Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! – Mit Königsberger Klopsen

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Deutsche Küche – die Foodblogger-Aktion

Dieses ehemalige (?) Fussballmotto könnte man auch im Zusammenhang mit Sylvias neuem Reiseziel im Rahmen ihres Events Deutsche Küche grölen.

Nach Bayern geht es nämlich in die deutsche Hauptstadt. Auch hier musste ich mich erst mal einlesen, was alles zur typisch Berliner Küche gehört und war erstaunt, welche Gerichte, die ich schon seit Kindertagen kenne, tatsächlich der Berliner Küche zugeordnet werden.

Dazu gehören unter anderem (gepökeltes) Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln, alternativ mit Kasseler statt des Eisbeins.

Bismarkhering, Rollmops, etc. pp.

Heute komme ich Euch mit einem Klassiker, nämlich Königsberger Klopsen.

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Klopse:
  • 200 – 250 g Kalbsschnitzel aus der Oberschale oder -hack
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 TL Butter
  • Paniermehl – Menge nach Gefühl, ca. 4 EL
  • 1 TL Pflanzenöl oder Butterschmalz
  • 1/2 bis 1 Ei, je nach Menge des Fleisches
  • 4 Sardellen, klein gehackt
Für die Brühe:
Für die Sauce:
  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 125 ml Weißwein
  • köchelnde Brühe zum Auffüllen
  • Kapern nach Geschmack
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
Für den Rote Bete-Salat:
  • 1 große Rote Bete (am besten frisch, notfalls tut es eine vorgekochte, vakuumierte Bete)
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 EL Himbeeressig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die frische Rote Bete mit Schale weich kochen (oder im Backofen garen), abschrecken, schälen und in feine Scheiben schneiden oder hobeln. Mit den übrigen Zutaten marinieren. Mit der vakuumierten Bete im Grunde genauso verfahren, natürlich ohne sie zu kochen.

Die Zwiebel fein würfeln, in der geschmolzenen Butter auf kleiner Hitze glasig gar dünsten.

Für die Brühe das Brühepulver im Wasser auflösen, die Gewürze in ein Gewürzei/-säckchen geben, leicht salzen und pfeffern. Einmal aufkochen und dann simmern lassen.

Das Kalbfleisch durch den Fleischwolf mit kleiner Scheibe drehen. Die Sardellen fein schneiden und gegebenenfalls noch etwas zu einer Paste zerdrücken. In einer Schüssel mit Ei, den glasigen Zwiebeln und Paniermehl mischen. Golfballgroße Klösschen formen und in die simmernde Brühe geben.

Für die Sauce Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl zugeben und etwas anschwitzen. Wein und etwas Brühe aus dem „Klopstopf“ zugeben und unter kräftigem Schlagen mit dem Schneebesen aufkochen. Dann die Temperatur zurückschalten und noch so viel Brühe zugeben, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Mit Kapern und etwas von der Kapernlake, Salz und Pfeffer abschmecken.

Nebenher Salzkartoffeln (Menge nach Wunsch) kochen.

Die Kartoffeln und Klopse auf Teller geben, mit der Sauce begießen und mit dem separat in Schälchen angerichteten Rote Bete-Salat servieren.

Na, dann juten Hunger, wa!


Da noch so viel gute Brühe übrig war, gab es am nächsten Tag noch Eier in Senfsauce, laut meiner Recherche auch ein typisches Gericht aus der Beriner Küche, was mir so nicht bewusst war. Denn das Rezept *) ist schon im Blog und das Gericht gibt es immer mal.

*) Dieses Mal hatte ich allerdings statt der Milch die Brühe von den Klopse aufgebraucht und zusätzlich hatte ich noch Senfsaat in der Butter der Béchamel angeschwitzt.

Als Beilage gab es noch einen bunten Salat mit essbaren Blüten.

11 Gedanken zu „Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! – Mit Königsberger Klopsen

  1. Sylvia von Brotwein

    Oh ja, Königsberger Klopse gab es immer zu Hause und Eier in Senfsauce ebenfalls. Da habe ich immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen. Z.B. wurden die Kapern löffelweise von meinem Teller auf andere verteilt, da ich Kapern damals noch nicht mochte. 🙂
    Schön, dass Du dabei bist!
    Viele Grüße Sylvia

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Vielen Dank.
      Ich liebe Kapern, könnte sie so aus dem Glas löffeln!
      Beide Gerichte kenne ich nicht aus der Kindheit.
      Die Eier in Senfsauce waren das erste Gericht, das wir im Hauswirtschaftsunterricht kochen mussten und die Königsberger habe ich – glaube ich – auch von dort.

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
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