Archiv der Kategorie: Orientalische Küche

Die kulinarische Weltreise: Sfiha – صفيحة – Gefülltes Fladenbrot (Libanon)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Juli geht es mit Volker von und mit volkermampft und der von ihm initiierten kulinarischen Weltreise in den Libanon. Die Speisen dort zählen zur levantinischen Küche und kommen auch in Syrien, Jordanien, Israel und Teilen der Türkei vor.

Mein heutiger und damit letzter Beitrag (nach Fattoush, einem Mezze-Teller und Mudardara) ist ein beliebtes Streetfood:

Sfiha, Esfiha, Esfirra, Sfija, Sfihah, Sfeeha oder Fatay besteht aus Fladenbrot, gefüllt mit Baharat und Zwiebeln, oft auch Tomaten und Pinienkernen gewürztem Hackfleisch. Es ist besonders typisch für die Stadt Baalbek in der Bekaa-Ebene.

Aufmerksam auf Sfiha wurde ich durch die Sendung 5-Zutaten-Mittelmeerküche von und mit Jamie Oliver, die auf RTL Living ausgestrahlt wird oder bei RTL + gestreamt werden kann.

In jeder Sendung gibt es eine/n Gastkoch/-köchin wie z. B. Sarit Packer und Itamar Srulovich, die eine vegetarische Variante der Sfiha mit Pilzen vorstellten. Die beiden wurden in Israel geboren, leben inzwischen aber in London, wo sie 2012 ihr Restaurant Honey & Co. eröffneten.

Ich musste beim Nachmachen etwas improvisieren, weil kein arabisches Fladenbrot zu bekommen war. Wenn meine Gesundheit noch mitspielen würde, hätte ich es natürlich selbst gebacken, aber ich habe dann einfach einen Bio-Pizzateig aus der Kühltheke genommen.

Zutaten für eine Springform von ca. 24 cm ø:

  • 3 Zwiebeln
  • 500 g Champignons
  • 2 EL Baharat
  • 1 großes Fladenbrot (ich: 1 Rolle Bio-Pizzateig)
  • 250 g Ricotta – 4 TL abheben
  • Olivenöl zum Braten
  • schwarzer Pfeffer
  • Meersalz
  • Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Zwiebeln schälen und würfeln, in einer großen Pfanne mit 2 EL Olivenöl zum braten und einer Prise Meersalz ca. 8 – 10 Minuten dünsten, bis die Würfel weich werden.

In der Zwischenzeit die Champignons in dicke Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben, sobald diese anfangen am Pfannenboden anzuhaften. Etwa 10 – 12 Minuten braten, bis mögliche Flüssigkeit aus der Pfanne verschwunden ist und die Pilze weich sind. Mit Baharat, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.

Im Originalrezept wird das Fladenbrot unter warmen Wasser angefeuchtet, ich habe den Pizzateig abgerollt und bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 Minuten im Backofen vorgebacken, ohne dass er hart und knusprig wird.

Die Springform mit Backpapier auslegen und leicht mit Olivenöl ausstreichen.

Pizzateig in die Springform drücken, mit der Ricotta belegen, die Champignons hineingeben und die überstehenden Ränder des Fladenbrotes bzw. des vorgebackenen Pizzateiges darüber falten.

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10 – 15 backen. Sfiha aus der Form heben, ca. 5 Minute ruhen lassen und vierteln. Mit einem Kleks Ricotta *) servieren.

*) Ich hatte die 4 TL Ricotta mit getrockneter Minze und Salz abgeschmeckt und mit etwas Olivenöl extra vergine und etwas Wasser glatt gerührt.

Wir fanden die Füllung leider beide ein bisschen nichtssagen, weshalb wir die Reste am nächsten Tag mit dem Basilikum-Romana-Aufstrich von Sanchon aufgepeppt und alles mit etwas Feta, der als Import im Libanon gebräuchlich ist, überbacken haben. So hat uns das Sfiha wesentlich besser geschmeckt.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Mudardara – مجدرة – Libanesisches Linsen-Reisgericht

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Juli geht es mit Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft in den Libanon. Das Land am Mittelmeer zählt zur Levante und teilt sich damit ganz viele köstliche Gerichte mit Syrien, Jordanien, Palästina und Israel.

Bisher habe ich einen leckeren Salat namens Fattoush und einen tollen Mezzeteller eines kleinen Imbisses im Kaff vorgestellt. Im letzten Beitrag habe ich auch Gerichte aus der Levante verlinkt, die ich schon im Blog habe.

Heute habe ich eine vegane Fastenspeise dabei, die vor allem bei libanesischen Christen, denen freitags der Verzehr von Fleisch verboten ist, beliebt ist. Gefunden habe ich das Rezept auf der Seite Lebanesecookingdays von Silvana Sayegh, einer libanesischen freien Journalistin und Friedensforscherin, die seit 10 Jahren in Stuttgart lebt.

Es gibt verschiedene Schreibweisen für dieses Gericht: Megadarra, Majadra, Mejadra, Moujadara, Megadarra. Laut Silvana Sayegh wird im Libanon hauptsächlich zwischen Mujadara, bei der die Linsen zu einer dicken Suppe püriert werden und Mudardara, so wie ich es heute vorstelle, unterschieden.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 350 g Berglinsen (ich: rote Pilgerlinsen aus der Linsenmanufaktur in Paderborn)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Langkorneis (ich: Basmatireis)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Piment mit Kreuzkümmel und Zimt oder 7-Gewürz (ich: Baharat *)

*) Nach meiner Recherche im Netz ist Baharat tatsächlich das 7-Gewürz im Libanon. Ersatzweise kann man Ras el-Hanout oder auch Garam Masala nehmen.

Für das Topping:
  • 2 Zwiebeln **)
  • 2 EL Mehl **)
  • Bratöl **)
  • 1 Handvoll Pinienkerne oder Cashewnüsse **)

**) Ich hatte noch Röstzwiebeln vom Soto Ayam und einem Kartoffelstampf im Vorrat und habe Pistazien aus dem Vorrat genommen.

Zubereitung:

Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.

Zwiebel schälen, in dünne Scheiben schneiden. (Ich gewürfelt, weil ich nicht richtig gelesen habe.) Mit Olivenöl 5 Minuten anbraten und mit den Linsen mischen.

Reis waschen und in den Topf geben und mit den Linsen mischen. Salz dazu geben und mit 250 ml heißem Wasser aufkochen und bei geringer Hitze 10 -15 Minuten köcheln lassen.

Das Gemisch mit Baharat abschmecken, kurz unterrühren.

Für das Topping: Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Fünf Minuten in ein Tuch wickeln und ausdrücken. Mit 2 EL Mehl bestäuben. 2 cm Bratöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin frittieren, bis sie goldbraun werden. Auf einem Teller mit Küchenpapier entfetten.

Pistazien (Pinienkerne) kurz in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie goldbraun werden und schnell aus der Pfanne nehmen.

Das Linsen-Reis-Gemisch auf Tellern anrichten und mit den Zwiebeln und Pistazien garnieren.

Bei uns gab es einen orientalischen Möhrensalat „frei Schnauze“ dazu, was sehr gut passte.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Mezzeteller aus dem Libanon

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Es gibt sie doch, die kleinen kulinarischen Perlen im Restauranteinheitsbrei im Kaff. Erst kürzlich entdeckten wir den Batam-Imbiss (Werbung ohne Gegenleistung), der zwar von Irakern betrieben wird, aber eine Vielfalt von auch im Libanon und der Levante üblichen Gerichten anbietet.

Am verganenen Samstag hatte der GöGa in der Innenstadt ein Schachturnier und brachte uns auf dem Heimweg eine Auswahl orientalischer Köstlichkeiten mit:

Hier haben wir, beginnend auf 12 Uhr:

Shawarma, rechts daneben frittierte Aubergine und Möhrenstreifen, darunter Halloumi, links daneben Taboulé, auf 9 Uhr Hummus und darüber ein (von insgesamt fünf) Falafel.

Alles ist superlecker, superfrisch! Einziges Manko ist, dass es sich wirklich um eine Imbissbude mit ein oder zwei Tischen handelt, so dass man die Gerichte eigentlich nur mitnehmen kann.

Aber ich liebe ja diese Häppchen, wo man von allem eine Kleinigkeit hat und probieren kann.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Fattoush – فتوش – Libanesischer Brotsalat

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft reist weiter und zwar in den Libanon. Das ist wieder eines von den Ländern, in die man zur Zeit in der Realität vermutlich eher nicht reisen möchte, steckt es doch mitten in dem Konflikt USA – Iran – Israel.

Die Libanesische Republik (arabisch الجمهورية اللبنانية) grenzt im Westen ans Mittelmeer, im Norden und Osten an Syrien und im Süden an Israel. Mehr zu Geschichte, Politik und Geografie erfahrt Ihr auf Wikipedia, denn das alles würde den Rahmen eines Koch-Blogs sprengen.

Wie die Nachbarländer Syrien, Israel, Jordanien sowie Palästina und der türkischen Provinz Hatay wird Libanon der Levante zugerechnet, weshalb die Küchen dieser Länder sehr ähnlich sind und weshalb ich schon einiges an Gerichten im Blog habe.

Grundbestandteile der libanesischen (und levantinischen) Küche sind Gemüse, Obst, getrocknete Hülsenfrüchte, Bulgur, Reis, Fisch, Fleisch, Huhn, Nüsse, Oliven, Joghurt und Tahini. Viele Speisen sind vegetarisch. Fett wird traditionell nur sparsam verwendet.

Zu den bekanntesten Gerichten gehört Kibbeh, das in der gesamten Region gegessen wird. Typisch sind auch Hummus und Taboulé.

Verbreitet sind außerdem gefülltes Gemüse und Eintopfgerichte mit Fleisch und Gemüse. Die libanesischen Mezze (Vorspeisen) gelten als sehr schmackhaft. Burghul bi d’feeneh ist ein Eintopf aus Bulgur, Kichererbsen, Fleisch und Zwiebeln. Hindbeh bilzeyt ist gekochter Löwenzahn mit Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft.

Auch Shawarma, das ich für den Weltreiseabstecher nach Syrien zubereitet hatte, ist im Libanon ebenfalls sehr beliebt.

Heute bringe ich einen leichten erfrischenden Salat, der bei der derzeitigen Hitze genau richtig ist.

Fattoush ist ein Salat aus Tomaten, Gurken, Radieschen, Frühlingszwiebeln und wird mit frittiertem oder geröstetem (Fladen-)Brot serviert.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Bund großblättrige Petersilie
  • frische Pfefferminze
  • 4 – 6 Tomaten, gerne verschiedene Farben und Formen
  • 1/2 Gurke
  • 4 Radieschen
  • 1 – 2 Lauchzwiebeln
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Sumach
  • 1 Stück arabisches Fladenbrot

Zubereitung:

Saft einer halben Zitrone mit Olivenöl und Salz und Pfeffer mischen.

Lauchzwiebel in dünne Röllchen schneiden und in das Salatdressing geben, damit sie etwas weicher und verträglicher werden.

Tomaten, Gurken und Radieschen nach Wunsch klein schneiden; Petersilie und Minze nicht zu fein durchhacken und alles zusammen zum Dressing geben. Sumach über den Salat streuen.

Brot in Stücke reißen oder schneiden und kurz frittieren (geht auch im Airfryer) oder im Backofen knusprig braten.

Da wir auf der Terrassse auf unserem elektrischen Teppanyakigrill gekocht haben, haben wir die Brotstücke auf der Plancha geröstet.

Kurz vor dem Servieren über den Salat geben oder separat dazu reichen. Das Brot sollte keinesfalls im Salat durchweichen, sondern knusprig bleiben.

Wir haben Fattoush mit sehr leckerem ebenfalls auf dem Teppan gegrillten veganen plant-based Pfeffermedaillons von The Green Mountain, Fladenbrot und Kräuterbutter serviert.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

    #wirrettenwaszurettenist: Leichte schnelle Sommerküche – Marokkanischer Möhrensalat mit Falafel

    Wenn die Temperaturen steigen, sinkt oft auch die Lust auf Kochen. Wer mag schon bei über 30 Grad lange vor dem heißen Herd stehen?

    Da bieten sich Salate und leichte, schnelle Kost an. Dieses Dilemma hat auch der Einzelhandel erkannt und bietet allerhand Fertigspeisen an.

    Möhrensalate gibt es zuhauf im Kühlregal, aber auch im Glas wird er angeboten. Meistens lässt der Geschmack sehr zu wünschen übrig, weshalb ich Euch heute einen schnellen marokkanischen Möhrensaat präsentiere.

    Vorgestellt wurde er in der Vormittagssendung „Volle Kanne“ von Halima Pflipsen von Taste Maroco.

    Zutaten für 2 – 4 Portionen: *)

    • 300 g Möhren
    • 1/2 Bund Radieschen
    • 75 g Sultaninen
    • 2 Bio-Orangen, geschält und in Filets oder Scheiben geschnitten
    • 50 g Mandelstifte (ich: Zedernkerne)
    • Saft von 1 Bio-Orange (oder aufgefangener Saft vom Filetieren)
    • 1,5 Stängel Pfefferminze, Blätter abgezupft und fein gehackt
    • 2 EL natives Olivenöl extra
    • 0,5 TL Zimt, gemahlen
    • 1 TL Senf (Dijon oder mild)
    • 1 TL Honig oder Agavendicksaft
    • 1 EL Apfelessig
    • 0,5 EL Orangenblütenwasser (optional)
    • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (ich: Orangenpfeffer)

    Zubereitung:

    Möhren schälen und grob raspeln, Radieschen in feine Scheiben schneiden.

    Mandelstifte bzw. Zedernkerne in einer fettfreien Pfanne goldbraun rösten. Anschließend abkühlen lassen.

    Für das Dressing in einer Schüssel Orangenblütenwasser, Orangensaft, Apfelessig, Senf, Honig, Zimt, Salz und Pfeffer verrühren. Nach und nach das Olivenöl unterschlagen, bis ein cremiges Dressing entsteht. Pfefferminze fein hacken und unterrühren. Möhren, Radieschen, Orangenfilets und Sultaninen in eine große Schüssel geben. Das Dressing darüber gießen und alles gründlich vermengen. Abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. So verbinden sich die Aromen und die Sultaninen werden schön saftig.

    Vor dem Servieren mit den gerösteten Mandelstiften/Zedernkernen bestreuen und optional mit frischer Minze garnieren.

    Dazu habe ich Falafel (doppelte Menge) sowie etwas Tzatziki und einen frischen Minztee serviert.

    *) Ich weiß ja nicht, was andere Menschen so essen, aber ich habe den für vier Portionen berechneten Salat schon halbiert und trotzdem sind wir zweimal davon gut satt geworden, haben also vier reichliche Portionen Salat aus den o. a. Mengen bekommen. Jedenfalls war der Salat sehr erfrischend.

    Was ich sonst gerne an heißen Tagen esse, ist folgendes:
    Und was empfehlen die Mitretter:innen so bei sommerlichen Temperaturen?

    Nachgekocht: Marokkanischer Blumenkohl vom Blech mit Linsenpfannküchlein

    Heute bringe ich Euch mal ein sehr leckeres Gericht aus der marokkanischen Küche mit, das in der ZDF-Sendung Volle Kanne von Halima Pflipsen von Taste Morocco vorgestellt wurde.

    Begleitet wird der Blumenkohl von Linsenpfannküchlein von der Linsenmanufaktur bei Paderborn und einem frischen Joghurtdip mit Minze, Zitrone und Sesam.

    Zutaten für 4 Portionen:

    Für die Linsenpfannküchlein:
    • 1 Paket Linsenkicherlinge + Wasser nach Anweisung mischen, quellen lassen und in Öl kleine Pfannküchlein ausbacken (Diese Mischung ist geschmacklich sehr fein abgestimmt, man kann aber natürlich noch Kräuter und/oder Gewürze nach Gusto zufügen.)
    Für das Gemüse:
    • 1 Blumenkohl, ca. 1 kg in Röschen zerteilt
    • 1 Glas Kichererbsen, ca. 400 g, abgetropft und abgespült
    • 2 – 3 rote Zwiebeln, je nach Größe, in dünne Streifen geschnitten
    • 1/2 Bio-Zitrone, heiß abgewaschen, davon Saft und Abrieb
    • 1 TL Harissa, nach Geschmack mehr oder weniger
    • 1 TL Kreuzkümmel
    • 1 TL Kurkuma
    • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
    • Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
    • 5 – 6 EL Olivenöl zum Braten
    Zubereitung:

    Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    Aus den Gewürzen mit Öl, Zitronensaft und -abrieb eine Marinade zusammenrühren.

    Blumenkohlröschen, Zwiebeln und Kichererbens auf ein Blech bzw. in eine Auflaufform (lässt sich einfach leichter reinigen) geben und gut mit der Marinade vermischen.

    Auf mittlerer Schiene ca. 20 – 30 Minuten im Backofen backen, bis der Blumenkohl gar und zart geröstet ist.

    Für den Joghurtdip:
    • 200 g Naturjoghurt (oder eine vegane Variante)
    • Zitronenabrieb und etwas -saft
    • Knoblauchpulver
    • Salz
    • fein gehackte frische Minze
    • 1 TL Sesamsaat
    Zubereitung:

    Alle Zutaten miteinander verrühren und kühl stellen.

    Gemüse mit Linsenpfannküchlein und Dip auf Tellern anrichten und servieren.

    Das war ein sehr leckeres vegetarisches Essen voller Aromen.

    Die kulinarische Weltreise: Fasuliye bi Zet – Grüne Bohnen فاصولية بي زيت (Syrien)

    Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

    Im April sind wir mit der kulinarischen Weltreise von und mit unserem „Reiseleiter“ Volker in Syrien unterwegs. Über das von einem über zehnjährigen Bürgerkrieg dauernden gebeutelten Land habe ich im meinem ersten Beitrag schon kurz geschrieben.

    Das heutige Rezept habe ich im Blog Hudas Welten gefunden. Huda ist Deutsch-Syrerin, in Worms als Kind syrischer Eltern geboren und teilt seit 2012 die kulinarische Vielfalt ihrer zweiten, syrischen Heimat.

    Es ist Ostern und es gibt Lammbraten. So weit, so gut. Bohnen mit Tomaten waren sowieso geplant. Die passen wunderbar zu Lamm und tatsächlich esse ich Reste gerne am Folgetag kalt als Salat. Es gibt da ein griechisches Gericht namens Fasolakia. Ich sehe da tatsächlich eine Namensähnlichkeit mit dem syrischen Fasuliye.

    Nun also keine griechische, sondern eine syrische Beilage zum Lamm:

    Zutaten für 2 Portionen als Hauptgericht oder 4 Portionen als Beilage:

    • 400 g Grüne Bohnen (ich: TK-Prinzessbohnen)
    • 1 Zwiebel
    • 3 – 4 Tomaten
    • 3 – 4 EL passierte Tomaten (ich: Tomatenmark)
    • ca. 150 ml Wasser
    • Salz, Pfeffer
    • etwas Sonnenblumenöl (ich: Bratöl Olive)

    Zubereitung:

    TK-Bohnen auftauen. Frische Bohnen putzen und nach Bedarf in kleinere Stücke schneiden.

    Zwiebel und Tomaten schälen und klein hacken.

    Zwiebel in etwas Öl anbraten, dann Tomaten und zum Schluss Bohnen zugeben und kurz anbraten. Mit passierten Tomaten und Wasser ablöschen bzw. Tomatenmark unterrühren und mit Wasser ablöschen.

    Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf kleiner Temperatur ca. 45 Minuten köcheln lassen.

    Wenn Ihr Fassuliye bi Zet als veganes Hauptgericht genießen wollt, serviert es mit arabischem Fladenbrot oder Reis.

    Bei uns kam das Bohnengemüse – wie gesagt – Ostern mit sousvide gegartem Lamm und Pommes aus der Heißluftfritteuse auf den Tisch.

    Hier geht es zu den Rezepten der Mitreisenden:

    Die kulinarische Weltreise: Shawarma – Syrisches Streetfood شاورما

    Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

    Im Monat April geht es mit der kulinarischen Weltreise, iniziiert von volkermampft nach Syrien. Dort herrschte von März 2011 bis Dezember 2024 ein Bürgerkrieg, der zunächst endete, als der Diktator Bashar al-Assad nach Moskau floh. Hoffen wir, dass das Land jetzt endlich zur Ruhe kommt.

    Im Verlauf des Krieges kamen viele Syrer auch nach Deutschland, so wie die Autorin des heutigen Rezepts, Malakeh Jazmati, die in Damaskus geboren wurde und in Syrien eine eigene TV-Kochshow mit prominenten Gästen hatte. Mit 27 Jahren flüchtet sie 2016 nach Berlin, wo sie ganz neu anfängt und ein eigenes Restaurant, das ihren Namen trägt, eröffnet. Im Juni 2017 kam ihr Kochbuch, das ebenfalls ihren Namen trägt heraus.

    Aus diesem Kochbuch stammt also das Rezept für den „syrischen Döner“, wie der/die/das (?) Shawarma dort bezeichnet wird.
    Ich selber habe Shawarma ebenfalls schon gegessen: an einem kleinen syrischen Imbisswagen, der auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes köstliche Kleinigkeiten anbot. Leider war er irgendwann sang- und klanglos verschwunden.

    Einige Zutaten für Malakehs „Döner“ klingen erstmal gar nicht so orientalisch: So werden Mayonnaise und Salzgurken verwendet und Weizentortillas als Teighülle. Aber das Hähnchenfleisch – wir hatten mal wieder zu Like Chicken von Like Meat gegriffen – wird mindestens 12 Stunden mit Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Korinandersamen, Nelken und Muskatnuss in Joghurt und Zitronensaft mariniert und schmeckt herrlich!

    Gerichte, die auch in Syrien gerne gegessen werden, habe ich schon im Blog. Dazu zählen z. B. Hummus, Falafel oder auch Kibbeh.

    Weiterlesen

    Nachgekocht: Rubinroter Bulgursalat mit rotem Paprikadressing, cremigem Joghurt und Blattgemüse

    Hier stelle ich Euch ein weiteres Rezept aus Jamie Olivers neuestem Buch 5 Zutaten mediterran vor.

    Verpeilt, wie ich manchmal bin, habe ich dieses Gericht allerdings nicht mit Bulgur sondern mit Freekeh, das ich noch im Vorrat hatte, gemacht. Dadurch hatte dieser Salat, den ich wegen des winterlich kühlen Wetters warm serviert hatte, eher etwas von Naturreis.

    Außerdem habe ich das Rezept insgesamt etwas abgewandelt, so habe ich z. B. den Joghurt nicht abtropfen lassen und auch den Mangold anders zubereitet.

    Zutaten für 4 Portionen:

    • 500 g Joghurt
    • 100 g Bulgur (ich: Freekeh)
    • 320 g saisonales grünes Blattgemüse (ich: Mangold)
    • 1 Glas geröstete Paprikaschote in Lake (460 g)
    • 1 geh. TL Zimt
    • aus dem Vorrat: Olivenöl zum Braten, Salz, Pfeffer, Knoblauchsalz, etwas Honig

    Zubereitung:

    Das Freekeh nach Packunganweisung zubereiten. Ich hatte es mit der doppelten Menge Wasser und einer Prise Salz 30 Minuten im Dampfgarer.

    In der Zwischenzeit die Mangoldblätter von den Stielen zupfen, klein schneiden und in einer Pfanne mit einem Esslöffel Öl langsam zusammenfallen lassen. Salzen und pfeffern.

    Für das Paprikadressing die Schoten aus dem Glas in einen Mixbecher geben, dabei eine kleine Schote zur späteren Deko zurücklegen.

    Mit etwas Olivenöl extra vergine, ein wenig von der Lake (statt des im Rezept stehenden Rotweinessigs), dem Zimt und etwas Honig im Mixer pürieren. Die zurückgelegte Paprikaschote in Streifen schneiden.

    Den Joghurt nach Wunsch mit Knoblauchsalz abschmecken.

    Zum Servieren das gegarte Freekeh mit dem Paprikadressing mischen, auf Teller geben und mit Joghurt, Mangold und Paprikastreifen ausgarnieren.

    Auch kalt als Salat, wie es ja eigentlich gedacht ist, hat dieses Gericht am nächsten Tag noch wunderbar geschmeckt. Das Durchziehen hat ihm nicht geschadet!

    Koch mein Rezept (Pilaw mit Gemüse und Joghurt von Salzig, Süss, Lecker)

    Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

    In der inzwischen 17. Runde von Koch mein Rezept!, dem großen von volkermampft initiierten Foodblog-Wichteln wurde mir Michaels Blog Salzig, Süss, Lecker zugelost.

    Wir begegnen uns immer mal wieder bei verschiedenen Blog-Events und da fallen natürlich Michaels tolle Rezeptfotos sofort ins Auge. Er hat 2016 seine beiden Hobbys Kochen und Fotografieren zu einem neuen Beruf, der Food-Fotografie, vereinigt.

    Bei so einer Vielzahl von verführerisch aussehnden Rezeptfotos und verführerisch klingenden Rezepten hat es echt eine Weile gedauert, bis ich ein passendes Rezept gefunden habe.

    Letzten Endes habe ich mich für das Pilaw mit Gemüse und Joghurt entschieden, weil für diese Woche sowieso ein Reisgericht geplant war. Außerdem war fast alles im Vorrat vorhanden. Also machte ich mich ans Werk und muss sagen, das Ergebnis war lecker und überzeugend!

    Ich habe das Rezept ein kleines bisschen an unseren Geschmack und die Vorräte angepasst.

    Weiterlesen