BLOG-EVENT CXXXIX – ZU GUT FÜR DIE TONNE!

Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)

Dieses Thema gegen die allgemeine Lebensmittelverschwendung kommt mir sehr entgegen, habe ich doch selber auch schon oft dagegen gewettert und auch gezeigt, was man aus nicht mehr ganz so guten Obst- oder Gemüsestücken oder auch aus vermeintlichen Resten für den Müll machen kann.

Auch Jette von Lanis Leckerecke hat definitiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung, weshalb sie bei Zorra das Event Zu gut für die Tonne ausrichtet.

Ich möchte Euch zeigen, dass man selbst vermeintliche Abfälle nicht weg werfen muss und habe ca. über eine Woche Gemüsereste gesammelt:

Strünke von Brokkoli und Grünkohl, Zwiebelschalen, Schalen und Wurzelenden von Möhren und Lauch, das dunkelgrüne vom Lauch, ein paar nicht mehr ganz so knackfrische Möhren, ein paar leicht angewelkte Brokkoliröschen, ein leicht schlapper Staudensellerie. Einzige Abweichung vom „Abfall“ waren zwei frische Zwiebeln, zwei getrocknete Tomaten und natürlich die Gewürze.

Daraus habe ich eine sehr schmackhafte Gemüsebrühe gemacht, die ich in jeweils 500-ml-Portionen eingekocht habe.

Ich habe zwar schon Gemüsebrühe (hier und hier) selber gemacht, dort ist aber frisches Suppengemüse enthalten, während ich mich hier komplett – bis auf die genannten Ausnahmen – auf Abfälle beschränkt habe.

Für mindestens 3 Liter Gemüsebrühe:

  • Gemüsereste, wie oben aufgezählt oder was Ihr sonst so über eine Woche zusammenbekommt
  • 2 getrocknete Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • Salz
  • 1 TL Senfkörner
  • je 5 Piment- und Wacholderbeeren
  • 1 TL Pefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • 3 – 3,5 Liter Wasser

Zubereitung:

Zunächst die gesammelten Reste prüfen, ob sich nicht doch Fäulnis oder Schimmel gebildet hat. So klein wie Möglich schneiden, denn je kleiner die Oberfläche ist, desto höher ist die „Geschmacksausbeute“.

Die beiden frischen Zwiebeln mit Schale halbieren und in einem großen Topf mit der Schnittfläche nach unten bräunen. Eine Kelle Wasser zugeben und die Röststoffe mit einem Holzlöffel vom Topfboden lösen. Die anderen Gemüsereste sowie die Tomaten zugeben. Mit Wasser aufgießen.

Die Körner in einem Mörser etwas andrücken, zusammen mit dem Salz zugeben. Die Suppe einmal aufkochen lassen und dann ruhig 3 – 4 Stunden auf kleinster Stufe vor sich hin köcheln lassen.

Durch einen Durchschlag (eventuell zusätzlich ein Haarsieb hineinlegen) in einen zweiten Topf gießen und sofort in sterilisierte und vorbereitete Weck- oder Twist-Off-Gläser geben.

Im Einbaudampfgarer 90 Minuten bei 100 °C einkochen. Auf einem feuchten Küchentuch komplett auskühlen lassen. Bestehen die Gläser die „Dichtigkeitsprüfung“ können sie in den Vorrat geräumt werden.

4 Gedanken zu „BLOG-EVENT CXXXIX – ZU GUT FÜR DIE TONNE!

  1. Jette

    Wow, die Brühe sieht wirklich toll aus. Kaum zu fassen, dass das aus „Müll“ entstanden ist. Ich hatte übrigens mal den Tipp gelesen, dass man die Schalen und Strunke am Besten in ein eigenes Fach im Tiefkühler packt zum sammeln. Dann kann man sich etwas mehr Zeit lassen ohne dass Schimmel ansetzt. Bei mir wird das aber meist schwierig, die Tafelsachen sind ja meist doch schon auf die ein oder andere Weise angegangen. Die Schalen abzumachen rettet einiges, diese noch zu verarbeiten – ich weiß nicht ….

    Vielen Dank auf jeden Fall für Deinen Beitrag!
    Jette

    Antworten
  2. Britta Koch

    Liebe Jette,

    Danke für die Antwort. Mit der Qualität der Tafellebensmittel kenne ich mich – zum Glück – nicht so aus. Inwieweit da noch Potential ist, wenn die Sachen sowieso nicht mehr knackfrisch sind…

    Es tut mir leid, dass Du darauf angewiesen bist. Um so wichtiger ist es, dass man sehr respektvoll mit Lebensmitteln umgeht, selbst oder gerade, wenn man „das Geld zum Verschwenden“ hat.

    Liebe Grüße
    Britta

    Antworten
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