Archiv der Kategorie: auswärts essen

Im Urlaub…

… gehen wir, sofern wir unterwegs sind, mittags gerne mal was essen. So auch während des dreiwöchigen Urlaubs im August.

Am ersten Dienstag waren wir in Dortmund, um Fliesen für Bad und WC auszusuchen und sind anschließend zur Thiergalerie gefahren. Nach einem ausgedehnten Bummel durch die verschiedenen Läden meldete sich irgendwann auch der „kleine Hunger“, so dass wir auf die oberen Etage fuhren, wo es eine Reihe von Fast Food-Restaurants gibt  – angefangen bei der „einfachen“ Pommes-Bude bis hin zur Ichiban Sushi-Bar. Letzteres war ja wieder mal total meins, und ich habe mich zurecht für Sushi plus einem Wakamesalat mit Sesam entschieden. Sushi habe ich ja nun schon öfter gegessen, wohingegen Wakame Neuland für mich war. Ich muss aber sagen, dass der Salat mir superlecker geschmeckt hat. Die Inside-Out-Sushis wurden vor meinen Augen frisch zubereitet.

blog-IMG_4327Im Foto sieht man den Wakamesalat (oben links), rechts daneben eingelegter Ingwer und Wasabi, darunter dünne Lachs- und Thunfischscheiben auf – ich glaube, es war – Rettich, daneben Inside-out-Rolls mit Avocado und Lachs und darüber das obligate Töpfchen Sojasauce.

 

 

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Am darauffolgenden Donnerstag haben wir einen kleinen Ausflug nach Lippstadt gemacht. Als wir dann mittags etwas essen wollten, liefen wir buchstäblich von einem Ende der Fußgängerzone zum anderen, um ein geöffnetes Restaurant zu finden. Irgendwie schon merkwürdig, dass im Innenstadtbereich die Restaurants alle erst ab 17 oder 18 Uhr öffnen.

Aber schließlich, als wir schon drauf und dran waren nach Soest zurück zu fahren, wurden wir doch noch fündig. Nahe der Lippe entdeckten wir ein kleines indisch-thailändisches Restaurant, wo wir zu günstigen Preisen ein köstliches Mittagessen bekamen.

LP_indischMartin hatte Ente mit Ente mit Zitronengras-Kokos-Sauce (hinten im Bild), und für mich gab es verschiedene Gemüse in Currysauce (vorne im Bild). Zur Vorspeise haben wir uns eine Portion Samosas geteilt.
Alle Gerichte waren wirklich sehr lecker!

 

 

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In der Woche vor unserem Urlaub hatten wir auf Kabel 1 eine Folge von Rosins Restaurants geschaut, in der dem Landgasthof Engels in Geseke-Mönninghausen geholfen wurde. Wir waren letztes Jahr im November mit Schwiegermutter zum Geburtstagsessen dort und es hat uns nicht so 100 %ig gefallen. Das Essen war zwar gut, war aber zusammen mit der Einrichtung des Lokals eher bieder – typisches deutsches Restaurant eben.

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Außenansicht Landgasthof Engels

 

 

 

 

 

 

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Frank Rosin war hier

 

Die Sendung hat uns echt neugierig gemacht und so sind wir am ersten Urlaubssonntag mit Schwiegermutter zum Mittagessen dorthin gefahren. Es gab wieder ein festes Menü mit Vorsuppe und Nachtisch, was ich ja nicht so toll finde, aber es hat wirklich hervorragend geschmeckt. Das Ambiente ist jetzt tatsächlich genauso schlicht und schön wie von Frank Rosin und seinem Team vorgeschlagen.

Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen

Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen

 

 

 

 

 

 

Hauptspeise: Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Kartoffeln und Rosenkohl

Hauptspeise: Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Kartoffeln und Rosenkohl

 

 

 

 

 

 

Nachtisch: hausgemachter Schokopudding mit Vanillesauce

Nachtisch: hausgemachter Schokopudding mit Vanillesauce

Alles war frisch zubereitet und so lecker, dass Martin gleich einen Tisch für den folgenden Donnerstagabend reserviert hat, um unseren Hochzeitstag am 21. August dort mit einem leckeren Essen zu begehen.

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An unserem Hochzeitstag, am 21. August, ging es also gleich noch mal nach Geseke-Mönninghausen in den Landgasthof Engels. Auch dieses Mal war das Essen super lecker, nur waren wir beide nach Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch sowas von genudelt – und ich hatte extra schon die kleine (Senioren-)Portion genommen.

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Vorspeise: Kraftbrühe vom Weideochsen mit viel Einlagen (Eierstich, Markklößchen, Gemüse)

 

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Hauptspeise: kleine (!) Portion Ochsenbäckchen mit Steckrübenpüree und Spitzkohl

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Nachtisch: Pumpernickel-Parfait mit Karamellkirschen

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Am letzten Donnerstag unseres dreiwöchigen Urlaubs haben wir uns in Lüdinghausen-Seppenrade mit unserer Flickr- und Facebook-Freundin Agnes getroffen. Der Plan war den Rosengarten von Seppenrade sowie die nahe liegende Burg Vischering zu besuchen. Um uns für diese „Anstrengungen“ zu stärken, gingen wir zunächst bei Mutter Siepe lecker essen. Für mich gab es „Matjes Hausfrauen Art“ mit Röstkartoffeln (wurden extra serviert, daher nicht im Bild). Die Röstkartoffeln kann ich besser, aber dafür waren die Matjes total lecker und glücklicherweise auch nicht so salzig, wie sie manchmal eben sind.

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Makiman: Sushi und koreanische Speisen

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In der letzten Woche kam die Sendung Mein Lokal, Dein Lokal auf Kabel1 aus Bonn. Wie immer wurden fünf verschiedene Lokale vorgestellt, deren Besitzer sich gegenseitig besuchen und bewerten.

Der spätere Sieger hieß Makiman und die Vorstellung am Dienstagabend hatte mir so gut gefallen, dass wir Mittwoch ganz spontan hingegangen sind. Toll war’s.

Während der GöGa sich zur Hauptspeise Bibimbap bestellt hatte, wählte ich eine mittelgroße Sushiplatte aus. Zur Vorspeise bekamen wir beide eine Misosuppe, die ich sehr lecker fand – der GöGa war nicht ganz so begeistert.

Nach der riesigen Schüssel Bibimbap kapitulierte der GöGa, während bei mir noch Platz für einen kleinen Nachtisch war. Eigentlich hatte ich das Matcha-Eis probieren wollen, aber das war leider aus. Statt dessen bestellte ich das Meloneneis, was auch sehr lecker war.

Ich kann dieses Restaurant uneingeschränkt empfehlen!

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Misosuppe

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Sushi – v. l. n. r.: eingelegter Ingwer, darunter Wasabi – 2 Sake Nigiri (m. Lachs), dazwischen Maguru Nigiri (m. Thunfisch) – je 2 x Sake Maki (m. Lachs), Kappa Maki (m. Gurke) u. Surimi Maki (m. Surimi)

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Meloneneins am Stiel

Du möchtest abnehmen?

Da empfehle ich doch ein paar Tage Krankenhauskost, wie ich sie vom 5. bis 8. April „genießen“ durfte.

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Am ersten Tag bekam ich das sogenannte Zugangsessen, also ein Essen, dass sich neu aufgenommene Patienten nicht selber aussuchen können.

Es handelte sich hierbei um ein undefinierbares Stück Fleisch (vermutlich Hähnchen oder Pute) in einer ebenfalls undefinierbaren braunen Sauce. Dazu gab es Kartoffeln, die eine wachsähnliche Schicht hatte, und die damit eigentlich ungenießbar waren. Beim Salat mit dem Dressing aus der kleinen roten Tüte konnte man nicht allzu viel falsch machen.

Urteil: Der Hunger treibt’s rein.

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Am ersten Tag (Samstag) konnte ich dann Frühstück und Abendessen für die Folgetage sowie Mittagessen für Sonntag und Montag bestellen.

Dieses war das Sonntagsessen und vermutlich aus den drei Angeboten (Vollkost, leichte Vollkost und vegetarisch) das kleinste Übel:
Hähnchen in einer weißen Sauce mit Gemüsereis.

Urteil: Abgesehen von der wässrigen Sauce, dem klötzchenartig geschnittenen Fleisch (Hähnchenformfleisch?) und dem etwas zu weich gegartem Gemüse geschmacklich ganz okay.

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Für Montag, den dritten Tag, hatte ich Gemüseplätzchen mit Bohnen und Kartoffeln bestellt.

Die Gemüseplätzchen bestanden hauptsächlich aus Brokkoli, waren aber, wie die Bohnen auch, halbwegs gewürzt. Bei den Bohnen fehlten natürlich das gedünstete Zwiebelchen, etwas Knoblauch sowie Bohnenkraut oder Thymian o. ä.
Die Kartoffeln hatten die gleiche Wachsschicht wie am Samstag, so dass ich sie komplett liegen ließ.

Urteil: Halbwegs essbar.

 

kh_tag4 Für den letzten Tag, den Dienstag, hatte ich Eierpfannkuchen mit Salat bestellt. Der Pfannkuchen war mit einer Art Ratatouille gefüllt. Beides war lecker, nur hätte ich zwei Pfannkuchen vertragen können.

Urteil: Keine Gourmetküche, aber mit Abstand das beste der vier Gerichte.

Eine Woche Schlemmen in Portugal – Teil 2

Zu Teil 1

Jetzt möchte ich mich zunächst ein Mal den herzhaften (Haupt-)Gerichten zuwenden. Da gab es natürlich jede Menge Seafood wie Garnelen, Muscheln, Oktopus, Sepia, aber auch ein paar sehr leckere Fleischgerichte, wie zum Beispiel das „berühmte“ Schweinegeheimnis, wie es eine Speisekarte so toll auf deutsch anpries.

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In Wirklichkeit heisst dieses Gericht Secreto de Porco Preto und dahinter verbirgt sich das „versteckte Filet“ des schwarzen (iberischen) Schweins. Warum in der Speisekarte „Schweinegeheimnis“ stand, bleibt wohl deren Geheimnis, denn Geheimnis heisst auf portugiesisch segredo.

Sei’s drum… auf der selben Speisekarte wurde auch noch Verstehen Sie angeboten und das muss auch  niemand verstehen. Auch Muscheln zu Bolhão ducken ist ja sehr aufschlussreich. Vielleicht hätten sie mal jemanden fragen sollen, der sich mit der deutschen Sprache auskennt. 😀

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Was es jedenfalls mit dem Secreto auf sich hat, wird beim Genusshandwerker erklärt und dort kann man es auch gleich bestellen.

Obwohl das Fleisch, wie im Foto oben zu sehen, sehr dünn geschnitten und ziemlich durchgebraten war, war es super zart und einfach total lecker. Dazu gab es Pommes frites und einen gemischten Salat.

Gegessen wurde das ganze im Obigrill in Óbidos.

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Sehr gut hat mir auch die Spezialität Choco frito geschmeckt. Hierbei handelt es sich um Sepiastreifen, die in einer Gewürzpanade frittiert werden. Jedes Restaurant hat da seine eigenen – geheimen – Zutaten.

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Gegessen haben wir dieses leckere Gericht, das mit Pommes frites und einer großen Schüssel Salat für alle serviert wurde, in der Tasca das Marés in Setúbal.

Als Vorspeise bekamen wir hier einen tollen Salade de Polvo, einen Oktopus-Salat, der SO lecker war wie er aussieht. Wenn ich ein Rezept finde, muss ich den auch unbedingt mal nachmachen.

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Am Tag vor meinem Rückflug waren wir in einem tollen Restaurant in Oeiras namens Zé Varunca. Die Homepage ist zwar „nur“ auf portugiesisch, aber wenn Ihr auf den Link Restaurante em Oeiras klickt, bekommt Ihr zumindest einen Eindruck von der urigen Einrichtung. Hier werden Spezialitäten aus dem Alentejo serviert und hier war ich das allererste Mal vom Essen bzw. den Hauptgerichten nicht so hundert Prozent begeistert.

Als Vorspeise bekamen wir eine riesige Platte mit verschiedenen Töpfchen an den Tisch.

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Hier gab es unter anderem Chouriço (die mir in Portugal viel, viel besser geschmeckt hat, als das, was man hier unter dem Namen geboten bekommt), Bacalhau com grão (Stockfisch mit Kichererbsen), das mir auch sehr gut geschmeckt hat und Salada de Polvo, also den Oktopus-Salat sowie kleine Stücke Choco frito. Alle Schüsselchen sind mit Plastikfolie abgedeckt und berechnet (mit 3 € pro Stück) werden nur diejenigen, von denen die Folie entfernt wurde.
Dazu gab es warmes, knuspriges Bauernbrot und Butter.

Als Hauptgerichte gab es dann Schweinefleisch mit Spinat (rechts unten) und Açcorda de Gambas (links unten)Es handelt sich um ein ganz typisches Gericht aus dem Alentejo und es gibt verschiedene Arten, z. B. eine einfache Açorda (ohne alles) oder Açorda mit Tomaten, Garnelen, Fisch usw. Die Basis ist immer Brot vom Vortag, Knoblauch in Olivenöl, Brühe, Koriander und – in diesem Fall – die Garnelen. Am Tisch wurde vom Kellner ein Eigelb zugegeben und alles wurde gut und schnell durchgemischt, so dass das Ei in der Açorda gart.

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Das fand ich dann doch etwas gewöhnungsbedürftig. Da ich mich aber schon an den leckeren Vorspeisen sowie dem Brot gütlich getan hatte, bin ich dennoch satt geworden.

Statt eines Nachtisches gab es dann „nur“ noch einen Kaffee, also quasi einen Espresso, der so serviert wurde:

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Fortsetzung folgt…

Eine Woche Schlemmen in Portugal – Teil 1

Heute vor einer Woche war ich auf dem Weg von Köln-Bonn nach Lissabon, wo ich eine Woche lang Gast bei meiner Freundin L. und ihrer Familie sein durfte.

Am Rande sei erwähnt, dass ich in dieser Woche das erste Mal Feriendialyse im Ausland machte und soweit alles geklappt hat.

Da dies aber ein Koch-Blog ist, der sich mit dem Thema „Essen und Trinken“ im weitesten Sinne beschäftigt, komme ich jetzt natürlich zum Hauptpunkt:

Wenn Ihr Fisch- und Meeresfrüchte mögt, auf bodenständig-deftige Küche steht und dazu noch Süßmäulchen seid, kann ich Euch Portugal als Urlaubsziel nur wärmsten empfehlen!

Welche Leckereien ich probieren durfte, will ich Euch jetzt erzählen.

Meine erste Mahlzeit auf portugiesischem Boden bestand aus zwei sehr leckeren, mit Himbeermarmelade gefüllten Croissants.

pt-croissant
Dazu gibt’s noch nicht allzu viel zu sagen, außer dass sie natürlich sehr lecker waren! 🙂
Später gab’s zum Abendessen einen Berg Riesengarnelen, die ich leider nicht fotografiert habe.

Am nächsten Tag, dem Sonntag ging es nach einem gemütlichen Frühstück zum ehemaligen Expo-Gelände in Lissabon. Heute heißt das Gelände Parque das Nações, zu deutsch Park der Nationen. Dort aßen wir in einem Einkaufszentrum, dem Centro Commercial Vasco da Gama zu Mittag. In einem Bereich mit jeder Menge Fast-Food- bzw. Selbstbedienungsrestaurants, entschieden sich L. und B. für das Alentejo – Pão, Azeite e Alho, wo – wie der Name schon sagt – Gerichte aus dem Alentejo serviert wurden.

Wir alle drei entschieden uns für den Polvo à lagareiro. Eine sehr gute Wahl!pt-polvo
Hierbei handelt es sich um ein typisches portugiesisches Gericht, das mit Oktopus hergestellt wird. Dieser wird gekocht und danach gegrillt. Serviert wird er mit warmem Olivenöl beträufelt, mit Knoblauch und Zwiebelstückchen. Als Beilage gibt es dazu Kartoffelecken und Zucchini- und Auberginenstücke.

Das Rezept liest sich sehr einfach und wenn ich irgendwo mal so niedliche kleine Oktopusse sehe, werde ich das auf jeden Fall mal nachmachen!

Fortsetzung folgt…

Frühstück oder auch Petit Déjeuner

Frühstück
Gestern sind wir nicht nur nicht nach Soest gefahren, nein, wir haben nicht mal zu Hause gefrühstückt. Vor einiger Zeit hat in der Bonner City eine Filiale von Epi – Boulangerie et Pâtisserie eröffnet und dorthin zog es uns gestern zum Frühstücken. Neben drei verschiedenen „Komplettfrühstücken“ gab es auch leckere Baguettes auf der Karte (dazu auch Salate und warme Kleinigkeiten für den späteren Tag). Martin und ich entschieden uns beide für Cappuccino und mit gebeiztem Lachs belegtem Baguette, das ganz urig auf einer Schieferplatte serviert wurde.

Das Brot war herrlich knusprig und etwas dunkler als das, was man normalerweise in deutschen Supermärkten oder Bäckereien als Baguette bekommt. Der Lachs hat mir persönlich sehr gut geschmeckt, weil er nicht so salzig war, wie man es gewohnt ist. Martin hätte ihn gerne etwas salziger gehabt. Die Tasse Cappuccino war riesig und wurde mit einem leckeren kleinen Blätterteigteilchen serviert.

Ich hatte, als ich mit dem Lachsbaguette anfing, überlegt, mir noch ein Croissant mit Konfitüre zu gönnen, aber ich war dann doch zu satt und schloss mein Frühstück mit einem Gläschen Crémant ab.