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Schnelles Solomittagessen: Semmelknödelchen mit Pilzrahm

Vor Weihnachten hatte ich extra kleine Semmelknödel als mögliche Beilage zum Hirschgulasch gemacht und roh eingefroren. Dann wurden aber doch Spätzle bevorzugt.

Kein Problem! So kam ich zu einem blitzschnellen Solomittagessen.

Ich hatte aus Champignons, die mal wieder von einer Pizza übrig geblieben waren, Zwiebelwürfelchen, Schlagsahne und Gewürzen (Salz, Pfeffer, Wildgewürzmischung) eine schnelle Rahmsauce (diesmal ohne Schmelzkäse und Wein) gemacht.

Die vier TK-Knödel habe ich in leicht sprudelndem Salzwasser gekocht und aus Romanaherz, zwei rohen Champignons in Scheiben und einem einfachen Essig-Öl-Dressing noch schnell einen Salat geklöppelt. Köstlich war’s!

Semmelknödelchen

Das Rezept für Semmelknödel in „Normalgröße“ habe ich Euch ja schon vorgestellt.

Nun habe ich noch einmal eine „Fuhr“ kleinerer Knödel, insgesamt 24, gemacht und eingefroren. So habe ich für das Hirschgulasch (scrollen) am zweiten Feiertag die Beilage schon erledigt. Wahlweise gibt es Nudeln.

Gewürfelte altbackene Brötchen, vermischt mit Milch, gedünsteten Zwiebeln, feingehackter Petersilie, Eiern, Salz und Pfeffer.

Da der Teig ganz schön „matschepampig“ war, kam noch Paniermehl dazu, bis die richtige Konsistenz erreicht war.

 

 

 

 

Der Probeknödel wurde schon mal sehr vielversprechend, so dass ich…

 

 

 

 

… 24 Knödel abdrehen und auf einer Schneidmatte einfrieren konnte.

Inzwischen sind sie in einen Gefrierbeutel umgezogen.

Hirschbraten vom Drehspieß mit Semmelknödel und Rosenkohl

Der Hirschbraten (ca. 600 g) schlummerte seit der Vorweihnachtszeit in der Tiefkühle, weil wir uns letzten Endes für Ente und Wildschwein entschieden und mich gestört hatte, dass der Braten schon mariniert war. Aber nun sollte er endlich mal weg, und ich muss sagen, die Marinade aus Kräutern war jetzt gar nicht so unlecker.

Da Klara auch mal was anderes machen sollte als nur Pommes, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, den Hirschen am Spieß zu braten, was ganz hervorragend geklappt hat. Einziges Manko: ich hatte keinen Bratensatz, um daraus eine Sauce zu ziehen. Dennoch ist mir nach diesem Rezept eine köstliche Sauce geglückt. Man hätte sie vielleicht noch etwas passieren können, aber die Ministückchen nach dem Pürieren störten weder mich, noch den GöGa.

Als Gemüsebeilage gab es Bio-TK-Rosenkohl nur in etwas Butter geschwenkt und die letzten Minisemmelknödel, die ich von Weihnachten noch eingefroren hatte.

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Weihnachten 2016: 2. Feiertag

Am zweiten Feiertag hatte ich zwei der vier Zutaten schon fertig, so dass alles ganz schnell ging. Den Rotkohl zu unserem Weihnachtsessen hatte ich im November bereits eingekocht, so dass ich ihn abends nur noch kurz erwärmen musste. Dazu gab es putzig kleine Semmelknödelchen, die ich vor Weihnachten nach diesem Rezept gemacht und eingefroren hatte. Man wirft sie nur gefroren für ca. 20 – 30 Minuten in siedendes (nicht kochendes!) Wasser.

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Weihnachten 2015 – Essen am 1. Feiertag

Am ersten Weihnachtstag konnte ich es mir relativ einfach machen und auf Dinge zurückgreifen, die ich schon in der Woche zuvor zubereitet hatte und zusammen mit dem Rest im Tiefkühler schlummerten. So musste ich teilweise nur noch aufwärmen bzw. vollenden.

Zur Vorspeise gab es die Karotten-Kürbiscrèmesuppe mit Kokosmilchschaum und einer Black Tiger-Garnele und zum Hauptgericht Hirschsteak unter der Haselnusskruste (orignal mit Mandeln) mit Apfelrotkohl und Semmelknödel.

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Der Nachtisch fiel wegen Magenüberfüllung aus… später haben wir beim gemütlichen Fernsehen im Bett noch etwas Eis direkt aus der Packung geschlabbert.

Grundrezept: Semmelknödel

Auf dieses Rezept wurde ich von Henning von Löffellöffelchen hingewiesen, nachdem ich in einer Fachebookgruppe nach einem idiotensicheren Semmelknödelrezept gefragt hatte, und es funktioniert prima. Man kann die Knödel auch sehr gut einfrieren. Bei Bedarf wirft man die gewünschte Anzahl nur noch für ca. 20 Minuten in knapp siedendes Salzwasser.

Ich hatte eine Portion in der Woche vor Weihnachten vorbereitet, eingefroren und dann die entsprechende Menge für das Menü am 1. Weihnachtstag 2015 zubereitet.

Zutaten für 12 Knödel:

  • 6 große altbackene Brötchen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butter
  • 200 – 250 ml Milch
  • 3 Eier
  • 1 – 2 Bund glatte Petersilie oder 1,5 Pakete TK-Petersilie
  • Salz
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Brötchen in Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.

Die Milch handwarm erwärmen und gleichmäßig über den Brötchenwürfeln verteilen. Die Masse etwas mit einem Löffel fest drücken, so das sie sollten komplett bedeckt ist.

Petersilie abzupfen und hacken bzw. TK-Petersilie auftauen lassen (Im Laden gab es nur noch halbwelke Sträuße, so dass ich in diesem Fall die TK-Variante bevorzugt hatte.).

Die Zwiebeln würfeln und in Butter glasig dünsten. Zusammen mit den Eiern gleichmäßig über die Brötchenmasse geben. Petersilie und die Gewürze zugeben und alles mit den Händen – mit Einmalhandschuhen – gut vermengen.

Es empfiehlt sich, einen Probeknödel zu machen und, falls er zerfällt, noch etwas Paniermehl zuzugeben. Falls er zu kompakt wird, kann man noch einen Schuss Milch untermengen.

Dann mit feuchten Händen 12 Knödel formen und entweder sofort weiter verwenden oder sie nebeneinander auf ein Schneidebrett oder ein Backblech legen und einfrieren. Wenn sie komplett durchgefroren sind, kann man sie in Gefrierdosen oder -beutel geben.

Die Knödel werden in fast siedendem Salzwasser 20 Minuten ziehen gelassen und dabei einmal gewendet. TK-Knödel eventuell ein paar Minuten länger im Wasser lassen.

Noch mehr Knödeleien

Nachdem ich ja schon recht erfolgreich Kartoffelknödel gemacht hatte und dieses Jahr drei Mal serviert habe, erklärte mir der beste Ehemann von allen bei der dritten Knödelmahlzeit, dass er Kartoffelknödel eigentlich nicht so mag und dass er eigentlich Semmelknödel lieber mag…
Ich fiel natürlich aus allen Wolken, weil ich die ersten beiden Male eine gewisse Begeisterung heraus zu hören gemeint hatte.

Nun gut… Semmelknödel also. Ich fragte gleich mal bei Käptn’s Dinner, ob jemand ein idioten- gelingsicheres Rezept hat. Und ich wurde erhört: Henning von Löffellöffelchen schickte mir diesen Link. Ja, das sollte zu bewerkstelligen sein. Allerdings beschloss ich, erst mal ein halbes Rezept zu machen. Äh, wie halbiere ich ein Ei?

Und altbackene Brötchen? Ja, ich hatte zwei wirklich alte Brötchen auf dem Küchenregal liegen, die ich eigentlich irgendwann zu Paniermehl hatte verarbeiten wollen. Ein drittes Brötchen wurde nachgekauft und an der Luft getrocknet.

Jetzt zu dem Problem mit den Eiern… ein ganzes Ei und ein Eigelb? Nur ein Ei oder doch zwei? Ich nahm zwei, was aber eindeutig zu viel war. Der Probeknödel löste sich in seine Bestandteile (zugegebenermaßen sehr leckere Bestandteile!) auf.

Ich habe dann ein bisschen Paniermehl untergemischt und siehe da, das Werk gelang letzten Endes.

Die Knödel begleiteten Rotkohl und ein (eigentlich) feines Wildschweingulasch. Die Sauce ist saulecker geworden, allerdings war das Fleisch eher zum Abgewöhnen: viele Sehnen, die ich zwar entfernt habe, aber leicht zäh ist das Fleisch trotz langen Schmorens leider doch geblieben. Kein Vergleich zum Hirsch von letzter Woche.

Möchte denn jemand noch wissen, wie ich die Sauce gemacht habe?

Erst mal habe ich die Fleischabschnitte scharf in einem Topf ohne Fett angebraten, dann mit wenig Wasser abgelöscht und köcheln gelassen, während ich die restlichen Zutaten vorbereitete. Das gab eine Idee von Wildfond, den ich später zum Ablöschen der Sauce nahm.

Eine grob gewürfelte Gemüsezwiebel in 2 EL Fett (Pflanzenöl, Butterschmalz oder – was ich dieses Mal genommen habe – Griebenschmalz) glasig dünsten. Die Fleischstücke in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Wildgewürz vermischen und zusammen mit 2 EL Tomatenmark scharf von allen Seiten anbraten. Mit 150 ml Rotwein ablöschen, köcheln lassen, den Wildfond und getrocknete Steinpilze zugeben. Mit geschlossenem Deckel ca. eine Stunde bei kleiner Hitze schmoren. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit zugeben.

Die Sauce wird durch die Zwiebel schön sämig, man kann sie aber mit etwas in kaltem Wasser angerührter Stärke andicken.

Vor dem Servieren noch mal mit Salz, Pfeffer, Wildgewürz sowie etwas Zucker und Aceto Balsamico abschmecken.

Das war ein sehr leckeres Sonntagsessen:
semmelknoedel