Kochen mit Geduld, aber ohne Stress

Seit zwei Wochen ist auch der Koch’sche Haushalt stolzer Besitzer eines Slow Cookers, auch Crocky, nach dem amerikanischen Original, dem Crockpot, genannt.

Gerade an den Wochenenden wird es bei uns oft hektisch, weil wir alles, was man normalerweise abends unter der Woche machen könnte, in diese zweieinhalb Tage fällt. Im Sommer ist das insbesondere auch Gartenarbeit. Wie schön wäre es also, wenn man das Abendessen sich selbst überlassen könnte und nach einem langen Tag nicht auch noch in der Küche stehen muss.

Ich wurde super von Anikó von Paprika meets Kardamom beraten und so trudelte nach ein paar Tagen der 3,5-Liter-Slow Cooker von Morphy Richards bei uns ein.

Das erste Gericht, das ich dann am folgenden Wochenende gekocht habe, war ein Ragù alla Bolognese nach dem Rezept von Gaby Frankenmöller, die sogar ein Kochbuch über das langsame Kochen herausgegeben hat. Das war bei der Bestellung leider vergriffen und so wurde ich auf ihrer Website Slowcooker fündig:

Zutaten für 8 Portionen:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Möhren
  • 100 g geräucherter gewürfelter Speck
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 kg Hackfleisch halb/halb (ich hatte wieder durchwachsene Schweineschulter und Rinderoberschale in Bio-Qualität geholt und selbst gewolft)
  • 50 g Butter (habe ich weggelassen, statt dessen das ausgelassenen Speckfett genutzt)
  • 100 ml Rotwein
  • 100 – 200 ml Fleischbrühe (hatte ich nicht vorrätig, also einfach mit Wasser angegossen)
  • 500 g passierte Tomaten
  • 400 g stückige Tomaten
  • 100 g Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano (ich außerdem noch Salbei und Thymian)
  • Milch nach Bedarf (ich hatte keinen Bedarf und zum späteren Einkochen hätte sowieso keine Milch drin sein dürfen)

Zubereitung:

Das Fleisch vorbereiten und durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs lassen.

Die Zwiebel schälen, die Karotte schaben, den Sellerie putzen, mit dem Speck zusammen ganz fein hacken und gut unter das Fleisch rühren. Knoblauchzehe zerdrücken und ebenfalls dazu geben.
(Das fand ich bei der Menge sehr mühsam und würde im Wiederholungsfall Möhre und Sellerie auf jeden Fall grob mit der Küchenmaschine reiben.
Den Speck habe ich nicht mit unter das Hackfleisch gegeben, sondern separat knusprig ausgebraten. Dadurch habe ich die Butter gespart.)

In einer Pfanne die Butter(ich habe stattdessen das ausgelassene Speckfett genommen) langsam erhitzen, das Fleisch anrösten, bis es die Farbe verloren hat, salzen und pfeffern. Dann mit Rotwein aufgießen und fleißig rühren, bis dieser verdampft ist.

Alles in den Keramikeinsatz des Slow Cookers geben. Restliche Zutaten – bis auf die Milch (bei mir sowieso obsolet) – zufügen und gut durchmischen. Mit weiterem Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Oregano (ich zus. Thymian u. Salbei)  würzen – zunächst etwas vorsichtig, die Aromen werden noch intensiver. Deckel aufsetzen und auf „low“ 6 h kochen lassen. Bei Bedarf mit etwas Milch verdünnen.

Das Ragù ist tatsächlich wunderbar aromatisch geworden, dabei ist nichts verkocht – was ich eigentlich erwartet und daher Möhren und Sellerie etwas grobschnittig gelassen hatte.

Den ersten Schwung Ragù gab es sofort mit Penne und etwas Tomatensalat…

… den Rest – 7 Gläser à 250 ml Inhalt – habe ich am nächsten Tag im Dampfgarer bei 100 °C 120 Minuten eingekocht. Eigentlich soll wohl

Ein Gedanke zu „Kochen mit Geduld, aber ohne Stress

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