Brennnessel, das vermeintliche Unkraut

Die Brennnessel wird gerne mal als Unkraut beschimpft, weil sie alles überwuchert, wenn man ihr keinen Einhalt gebietet.

Dass in der gemeinen Brennnessel aber allerlei nützliche Inhaltsstoffe stecken, wissen die wenigsten.

Sobald sich bei uns im Garten frische Brennnesseln zeigen, pflücke ich die oberen zarten Spitzen (natürlich mit Gartenhandschuhen) wasche sie kurz unter klarem Wasser ab und trockne sie dann.

Diese getrockneten Blätter ergeben einen hervorragenden Tee, der, besonders durch die harntreibende Wirkung des hohen Kaliumgehalts, ein natürliches Mittel bei einer leichten Blasenentzündung *) ist. Man kann noch etwas Zitronensaft, frische oder getrocknete Zitronenschale und auch Honig oder Agavendicksaft für einen besseren Geschmack zugeben.

Zu viel Brennnesseltee sollte man dennoch nicht trinken, weil es dann zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Blähungen, Durchfall) kommen kann.

Brennnesseln kann man auch wie Spinat zubereiten oder eine cremige Suppe daraus kochen. Durch Hacken und/oder Erhitzen verlieren die kleinen Nesselhärchen ihre hautirritierende Wirkung.

*) Bei starken Beschwerden mit Fieber, Schmerzen und allgemeinem Unwohlsein ist natürlich ein Arzt aufzusuchen!

Ferner entfaltet der Tee nur dann seine Wirkung, wenn nebenher genügend Flüssigkeit zu sich genommen wird.

 

 

Blog-Event CXXXIV: Konservieren – Das Update

Nun ist das Blog-Event, dass ich bei Zorra vom Kochtopf betreuen durfte auch schon wieder vorbei.

Ich möchte mich auch an dieser Stelle noch mal herzlich für die tollen Rezepte bedanken. Das ein oder andere werde ich sicher mal nachkochen.

Hier könnt Ihr die Zusammenfassung nachlesen.

Ich hatte als Gastgeber auch einen kleinen Beitrag geleistet, nichts besonderes:

Eingemachte Bohnen und Sauerkraut

Wurzelgemüse aus dem Backofen

Im Gegensatz zu meiner normalen Kartoffelernte ist die der Süßkartoffel eher mau ausgefallen. Es war gerade genug, um ein leckeres Wurzelgemüse aus dem Ofen zu machen.

Neben den 5 kleinen Süßkartoffeln – normalerweise 1 mittelgroße – braucht man 1 mittelgroße Kartoffel, sowie 1 große Möhre. Alle drei Gemüse gründlich waschen. Die Kartoffeln in Ecken und die Möhre in etwa gleich lange und dicke Stücke schneiden. Falls Eure Süßkartoffel größer ist, diese dann auch auf die entsprechende Größe schneiden.

Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Eine ofenfeste Form mit etwas Olivenöl auspinseln. Die geschnittenen Gemüse darin verteilen.

1 geschälte Knoblauchzehe in grobe Stücke schneiden, 1 kleine Schalotte längs in Streife schneiden. Zusammen mit ein paar Zweigen Oregano und Rosmarin ebenfalls zum Gemüse geben, salzen, pfeffern und zum Schluss 1/2 Feta (ca. 70 g) über das Gemüse bröseln.

30 – 40 Minuten im Backofen garen und zum Schluss noch mal mit frischen Kräutern garnieren.

Nichts für Feiglinge: Feigensenf

Senf selber zu machen ist nicht so schwierig. Man braucht Öl, Senfkörner bzw. Senfmehl, Essig und entsprechende Gewürze.

Dazu für kleinere Menge einen Zauberstab, für größere Produktionen bietet sich ein Standmixer an.

Zutaten für 5 Gläser à ca. 130 g:

10 EL Senfmehl bzw. Senfkörner *)
2 TL Salz
10 EL Essig – Aceto Balsamico
200 ml Pflanzenöl – Olivenöl
Wasser nach Bedarf
2 EL Zucker
200 g Softfeigen

 

 

Zubereitung:

*) Falls man Senfkörner benutzt, diese in einer einfachen elektrischen Kaffeemühle mahlen.

Die Feigen etwas klein schneiden.

Alle Zutaten in einen Standmixer bzw. einem hohen Gefäß zu einer homogenen Masse pürieren.

Eventuell muss man etwas Wasser zugeben, um den Senf geschmeidiger zu machen.

 

Die fertige Masse – ja, ich weiß: appetitlich sieht ander aus! – auf sterilisierte Gläser verteilen und kühl lagern.

 

 

 

 

 

 

Der Senf schmeckt z. B. zu Käse sehr gut.

Der Senf wird nach einer Weile oft etwas dick; man kann den Senf dann mit einem Schuss Wasser wieder geschmeidig rühren.

Das Rezept lehnt sich übrigens an den Weihnachtssenf vom GLATZKOCH Jörg Heilemann an.

Aus einer Pfanne: Gefüllte Zucchini mit Möhrenreis

Ich hatte noch eine riesige Zucchini im Kühlschrank, die ich mir eigentlich irgendwann unter der Woche als Solomittagessen hatte machen wollen und dann eben doch liegen geblieben war.

Was also tun? Füllen fand der GöGa schon mal nicht übel. Mit Hack oder vegetarisch? Indifferent. Wie wär’s mit einer schönen Champignonfüllung und dazu noch etwas Reis. Zustimmendes Nicken.

Die Champignons und Käse zum Reiben mussten noch gekauft werden, ansonsten war ich gut bevorratet.

Da ich nicht viel Geschirr dreckig machen wollte, habe ich Zucchini sowie den Reis in einer Pfanne zubereitet, was gut funktioniert hat. Hier also das Rezept:

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Blogevent: Heimisches Superfood aus Friseesalat mit Kartoffelpüree und Ei

Heimisches Superfood bei giftigeblonde.com und theapricotlady.com

 

Superfood ist in den letzten Jahren buchstäblich in aller Munde: Chia aus Mexiko, Açaí aus Südamerika, Aronia aus Nordamerika, Manukahonig aus Neuseeland und Südost-Australien  und wie sie alle heißen.

Kann es aber sein, dass Mutter Erde uns armen Mitteleuropäern Pflanzen mit gesunden Inhaltstoffen so komplett vorenthalten hat, dass wir diese rund um die Welt fliegen oder verschiffen lassen müssen?

Das fragen sich auch Sina (Giftigeblonde) und Christina (The Apricotlady) und wünschen sich noch bis zum 31. Oktober Rezepte mit heimischem Superfood.

Als erstes Gericht möchte ich mal diese eigentlich typische Hausmannskost auf seine Superfoodqualitäten durchleuchten.

Zutaten für 1 Portion:

  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 Handvoll Friseesalat – meiner war nicht mehr ganz knackfrisch
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Bio-Ei
  • 4 – 5 Walnüsse

Zubereitung:

Kartoffel schälen, in kleine Würfel schneiden und in wenig gesalzenem Wasser sehr weich kochen.

Inzwischen die Walnüsse in einer trockenen Pfanne rösten und zur Seite stellen.

Kartoffelwasser nicht komplett abgießen, die Butter zugeben und stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Salat putzen, waschen und abtropfen lassen. Im Rapsöl die gehackte Knoblauchzehe und in dünne Scheiben geschnittene Schalotte andünsten. Den Frisee dazu und noch knackig schmoren.

Das Ei neben den Salat gleiten lassen und leicht verrühren. Beides mit Salz und Pfeffer würzen und zum Kartoffelpüree servieren. Mit den grob gehackten Walnüssen bestreuen.

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#wirrettenwaszurettenist – Sauer eingelegtes Gemüse und Obst

Eigentlich bin ich diesem Thema nicht sehr nah, denn Pickles im weitesten Sinne mag ich eigentlich nicht – mal abgesehen von Gurken und da habe ich schon ein paar Rezepte im Blog (siehe Auflistung am Ende des Beitrags).

Dann stieß ich zufällig auf ein Rezept für süßsauer eingelegte Radieschen und dachte, dass ich mich daran versuchen könnte. Ich muss dazu sagen, dass die Geschmackskomponente „sauer“ hier bei weitem überwiegt. Die Angaben im Originalrezept sind ziemlich ungenau, denn wie definiert sich die Größen-/Mengenangabe „Glas“? Ich hatte etwas mehr als die halbe Radieschenmenge (geputzt und ohne Blätter), die inzwischen mit dem kompletten Sud für 1 kg Radieschen 6 Gläser à 210 ml sowie 2,5 Gläser à 135 ml Inhalt bevölkern.

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Synchronbacken #20: Ein deftig gefülltes Brot ohne Kneten

#synchronbacken September 2017

Das Synchronbacken ist bei Zorra von Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen schon eine gute Tradition. Bisher habe ich leider erst einmal teilgenommen, weil mir entweder die Backprojekte zu schwierig erschienen oder mir der sonntägliche Backtag nicht ins Wochenendkonzept passen wollte.

Das Rezept für den superleckeren Almhefekuchen hatte ich allerdings am Wochenende drauf nachgebacken, da ich da den Backtag auf den Samstag verlegen und der GöGa und ich an beiden Wochenendtagen den leckeren Kuchen zum Kaffee essen konnten.

Nun gut, die genauen Beschreibungen des Ablaufs sowie das Rezept findet ihr hier und hier.

Im folgenden beschreibe ich Euch meine Vorgehensweise anhand Zorras Rezept im Originalwortlaut; meine Abwandlungen sind in Kursivschrift geschrieben.

ZUTATEN

Teig (Mehle dürfen ausgewechselt werden)

  • 360g Weizenmehl 550
  • 165 g Hartweizenmehl
  • 1 TL Trockenhefe oder 5 g Frischhefe
  • 57g Käsepulver , optional (habe ich weg gelassen)
  • 1 1/2 TL Salz
  • 35g Knoblauch- oder anderes Öl (Salbeiöl, da mir das ganze insgesamt doch sehr knoblauchlastig erschien)
  • 340g lauwarmes Wasser

Füllung (Zutaten dürfen ausgewechselt werden)

  • 60g getrocknete Tomaten, in feine Streifen geschnitten
  • 6 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 110g geriebener Cheddar Käse (Gouda, da der Göga keinen Cheddar mag)
  • zusätzlich fein geschnittener Salbei

Topping (Zutaten dürfen ausgewechselt werden)

  • 1 mittelgrosse Tomate oder 1-2 Handvoll Cherrytomaten
  • 3 bis 6 Knoblauchzehen (ich habe statt dessen etwas Salbei dazu gegeben)

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf Stufe 1,5 mit dem Knethaken verrühren bis sich ein leicht klebriger aber elastischer Teig gebildet hat, dauert ca. 90 Sekunden. Wer den Teig von Hand knetet alle Zutaten in eine Schüssel geben und 3 bis 4 Minuten von Hand kneten.
  2. Den Teig eine leicht geölte Schüssel geben zudecken und bei Raumtemperatur über Nacht oder mindestens für 8 Stunden gehen lassen. Der Teig blubbert und geht gut auf, also eine genügend grosse Schüssel wählen.
  3. Am nächsten Tag den Teig auf einer leicht geölten Arbeitsfläche von Hand in ein Rechteck von 30 x 35 cm ausziehen.
  4. Füllung auf dem Teig gleichmässig verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Teig in eine geölte Toastbrotform mit Deckel oder in eine mit Backpapier ausgelegte oder geölte Kastenform legen. (Ich habe meine Silikonbackform genommen.)
  5. Zudecken und 1 1⁄2 bis 2 Stunden gehen lassen.
  6. Ofen auf 230 C vorheizen.
  7. Die Tomate fürs Topping in 5 gleich grosse Stücke schneiden. Wer Cherrytomaten verwendet kann diese ganz lassen.
  8. Knoblauchzehen schälen und falls gewünscht in Scheiben schneiden.
  9. Tomatenstücke oder Cherrytomaten auf dem Teigling verteilen, die Lücken mitdem Knoblauch auffüllen. (Bei mir Salbeiblätter)
  10. Toastbrotform wieder verschliessen und 40 Minuten backen, Deckel entfernen und 15-20 Minuten fertig backen. Wer eine Kastenform verwendet, die Form mit Alufolie abdecken sonst gleich verfahren. Die Kerntemperatur des Brotes soll 90 C erreichen. (Ich habe noch keine Toastbroform, aber mit der Alufolientechnik hat es super geklappt.)
  11. Brot aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.
  12. Resten können in einer Plastiktüte für einige Tage aufbewahrt werden oder besser einfrieren.

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Gartenbohnenverarbeitung

Am ersten Samstag im Monat hatten wir die vermeintlich letzten Bohnen (scrollen) geerntet. Ich habe aber am vergangenen Freitag festgestellt, dass immer noch welche hängen.

Jedenfalls habe ich mir abends durch einen Sturz das rechte Knie und den rechten Ellbogen blutig aufgeschlagen und das linke Fußgelenk gezerrt. So musste der GöGa am Sonntag fleißig mithelfen, ca. 3 Kilo Bohnen zu verarbeiten.

Diese dicken Bohnen habe ich aussortiert, um sie später nach diesem Rezept einzukochen.

Wir hatten einige sehr große, teilweise leicht angetrocknete gelbliche Schoten dabei, aus denen der GöGa die Kerne gelöst hatte. Ich habe sie für den Vorrat getrocknet, um sie später in Suppen oder Eintöpfen zu verwenden.

Die dünnen Bohnen wurden kurz blanchiert und kamen abends in einen Salat zu Steak und Brot – da ich kaum stehen konnte, mussten wir etwas improvisieren und so habe ich kein Foto.

Die blanchierten Bohnen habe ich aufrecht in Weckgläser gegeben, mit der abgekühlten Salzlake übergossen und nun dürfen sie im Dampfgarer einkochen.

Nach dem vollständigen Abkühlen, kann man die Klammern abnehmen. Wenn die Deckel auf den Gläsern sitzen bleiben, können die Gläser etikettiert und ins Vorratsregal geräumt werden.

3-Minuten-Vielfaltbrot – Die Varianten

Zu mir ist dieses, inzwischen zum Standardrepertoire gehörende Brot über eine Rettungsaktion (Brot und Brötchen) in meine Küche gekommen.

Inzwischen habe ich das Originalrezept von Unser Meating immer mal abgeändert, weshalb ich Euch die Zutatenliste mit den Alternativen noch einmal aufführe. Die Verarbeitung läuft wie gewohnt nach diesem Rezept ab.

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