„Arbeitsurlaub“ in Bonn, Teil 1

Enthält Werbung

Es war wieder so weit: Am 20. Mai durfte ich meinen vierten Nierengeburtstag feiern und war zu diesem Zweck zur Jahreskontrolle in meiner Transplantationsklinik Köln-Merheim. Wie die Jahre zuvor verbinde ich diesen Termin immer mit einem Aufenthalt in des GöGas Pendlerwohnung in Bonn. Er hatte die Woche Urlaub genommen, so dass wir einiges unternehmen konnten.

Am 28. Mai werde/wurde ich zudem noch in derselben Klinik am Grauen Star operiert. An Christi Himmelfahrt ist die Rückreise nach Soest geplant.

 

Im folgenden erzähle ich so ein bisschen von unseren Unternehmungen und berichte gerne von unseren kulinarischen Erlebnissen.

Samstag, 18.05.2019

Nachdem wir sehr gut durchgekommen waren, ging es nach kurzem Ausruhen als Allererstes zum Einkaufen für die kommenden Tage: Brot, Aufschnitt, diverse Kleinigkeiten.

Anschließend fuhren wir ins HUMA-Einkaufscenter, weil ich nach verschiedenen Dingen gucken wollte, die es im Heimatkaff nicht gibt.

Dort gab es beim Indischen Imbiss erst einmal ein sehr leckeres Mittagessen:

Gemüsecurry mit Basmatireis und Joghurt

Abends haben wir dann in des GöGas „neuer Küche“ gekocht. Erinnert Ihr Euch noch an die letzten Jahre, wo das Kochen in der Miniküche eine echte logistische Herausforderung war?

Letztes Jahr hatten wir nur die Ecke mit Spüle, Mini-Ablage und den zwei Kochplatten. Ein Schubladenschrank stand gegenüber an der Wand, in der sämtliche Vorräte, Besteck, Schüsseln etc. (keinen) Platz fanden und obenauf standen Mikrowelle und Kaffeemaschine. Ablagefläche zum Schneiden und Bereitstellen gab es keine.

Inzwischen hat der GöGa einen Küchenschrank mit Arbeitsfläche und Regalaufsatz gebaut, wo alles seinen Platz findet und wo man halbwegs Mahlzeiten vorbereiten kann, wie das Abendessen des ersten Abends:

Tortellini aus dem Kühlregal mit schneller Tomatensauce aus Tomatenmark, Paprikaschote und Zucchini.


Sonntag, 19.05.2019

Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns gegen 9:30 Uhr auf den Weg ins münsterländische Zwillbrock, einem Ortsteil von Vreden. Dort wollten wir uns mit einigen alten Flickr-Freunden zum Besuch der nördlichsten Flamingokolonie im Zwillbrocker Venn treffen. Wir kamen ganz gut durch und pünktlich um 11:30 am Treffpunkt Haus Kloppendiek an. Dort hatte unsere niederländische Freundin Truus einen Tisch bestellt. Gegen aller miesen Wettervorhersagen spielte das Wetter optimal mit, so dass wir erst einmal gemütlich draußen sitzen und quatschen und auch etwas essen konnten:

 

 

 

 

 

 

 

Mein GöGa, dahinter Uli, auf der Terrasse von Haus Kloppendiek. Da alle Kuchen aßen und Kaffee tranken, ich aber lieber etwas Herzhaftes wollte, bestellte ich mir ein Essen aus der Kategorie „Kleinigkeiten“, nämlich eine Ofenkartoffel mit Beilagen. Wenn das eine Kleinigkeit ist, frage ich mich wie dort die „Großigkeiten“ aussehen. Lecker war’s, aber eigentlich sehr übertrieben von der Menge.

Endlich ging es los mit unserer Fototour. Wir starteten an der Barocken Franziskuskirche, einem ehemaligen Franzikanerkloster. Uli – oben auf dem Foto – machte den Reiseführer und wusste viel interessantes zu berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oben links: ein Teil unsere munteren Trüppchens
Oben rechts: die barocke Orgel
Unten links: wie immer um den 20. Mai herum, zünde ich eine Kerze in Gedenken an meinen Nierenspender an
Unten rechts: eine interessante Bronzeplastik mit Blick auf die Kirche

An diesem aus einem Baumstamm geschnittenen Wegekreuz erlebte ich noch (m)ein kleines persönliches Wunder:

Zum ersten Mal seit Jahren hörte ich einen Kuckuck rufen.

Mein Haus in Soest steht in der Nähe eines Eisenbahngeländes, von wo ich in meiner Kindheit- und Jugend ständig Kuckucke habe rufen hören. Plötzlich waren sie verschwunden und jetzt dieses herrliche Geräusch…

 

 

Endlich waren auch die Flamingos erreicht. Leider hat das Venn noch ganz schön an der Trockenheit des letzten Jahres zu knapsen, so dass die Flamingos sehr zurückgezogen standen und selbst mit Teleobjektiv nicht gut zu fotografieren waren.

Vor sage und schreibe zehn Jahren waren wir schon mal dort und da war wirklich auch viel mehr los, wie man in meinem Flickr-Stream sieht.

Zum Abschluss gab es noch ein Stück Rhabarbertorte „bei Ludwig“ im Landgasthof Reinriek, ebenfalls in Zwillbrock, bevor wir uns alle wieder auf den Heimweg machten.

Leider hatten wir auf dem Rückweg trotz des Sonntags noch einen „tollen“ Baustellenstau auf der A3.


Montag, 20.05.2019

 Am Montag stand der erste Shoppingtag in Bonn an. Wir machten uns am späten Vormittag auf und gingen zunächst gezielt in ein bestimmtes Geschäft. Eigentlich wollten wir mittags bei Distrikt Mo vietnamesisch essen, aber dort war leider geschlossen. Dann versuchten wir es beim Äthiopier – ebenfalls mittags geschlossen sowie ein gehobenes griechisches Restaurant und eine Tapasbar.

Schließlich landeten in der Ichiban-Nudelbar, wo wir endlich ein leckeres Mittagessen serviert bekamen zur Vorspeise

Links: Gyoza – gebratene Teigtaschen mit Schweinehack für den GöGa. Ich durfte eine probieren und fand sie sehr lecker. – Rechts: Misosuppe für mich; die Brühe fand ich etwas fad, aber mit dem Gemüse trotzdem gut.

Als Hauptspeise hatte ich Yasai Yaki Soba – gebratene Nudeln mit Gemüse. Der GöGa hatte zusätzlich noch Hühnchenfleisch dazu.

 

 

 

 

Auf dem Foto ganz oben von diesem Tag seht Ihr eine kleine Beethoven-Invasion auf dem Münsterplatz mit dem großen Beethovendenkmal vor der Hauptpost im Hintergrund.


Dienstag, 21.05.2019

Morgens um 9 Uhr hatte ich meinen jährlichen Kontrolltermin in der Nierenambulanz und zusätzlich eine Besprechung zu meiner Operation des Grauen Stars, die am kommenden Dienstag stattfinden soll.

Fragt nicht! Eine derartige Chaotentruppe wie in der Augenklinik habe ich noch nicht erlebt, und ich hatte ja schon in dem einen oder anderen Krankenhaus das Vergnügen. Jedenfalls bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen, ob ich am 28.05. tatsächlich operiert werde.

Im Anschluss fuhren wir zum Ikea in Köln-Godorf, da ich nach diesem und jedem gucken wollte. Mit ein paar Beutestücken ging es dann zurück nach Bonn, wo wir nach einem kurzen Lebensmitteleinkauf abends wieder selber gekocht haben.

Es gab Schmorkartoffeln mit den Resten von Paprikaschote und Zucchini der Tortellini am Samstag plus „zugekaufter“ Champignons.

 

 

 

 


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.