Entstaubte Klassiker: Westfälische Schnippelbohnensuppe

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Im Dezember hatte Julia von German Abendbrot ein neues Blog-Event Entstaubte Klassiker aus der Taufe gehoben.

Man darf Gerichte aus der Kindheit aufleben lassen, Klassiker neu interpretieren oder Gerichte aus dem Blog-Archiv, die älter als ein Jahr sind, noch einmal kochen und vorstellen. Für alle, die keine Idee haben, macht Julia einen Vorschlag. Für den Zeitraum von Februar bis März wäre dieser Suppen bzw. Eintöpfe.

Erst hatte ich eine andere Idee, nämlich vegane Krautflecken, aber heute habe ich eine westfälische Schnippelbohnensuppe gemacht, die so unvergleichlich lecker war, dass sie als Entstaubter Klassiker den Vorzug bekommen hat.

Kindheitserinnerungen werden wach. Ich bin ja bei meiner Mutter sowie Oma und Opa aufgewachsen und samstags war traditionell Suppen- bzw. Eintopfgerichte, dazu gab’s meist noch ein Stück Brot, das in die Suppe getunkt wurde. Es wurde immer so viel gekocht, dass es montags die aufgewärmten Reste gab. Sonntags gab’s dann den Braten, dessen Reste dienstags verspeist wurde. Mittwochs wurde neu gekocht, donnerstags gab es Reste. Freitags gab’s – wie es sich für einen katholischen Haushalt gehörte – Fisch oder Eier. Am Samstag drauf fing dann die kulinarische Woche von neuem an.

Schnippelbohnensuppe gab es nicht so oft im samstäglichen Suppenreigen, aber ich hatte so richtig Hunger drauf, zumal ich noch eingemachte Bohnen aus dem reichen Erntejahrgang 2017 im Keller hatte – genau wie Rinderbrühe.

Mit Kartoffeln, Möhre und etwas Rindfleisch (flache Rippe) war die Suppe schnell gemacht.

Zutaten für 3 – 4 Portionen:

  • 250 ml Rinderbrühe und
  • 750 ml Wasser oder 1000 ml Wasser
  • 1 Stück flache Rippe vom Rind
  • 1 EL selbst gemachtes Gemüsebrühepulver
  • 1 Glas Bohnen aus dem Garten
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 kleine Möhre
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Majoran und
  • 1 TL Oregano getrocknet oder frisch aus dem Garten
  • Salz, Pfeffer
  • optional: ein Mettendchen

Zubereitung:

Das Rippenstück mit kaltem Wasser, der Rinderbrühe und dem Gemüsebrühepulver aufsetzen. Wenn Ihr ein Mettendchen habt, gebt es dazu. Einmal aufkochen und dann bei sanfter Hitze so lange köcheln, bis das Fleisch fast vom Knochen fällt.

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden, die Möhre ebenfalls schneiden und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel grob hacken; die Bohnen aus dem Glas fischen und dritteln.

Das Fleisch vom Knochen lösen, klein schneiden, zusammen mit den Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln in die Suppe geben. Etwa 20 Minuten köcheln, kurz vor Ende die Bohnen zugeben.

Da die eingemachten Bohnen blanchiert sind, brauchen diese nur kurz in der Suppe erwärmt zu werden. Falls Ihr frische grüne Bohnen nehmt, blanchiert Ihr sie am besten kurz separat und gebt sie dann in die Suppe.

Die fertige Suppe mit Salz, Pfeffer und den Kräutern abschmecken.


Bisher habe ich

entstaubt.

3 Gedanken zu „Entstaubte Klassiker: Westfälische Schnippelbohnensuppe

  1. Julia Richter

    Liebe Britta, was für ein herrliches Rezept – und was für ein bezaubernder Beitrag für meinen Blog-Event! Auch bei uns gab es samstags häufig Suppe, Eingemachtes oder ein „Quer durch den Garten“. Samstags war traditionell der Tag, an dem eingekauft, geputzt, rund ums Haus gewerkelt wurde – weshalb die Küche oft schnell und einfach ausfiel. Dein Gericht passt also wunderbar zu den entstaubten Klassikern und ich freue mich sehr, dass Du mitgemacht hast!

    Antworten
  2. Pingback: Vegane Krautflecken | Brittas Kochbuch

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