Archiv der Kategorie: Mein Rezept

Risotto mit Erbsen-Minzpüree, Lachs aus dem Dampfgarer und Garnelen, dazu Gurkensalat

„Was sollen wir essen?“ – „Keine Ahnung. Risotto?“ – „Gute Idee!“

Dieses Gespräch führen der GöGa und ich alle paar Wochen mal. Arborioreis ist immer im Vorrat, Brühe auch und meistens auch TK-Spinat oder -Erbsen. Wenn kein Parmesan oder Grana Padano im Haus ist, tut’s auch ein anderer Käse – das sehen wir jetzt nicht ganz so eng.

Dieses Mal habe ich die Erbsen nicht einfach komplett ins Risotto geworfen, sondern einen Teil zu Püree mit Minze – genauer gesagt mit Pfefferminztee – verarbeitet.

Dazu gab es Lachs aus dem Dampfgarer, Chili-Knoblauch-Garnelen und einen Gurkensalat.

Der Klassiker ist ja der Risotto Milanese, aber dieses Gericht ist sehr wandelbar, wie ich finde.

Im Monat Januar geht es in die zweite Runde der Entstaubten Klassiker bei Julia von German Abendbrot. Und mit meinen Vorräten entstaube ich hier den Risotto:

Weiterlesen

Schnelle Frühstücksidee: Brötchen mit fruchtig-herzhaftem Belag

Vom Pizzateig bleibt immer genug für Sonntagsbrötchen übrig. Dieses Mal hat sich sogar die eingeschnittene Kruste gehalten.

Ich konnte 2 Brötchen à 170 g formen, habe sie mit Sesam bestreut und 30 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze gebacken.

Belegt habe ich sie mit Frischkäse (untere Hälfte), 1 – 2 Salatblättern, Birnenscheiben und selbst gemachtem Mangochutney (etwas scrollen). Der „Deckel“ ist mit einem cremigen Weichkäse belegt.

Zusammenklappen und genießen.

Pizza mit Grünkohl und Chorizo

Da ich – wie schon öfters erwähnt – Grünkohl im Garten habe, experimentiere ich gerade ein bisschen damit herum. So gab es diesen Winter neben dem „klassischen“ Grünkohl schon einen leckeren Auflauf u. a. mit Grünkohl und auch eine orientalisch angehauchte Variante. Von dieser waren noch einige Grünkohlblätter übrig, die ich nicht schnell genug verbrauchen konnte und deshalb kurzerhand eingefroren hatte.

Samstags sollte es mal wieder Pizza geben, darüber waren der GöGa uns einig. Aber was sollen wir denn draufmachen. Ich schlug die Kombi aus Grünkohl und Chorizo vor, der GöGa reagierte begeistert.

Den Teig habe ich freitagabends vorbereitet.

Für den Belag hatte ich:

  • 1 Dose stückige Tomaten, auf einem Sieb über einem Behälter abgetropft
  • 1 Mozzarella, in Stücke geschnitten oder gerissen
  • 100 g Gouda, gerieben
  • 6 Grünkohlblätter, vom Strunk gerupft (ich brauchte meinen gefrorenen Kohl nur in der Tüte durchzukneten, schon war er gehackt) und einige Sekunden blanchiert
  • 6  – 12 Scheiben Chorizo, je nach größe
  • 1 kleine rote Zwiebel in Streifen
  • Salz, Pfeffer, gemischte italienische Kräuter
  • etwas Hartweizengrieß

Zubereitung:

Den Backofen auf 280 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig dünn ausziehen, nicht rollen. Entweder auf einem Backblech oder einem runden gelochten Pizzablech. Mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Dadurch wird die Flüssigkeit vom Sugo noch etwas aufgesogen.

Die abgetropften Tomaten auf dem Boden verteilen, mit Salz und gemischten Kräutern bestreuen. Darauf kommen die Mozzarellastücke, der Grünkohl, die Zwiebelstreifen und Chorizoscheiben. Zum Schluß den Gouda darüber geben und die Pizza ca. 10 Minuten backen.

 

Grünkohl „orientalisch“

Enthält Werbung

Als Kind war Grünkohl mein liebstes Wintergericht. Er wurde in viel Schmalz mit vielen karamelisierten Zwiebeln und ordentlich Fleisch- und Wursteinlage zubereitet. Mettenden, dicke Schweinerippe und Kohlwurst gehörten zwingend hinein. So war es bei meinen Großeltern und später auch bei meiner Mutter und mir Tradition, als ich noch zu Hause wohnte.

Als ich über zehn Jahre Vegetarierin war, musste ich mir eine Alternative für die Fleischmengen überlegen und kochte ihn mit Räuchertofu, ansonsten aber ganz traditionell.

Inzwischen esse ich schon lange wieder Fleisch, wenn auch qualtativ so hochwerti, wie‘s geht und bei weitem nicht jeden Tag. In den traditionellen Grünkohl, den ich natürlich auch weiterhin koche, kommt aber nur noch Kohlwurst.

Seit der Saison 2017/18 habe ich Grünkohl im eigenen Garten und experimentiere gerne mit neuen, weniger deftigen Zubereitungsarten.

Am vergangenen Sonntag sollte es eigentlich Grünkohl-Kartoffelcurry geben. Die Kohlblätter hatte ich in einer kurzen Regenpause schnell geerntet, aber abends hatte ich so gar keinen Elan zu kochen, dass wir bei Burger.me bestellten. Für mich gab es den Veggieburger und zwei Portionen Süßkartoffelpommes. Nicht, weil ich so unglaublich verfressen bin, sondern weil ich irgendwann mal Pommes übrig und am nächsten Tag im Backofen aufgebacken hatte.

Weiterlesen

Aus Raclettezutaten wird eine schnelle Chinapfanne

Das neue Jahr ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber sicher noch nicht zu alt, um allen alles Gute für 2019 zu wünschen. Schließlich haben wir alle ja noch 349 Tage vor uns.

Silvester haben wir mit Freunden Raclette gemacht. Zum Fotografieren des gedeckten Tisches bin ich nicht gekommen, aber es gab unter anderem neben Käse Kartoffeln, Hähnchen, Gambas, verschiedene Gemüse und Rindfleisch. In der  Vorbesprechung gab es ein Missverständnis bezüglich des Rindfleisches, es wurde quasi nur vom GöGa und mir gegessen und so hatten wir jede Menge in dünne Scheiben geschnittenes Bio-Rindfleisch übrig.

Da auch noch Chicorée, Paprikaschote und Champignons übrig waren und ich noch Möhren im Vorrat hatte, gab es mittags ein schnelles, leichtes chinesisch angehauchtes Essen:

Das übrig gebliebene Gemüse sowie 1 Möhre und 1 kleine rote Zwiebel in feine Streifen, die Champignons in dünne Scheiben schneiden.

2 EL Erdnussöl in einem Wok erhitzen, die Rindfleisscheiben (ca. 250 g) nach und nach zugeben, braten und an den Rand schieben. Das Gemüse knackig braten. Wieder mit dem Rindfleisch mischen, mit Sojasauce, Pfeffer und 5-Gewürze-Pulver abschmecken.

Wenn man mehr Hunger hat als wir an Neujahr, kann man das Fleisch auf Reisnudeln (Vermicelli) oder Reis anrichten. Vor dem Servieren mit geröstetem Sesam bestreuen.

Auflauf mit saisonalem Gemüse

Zwischen oder nach den meist opulenten Feiertagen habe ich immer das Bedürfnis nach etwas Leichtem, gern mit viel Gemüse und wenig bis gar keinem Fleisch. Es gab Auflauf.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 4 kleine Kartoffeln
  • 2 Möhren
  • 1 kleine Stange Porree
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 200 g Rosenkohl
  • 2 TK-Brokkoliröschen
  • 4 große Grünkohlblätter (aus dem Garten)
  • ca. 300 g geriebener Käse (hier: Cheddar und Comté)
  • ca. 250 ml Gemüsebrühe (aus Pulver oder eingekocht)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Das Gemüse waschen und putzen. Kartoffeln würfeln, Möhre in dickere Scheiben, Zwiebel halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Porree halbieren, gründlich von innen waschen und dann in Stücke schneiden. Den Rosenkohl unten abschneiden und die äußeren welken Blätter abziehen.

Den TK-Brokkoli auftauen, wenn nötig in kleinere Stücke schneiden. Die Grünkohlblätter grob vom Strunk rupfen.

Die Brühe zum Simmern bringen, zunächst die Kartoffeln fünf Minuten blanchieren, in eine Auflaufform umfüllen. Das restliche Gemüse, bis auf Brokkoli und Grünkohl, nach und nach ebenfalls blanchieren und zum Auflauf geben. Brokkoli und Grünkohl roh dazu geben. Die restliche Brühe darüber geben, mit den Gewürzen abschmecken und das Gemüse gut verrühren.

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Den Käse reiben und über das Gemüse geben. Den Auflauf 40 Minuten im Backofen backen, bis der Käse goldbraun ist.

 

Selbst gemachte Rigatoni mit Sugo all’Arrabiata und ein kleiner Rückblick

Enthält Werbung

Am 27. Dezember hatte ich Geburtstag, es war schon der 53ste.

Inzwischen bin ich sehr im Reinen mit mir. Mir ist klar, dass ich den größten Teil meines Lebens gelebt habe und ich bin zufrieden mit mir. Ich denke, 2018 war seit meiner Nierentransplantation und darüber hinaus mein bestes Jahr. Durch wirklich konsequente Besuche im Fitnessstudio meines Reha-Docs, Physiotherapie und nicht zuletzt dem Intervallfasten fühle ich mich wohler denn je. Ich habe mir meine Ernährungsform (sowohl Fasten als auch Diät finde ich eigentlich unpassend) so eingerichtet, dass ich meine Mahlzeiten zwischen 10 bis 18 Uhr einnehme, danach wir dann eben gefastet. Hier sind das Konzept und die Wirkmechanismen des Körpers noch mal erklärt. Ich habe zwar nich zackbumm 50 kg in zwei Wochen abgenommen, aber meine Gewichtskurve geht kontinuierlich nach unten.

Heute, am letzten Tag des Jahres 2018 kann ich stolz verkünden, dass ich mit 80,7 kg das niedrigste Gewicht seit meiner Transplantation habe. Nun ist die 7 ganz vorne mein nächstes Ziel.

Warum ich Euch das alles erzähle? Weil es mir ein Bedürfnis ist. Jetzt aber zurück zum Thema Geburtstag:

Eigentlich wollte der GöGa mir den Röhrennudelaufsatz für die KitchenAid tatsächlich erst zum Geburtstag übergeben. Der Versender hatte sich aber nicht die Mühe gemacht, das Teil mit Umverpackung zu versehen, so dass ich schon im November dieses Paket in Empfang nehmen konnte. Tja, dumm gelaufen. Konsequenterweise blieb das Paket aber bis zum eigentlichen Datum unbenutzt. Des GöGa Pech war nun, dass er für „Ersatz“ sorgen musste.

Und das tat er in Form eines Gutscheins für einen zweitägigen Kurs für Steinbildhauerei im September 19.

Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn das wollte ich immer schon mal machen. Okay, eigentlich wollte ich einen Kurs gewinnen, lobt Herr Düchting ihn doch jedes Jahr als Preis im Adventkalender des Lion’s Clubs aus.

Das hatte sich der GöGa gemerkt und mir so also einen Platz besorgt. Ich werde natürlich berichten, auch wenn es nichts mit Kochen zu tun hat.

 

Weiterlesen

Crèmiges Kartoffel-Fenchel-Gemüse

Habt Ihr auch das Gefühl, dass es vor den Feiertagen gerne etwas leichtes, auch vegetarisches sein darf. Oder zwischen Weihnachten und Silvester oder im Neuen Jahr?

Da habe ich etwas für Euch! Bei mir war es ein Resteesse, weil ich noch Kartoffeln und Fenchel im Vorrat liegen hatte, aber natürlich könnt Ihr alle Zutaten auch frisch kaufen.

Für eine Portion: 2 geschälte Kartoffeln in etwas Olivenöl angebraten und in der Zwischenzeit 1 Fenchelknolle in Streifen und 1 Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten. Zu den Kartoffeln geben und auf kleiner Temperatur so lange braten, bis die Kartoffeln gar sind. Herd ausschalten.

1 gehäuften EL Crème fraîche (Rest von der Maronensuppe; Saure Sahne, Schmand oder Joghrut tun’s natürlich auch) unterrühren, mit Salz, Orangenpfeffer, etwas gemahlenem Fenchelpulver und Saft von 1/2 Mandarine abschmecken.

Auf einem Teller anrichten und mit Mandarinenscheiben und Fenchelgrün garnieren.

Blog-Event Entstaubte Klassiker: Feuriges Kartoffelgulasch

Kann Werbung durch weiterführende Links enthalten

Julia von German Abendbrot hat sich ein wunderbares neues Blog-Event einfallen lassen:

Entstaubte Klassiker

Die Idee ist, jeden Monat zum 13. bis zum 12. des Folgemonats einen entstaubten Klassiker, sei es wirklich ein Gericht aus der Kindheit oder aus einem früheren Jahrzehnt/Jahrhundert oder aus dem Blog-Archiv, das dann mindestens 12 Monate alt sein muss, neu zu interpretieren und dann mit einem Link bei Julia zu kommentieren.

Ich muss sagen, dass ich für den 13. Dezember schon mindestens 3 Rezepte hätte, aber eines werde ich in diesem Beitrag beisteuern, nämlich das in der Überschrift erwähnte Feurige Kartoffelgulasch, das ich am 14. Februar 2014 das erste Mal im Blog präsentierte.

Schön sieht anders aus, würde ich mal sagen. *hüstel*

Und warum habe ich das Gericht jetzt wieder aus der Versenkung geholt? Ich überlege ja immer, was ich unter der Woche, wenn der GöGa in Bonn arbeitet, für mich alleine kochen könnte. Oft gibt es dann Zutaten, die ihm nicht so behagen, wie Feta, Oliven, Süßkartoffeln, Rote Bete o. ä., aber manchmal bin ich ich auch ideenlos und überfordert. Und in genau so einem Zustand stand ich eines Tages vor der Gemüseauslage des Bio-Marktes meines Vertrauens.

„Soll ich Dir mal sagen, was es letzte Woche in der Kantine gab?“, ertönte des GöGas Stimme. Nicken meinerseits. „Kartoffelgulasch!“

Oh, das ist doch mal was! und Ja, darauf hätte ich mal wieder Lust! Schnell bemühte ich per Smartphone meinen Blog und kaufte die benötigten Zutaten. Viel war es nicht: Außer Schmand und Paprikaschote hatte ich alles zu Hause.

Weiterlesen

Die kulinarische Weltreise: Soupe châtaigne à la crème (Weihnachten rund um die Welt: Frankreich)

Kann Werbung durch weiterführende Links enthalten

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Die kulinarische Weltreise 2018 geht in den Jahresendspurt. Gestartet sind wir im März in Italien, waren auf den Philippinen, in Kroatien, den USA, Thailand, Portugal, Mexiko, Indien und zuletzt im November in Belgien.

Es sind eine Vielzahl wunderbarer Rezepte zusammengekommen, und ich fühlte mich jeden Monat herausgefordert, über meinen Tellerrand hinaus zu kochen.

Im Dezember sind wir auf der Suche nach typischen Weihnachtsrezepten aus aller Herren Länder.

Bei der Recherche stieß ich unter anderem auf diese Seite und habe mich dann für eine französische Maronencrèmesuppe, die als beliebte Vorspeise für die Weihnachtstage in unserem westlichen Nachbarland vorgestellt wird, entschieden.

Ich habe das Rezept – wie fast immer – an meine Begebenheiten angepasst und hatte in kürzester Zeit eine schmackhafte Suppe auf dem Tisch. Hatte? Ja! Ich habe mir die Suppe als Solomittagessen gemacht, weil der GöGa für Maronen absolut nicht zu haben ist.

Trotz des dicken Klacks Crème fraîche ist diese Suppe leicht und eignet sich hervorragen als Vorspeise.

Weiterlesen