In Memoriam: alfredissimo!

Feines Linsengemüse mit Skrei, Bratkartöffelchen und Sahne-Weinschaum

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Am 23. Juni 2021 verstarb Alfred Biolek in Köln. Menschen meiner Generation werden sich gerne an seine Fernsehsendungen wie Bio’s Bahnhof, Mensch Meyer und nicht zuletzt alfredissimo! erinnern.

Es handelte sich dabei um eine kombinierte Talk- und Kochshow, in der Bio mit einem oder zwei Gästen kochte, redete und über gutes Essen und Trinken philosophierte. Die erste Sendung lief an meinem 29. Geburtstag, am 27. Dezember 1994 mit der bayrischen Schauspielerin Marianne Sägebrecht, die letzte Folge lief dann am 28. April 2007 mit Alice Schwarzer als Gast.

Für viele Jahre gehörte alfredissimo! zum sonntäglichen Fernsehpflichtprogramm und natürlich fand irgendwann auch das Buch zur Sendung „Meine Rezepte – Über 100 Lieblingsrezepte zum Nachkochen und Genießen“ den Weg in meine inzwischen erkleckliche Kochbuchsammlung.

Tatsächlich habe ich früher schon zwei Rezepte nachgekocht, wie mir beim Durchblättern auffiel:

  • Bio’s Bohnensuppe (in meiner Ausgabe auf Seite 42)
  • (Wild-)Entenbrust auf Weinsauerkraut mit Trauben (Seite 113)

Dieses Mal habe ich mich für das Feine Linsengemüse (Seite 68) entschieden. Das Gericht steht in der Kategorie Gemüse und Beiagen, in Bios Anmerkungen steht aber, er serviere es auch gerne als kleine Vorspeise mit einem Stück Süßwasserfisch.

Bei uns gab es das Gemüse, das wirklich FEIN war, mit einem Stück Skrei, begleitet von knusprigen Kartoffelwürfelchen und einem Sahne-Weinschaum, der sehr gut passte, aber leider beim Servieren die schaumige Konsistenz aufgab.

Leider konnte ich an keiner Stelle des Buches einen Hinweis auf die Portionsgröße bzw. -menge finden, auch musste ich die Zutaten etwas abwandeln, weil ich nicht alles bekommen hatte.

Zutaten

für ca. 4 – 6 Portionen Linsengemüse:

  • 400 g kleine Linsen (ich: Bio-Berglinsen aus der Dose)
  • 4 mittelgroße Möhren/Karotten
  • 1 Petersilienwurzel, etwa Möhrengröße
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Zucker
  • 25 g Butter
  • 1 – 2 EL Essig (ich: Apfelessig)
  • Salz, Pfeffer

für 2 Portionen Bratkartoffeln:

  • 2 mittelgroße festkochende Kartoffeln
  • 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer

für 2 Portionen Weinschaum:

  • 100 ml Schlagsahne
  • 100 ml trockener Weißwein

außerdem:

  • 200 – 250 g Skrei oder anderen festen Fisch
  • 1 EL Raps- oder Sonneblumenöl
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Blattpetersilie, in ganzen Blättern und fein gehackt

Zubereitung:

Das Gemüse für die Linsen waschen, schälen und fein würfeln bzw. hacken.

Die Kartoffeln schälen und in Würfelchen schneiden.

Den Fisch salzen und pfeffern, mit der Haut nach unten in der heißen Pfanne im Öl kurz anbraten.

Mit der Haut nach oben auf einen Teller legen und bei 50 °C im Backofen warmhalten. Dabei zieht das Fischfilet gar.

Kartoffeln im heißen Fett unter gelegentlichem Wenden knusprig braten, mit Salz und Pfeffer würzen und bei kleiner Temperatur warm halten, bis die Linsen fertig sind.

Petersilienblätter neben den Kartoffeln knusprig braten.

Gleichzeitig für das Linsengemüse den Zucker bei Mittelhitze schmelzen ohen zu bräunen. Butter zugeben und die Gemüsewürfel unter Rühren gar dünsten. Mit Essig ablöschen, eventuell noch etwas Wasser zugeben. Linsen zugeben, salzen und pfeffern und bei kleiner Temperatur warm halten.

Für die Sauce Sahne und Wein kurz aufkochen, kurz vor dem Servieren mit einem Pürierstab aufmixen.

Zum Anrichten, die Kartoffeln auf Teller geben, das Linsengemüse daneben löffen, den Skrei enthäuten und mit der frittierten Petersilie darauf legen. Den Weinschaum vorsichtig daneben löffeln.

Bratkartoffeln und Linsengemüse mit der gehackten Petersilie bestreuen.


Da noch sehr viel Linsengemüse übrig war, habe ich am übernächsten Tag eine gewürfelte Kartoffel in ca. 500 ml Gemüsebrühe gar gekocht, das Gemüse sowie zwei in Scheiben geschnittene Mettendchen zugegeben und als leckere Linsensuppe serviert:

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