Die kulinarische Weltreise: Kua Mee – Gebratene Nudeln aus Laos

Im April geht es mit der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft wieder einmal nach Südostasien und zwar in den einzigen Binnenstaat dort: Laos, offiziell – transkribiert – Sathalanalat Paxathipatai Paxaxon Lao, Demokratische Volksrepublik Laos auf Deutsch. Das Land grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar, hat etwa 7,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km²; Hauptstadt und größte Stadt ist Vientiane.

Wie so oft bei Ländern, die den Zusatz „demokratisch“ im Namen tragen, geht es auch in Laos leider alles andere als demokratisch zu. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen. Mehr über Laos kann man auf Wikipedia nachlesen.

Kommen wir nun aber zur laotischen Küche, die von frischen Kräutern, scharfen Aromen und einfachen, regionalen Zutaten geprägt, dabei stark beeinflusst von thailändischer, vietnamesischer und französischer Küche (Laos gehörte neben Kambodscha und Vietnam zum ehemaligen französischen Protektorat Indochina.) ist.

Klebreis (Khao Niao) ist das immer präsente Nationalgericht, das gedämpft in Bambuskörben serviert wird.

Hauptzutaten der laotischen Küche sind Reis, Fisch aus dem Mekong, Gemüse, Chili, Limette, Koriander, Minze und Fischsauce. Mahlzeiten umfassen Reis, Suppe, Fleisch/Fisch und Dipsaucen, die von regionalen Varianten beeinflusst sind. Hauptsächlich in der Hauptstadt Vientiane gibt es noch Erinnerungen an die französiche Esskultur, wie z. B. Baguettes.

Auf Märkten findet man bunte Streetfood-Stände mit Grillfleisch und Salaten, die das Herz der laotischen Esskultur bilden.

Beliebte Gerichte sind u. a.

  • Laap (Larb): Hackfleischsalat (Huhn, Rind, Fisch) mit Kräutern, geröstetem Reis und Limette – pikant und erfrischend.
  • Tam Mak Hung: Grüner Papayasalat mit Chili und Fischsauce, ähnlich thailändischem Som Tam.
  • Sai Oua: Würzige Kräuterwurst aus Schweinefleisch, gegrillt.
  • Mok Pa: Gedämpfter Fisch in Bananenblatt.
  • Khao Piak Sen: Klebrige Reisnudelsuppe mit Schweinebrühe.
  • Khao Jee Pâté: Französisch inspiriertes Baguette-Sandwich mit Paté und Gemüse.

Süßspeisen mit Kokosmilch (z. B. Khao Tom Mat), Dips wie Jeow Bong und Bier wie Beerlao ergänzen das Angebot. Vegetarische Optionen sind machbar, Streetfood ist günstig und vielfältig.

Mit der Suche nach Rezepten habe ich mich ein wenig schwer getan, bin aber dann doch auf dem Blog Reisehappen u. a. mit dem Kua Mee fündig geworden.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 200 g Reisnudeln
  • 75 g Zucker
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 90 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Fischsauce
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Schalotte
  • 2 Eier
  • 0,5 TL helle Sojasauce
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 – 2 Frühlingszwiebeln
  • Koriander
  • Sojasprossen
  • 0,5 Limette
  • evtl. geröstete ungesalzene Erdnüsse
  • ich zusätzlich für etwas mehr Frische: Möhre mit dem Sparschäler in Streifen gehobelt

Zubereitung:

Knoblauch und Schalotte abziehen und fein würfeln. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Koriander waschen, trockenschütteln und grob hacken.

Reisnudeln in eine große Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und rund 15 Minuten gar ziehen lasse, dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Für das Omelette Eier zusammen mit der Sojasauce und etwas Pfeffer in einer Schüssel aufschlagen. Eine kleine Pfanne erhitzen und 1 EL Öl zugeben. Nun die Hälfte der Eimischung in die Pfanne geben und daraus ein dünnes Omelette backen. Anschließend aus der restlichen Eimischung ein weiteres Omelette backen. Die beiden Omelettes aufeinanderlegen, kurz abkühlen lassen, dann aufrollen, in dünne Streifen schneiden und zunächst beiseitestellen.

Restliches Öl zusammen mit dem Zucker in einem Wok langsam unter Rühren bei niedriger Temperatur erhitzen, bis der Zucker beginnt zu karamellisieren. Wenn die Zucker-Öl-Mischung eine schöne goldbraune Farbe hat, Knoblauch und Schalotten zugeben und anbraten.

Nun das Wasser zufügen und unter Rühren das Karamell auflösen. Dann Salz und Fischsauce zugeben.

Nun den Herd auf die größte Stufe stellen und dann die Reisnudeln zugeben. Die Nudeln mit Stäbchen oder zwei Gabeln vorsichtig in der Sauce wenden, bis alle Nudeln mit der Sauce bedeckt sind.

Nudeln nun noch etwa 2 Minuten anbraten, dann direkt auf Schüsseln verteilen und die Omelettestreifen, die Sojabohnensprossen, Möhrenstreifen, die Frühlingszwiebeln und Limettenachtel darauf anrichten. Mit Koriander und nach Wunsch mit grobgehackten Erdnüssen bestreuen.

Das Gericht hätte bestimmt noch besser geschmeckt, wenn es nicht so süß gewesen wäre. Das ist wohl typisch für die laotische Küche, war aber selbst meinem Süßschnabel von Ehemann zu viel. Ich habe versucht, mit zusätzlicher Sojasauce und ordentlich Limettensaft gegenzusteuern.

Fazit: War nicht schlecht, müssen wir aber auf die Art und Weise nicht noch mal haben.

Hier sammele ich im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

Ein Gedanke zu „Die kulinarische Weltreise: Kua Mee – Gebratene Nudeln aus Laos

  1. Petra aka Cascabel

    Diese Nudeln habe ich auch auf der Liste. Die Zuckermenge ist hier schon beträchtlich, da wäre ich auch skeptisch. Beim Rezept von Saeng ist es etwas weniger, dazu kommen ( auch mengenmäßig) deutlich mehr würzige Zutaten wie Sojasauce, Fischsauce, Austernsauce und Seasoning Sauce. Vielleicht probiere ich es einfach mal aus, der Geschmack würde mich schon interessieren.

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