Archiv für den Monat: April 2018

Synchronbacken #25: Kernige Dinkel-Roggenbrötchen aka Brittas Plattbrötchen

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Am Wochenende vom 14. und 15. April wurde bei Zorra und Sandra mal wieder synchrongebacken. Es sollte die Kernigen Dinkel-Roggenbrötchen von Sandras Blog geben und das Rezept las sich eigentlich recht einfach. Also beschloss ich, mal wieder mitzumachen.

Ich wäre aber nicht ich, wenn alles hundertprozentig geklappt hätte: Zuerst waren mir letzte Woche beide Sauerteige (Roggen und Lievito madre) verschieden und die Zeit hätte nicht gereicht, einen neuen Roggensauerteig anzusetzen.

Also griff ich auf einen flüssigen (!) Bio-vegan-Sauerteig aus der Tüte zurück. Mir blieb sogar noch ein Rest, um diesen weiterzufüttern.

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Produziert habe ich sogenannte Plattbrötchen, die zwar lecker geworden sind, aber einfach nicht richtig hochgehen wollten.

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#wirrettenwaszurettenist: Frikadellen, Bouletten und Co.

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Anikó von Paprika meets Kardammom fragte nach der letzten Rettung, ob wir uns eigentlich schon um die Frikadelle gekümmert hätten.  Nein, hatten wir noch nicht und prompt war eine neue Rettungsidee geboren.

Man kann heutzutage wirklich alles an Frikadellen im weitesten Sinne kaufen. Das beginnt bei zweifelhaften Klopsen aus der Dose oder Plastikverpackung und endet bei veganen Frikadellen mit jeder Menge Zusatzstoffe, die kein Mensch braucht.

Weil ich schon jede Menge Frikadellen aus Fleisch oder Fisch im Blog habe (siehe Liste am Ende), habe ich heute eine vegane Variante mit Pilzen am Start. Ich finde, der Geschmack und vor allem die Konsistenz ist nicht allzu weit von Hackfleisch, vor allem vom Rind, entfernt. Die Bindung gibt hier nicht das Ei, sondern eine Mischung aus Senf und Tomatenmark. Statt Semmelbrösel habe ich gemahlene Mandeln genommen, aber nur, weil ich einen kleinen Rest im Vorrat gefunden habe. Ihr könnt also gerne Paniermehl nehmen – oder eine andere Sorte gemahlener Nüsse.

Vegane Pilzfrikadellen

Zutaten und Zubereitung für 6 – 8 Pilzfrikadellen:

 

Etwa 250 g gemischte Pilze nach Wunsch (ich hatte Steinchampignons und Kräuterseitlinge) so klein wie möglich hacken.

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Schalotte mit Thymian-, Salbeiblättchen und Rosmarinnadeln möglichst fein durchhacken.

 

 

 Die gehackten Pilze in 1 TL Olivenöl scharf anbraten. Dabei verkocht das in den Pilzen enthaltene Wasser (siehe Foto).

Zwiebel-Kräuter-Mischung zugeben und glasig dünsten.

 

 

 In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.

Dann 1 TL Senf, 2 EL Tomatenmark und 50 g gemahlene Mandeln (alternativ: Haselnüsse oder Paniermehl) untermischen.

Mit Salz, Pfeffer und Pimentón de la vera pikant abschmecken.

 Aus der Hackmasse gleichgroße Bällchen formen.

In 1 EL Olivenöl von beiden Seiten braten und mit den gewünschten Beilagen servieren.

Ich hatte mir in einer zweiten Pfanne halbierte Salatherzen gebraten und auf dem Teller mit groben Meersalz, Regenbogenpfeffer und Feigen-Vincotto angerichtet.

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Die kulinarische Weltreise: Pancit Bihon

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Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Die große kulinarische Weltreise, das Blog-Event bei Volker mampft geht weiter:

Nachdem wir mit dem ersten Ziel in Europa, nämlich Italien geblieben sind (Hier gibt es nochmal die Zusammenfassung aller TeilnehmerInnen.), verschlägt es uns nun nach Asien, auf die Philippinen, um genau zu sein.

Die philippinische Küche vereinigt laut Wikipedia Einflüsse aus Spanien/Mexiko, China, Indien, Japan und den USA zu einer interessanten Mischung. (Wikipediaartikel zum Land)

Selber war ich dort zwar noch nie, aber trotzdem hatte ich bereits Kontakt zu philippinischen Küche: Als mein Opa 1982 starb und damit eine Wohnung im Zweifamilienhaus frei wurde, hat meine Mutter an eine philippinische Krankenschwester namens Morales (an den Vornamen erinnere ich mich leider nicht mehr) vermietet. Der Mann arbeitete irgendwo „bei den Amerikanern“ und war selten zu Hause. Die kleine Tochter Nancy, benannt nach Nancy Sinatra und Nanny genannt, war eine ganz Süße mit großen braunen Augen. Zur Unterstützung war noch eine Cousine mit im Haushalt, von allen Bebet genannt. Groß, dünn und heimwehkrank. Ich habe immer versucht, sie bei meinen Freundinnen und mir ein bisschen mit einzubeziehen, was leider nur schwer gelang. Als die Familie nach zwei Jahren auszog, weil Herr Morales einen festen Job in Mönchen-Gladbach bei der US-Army bekam, waren wir jedenfalls sehr traurig.

Das Essen, das Frau Morales oft mit uns teilte, war exotisch und ungewohnt, aber immer sehr lecker. Ob das Pancit – auch Pansit – Bihon dabei war, weiß ich nicht mehr, aber ich habe mir das Rezept jetzt mal im Internet rausgesucht. Eine Facebook-Freundin, die halbe Filipina ist, hat es mir auch empfohlen, weil man die meisten Zutaten auch in Deutschland bekommt.

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Unser Ostermenü 2018

Zu Ostern gab es bei uns ein feines Drei-Gang-Menü – zum Glück an beiden Feiertagen das gleiche, sonst hätte ich danach wohl eine Kur gebraucht. Ich hatte die Vorbereitungsarbeiten völlig unterschätzt, als ich am Ostersonntag nach dem späten Frühstück nur schnell was vorbereiten wollte. Insgesamt stand ich fast fünf Stunden in der Küche. Sowas beklopptes. Der GöGa hat auch ordentlich mit mir geschimpft. Aber ich stehe auf dem Standpunkt: An besonderen Tagen soll es auch etwas besonderes sein.

Der Lohn für die Mühe war ein tolles Essen für zwei Tage und die positive Resonanz vom GöGa und meiner Schwiegermutter, die Ostermontag zum Essen da war.

Vorspeise

Hauptgang

Dessert

Alle Rezepte bekommt Ihr als separaten Blogartikel serviert – bitte jeweils auf die Untertitel der Fotos klicken.

 

Ostern 2018: Süße Lasagne mit Espresso-Mascarponecrème und Karamelläpfelchen

Die dunklen Schichten der Süßen Lasagne bestehen aus im Ofen gebackenen und zu Kreisen ausgestochenen Nudelplatten. Dazwischen sorgen eine feine Mascarponecrème und Äpfel für Kontraste in Textur und Geschmack.

Zutaten für 5 Portionen:

  • 1/2 Pastarezept (Salz durch 2 EL Kokosblütenzucker, Oliven- durch Sonnenblumenöl ersetzen; außerdem 3 EL dunklen Backkakao zugeben)
  • 1 Becher Mascarpone
  • 5 EL Naturjoghurt
  • 1 starker Espresso
  • Kokosblütenzucker nach Geschmack
  • etwas Zitronenabrieb und -saft
  • 2 kleine leicht säuerliche Äpfel
  • 4 EL feiner brauner Zucker
  • 1 Schuss Vanilleextrakt
  • 1 Schuss Calvados

Zubereitung:

Zunächst den Pastateig herstellen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Mascarpone mit Joghurt, Espresso und Zucker cremig rühren. Mit ZItronenabrieb und -saft abschmecken und abgedeckt im Kühlschrank bis zum Anrichten aufbewahren.

Die Äpfel schälen entkernen und in kleine Würfel schneiden. Den braunen Zucker bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne schmelzen lassen, dabei nicht zu dunkel werden lassen. Die Äpfel unterrühren, Vanilleextrakt und Calvados zugeben und die Äpfel nicht zu weich dünsten. Ebenfalls bis zum Anrichten in den Kühlschrank stellen.

Den Pastateig sehr dünn ausrollen oder durch die Nudelmaschine lassen. Mit einem Servierring 10 Kreise ausstechen und zusammen mit den Teigresten vom Ausstechen auf ein mit Dauerbackfolie oder Backpapier belegtes Backblech legen und bei 150 °C Umluft für 15 – 20 Minuten backen.

Zum Anrichten einen Teigkreis auf den Dessertteller legen, mit Mascarponecrème und Apfelwürfelchen belegen, einen weiteren Teigkeks darauf legen, wiederum mit Crème und Äpfeln belegen und aus den gebackenen Teigreisten ein schön aussehendes Stück als Deko hineinstecken.

Ostern 2018: Lammkeule mit Backofenkartoffeln und Tomaten-Bohnenragout als Hauptgericht

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Zur Lammkeule hatte mich Signora Brunetti inspiriert. Im Kochbüchlein Bei den Brunettis zu Gast bereitet die Ehefrau des Commissario die Keule mit Kräutern im Schmortopf zu. Dass das Fleisch sich selbst gart, kam mir natürlich sehr zupass.

Auch bei Paola gibt es Backofenkartoffeln dazu, die ich aber nach meinem Rezept zubereitet habe.

Als Gemüsebeilage habe ich noch ein Glas eingekochte Bohnen aus dem Keller und eine Dose Tomaten zu einem Tomaten-Bohnenragout zusammengeworfen.

Die Lammkeule habe ich von einem Metzger und Caterer aus der Nachbarschaft am Mittwoch vor Ostern geliefert bekommen. Das Tier hatte vorher ein gutes Leben in der Soester Börde.

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Ostern 2018: Erbsenschaumsüppchen als Vorspeise

Als Vorspeise gab es ein feines Erbsenschaumsüppchen. Am Ostersonntag für den GöGa und mich mit einer Knoblauchgarnele, am nächsten Tag mit gebratenen Zuckerschoten und Erbsensprossen, weil meine Schwiegermutter keine Meeresfrüchte verträgt.

Zutaten für 4 – 6 Portionen *):

  • 300 g TK-Erbsen
  • 1 Schalotte
  • 25 g Butter
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Beutel Pfefferminztee
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • abgeriebene Zitronenschale

Option 1:

2 – 4 Black Tiger-Garnelen
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl

Option 2:

3 Zweige Minze
6 Zuckerschoten pro Person
1 EL Butter
1 Handvoll Erbsensprossen

*) Je nachdem, ob man die Suppe als Vorspeise oder eventuell mit mehr Einlage als Hauptgericht essen möchte.

Zubereitung:

Die Erbsen in einem Sieb auftauen lassen. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Das Mehl darüber stäuben und leicht anschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen und der Brühe auffüllen. Aufkochen und gut mit einem Schneebesen verrühren, damit das Mehl keine Klümpchen bildet. Die Kokosmilch ebenfalls zugeben, den Beutel Minztee in die Suppe hängen und auf die Hälfte reduzieren lassen.

Die aufgetauten Erbsen in die Suppe geben und einmal kurz aufkochen, anschließend die Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale und Zucker abschmecken.

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#fünffragenamfünften – April Edition

Auch im April gibt es wieder Fünf Fragen am Fünften bei Luzi Pimpinella:

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?

{Kein Partytyp zu sein und nicht zu feiern, gilt übrigens nicht als Antwort… dann eben ein gemütliches 5 Gänge-Menü oder ein Sit-In mit deep-shit Gesprächen 😉 }

Das ist eine gar nicht so einfache Frage bzw. die Antwort gibt mir zu denken. Bei einem 5-Gänge-Menü würde ich mich gerne mal von den folgenden fünf Köchen (m/w) bekochen lassen: Jamie Oliver, Nigella Lawson, Alexander Herrmann, Lea Linster und Horst Lichter und gerne auch mit ihnen über Gott und die Welt plaudern. Als Tischgäste hätte ich gerne Meryl Streep, Sebastian Fitzek, Stephen King, Barrack Obama und meinen Mann.

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?

Leider funktioniert mein Autoradio nicht so, wie es sollte, aber grundsätzlich kann ich die Frage mit JA beantworten. In der Küche singe ich auch mit dem Radio um die Wette.

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?

Momentan finde ich vieles auf dieser Welt einfach „un-fucking-fassbar“. Auch ein aus tiefster Seele kommendes „Herr lass Hirn regnen“ kommt mir immer mal über die Lippen.

Bei den Redewendungen benutze ich das von meiner Oma in den frühen Siebzigerjahren immer gerne ausgesprochene „Die armen Kinder in Afrika würden sich über so ein leckeres Essen freuen“, wenn ich mal etwas nicht aufessen mochte, gerne bei meiner Katze – natürlich scherzhaft: „Die armen Katzen in Afrika hätten ihre Freude an dem leckeren Futter“. Worauf Gina-Katze mindestens so unverständig guckt wie ich als Kind.

Und viele Sätze und Ausdrücke meines Opas kommen immer öfter wieder über meine Lippen.

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?

Grundsätzlich nicht, nein. Ich denke, es sind immer auch die Lebensumstände, die einen Menschen zu einem Pessimisten oder Optimisten werden lassen. Grundsätzlich bin ich persönlich immer eher ein bisschen negativ in meiner Erwartungshaltung oder meinen Grundeinstellung, denn dann kann es ja  nur besser werden.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?

Normalerweise gucke ich um die Zeit tatsächlich gerne „Bares für Rares“ oder liege gemütlich in der Wanne – vor allem, wenn ich vorher beim Sport oder der Physio war und ich mal wieder jeden Knochen und Muskel und jede Faser in meinem alten Leib spüre.