Die kulinarische Weltreise: Tandoori Paratha (Indien)

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Die Reise mit Volker von Volker mampft als Organisator geht weiter… und zwar nach Indien.

Wer denkt da nicht sofort an die Gegensätze von Pracht der Maharadschas und unglaublicher Armut der Kaste der Unberührbaren, an die Düfte der Gewürze und Speisen und den sicherlich vorhandenen Gerüchen nach Abfall, Müll, Verwesung. Ich selber war noch nie in Indien, aber eine Freundin war vor drei Jahren dort und fand diese Gegensätze schwer zu fassen.

Mit Menschen aus Indien hatte ich schon früh Kontakt, arbeiteten doch zur Zeit meiner Mutter drei indische Krankenschwestern im selben Krankenhaus. Eine wohnte später tatsächlich mit Mann und Kindern bei uns zur Miete. Und genau wie von Frau Morales von den Philippinen profitierten wir auch von Amini aus Indien. Oft brachte sie uns kleine Kostproben dieser uns in den frühen 80ern in einer Kleinstadt wie Soest gänzlich unbekannten Küche.

Mein besonderer Favorit war dabei ihr Rotkohl, der natürlich so ganz anders schmeckte als unser traditioneller Apfelrotkohl. Jahre nach ihrem Auszug konnte ich ihr das Rezept in Stichworten entlocken und koche es seitdem immer gerne, auch mit Weiß- oder Spitzkohl statt der roten Verwandtschaft.

Meine allererste Bekanntschaft mit der indischen Küche machte ich allerdings 1984 in unserer Partnerstadt Bangor in Wales, wo wir im Rahmen unserer Abi-Abschlussfahrt 10 Tage verbrachten. Hier habe ich im Rahmen einer anderen kulinarischen Weltreise schon einmal davon berichtet.

Mein erstes Gericht, dass ich nun zu unserem Abstecher nach Indien mitbringe, ist ein Beilagenbrot im weiteren Sinne, namens Paratha. Jamie Oliver hatte es in einem seiner Kochsendungen mal zubereitet: Es sah köstlich aus!

Das Rezept hatte ich in einem meiner hier vorgestellten neuen Kochbücher, Indien Basics gefunden und gleich nachgebacken.

Zutaten für 8 Stück:

  • etwa 5 EL Ghee (ich: Butterschmalz)
  • 250 g Weizenmehl 1050 (oder Chapati Atta aus dem Asia-Laden)
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL getrocknete Bockshornkleeblätter (ich hatte mich verlesen, statt dessen Kleesamen gekauft u. Schwarzkümmelsaat zum Bestreuen genommen)

Zubereitungszeit: 1 Stunde
Ruhezeit: 30 Minuten

Zubereitung:

Ghee (Butterschmalz) bei kleiner Hitze schmelzen, leicht abkühlen lassen.

Das Mehl in einer Schüssel mit Salz mischen. 2 EL Ghee nach und nach mit 100 – 150 ml Wasser zugeben und vernketen, bis ein weicher, elastischer Teig entsteht, der weder zu zäh, noch zu klebrig ist.

Teig mindestens 5 Minuten lang kräftig durchkneten, zu einer Kugel formen und in eine Schüssel legen. Mit einem feuchten Tuch bedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Das übrige Ghee (Butterschmalz) in den Kühlschrank stellen.

Die Teigkugel achteln und jedes Achtel wieder zu einer Kugel formen. Diese schnell wieder unter das feuchte Tuch legen, damit sie nicht austrocknen.

Das Ghee (Butterschmalz) aus dem Kühlschrank holen, es sollte jetzt nicht mehr flüssig, sondern cremig und gut verstreichbar sein.

Den Backofen auf 250 g vorheizen (Umluft ist nicht empfehlenswert), dabei das Backblech gleich auf der oberen Schiene mit aufheizen.

Eine Teigkugeln aus der Schüssel nehmen und auf einer mit möglichst wenig Mehl bestäubten Arbeitsfläche (ich habe das auf einer Silikonbackmatte gemacht, die ich später gleich mitsamt der Teiglinge aufs Blech transferiert habe) zu einem Kreis von ca. 20 cm Durchmesser ausrollen. Den Teigkreis bis zur Mitte einschneiden und mit Ghee (Butterschmalz) bestreichen. Nun jeweils zu so lange zu Dreiecken zur Seite falten, dass man eine Art Trichter in der Hand hat.

Die Spitze in die Handinnenfläche legen und von oben diesen Teigtrichter zusammendrücken. Auf die Unterlage legen, mit Schwarzkümmelsamen bestreuen und mit wenig Druck zu einer Gesamgröße von ca. 10 cm Durchmesser herunterdrücken.

Wenn alle acht Paratha fertig sind, das Blech aus dem Ofen nehmen, die Silikonfolie mit den Teiglingen vorsichtig hinüber heben und diese dann 5 – 7 Minuten backen, bis sie schön blättrig aufgegangen sind. Sofort servieren.

Bei uns waren die Tandoori-Paratha eine leckere Beilage zu einem indischen Masala-Gemüse.

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