Fougasse und Fladenbrot aus der Not gebacken

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Kennt Ihr Fougasse? Nein, ich bis vor kurzem auch nicht. Aber dieses Brot aus der Provence ist wirklich extrem lecker und eignet sich wunderbar als Beilage zum Grillen, aber auch zu Schmorgerichten, um damit die Sauce aufzutunken.

Mein erster Versuch nach diesem Rezept, das Britta auf Backmädchen1967 vorgestellt hat, ist von der Form her etwas schief gegangen – die typischen Schnitte sind zusammengelaufen, aber der Geschmack war wirklich top.

Ich wollte es zunächst dabei belassen, aber Britta stachelte meinen Ehrgeiz an („Ich würde es aber noch mal versuchen…“ oder so ähnlich) und so startete ich einen zweiten Versuch. Dieses Mal teilte ich den Teig in zwei Portionen auf, aus der einen buk ich zwei nicht ungelungene Fougasses

und aus der zweiten Portionen machte ich zwei kleine Fladenbrote. Das geschah natürlich nicht ohne Grund: Ich brauchte sie für meinen Beitrag für das Thema „Picknick“ bei Leckeres für jeden Tag (wird am 3. Juli veröffentlicht).

Zutaten für 2 große Fougasses oder 4 kleine bzw. 2 kleine Fougasses und 2 Fladenbrötchen:

  • 450 g Weizenmehl Type 550 + mehr zum Arbeiten und Bestäuben
  • 300 g Wasser lauwarm
  • 12 g Salz
  • 15 g Olivenöl
  • 10 g Honig
  • 90 g Lievito Madre aufgefrischt
  • 8 g Hefe frisch (oder 15 g frische Hefe, falls Ihr keinen Lievito Madre habt)
  • außerdem: 2 Backbleche, Backpapier oder Dauerbackfolie

Zubereitung:

Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.

Die restlichen Zutaten zugeben und mit der Küchenmaschine zunächst 3 Minuten auf Stufe 1 und dann weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten.

Der Teig ist sehr weich und klebrig; das wird aber mit dem nun folgenden Falten etwas besser. Das funktioniert am besten in einer weiten flachen Schüssel oder Teigwanne.

Insgesamt muss der Teig 2 Stunden im Warmen gehen und wird dreimal gefaltet – zweimal nach jeweils 15 Minuten und noch einmal nach 30 Minuten, dann lässt man den Teig noch einmal 1 Stunde ruhen. Das ist jetzt im Sommer kein Problem in der Küche (ich habe da zur Zeit 25 °C), im Winter bietet sich eine Gärbox an.

Den Teig verarbeitet man am besten direkt auf den Blechen weiter: auf die Dauerbackfolien reichlich Mehl geben, den Teig in zwei Portionen teilen und auf die zwei Backbleche geben. Abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Nun beide Teigportionen noch einmal teilen, zu Dreiecken ziehen und mit einem scharfen Messer zunächst längs, dann rechts und links davon dreimal einschneiden, so dass ein Blattmuster entsteht. Mit den Fingern die Schnitte etwas auseinander ziehen.

Wie gesagt, habe ich aus der zweiten Teighälfte zwei kleine Fladenbrote gemacht.

Die fertigen Teiglinge mit Mehl bestäuben, noch einmal abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen und inzwischen den Backofen auf 250 °C Umluft vorheizen.

Nun die Fougasses/Fladenbrote 15 Minuten backen. Dabei eine Tasse Wasser in den Backofen gießen und die Tür schnell schließen.

Hier erkennt man schon, wie die Fougasse eigentlich aussehen soll

4 Gedanken zu „Fougasse und Fladenbrot aus der Not gebacken

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