Archiv der Kategorie: Mein Rezept

Pizza bianca con salmone affumicato – Weiße Pizza mit Räucherlachs

Am ersten Sonntag im August dreht sich bei Leckeres für jeden Tag alles um „Pikantes Backen“.

Ich denke bei dem Motto natürlich als allererstes an Pizza, die wir gerne essen und selber zubereiten. Als ich gesundheitlich noch auf dem Damm war, habe ich den Teig selber gemacht, mittlerweile nehmen wir einen guten Bio-Pizzateig aus der Kühltheke.

Damit es nicht immer Pizza mit Tomatensauce gibt, haben wir uns für eine weiße Pizza entschieden, die nach dem Backen noch ein paar Scheiben Räucherlachs spendiert bekam.

Zutaten für 1 große Pizza:

  • 1 Rezept für Pizzateig oder 1 Rolle Bio-Pizzateig
  • 1/2 Paket Frischkäse (ca. 80 – 90 g), mit Sprudelwasser glattgerührt
  • 1 Espressolöffel Wasabipaste
  • 1 Mozzarella
  • 200 g TK-Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 1 Prise Knoblauchsalz
  • 80 – 100 g Bio-Räucherlachs

Zubereitung:

Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze oder höher vorheizen. Falls Ihr einen Pizzastein habt, diesen auf der unteren Schiene mit aufheizen.

Wir haben eine große Metallschaufel, auf der wir den Pizzateig auf Backpapier belegen und so leicht auf den Stein befördern können. Ansonsten kann man auch ein Backblech nutzen.

Frischkäse mit Sprudelwasser und Wasabipaste glatt rühren und auf den ausgerollten Pizzateig streichen.

Aufgetauten und gut ausgedrückten Spinat mit Knoblauchsalz gründlich mischen. In kleinen Tupfen auf dem Frischkäse verteilen.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden oder auseinanderzupfen. Zwischen den Spinat geben.

Pizza ca. 10 – 15 Minuten backen. Das hängt von Eurem Backofen ab und auch, ob Ihr auf Stein oder Blech backt.

Vor dem Servieren die Räucherlachsscheiben auf die Pizza legen.

Das war eine sehr leckere, abwechslungsreiche Pizzavariante, die schnell gemacht ist, wenn man fertigen Pizzateig nimmt oder diesen am Abend vorher zubereitet und im Kühlschrank gehen lässt.

Jetzt bin ich gespannt auf weitere leckere pikante Backideen:

Die kulinarische Weltreise: Fattoush – فتوش – Libanesischer Brotsalat

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Die kulinarische Weltreise von und mit Volker von volkermampft reist weiter und zwar in den Libanon. Das ist wieder eines von den Ländern, in die man zur Zeit in der Realität vermutlich eher nicht reisen möchte, steckt es doch mitten in dem Konflikt USA – Iran – Israel.

Die Libanesische Republik (arabisch الجمهورية اللبنانية) grenzt im Westen ans Mittelmeer, im Norden und Osten an Syrien und im Süden an Israel. Mehr zu Geschichte, Politik und Geografie erfahrt Ihr auf Wikipedia, denn das alles würde den Rahmen eines Koch-Blogs sprengen.

Wie die Nachbarländer Syrien, Israel, Jordanien sowie Palästina und der türkischen Provinz Hatay wird Libanon der Levante zugerechnet, weshalb die Küchen dieser Länder sehr ähnlich sind und weshalb ich schon einiges an Gerichten im Blog habe.

Grundbestandteile der libanesischen (und levantinischen) Küche sind Gemüse, Obst, getrocknete Hülsenfrüchte, Bulgur, Reis, Fisch, Fleisch, Huhn, Nüsse, Oliven, Joghurt und Tahini. Viele Speisen sind vegetarisch. Fett wird traditionell nur sparsam verwendet.

Zu den bekanntesten Gerichten gehört Kibbeh, das in der gesamten Region gegessen wird. Typisch sind auch Hummus und Taboulé.

Verbreitet sind außerdem gefülltes Gemüse und Eintopfgerichte mit Fleisch und Gemüse. Die libanesischen Mezze (Vorspeisen) gelten als sehr schmackhaft. Burghul bi d’feeneh ist ein Eintopf aus Bulgur, Kichererbsen, Fleisch und Zwiebeln. Hindbeh bilzeyt ist gekochter Löwenzahn mit Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft.

Auch Shawarma, das ich für den Weltreiseabstecher nach Syrien zubereitet hatte, ist im Libanon ebenfalls sehr beliebt.

Heute bringe ich einen leichten erfrischenden Salat, der bei der derzeitigen Hitze genau richtig ist.

Fattoush ist ein Salat aus Tomaten, Gurken, Radieschen, Frühlingszwiebeln und wird mit frittiertem oder geröstetem (Fladen-)Brot serviert.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Bund großblättrige Petersilie
  • frische Pfefferminze
  • 4 – 6 Tomaten, gerne verschiedene Farben und Formen
  • 1/2 Gurke
  • 4 Radieschen
  • 1 – 2 Lauchzwiebeln
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 – 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Sumach
  • 1 Stück arabisches Fladenbrot

Zubereitung:

Saft einer halben Zitrone mit Olivenöl und Salz und Pfeffer mischen.

Lauchzwiebel in dünne Röllchen schneiden und in das Salatdressing geben, damit sie etwas weicher und verträglicher werden.

Tomaten, Gurken und Radieschen nach Wunsch klein schneiden; Petersilie und Minze nicht zu fein durchhacken und alles zusammen zum Dressing geben. Sumach über den Salat streuen.

Brot in Stücke reißen oder schneiden und kurz frittieren (geht auch im Airfryer) oder im Backofen knusprig braten.

Da wir auf der Terrassse auf unserem elektrischen Teppanyakigrill gekocht haben, haben wir die Brotstücke auf der Plancha geröstet.

Kurz vor dem Servieren über den Salat geben oder separat dazu reichen. Das Brot sollte keinesfalls im Salat durchweichen, sondern knusprig bleiben.

Wir haben Fattoush mit sehr leckerem ebenfalls auf dem Teppan gegrillten veganen plant-based Pfeffermedaillons von The Green Mountain, Fladenbrot und Kräuterbutter serviert.

Hier sammele ich im Laufe des Monats hoffentlich vielfältige libanesische Rezepte meiner Mitreisenden:

Panna cotta mit Blaubeer-Vanillearoma

Am ersten Sonntag im Juni wird bei Leckeres für jeden Tag „Gutes im Glas“ serviert. Das ist ja ein breit gefächertes Thema: in (Weck-)Gläsern wird eingemacht oder gepickelt, man kann Suppen oder auch Salate in Gläsern servieren, natürlich Getränke oder auch schöne Desserts.

Ein ganz ähnliches Thema hatten wir schon am ersten Maisonntag im Jahr 2023, als ich auch schon ein Dessert im Glas, eine Exotische Eton Mess präsentiert habe.

Jetzt also Panna cotta. Die Idee dazu bekam ich, als mein Mann von einer Dienstreise einen Rooibos-Tee mit Blaubeer-Vanille-Aroma mitbrachte. Dieser Duft! Passt doch super in ein Dessert.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 gehäufter TL Rooisbostee „Blaubeer-Vanille“
  • 3 TL Zucker oder mehr nach Geschmack
  • 3 Espressolöffel Agartine (pflanzliches Geliermittel)
  • Blaubeeren zur Deko
  • optional: Kekskrümel (ich: Schweinsöhrchen) und Minzeblatt zur Deko
  • außerdem: 2 Weckgläser à 250 ml zum Anrichten

Zubereitung:

Sahne mit dem Tee in einem Topf zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe 5 – 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in ein Litermaß abgießen, mit Zucker und Agartine in den Topf zurückgeben, gut verrühren, erneut zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Stufe simmern lassen.

Gleichmäßig verteilt in kalt ausgespülte (Weck-)Gläser gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna cotta fest wird.

Zum Anrichten frische Blaubeeren auf die Panna cotta geben, jeweils einen zerbröselten Keks (ich: Schweinsöhrchen) darüber streuen und mit einem Minzblatt dekorieren.

Hier geht es zu den Speisen im Glas der anderen Teilnehmenden:

#wirrettenwaszurettenist: Sommersalate – „Chili sin carne“-Salat

Endlich ist der Sommer da! Und mit ihm kommen die Griller, die Freibadbesucher und Picknicker mit ihren Leckereien ans Licht.

Besonders beliebt sind bei heißen Temperaturen auch Salate, entweder als Beiwerk zum Grillen oder zur Gartenparty oder auch als leichte Hauptmahlzeit.

Der Lebensmittelhandel hält Regalmeter um Regalmeter an fertigen Salaten bereit, meistens schmecken sie mir persönlich nicht so und deshalb rette ich, was zu rette ist und schnippele lieber selber ein paar Zutaten zusammen.

Der heute vorgestellte Salat heißt wie er heißt, weil ich alle Zutaten für mein Chili sin Carne einfach kalt in die Salatschüssel geworfen habe. Die Würze kommt durch ein Dressing aus Joghurt und verschiedene Gewürze, die auch im warmen Chili ihre Verwendung finden.

Zutaten für eine große Schüssel Salat (ca. 4 Portionen):

  • 1 Glas rote Bohnen (Kidneybohnen), ca. 350 g *)
  • 150 g Mais, frisch, TK oder Konserve
  • 1 Paprikaschote (grün wäre wegen des Farbspiels schön)
  • 1 – 2 Tomaten, je nach Größe
  • 1/4 Eisbergsalat
  • optional: Chili in dünnen Ringen

*) Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt: ca. 120 g über Nacht einweichen, abgießen und mit reichlich Wasser weich kochen. Abkühlen lassen und wie unten verwenden.

  • 4 EL Joghurt
  • abgeriebene Zitronenschale + 1 EL Saft
  • 1 Espressolöffel gemahlener Koriander
  • 1 Espressolöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 – 5 Stängel glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:

Bohnen und Mais auf ein Sieb geben, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Eisberg in feine Streifen (Chiffonade) schneiden, gründlich waschen und in einer Salatschleuder trocken schleudern (Alternativ ein Küchenhandtuch/Trockentuch benutzen) und in eine große Schüssel geben.

Paprikaschote schälen, in feine Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls fein würfeln, zum Eisberg geben.

Zum Schluss Bohnen und Mais ebenfalls zugeben und gut durchmischen.

Für das Dressing den Joghurt mit allen übrigen Zutaten mischen, eventuell mit etwas Wasser glattrühren und entweder kurz vor dem Servieren mit den übrigen Salatzutaten mischen oder separat reichen, so dass sich jede/r die gewünschte Menge Dressing nehmen kann.

Wir haben den Salat zu einer mit Berbere gewürzten Maispoularde und etwas Fladenbrot genossen.

Hier seht Ihr die Salatrezepte der übrigen Retter*innen:

Blog-Event CCXXVIII – Köstliches China

Chǎo Miàn – Wokgemüse mit Nudeln

Blog-Event CCXXVIII - Köstliches China (Einsendeschluss 15. April 2026)

Es gibt ein neues Blog-Event bei Zorra im Kochtopf:

Dorotée von bushcooks kitchen sucht unter dem Motto Köstliches China nach tollen Rezepten aus dem Land der Mitte.

Meine Erfahrung mit der chinesischen Küche beschränkt sich zugegebenermaßen auf Gerichte der in Deutschland ansässigen Chinarestaurants. Als Kind habe ich die Besuche im einzigen ortsansässigen Chinarestaurant geliebt. Ich bin sicher, dass die angebotenen Speisen ziemlich eingedeutscht waren und so ist es vermutlich auch heute noch. Ich denke, die wenigsten Deutschen können sich mit Hühnerfüßen oder frittiertem Schweinedarm anfreunden.

Ich hatte zugegebenermaßen zuerst das Rezept und habe dann geforscht, ob das tatsächlich irgendwie chinesisch ist. Ja, ist es.

Gewoktes Gemüse mit Nudeln ist ein beliebtes Alltags- oder Streetfoodgericht und kommt – so meine Recherche – aus der Provinz Guangdong. Diese Angabe ist allerdings ohne Gewähr.

Uns hat es wunderbar geschmeckt und war superschnell gemacht, wenn man mal vom Schnippeln der Zutaten absieht.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Möhre/Karotte
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 dünne Stange Porree/Lauch
  • 1/4 (rote) Paprikaschote
  • 1 – 2 Champignon(s) oder andere Pilze nach Geschmack
  • 1 Bund grünen Spargel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 weiße Zwiebel
  • 2 – 4 EL Erdnussöl oder ein anderes hoch erhitzbares Pflanzenöl
  • 4 EL Reisessig
  • 3 EL Sojasauce
  • 250 g Mie-Nudeln
  • Koriander (ich hatte „nur“ vietnamesischen)
  • Erdnüsse
  • Srirachasauce oder ein anderer „Scharfmacher“ nach Wunsch

Zubereitung:

Zunächst das Gemüse in streichholzartige Streifen schneiden. Beim Spargel habe ich die Spitzen abgeschnitten und die Stangen quer und längs halbiert.

Zwiebel in Streifen schneiden, Knoblauch hacken.

Mie-Nudeln nach Packungsanweisung vorbereiten.

Erdnussöl im Wok erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln unter Rühren dünsten. Möhren-, Porree- und Selleriestreifen zugeben, anbraten. Dann Paprika, Champignons und Spargelstangen zugeben und so lange im Wok braten, bis das Gemüse gar, aber noch knackig ist.

Nudeln und Spargelköpfe zugeben und alles mit Essig und Sojasauce verrühren.

In Schüsseln oder auf tiefen Tellern anrichten, ein paar Spritzer Sesamöl darüber geben und nach Wunsch mit Erdnüssen, Koriander und „Scharfmacher“ servieren.

Ein paar – hoffentlich – authentische chinesische Rezepte habe ich im Rahmen der kulinarischen Weltreise schon gekocht und im Blog gesammelt:

Update: 20 wunderbare Rezepte sind zusammengekommen.

Die kulinarische Weltreise: Ensalada de Palmitos – Salat mit Palmherzen (Costa Rica)

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Wir sind mit Volker von volkermampft auf der Kulinarischen Weltreise in Mittelamerika, genau gesagt in Costa Rica angekommen. Am vergangenen Sonntag gab es bei uns ein sehr feinen Fisch in Knoblauchmarinade (Hier erfahrt Ihr auch noch ein bisschen mehr zu unserem Reiseziel im März.), den ich mit Reis und einem gemischten Salat mit Palmherzen serviert habe.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Dose Palmitos (Palmherzen) *)
  • 2 – 3 Hände Blattsalat oder gemischter Salat, gewaschen und gut getrocknet
  • 1 kleine Salatgurke, in Scheiben oder Halbmonde geschnitten
  • 1 Tasse Kirschtomaten oder 2 Tomaten, gewürfelt
  • 1/4 rote oder gelbe Paprikaschote, gewürfelt
  • 1 Avocado in Spalten
  • 1 Limette, davon der Saft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL frischer Koriander, gehackt (ersatzweise Petersilie)
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Palmherzen abgießen, kalt abspülen und in Scheiben oder Stücke schneiden.

Salatblätter waschen, trockenschleudern und auf einer Platte oder in einer Schüssel auslegen.

Gurke und Tomaten vorbereiten, Paprika/Tomate würfeln, alles auf den Salat geben und die Palmherzen darauf verteilen.

Für das Dressing Limettensaft, Olivenöl, gehackten Koriander, Salz und Pfeffer verrühren; nach Wunsch etwas Zucker zugeben.

Dressing kurz vor dem Servieren über den Salat geben und alles locker mischen.

In Costa Rica serviert man statt des Limettendressings auch gerne einfach Mayonnaise (oder vegan mit Mandelmus oder mit Milch) zum Ensalada de Palmitos. Für die Variante hat mein GöGa sich entschieden; ich mochte den Salat mit dem Limettendressing sehr.

*) Palmitos/Palmherzen: Dabei handelt es sich um das Bildungsgewebe von Stamm und Blättern am oberen Ende einer Palme. [weiterlesen auf Wikipedia]

Ich habe die Palmitos als Konserve der Firma Feinkost Dittmann kaufen können und war ganz gespannt auf den Geschmack.

Ich sage mal so: Falls Ihr keine Palmherzen findet, nehmt einfach Schwarzwurzeln oder Spargel aus der Konserve, die Geschmäcker sind wirklich sehr ähnlich.

Hier sammle ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Die kulinarische Weltreise: Eintöpfe aus aller Welt -Lobio (ლობიო) – Rote-Bohnen-Eintopf mit Walnüssen (Georgien)

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Für das Sonderthema „Eintöpfe aus aller Welt“ im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft habe ich nach der Sopas mallorquinas noch einen leckeren, schnell gemachten (zufällig) veganen Eintopf aus Georgien. Dort waren wir im April 2020 schon einmal, und ich habe zwei Eintopfgerichte, allerdings jeweils mit Fleisch zubereitet: Tschanachi und Odschakhuri.

Nun also rote Bohnen und Walnüsse, die in Georgien in fast keinem Gericht fehlen dürfen.

Normalerweise bereitet man Lobio mit getrockneten Kidneybohnen zu, die über Nacht in Wasser eingeweicht und dann gekocht werden. Aus Bequemlichkeitsgründen habe ich auf vorgegarte Bohnen aus dem Glas zurückgegriffen, schreibe Euch aber das Originalrezept auf und füge meine Änderungen in Kursivschrift dazu.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 250 g getrocknete Kidneybohnen (ich: ca. 500 g vorgegarte Bohnen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80 g Gramm getrocknete Tomaten (in Öl)
  • 2 EL Olivenöl
  • 0,5 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 0,5 TL Koriander (gemahlen)
  • 0,5 TL Chilipulver
  • 300 g stückige Tomaten (Dose)
  • 4 Stiele Koriander
  • 2 Stiele glatte Petersilie
  • 80 g Walnüsse
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Limettensaft
  • außerdem: Kartoffelstampfer

Zubereitung:

Bohnen in einem Sieb kalt abspülen. In einer Schüssel mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.

Bohnen in ein Sieb abgießen. In einem Topf mit reichlich Wasser bedecken, langsam bei mittlerer Hitze mit halb geöffnetem Deckel aufkochen und ca. 1 Stunde bei kleiner Hitze sanft gar kochen. Die Bohnen in einem Sieb abgießen und dabei 500 ml vom Bohnenwasser auffangen.

Ich habe vorgegarte Bohnen auf einem Sieb abgespült und die 500 ml Bohnenwasser durch Gemüsebrühe ersetzt. Mir ist klar, dass das u. U. den Geschmack etwas verändert.

Die Bohnen mit einem Kartoffelstampfer ganz leicht andrücken.

Knoblauch fein würfeln. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden.

In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen, Kreuzkümmel, Koriander und Chilipulver zugeben und kurz anrösten. Knoblauch, getrocknete Tomaten und Bohnen zugeben und 2 – 3 Minuten mit andünsten. Mit dem Bohnenwasser (ich: Gemüsebrühe) auffüllen und die stückigen Tomaten zugeben. Den Eintopf mit halb geöffnetem Deckel ca. 30 Minuten sanft kochen lassen.

Koriander und Petersilie abspülen und trocken schütteln. Koriander mit den zarten Stielen grob schneiden. Petersilie von den Stielen zupfen und grob hacken. Walnusskerne in einer heißen Pfanne ohne Öl rösten, abkühlen lassen und grob hacken. Den Eintopf mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. In Schalen oder tiefen Tellern anrichten, mit frischen Kräutern und Walnüssen bestreut servieren.

Zum Lobio schmeckt Reis oder – wie bei uns – Fladenbrot. Geschmacklich erinnert dieser Eintopf sehr an ein veganes Chili, nur dass ich dahinein noch Mais und Paprikaschote gebe. Auch die gerösteten gehackten Walnüsse machen einen Unterschied.

Wie immer sammele ich hier im Laufe des Monats die Eintopfgerichte meiner Mitreisenden:

Lasagne mit Rote-Linsen-Sugo

Im Februar geht es bei Leckeres für jeden Tag um „Seelenwärmer/Comfort Food“, was man bei kaltem Winterwetter immer gut gebrauchen kann. Suppen, Eintöpfe oder Gerichte aus dem Ofen sind da hochwillkommen.

Frei nach dem Motto „Pasta geht immer“ präsentiere ich Euch eine leckere Lasagne, bei der ich die Bolognese mit Hackfleisch allerdings durch ein Sugo mit roten Linsen ersetzt habe.

Die Béchamelsauce habe ich mit Olivenöl und Brühe angesetzt, so dass alles etwas weniger gehaltvoll wird und der Käse ist vegan.

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Sugo:
  • 150 – 200 g Rote Linsen
  • 1 kleine Stange Porree (ich: ersatzweise Lauchzwiebeln)
  • 1 Möhre
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400 ml passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 EL italienische Kräuter
  • Olivenöl zum Braten
Für die Béchamelsauce:
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe, eventuell mehr
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • Lasabneblätter
  • (veganer) Käse zum Überbacken

Zubereitung:

Linsen auf einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen.

Gemüse in feine Würfel schneiden und im Olivenöl anschwitzen. Tomatenmark einrühren und ebenfalls kurz anschwitzen. Linsen zugeben und mit den passierten Tomaten aufgießen, köcheln, bis die Linsen gar, aber noch bissfest sind.

Mit den Gewürzen abschmecken.

In der Zwischenzeit die Béchamelsauce herstellen:

Olivenöl in einem Topf mit dem Mehl verrühren, anschwitzen und unter kräftigem Rühren mit einem Schneebesen die Brühe aufgießen. Zum Kochen bringen und köcheln lassen, bis der Mehlgeschmack verschwindet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Jetzt schon mal den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

In einer Auflaufform die Lasagne schichten. Dafür mit einer dünnen Schicht Béchamelsauce beginnen, darauf eine Nudelplatte legen, darauf Linsensugo und dann immer weiter schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Möglichst mit Béchamelsauce abschließen.

Lasagne mit (veganem) Käse bestreuen und 35 – 40 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Gerichte aus dem Ofen bzw. aus der Auflaufform sind immer schwer zu fotografieren, aber ich hoffe mal, Ihr erkennt trotzdem, wie lecker diese vegane Lasagne war.

Und was gibt es sonst noch an leckerem Seelenwärmeressen?

Blog-Event CCXXV – Aus dem Ofen!

Kartoffel-Möhren-Gratin

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026)

Noch bis zum 15. Januar läuft das Blog-Event Aus dem Ofen!, das Nadja von Little Kitchen and more bei Zorra im Kochtopf veranstaltet. Erlaubt ist alles, was im Ofen zubereitet wird, egal ob Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Aufläufe und Überbackenes.

Bei uns arbeitet der Ofen relativ häufig, um Reste zu verarbeiten. Aus Pasta mit Sauce wird mit etwas Käse bestreut ein leckerer Auflauf, ähnlich können Gemüsereste verwertet werden.

Mein Beitrag zu Nadjas Event ist ein leckeres Kartoffel-Möhren-Gratin, zwei Zutaten, die meines Erachtens gut harmonieren. Wir essen z. B. sehr gerne Kartoffel-Möhren-Durcheinander (Stampf).

Zutaten für 4 Portionen:

  • 6 festkochende Kartoffeln, ca. 800 g
  • 3 dicke Möhren, ca. 400 g
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • außerdem: Mandoline oder Küchenmaschine mit Hobelaufsatz

Zubereitung:

Kartoffeln und Möhren getrennt dünn hobeln.

Schalotte und Knoblauch fein würfeln, in der Butter glasig anschwitzen. Sahne zugeben und einmal aufkochen. Mit den Gewürzen pikant abschmecken.

Kartoffeln und Möhren in abwechselnd in eine Auflaufform (mit einer dünne Schicht Sahne auspinseln) schichten. Die aufgekochte Sahne darüber geben und im Backofen bei 200 °C Umluft ca. 30 Minuten backen, bis das Gratin oben leicht goldbraun und das Gemüse gar ist.

Bei uns gab es einen Dip aus Joghurt und Mepfel *) von Zwergenwiese, was sehr gut gepasst hat.

*) Hierbei handelt es sich um einen sehr pikanten Meerrettich-Apfel-Aufstrich.

Update: sagenhafte 34 Rezepte sind zusammengekommen.

Karamellisierter Rosenkohl mit Birnen

Auch im Jahr 2026 geht es mit Leckeres für jeden Tag weiter. Und sofort am ersten Sonntag des Monats Januar geht es um die vegane Küche, denn es ist ja auch Veganuary wie schon seit 2014.

Ich stelle Euch eine leckere Gemüsebeilage vor, die aber auch als veganes Hauptgericht oder sogar kalt als Salat punktet.

Wir haben das leckere Gemüse am ersten Weihnachtstag mit Kartoffelsternen und *flüster* Gänsekeule gegessen.

Zutaten für 2 – 4 Portionen:

  • 35 g Mandeln, gehobelt
  • 1 Zwiebel (à ca. 80 g), fein gewürfelt
  • 3 EL Olivenöl, zum Braten geeignet
  • 500 g tiefgekühlte Rosenkohlrösschen, aufgetaut und halbiert
  • 5 EL Ahornsirup
  • 1 Birne, entkernt, geviertelt, gewürfelt (ca. 1 cm) *)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer

*) Ich habe Birnen aus dem Glas genommen, weil man sich bei frischen Birnen oft nicht sicher sein kann, ob sie nicht entweder total hart oder fast schon matschig sind.

Im Olivenöl die Zwiebeln andünsten, Rosenkohl mit Ahornsirup zugeben und leicht karamellisieren lassen. Birnenstücke ebenfalls zufügen und alles unter Rühren ca. 5 – 10 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer separaten Pfanne die Mandelblättchen ohne Fett anrösten und zur Deko über den Rosenkohl streuen.

Diese Rosenkohlvariante mit süßlichem Touch hat uns sehr gut geschmeckt. Es war sogar noch ein Rest übrig, den ich zu einem leckeren Salat weiterverarbeitet habe.

Hier geht es zu den veganen Rezept meiner MitstreiterInnen: