#wirrettenwaszurettenist: Das Reisgericht – Zucchini-Reispfanne mit Lammhack

Man soll nicht glauben, was die Lebensmittelindustrie und der Einzelhandel nicht alles an Reisgerichten anbietet, die man wirklich in den meisten Fällen schnell und einfach selber kochen könnte.

Der Rettungstrupp von #wirrettenwaszuretten ist, widmet sich dieses Mal den diversen Fertig- und Halbfertigprodukten mit Reis und will einmal mehr beweisen, wie einfach und im Zweifel genauso schnell man diese Gerichte zu Hause selber machen kann.

Da gibt es Trockenmischungen für Risotti, die man irgendwie mit kochendem Wasser aufgießt, auch Mikrowellenreisgerichte findet man und verschiedenste TK-Gerichte wie Paella oder Bratreis.

Besonders sinnentleert finde ich ja die Fixtüten von M*ggi und Kn*rr. Es handelt sich schlicht um ein Pulver mit dubiosen Emulgatoren, Geschmacksträgern und sonstigen Zauberpülverchen. Die Hauptkomponenten muss man sowieso selber vorbereiten und zugeben. Warum nicht einfach mal ein bisschen herumexperimentieren und selber würzen und abschmecken?

Ich habe für Euch eine sehr leckere Zucchinireispfanne mit Lammhack im Gepäck, die es als Tüte gibt. Die Inhaltsstoffe dieses Tütenpülverchens bestehen aus:

Tomaten, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Gewürzen (Zwiebeln, Knoblauch, 2,3 % Paprika, Pfeffer, Chili), Maltodextrin, Kartoffelstärke, Zucker, Hefeextrakt, Aromen, Kräuter (Oregano, Petersilie, Thymian), Sonnenblumenöl, Würze (aus WEIZEN), Salz, Palmfett, Säuerungsmittel Citronensäure. Kann Spuren von SELLERIE, EIERN, MILCH, SENF und SOJA enthalten.

Will man das alles wirklich in einem gesunden Essen, das man vielleicht auch Kindern serviert, haben? Ich nicht!

Deshalb funktioniert das Ganze bei mir folgendermaßen:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 125 g 10-Minutenreis *)
  • 1 mittlere Zucchini in Scheiben
  • 150 g Lammhack aus der Keule
  • 1 rote Paprikaschote in Würfeln
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • Chilipulver, gemischte mediterrane Kräuter
  • gehackte Petersilie nach Wunsch
  • etwas Feta nach Wunsch
  • 500 ml Gemüsebrühe aus selbst gemachtem Pulver **)
  • 1 EL Olivenöl zum Braten

*) „Normalen“ Langkorn- oder Basmatireis sollte man vorkochen und erst zum Schluss zugeben. Hier hätte man eine wunderbare Verwendung für Reisreste vom Vortag!

**) Wer Kochanfänger ist, kann hier gerne zu einem Bio-Brühepulver greifen. Diese sind ohne Zusatzstoffe und allemal besser als das Tütenpulver (siehe oben).

Zubereitung:

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Lammhack anbraten, Zwiebel und Knoblauch zugeben und mitbraten. Zucchinischeiben und Paprikawürfel ebenfalls zugeben. Tomatenmark mit den Gewürzen und Kräutern sowie dem Reis unterrühren. Gemüsebrühe angießen und die Reispfanne bei kleiner Temperatur simmern lassen, bis der Reis gar ist.

Zum Servieren mit zerkrümeltem Feta und Petersilie bestreuen.

Superfix gemacht, schmeckt dieses Gericht auch mit Rinderhack oder komplett vegetarisch. Da kann man doch seiner Phantasie einfach mal freien Lauf lassen.

Weitere Reisgerichte findet Ihr in der Kategorie Reis, Getreide und Hülsenfrüchte.

Und was die anderen Retter:innen auftischen, erfahrt Ihr hier:

16 Gedanken zu „#wirrettenwaszurettenist: Das Reisgericht – Zucchini-Reispfanne mit Lammhack

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  3. Katja

    Hallo Britta,
    echt, dafür gibt es eine Tüte. Warum?
    Wie Du schon schreibst, muss man ja sehr viel selbst dazugeben.
    Es sieht sehr lecker aus und Lammhack gab es bei uns schon lange nicht mehr.
    Vielen Dank für die Inspiration.
    Liebe Grüße
    Katja

    Antworten
  4. Brotwein

    Ach ja, die Fix Tüten. Da stehe ich auch immer staunend davor und frage mich wer das leider wirklich braucht. Lammhack-Zucchini-Reispfanne hört sich jedenfalls lecker an!
    Lieben Gruß Sylvia

    Antworten
    1. Britta

      Vor ungefähr 30 Jahren habe ich auch die ein oder andere Fixtüte genommen, vor allem, als es noch keinen Online-Handel gab und „exotischere“ Gewürze in unserer Kleinstadt kaum zu bekommen waren.

      Antworten
  5. Susanne

    Ich kenne das von früher von einer Freundin von mir. Sie kocht gut und immer frisch und war aber der Meinung, Carbonara ohne Tüte kriegt sie nicht hin. Inzwischen weiß sie selbst nicht mehr, warum sie das dachte. Ich glaube, da wird ganz viel mit Ängsten (und etwas Bequemlichkeit) gearbeitet.

    Antworten
    1. Britta

      Ich glaube, mit der fixen Carbonara habe ich auch Erfahrungen.

      Das mit den Ängsten – und der Bequemlichkeit – sehe ich ähnlich. Ich schaue öfter mal Das perfekte Dinner und wenn ich dann sowas höre wie: „Die macht ihr Risotto selber? DAS würde ich mich nie trauen.“, denke ich immer, welche Mythen dahinter stecken.
      Risotto ist bei uns ein typisches „Was sollen wir denn bloß kochen?“-Rezept und so simpel.

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  6. Pingback: Mexikanischer Reis – CorumBlog 2.0

  7. Anna C.

    Ja, diese Tüten- irgendwie waren die in meiner Kinderzeit der Hit- und bis heute hat sich daran wohl wenig geändert. Frisch gekocht ist doch tausendmal besser…
    Liebe Grüße Christine

    Antworten
    1. Britta

      Da sagst Du was.
      Ich als Kind des letzten Jahrhunderts fand es toll, dass man mithilfe dieser Tütchen auch mal „exotischere“ Gerichte auf den Tisch bringen konnte.

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
  8. Barbara

    Hallo Britta,
    den Sinn der Tüte verstehe ich auch nicht – wenn ich doch alle Zutaten dafür brauche, ersetzt sie quasi nur die Gewürze…
    Danke für den Tipp mit diesem Schnellreis, den kannte ich noch gar nicht. Wobei ich oft Reis übrig habe, das wäre auch eine Option. Tolles Rezept!
    Liebe Grüße
    Barbara

    Antworten

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