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Panna cotta mit Blaubeer-Vanillearoma

Am ersten Sonntag im Juni wird bei Leckeres für jeden Tag „Gutes im Glas“ serviert. Das ist ja ein breit gefächertes Thema: in (Weck-)Gläsern wird eingemacht oder gepickelt, man kann Suppen oder auch Salate in Gläsern servieren, natürlich Getränke oder auch schöne Desserts.

Ein ganz ähnliches Thema hatten wir schon am ersten Maisonntag im Jahr 2023, als ich auch schon ein Dessert im Glas, eine Exotische Eton Mess präsentiert habe.

Jetzt also Panna cotta. Die Idee dazu bekam ich, als mein Mann von einer Dienstreise einen Rooibos-Tee mit Blaubeer-Vanille-Aroma mitbrachte. Dieser Duft! Passt doch super in ein Dessert.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 gehäufter TL Rooisbostee „Blaubeer-Vanille“
  • 3 TL Zucker oder mehr nach Geschmack
  • 3 Espressolöffel Agartine (pflanzliches Geliermittel)
  • Blaubeeren zur Deko
  • optional: Kekskrümel (ich: Schweinsöhrchen) und Minzeblatt zur Deko
  • außerdem: 2 Weckgläser à 250 ml zum Anrichten

Zubereitung:

Sahne mit dem Tee in einem Topf zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe 5 – 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in ein Litermaß abgießen, mit Zucker und Agartine in den Topf zurückgeben, gut verrühren, erneut zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Stufe simmern lassen.

Gleichmäßig verteilt in kalt ausgespülte (Weck-)Gläser gießen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna cotta fest wird.

Zum Anrichten frische Blaubeeren auf die Panna cotta geben, jeweils einen zerbröselten Keks (ich: Schweinsöhrchen) darüber streuen und mit einem Minzblatt dekorieren.

Hier geht es zu den Speisen im Glas der anderen Teilnehmenden:

Die kulinarische Weltreise: Blåbærsnurrer med vaniljekrem – Blaubeer-Vanille-Schnecken (Norwegen)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Juni geht es mit Volker von volkermampft im Rahmen der kulinarischen Weltreise in den hohen europäischen Norden, nämlich nach Norwegen.

Das Kongeriket Norge/Noreg ist ein ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2026) dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.

Das Hauptland Norwegens erstreckt sich zwischen dem 57. und 71. Breitengrad und liegt somit teils nördlich des Polarkreises. [weiterlesen auf Wikipedia]

Die norwegische Küche ist einfach und geprägt durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern. Fisch und Milchprodukte waren und sind Basis der Küche, die durch Brot und Getreidebrei sowie Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wid ergänzt werden.

Geprägt durch das skandinavische Klima mit kurzen Sommern und langen Wintern war die Konservierung der Lebensmittel sehr wichtig, um während der Wintermonate die Versorgung zu gewährleisten. Deshalb wird immer noch viel geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet.

Getreideanbau von Hafer und Gerste ist nur im Süden des Landes möglich. Da diese beiden Sorten sich nicht für die Herstellung von Hefebrot eignet, gibt es überwiegend Flatbrød, ein dem Knäckebrot ähnelndes trockenes Fladenbrot. Durch Handel haben natürlich inzwischen auch andere Getreidesorten Einzug gehalten.

Durch die lange Küstenlinie ist Fisch natürlich sehr wichtig wie z. B. Lachs, Hering, Kabeljau, Sardinen und Makrelen.

Auch Kartoffeln stehen seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert auf dem Speiseplan.

Die Suche nach passenden Rezepten fand ich schwierig, denn im Sommer habe ich gelinde gesagt keine Lust auf Wildgerichte oder schwere Eintöpfe, die natürlich im Winter ihre Berechtigung haben.

Auf der Seite Mahtava *) fand ich dann ein Rezept für die Blaubeer-Vanille-Schnecken, habe dieses allerdings nur als Anregung genommen, weil der GöGa und ich den Teig und den Pudding im Cookit zubereitet haben und dazu die Rezepte für den süßen Hefeteig und den Vanillepudding genommen haben.

*) Hier habe ich schon die Rezepte für Rentiergeschnetzelte und den Wintersalat für unseren Abstecher nach Finnland im Rahmen der kulinarischen Weltreise (Mai 2023) gefunden.

Natürlich kann man Teig und Pudding auch ohne dieses Küchen-Gadget machen.

Zutaten für 8 – 12 Schnecken *):

Für den süßen Hefeteig (Cookit-Rezept):
  • 500 g Weizenmehl 550 + etwas mehr zum Bearbeiten
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter, weich in Stücken
  • 150 ml Vollmilch
  • 1 EL Trockenhefe = 1 handelsübliches Tütchen
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Rührschüssel/Küchenmaschine geben und gründlich mischen und dann so lange verkneten, bis der Schüsselrand sauber bleibt.

Schüssel abdecken (mit passendem Deckel oder einem Küchenhandtuch) und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit den Vanillepudding und die Füllung zubereiten:

Zutaten für den Vanillepudding:
  • 500 ml Vollmilch
  • 2 Eigelbe + 1 Ei zum Bepinseln der Schnecken
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Zucker, darin enthalten 20 g Vanillezucker
  • 30 g Speisestärke
Zubereitung:

Im Cookit werden tatsächlich alle Zutaten in den Topf gegeben und alles unter Rühren auf 95 °C erhitzt, was hervorragend geklappt hat.

Für die Zubereitung ohne Küchenmaschine einfach alle Zutaten gründlich verquirlen, in einem Kochtopf einmal unter Rühen aufkochen, eindicken lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.

Zutaten für die Füllung:
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 4 EL Zucker
  • 150 – 200 g (wilde) Blaubeeren
Zubereitung:

Butter und Zucker in einer kleinen Schüssel gründlich mischen.

Fertigstellung:

Teig direkt auf ein mit einer bemehlten Silikon-Backmatte belegtes Blech geben, kurz gründlich durchkneten und zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen.

Die Butter-Zucker-Füllung darauf gleichmäßig ausstreichen und die Blaubeeren darauf geben (Bild unten links). Teig von der Längsseite eng aufrollen, mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 gleich große Scheiben schneiden.

Nebeneinander auf das Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Bild unten Mitte).

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze aufheizen. Das restliche Ei verquirlen, die Schnecken damit bepinseln. Dann mit dem Rücken eines Teelöffels Löcher in die Mitte der aufgegangenen Schnecken drücken, dorthinein den Vanillepudding geben (Bild unten rechts).

Blaubeerschnecken 15 – 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun aussehen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann – am besten draußen in der Sonne – genießen.

Die Hefeschnecken mit Blaubeeren und Pudding haben ganz wunderbar geschmeckt und die Arbeit hielt sich, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung meines GöGas, in Grenzen, zumal man ja durch das Gehenlassen und Backen immer wieder Pausen einlegen konnte.

Wie immer ergänze ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Nachgebacken: Jamie Oliver’s favourite speedy sausage pizza (Lieblingswurstpizza vegan abgewandelt)

Das klingt erst mal komisch, aber das Ergebnis ist wirklich super lecker geworden, zumal wir das Ganze auch noch „veganisiert“ haben. Auf Wunsch des GöGas übrigens!

Dieses Rezept ist ebenfalls aus dem Buch 7 Ways, das ich hier schon vorgestellt habe. Das Originalrezept könnt Ihr auch auf Jamie Olivers Seite finden.

Im Gegensatz zu ihm haben wir einen fertigen Bio-Pizzateig genommen, die Wurstbällchen wurden aus der veganen Frikadellenmischung von GreenForce hergestellt. Rote Trauben waren um diese Jahrezeit nicht erhältlich und wurden durch Blaubeeren ersetzt und als Ersatz für Mozzarella aus Kuh- oder Büffelmilch haben wir eine tolle vegane Variante mit Basilikum gefunden.

Zutaten für 2 Portionen:

Zubereitung:

Bei Bedarf den Backofen mit einem Pizzasteig auf 280 °C aufheizen.

Mit den Veggie-Bällchen anfangen: Mischung anrühren, nach Packungsanweisung ziehen lassen, teelöffelgroße Bällchen abdrehen und in etwas Olivenöl rundum goldbraun braten.

Rote Zwiebel in sehr feine Ringe bzw. Halbringe schneiden, mit abgezupften Rosmarinnadeln, einer Prise Salz und Pfeffer sowie 1 EL Olivenöl gut vermischen.

Den Pizzateig mit dem Backpapier auf einer Teigschaufel ausrollen (oder auf einem Backblech, falls Ihr keinen Pizzastein habt), das Tomatenmark darauf streichen und die marinierten Zwiebelringe darauf geben.

Die Bällchen auf der Pizza verteilen.
Blaubeeren kurz in der Pfanne schwenken und ebenfalls auf der Pizza verteilen.

Die Veganella in feine Scheiben schneiden und locker auf die Pizza geben. Mit den Pinienkernen bestreuen.

Pizza auf den Pizzastein befördern und ca. 8 – 10 Minuten backen.

Auf einem Holzbrett oder einer Platte anrichten und in passende Teile schneiden.

Die Mischung aus würziger Veggie-Wurst, Basilikum-Veganella und den fruchtigen Blaubeeren ist einfach der Hammer!

Nachgebacken, aber etwas abgeändert: Nektarinen-Blaubeerkuchen

Das Rezept für diesen köstlichen Kuchen hatte Sebastian Reichelt in seiner FB-Timeline vorgestellt. Dort sah er einfach zu gut aus, so dass ich ihn vergangenen Samstag für den GöGa und mich zum Kaffee backen musste – für Sonntag blieb natürlich auch noch was.

Hier ist das Originalrezept für eine 26er Backform. Ich habe leider nur eine 18er, weshalb mein Kuchen wesentlich höher geworden ist. Meine Änderungen stehen in Klammern:

Zutaten:

  • 4-5 Pfirsiche (ich: 1 Nektarine)
  • 200 g Blaubeeren (ich: 100 g)
  • 200 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier (getrennt)
  • 1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • etwas Puderzucker

Zubereitung:

Die Pfirsiche (Nektarinen) je nach Größe halbieren oder in Viertel (Spalten) schneiden. Blaubeeren waschen und gut abtrocknen.

Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die 3 Eigelb hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach zu der Buttermischung hinzufügen. (Hier dachte ich, dass Sebastian eventuell vergessen hat, Angaben zu einer Flüssigkeit zu machen, denn der „Teig“ bestand eigentlich eher aus Streuseln.)

Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse geben, gut verrühren. (Jetzt hatte der der Teig wieder die Konsistenz eines Rührteiges.)

Eine 26 cm Backform (ich: 18er) buttern und mit Mehl oder Semmelbröseln bestäuben.
Dann die Teigmasse darin verteilen und die Pfirsiche (Nektarinen) und Blaubeeren darauf verteilen. In dem auf 180°C vorgeheiztem Backofen, mittlere Schiene, ca. 35-40 Minuten backen. (Ich musste 45 Minuten backen, weil bei der ersten Stäbchenprobe noch zu viel Teig hängengeblieben war.)

Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.

Geschmeckt hat auch der hoch aufgegangene Kuchen sehr gut. Lieben Dank fürs Rezept, Basti!