. Am zweiten Tag gab es Reis dazu.
Ein sehr leckeres Gericht, allerdings ist der arme Lachs trotz der verkürzten Garzeit (im Ursprungsgericht sollte alles 30 – 35 Minuten in den Ofen) zweimal gestorben, sprich: Er war doch schon sehr trocken. Vielleicht sollte man einfach auch die Backofentemperatur auf maximal 200 °C runterregeln.
Nun hat dieser Internet-Trend uns auch ereilt: Hackfleisch wird mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen verknetet, möglichst dünn auf zwischen zwei Blättern Backpapier ganz dünn auSgerollt, dann auFgerollt und in der Heißluftfritteuse gegart.
Zutaten für ca. 2 – 4 Portionen (je nach Beilagen):
250 g Rinderhack
250 g Lammhack
1 kleine Zwiebel, gerieben
1 Knoblauchzehe,
2 EL Joghurt
1 EL Öl
2 EL Dönergewürz (ich: von Ankerherz *)
*) Ankerherz gehört seit April 2026 nicht mehr zu Nestlé, also wieder kaufbar.
Zubereitung:
Hackfleisch mit allen Zutaten ca. 3 – 5 Minuten gut verkneten, bis eine kompakte Masse entsteht.
Diese portionsweise auf Backpapier streichen, eine weitere Lage Backpapier darauf legen, mit dem Nudelholz dünn rollen. Das obere Backpapier abziehen und das Fleisch eng in das unten liegenden Papier einrollen. Bei Bedarf die Rollen halbieren, damit sie in den Airfryer passen und dann ca. 15 Minuten bei 200 °C backen. Alternativ kann man die Döner auch im Backofen zubereiten.
Nach Ende der Garzeit abrollen und das Fleisch kleiner zupfen. Nach Wunsch noch mal knusprig nachbraten.
Am ersten Tag gab es den Backpapier-Döner mit Pommes und Cacık, am zweiten Tag habe ich die Fleischstücke tatsächlich noch mal in der Pfanne nachgebraten. Dazu gab es einen marokkanischen Möhrensalat, den Rest Cacık, ein paar Falafel und ein Stück Fladenbrot.
Geschmacklich war der Backpapier-Döner top, allerdings hätte das Fleisch noch etwas dünner ausgerollt werden müssen.
Am ersten Sonntag im Juni wird bei Leckeres für jeden Tag „Gutes im Glas“ serviert. Das ist ja ein breit gefächertes Thema: in (Weck-)Gläsern wird eingemacht oder gepickelt, man kann Suppen oder auch Salate in Gläsern servieren, natürlich Getränke oder auch schöne Desserts.
Ein ganz ähnliches Thema hatten wir schon am ersten Maisonntag im Jahr 2023, als ich auch schon ein Dessert im Glas, eine Exotische Eton Mess präsentiert habe.
Jetzt also Panna cotta. Die Idee dazu bekam ich, als mein Mann von einer Dienstreise einen Rooibos-Tee mit Blaubeer-Vanille-Aroma mitbrachte. Dieser Duft! Passt doch super in ein Dessert.
optional: Kekskrümel (ich: Schweinsöhrchen) und Minzeblatt zur Deko
außerdem: 2 Weckgläser à 250 ml zum Anrichten
Zubereitung:
Sahne mit dem Tee in einem Topf zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe 5 – 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in ein Litermaß abgießen, mit Zucker und Agartine in den Topf zurückgeben, gut verrühren, erneut zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Stufe simmern lassen.
Gleichmäßig verteilt in kalt ausgespülte (Weck-)Gläser gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna cotta fest wird.
Zum Anrichten frische Blaubeeren auf die Panna cotta geben, jeweils einen zerbröselten Keks (ich: Schweinsöhrchen) darüber streuen und mit einem Minzblatt dekorieren.
Hier geht es zu den Speisen im Glas der anderen Teilnehmenden:
Das Kongeriket Norge/Noreg ist ein ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2026) dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.
Das Hauptland Norwegens erstreckt sich zwischen dem 57. und 71. Breitengrad und liegt somit teils nördlich des Polarkreises. [weiterlesen auf Wikipedia]
Die norwegische Küche ist einfach und geprägt durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern. Fisch und Milchprodukte waren und sind Basis der Küche, die durch Brot und Getreidebrei sowie Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wid ergänzt werden.
Geprägt durch das skandinavische Klima mit kurzen Sommern und langen Wintern war die Konservierung der Lebensmittel sehr wichtig, um während der Wintermonate die Versorgung zu gewährleisten. Deshalb wird immer noch viel geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet.
Getreideanbau von Hafer und Gerste ist nur im Süden des Landes möglich. Da diese beiden Sorten sich nicht für die Herstellung von Hefebrot eignet, gibt es überwiegend Flatbrød, ein dem Knäckebrot ähnelndes trockenes Fladenbrot. Durch Handel haben natürlich inzwischen auch andere Getreidesorten Einzug gehalten.
Durch die lange Küstenlinie ist Fisch natürlich sehr wichtig wie z. B. Lachs, Hering, Kabeljau, Sardinen und Makrelen.
Auch Kartoffeln stehen seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert auf dem Speiseplan.
Die Suche nach passenden Rezepten fand ich schwierig, denn im Sommer habe ich gelinde gesagt keine Lust auf Wildgerichte oder schwere Eintöpfe, die natürlich im Winter ihre Berechtigung haben.
Auf der Seite Mahtava *) fand ich dann ein Rezept für die Blaubeer-Vanille-Schnecken, habe dieses allerdings nur als Anregung genommen, weil der GöGa und ich den Teig und den Pudding im Cookit zubereitet haben und dazu die Rezepte für den süßen Hefeteig und den Vanillepudding genommen haben.
*) Hier habe ich schon die Rezepte für Rentiergeschnetzelte und den Wintersalat für unseren Abstecher nach Finnland im Rahmen der kulinarischen Weltreise (Mai 2023) gefunden.
Natürlich kann man Teig und Pudding auch ohne dieses Küchen-Gadget machen.
Zutaten für 8 – 12 Schnecken *):
Für den süßen Hefeteig (Cookit-Rezept):
500 g Weizenmehl 550 + etwas mehr zum Bearbeiten
100 g Zucker
100 g Butter, weich in Stücken
150 ml Vollmilch
1 EL Trockenhefe = 1 handelsübliches Tütchen
1 Prise Salz
2 Eier
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Rührschüssel/Küchenmaschine geben und gründlich mischen und dann so lange verkneten, bis der Schüsselrand sauber bleibt.
Schüssel abdecken (mit passendem Deckel oder einem Küchenhandtuch) und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit den Vanillepudding und die Füllung zubereiten:
Zutaten für den Vanillepudding:
500 ml Vollmilch
2 Eigelbe + 1 Ei zum Bepinseln der Schnecken
1 Prise Salz
50 g Zucker, darin enthalten 20 g Vanillezucker
30 g Speisestärke
Zubereitung:
Im Cookit werden tatsächlich alle Zutaten in den Topf gegeben und alles unter Rühren auf 95 °C erhitzt, was hervorragend geklappt hat.
Für die Zubereitung ohne Küchenmaschine einfach alle Zutaten gründlich verquirlen, in einem Kochtopf einmal unter Rühen aufkochen, eindicken lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.
Zutaten für die Füllung:
75 g Butter, zimmerwarm
4 EL Zucker
150 – 200 g (wilde) Blaubeeren
Zubereitung:
Butter und Zucker in einer kleinen Schüssel gründlich mischen.
Fertigstellung:
Teig direkt auf ein mit einer bemehlten Silikon-Backmatte belegtes Blech geben, kurz gründlich durchkneten und zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen.
Die Butter-Zucker-Füllung darauf gleichmäßig ausstreichen und die Blaubeeren darauf geben (Bild unten links). Teig von der Längsseite eng aufrollen, mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 gleich große Scheiben schneiden.
Nebeneinander auf das Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Bild unten Mitte).
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze aufheizen. Das restliche Ei verquirlen, die Schnecken damit bepinseln. Dann mit dem Rücken eines Teelöffels Löcher in die Mitte der aufgegangenen Schnecken drücken, dorthinein den Vanillepudding geben (Bild unten rechts).
Blaubeerschnecken 15 – 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun aussehen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann – am besten draußen in der Sonne – genießen.
Die Hefeschnecken mit Blaubeeren und Pudding haben ganz wunderbar geschmeckt und die Arbeit hielt sich, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung meines GöGas, in Grenzen, zumal man ja durch das Gehenlassen und Backen immer wieder Pausen einlegen konnte.
Wie immer ergänze ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden: