Archiv für den Monat: Oktober 2024

World Bread Day 2024: Brötchen mit Lievito Madre

Banner World Bread Day, October 16, 2024

Am 16. Oktober 2024 ist wieder World Bread Day, der Neunzehnte, um genau zu sein und wie jedes Jahr lädt Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf wieder zum gemeinsamen Backen rund um die Welt ein.

Ich mal ein bisschen Hintergrundinfo zum Welttag des Brotes gefunden.

Nachdem ich 2023 ausgesetzt habe, bin ich dieses Jahr mit ganz einfachen Brötchen, die wirklich jedem gelingen, wieder dabei.

Das Rezept für die wirklich sehr einfachen und doch leckeren Brötchen habe ich selber (weiter-)entwickelt. Es begann mit einem türkischen Fladenbrot aus dem Cookit von Bosch, wo auf 500 g Mehl sage und schreibe 2 Tütchen Trockenhefe verwendet wurden und der Teig bei 40 °C in 30 Minuten zum Aufgehen „gezwungen“ wurde.

Denselben Teig nahm ich dann für Panini, allerdings mit nur einem Tütchen Hefe und Übernachtgare im Kühlschrank. Der Teig war wunderbar fluffig aufgegangen und die Panini super gut gelungen.

Okay, was mit Hefe funktioiniert, funktioniert in der Regel auch mit Lievito Madre, dem italienischen Weizensauerteig. Gedacht, getan und was soll ich sagen? Die Brötchen sind super geworden.

Zutaten für 4 Brötchen (oder 8 Partybrötchen):

  • 500 g Weizenmehl 550
  • 80 g Lievito Madre, frisch gefüttert
  • 280 ml Wasser
  • 2 TL Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten in der Schüssel der Küchenmaschine mischen, kurz verrühren und dann 10 Minuten bei hoher Stufe kneten lassen.

An einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Dabei geht der Teig nicht sonderich stark auf. In der Schüssel einmal dehnen und falten, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Teig herausnehmen, den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kneten, dann in 4 (oder 8) gleich große Teiglinge teilen. Zu runden oder länglichen Brötchen formen und diese einschneiden.

Auf ein Backblech mit Backpapier oder Dauerbackfolie legen und kleine Brötchen ca. 30 Minuten, die großen ca. 40 Minuten backen.

Übrigens kann der Teig mit – trotz der Salzzugabe – auch Kuchen, wie ich mit meiner Süßen Pizza mit Pflaumen und Äpfeln gezeigt habe.

Hier geht es zu den 62 Brot- und Brötchenrezepten aus aller Welt: Das Roundup!

Die kulinarische Weltreise/Leckeres für jeden Tag: Pepián aus Guatemala

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Ich freue mich ja immer, wenn ich zwei Blog-Events mit einem Rezept „erschlagen“ kann und im Oktober ist es wieder so weit:

Die kulinarische Weltreise rund um Volker von volkermampft reist über den großen Teich nach Mittelamerika – genau gesagt nach Guatemala – und bei Leckeres für jeden Tag dreht sich am ersten Sonntag im Oktober alles um Eintöpfe und One-Pot-Gerichte.

Für beide Gelegenheit kommt da das guatemaltekische Nationalgericht Pepián gerade recht.

Es handelt sich um einen herzhaften Eintopf aus zu einer Paste verarbeiteten geröstetem Gemüsen wie Tomaten, Zwiebeln, Paprikaschote und Guajillao-Chilis mit Hähnchnfleisch.

Die benötigten Guajillo-Chilis sind relativ mild im Geschmack und besitzen ein leichtes Raucharoma.

Ich habe sie beim großen A online bestellt.

Guatemala ist wieder eines der eher problematischen Länder, die wir virtuell besuchen. Durch die rechtsgerichteten Regierungen der vergangenen Jahrzehnte driftet das Land mehr und mehr in eine Diktatur ab.

Die Landschaft ist vielfältig und die Geschichte der Maya, besonders in den Ruinenstädten Tikal und Calakmul allgegenwärtig und machen das Land damit auch interessant für den Tourismus.

Auf der Seite Foodzauber könnt Ihr mehr über die typische Küche Guatemalas erfahren.

Die Zubereitung des Pepián bedarf etwas Vorbereitung, indem man zunächt Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Knoblauch in einer trockenen Pfanne röstet, um den Geschmack zu vertiefen. Die Chilis entkernen und wässern.

Weiterlesen

#wirrettenwaszurettenist: Früchte des Herbstes/Erntedank (Süße Pizza mit Pflaumen und Äpfeln)

Anfang Oktober widmen wir uns bei #wirrettenwaszurettenist den Früchten des Herbstes und feiern Erntedank.

Unser Apfelbaum trägt auch dieses Jahr wieder reichlich, so dass auf die süße Pizza, die eigentlich ein Zufallsprodukt war, neben süßen gekauften Pflaumen auch Äpfel aus eigener Ernte kamen.

Der Herbst beschenkt uns noch einmal mit einer Fülle an Feldfrüchten, aber auch Obst und Pilze kommen jetzt in die Geschäfte. Früher begann nun auch die Zeit des Haltbarmachens für den kommenden Winter und es wurde eingekocht, getrocknet und sauer eingelegt. All diese Dinge sind mittlerweile in den Supermärkten fast das ganze Jahr erhältlich und noch vieles mehr, wie z. B. Flamm- und Zwiebelkuchen, Fix für Pilzpfanne, Kürbissuppe aus der Dose und andere Dinge, die man eigentlich leicht selber machen kann.

Meine süße Pizza zählt wohl eher nicht zur allseits erhältlichen Supermarktware, aber Kuchen mit Äpfeln und Pflaumen gibt es in unterschiedlichen Qualitäten überall.

Wie bereits erwähnt, ist meine süße Pizza, man könnt sie auch süßen Flammkuchen nennen, ein Zufallsprodukt:

Ich hatte Teig für Brötchen zubereitet, der eigentlich für das Samstags- und Sonntagsfrühstück dienen sollte. Samstagnachmittag gelüstete dem GöGa und mir aber irgendwie nach Kuchen und nachdem wir die gekauften Pflaumen in den Niederungen des Kühlschranks wiedergefunden hatte, dachte ich mir, der Brötchenteig ließe sich wohl auch als Basis für Kuchen verwenden.

Zutaten für den Teig (ergibt ca. 4 Kuchenstücke):

  • 250 g Weizenmehl 550
  • 40 g aufgefrischte Lievito Madre
  • 140 ml Wasser
  • 1 TL Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten gründlich in der Küchenmaschine ca. 10 Minuten verkneten, anschließend 30 – 40 Minuten bei 30 °C gehen lassen.

Teig ein paarmal dehnen und falten, anschließend in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Auf der bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten und auf einem mit Backpapier oder Dauerbackfolie belegtem Blech möglichst rechteckig ausrollen. Abgedeckt zur Seite stellen und den Belag vorbereiten:

Zutaten für den Belag:

  • 4 Pflaumen (oder Zwetschgen)
  • 1/2 – 1 Apfel (je nach Größe)
  • Zucker zum Bestreuen des Teiges
  • 40 g kalte Butter
  • 40 g Mehl
  • Zucker und Zimt nach Geschmack

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Pflaumen halbieren, die Steine entfernen und die Hälften noch einmal vierteln, so dass schmale Spalten entstehen.

Den Apfel nach Wunsch schälen (habe ich nicht, da er absolut ungespritzt ist), halbieren und ebenfalls in schmale Spalten schneiden.

Butter und Mehl zusammen mit Zucker und Zimt zu Streuseln verkneten.

Den ausgerollten Teig mit Zucker bestreuen, Apfel- und Pflaumen abwechselnd in Reihen oder nebeneinander – ganz nach Lust und Laune – darauflegen. Mit den Streuseln bestreuen und ca. 30 – 40 Minuten backen.

Tastet Euch langsam an die Backzeit heran, da Backöfen ziemlich zickig sein können.

Der Boden ist – wie bei einer Pizza – ziemlich knusprig.

Die süße Pizza in Stücke schneiden und entweder warm mit einer Kugel Vanilleeis oder kalt mit einem Klecks Sahne servieren.

Hier geht es zu den Rezepten des restlichen Rettungstrupps:

PS: An dieser Stelle geht ein ganz großer Dank an Sylvia von Brotwein, die sich bereit erklärt hat, die Rettung von Gerichten der Lebensmittelindustrie, die ganz einfach zu Hause selber zubereitet werden können, fortzuführen!