Archiv für den Monat: Juni 2026

Die kulinarische Weltreise: Blåbærsnurrer med vaniljekrem – Blaubeer-Vanille-Schnecken (Norwegen)

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im Juni geht es mit Volker von volkermampft im Rahmen der kulinarischen Weltreise in den hohen europäischen Norden, nämlich nach Norwegen.

Das Kongeriket Norge/Noreg ist ein ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2026) dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.

Das Hauptland Norwegens erstreckt sich zwischen dem 57. und 71. Breitengrad und liegt somit teils nördlich des Polarkreises. [weiterlesen auf Wikipedia]

Die norwegische Küche ist einfach und geprägt durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern. Fisch und Milchprodukte waren und sind Basis der Küche, die durch Brot und Getreidebrei sowie Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wid ergänzt werden.

Geprägt durch das skandinavische Klima mit kurzen Sommern und langen Wintern war die Konservierung der Lebensmittel sehr wichtig, um während der Wintermonate die Versorgung zu gewährleisten. Deshalb wird immer noch viel geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet.

Getreideanbau von Hafer und Gerste ist nur im Süden des Landes möglich. Da diese beiden Sorten sich nicht für die Herstellung von Hefebrot eignet, gibt es überwiegend Flatbrød, ein dem Knäckebrot ähnelndes trockenes Fladenbrot. Durch Handel haben natürlich inzwischen auch andere Getreidesorten Einzug gehalten.

Durch die lange Küstenlinie ist Fisch natürlich sehr wichtig wie z. B. Lachs, Hering, Kabeljau, Sardinen und Makrelen.

Auch Kartoffeln stehen seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert auf dem Speiseplan.

Die Suche nach passenden Rezepten fand ich schwierig, denn im Sommer habe ich gelinde gesagt keine Lust auf Wildgerichte oder schwere Eintöpfe, die natürlich im Winter ihre Berechtigung haben.

Auf der Seite Mahtava *) fand ich dann ein Rezept für die Blaubeer-Vanille-Schnecken, habe dieses allerdings nur als Anregung genommen, weil der GöGa und ich den Teig und den Pudding im Cookit zubereitet haben und dazu die Rezepte für den süßen Hefeteig und den Vanillepudding genommen haben.

*) Hier habe ich schon die Rezepte für Rentiergeschnetzelte und den Wintersalat für unseren Abstecher nach Finnland im Rahmen der kulinarischen Weltreise (Mai 2023) gefunden.

Natürlich kann man Teig und Pudding auch ohne dieses Küchen-Gadget machen.

Zutaten für 8 – 12 Schnecken *):

Für den süßen Hefeteig (Cookit-Rezept):
  • 500 g Weizenmehl 550 + etwas mehr zum Bearbeiten
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter, weich in Stücken
  • 150 ml Vollmilch
  • 1 EL Trockenhefe = 1 handelsübliches Tütchen
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Rührschüssel/Küchenmaschine geben und gründlich mischen und dann so lange verkneten, bis der Schüsselrand sauber bleibt.

Schüssel abdecken (mit passendem Deckel oder einem Küchenhandtuch) und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit den Vanillepudding und die Füllung zubereiten:

Zutaten für den Vanillepudding:
  • 500 ml Vollmilch
  • 2 Eigelbe + 1 Ei zum Bepinseln der Schnecken
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Zucker, darin enthalten 20 g Vanillezucker
  • 30 g Speisestärke
Zubereitung:

Im Cookit werden tatsächlich alle Zutaten in den Topf gegeben und alles unter Rühren auf 95 °C erhitzt, was hervorragend geklappt hat.

Für die Zubereitung ohne Küchenmaschine einfach alle Zutaten gründlich verquirlen, in einem Kochtopf einmal unter Rühen aufkochen, eindicken lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.

Zutaten für die Füllung:
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 4 EL Zucker
  • 150 – 200 g (wilde) Blaubeeren
Zubereitung:

Butter und Zucker in einer kleinen Schüssel gründlich mischen.

Fertigstellung:

Teig direkt auf ein mit einer bemehlten Silikon-Backmatte belegtes Blech geben, kurz gründlich durchkneten und zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen.

Die Butter-Zucker-Füllung darauf gleichmäßig ausstreichen und die Blaubeeren darauf geben (Bild unten links). Teig von der Längsseite eng aufrollen, mit einem scharfen Messer in 8 bis 12 gleich große Scheiben schneiden.

Nebeneinander auf das Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Bild unten Mitte).

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze aufheizen. Das restliche Ei verquirlen, die Schnecken damit bepinseln. Dann mit dem Rücken eines Teelöffels Löcher in die Mitte der aufgegangenen Schnecken drücken, dorthinein den Vanillepudding geben (Bild unten rechts).

Blaubeerschnecken 15 – 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun aussehen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann – am besten draußen in der Sonne – genießen.

Die Hefeschnecken mit Blaubeeren und Pudding haben ganz wunderbar geschmeckt und die Arbeit hielt sich, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung meines GöGas, in Grenzen, zumal man ja durch das Gehenlassen und Backen immer wieder Pausen einlegen konnte.

Wie immer ergänze ich hier im Laufe des Monats die Rezepte meiner Mitreisenden:

#wirrettenwaszurettenist: Sommersalate – „Chili sin carne“-Salat

Endlich ist der Sommer da! Und mit ihm kommen die Griller, die Freibadbesucher und Picknicker mit ihren Leckereien ans Licht.

Besonders beliebt sind bei heißen Temperaturen auch Salate, entweder als Beiwerk zum Grillen oder zur Gartenparty oder auch als leichte Hauptmahlzeit.

Der Lebensmittelhandel hält Regalmeter um Regalmeter an fertigen Salaten bereit, meistens schmecken sie mir persönlich nicht so und deshalb rette ich, was zu rette ist und schnippele lieber selber ein paar Zutaten zusammen.

Der heute vorgestellte Salat heißt wie er heißt, weil ich alle Zutaten für mein Chili sin Carne einfach kalt in die Salatschüssel geworfen habe. Die Würze kommt durch ein Dressing aus Joghurt und verschiedene Gewürze, die auch im warmen Chili ihre Verwendung finden.

Zutaten für eine große Schüssel Salat (ca. 4 Portionen):

  • 1 Glas rote Bohnen (Kidneybohnen), ca. 350 g *)
  • 150 g Mais, frisch, TK oder Konserve
  • 1 Paprikaschote (grün wäre wegen des Farbspiels schön)
  • 1 – 2 Tomaten, je nach Größe
  • 1/4 Eisbergsalat
  • optional: Chili in dünnen Ringen

*) Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt: ca. 120 g über Nacht einweichen, abgießen und mit reichlich Wasser weich kochen. Abkühlen lassen und wie unten verwenden.

  • 4 EL Joghurt
  • abgeriebene Zitronenschale + 1 EL Saft
  • 1 Espressolöffel gemahlener Koriander
  • 1 Espressolöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 – 5 Stängel glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:

Bohnen und Mais auf ein Sieb geben, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Eisberg in feine Streifen (Chiffonade) schneiden, gründlich waschen und in einer Salatschleuder trocken schleudern (Alternativ ein Küchenhandtuch/Trockentuch benutzen) und in eine große Schüssel geben.

Paprikaschote schälen, in feine Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls fein würfeln, zum Eisberg geben.

Zum Schluss Bohnen und Mais ebenfalls zugeben und gut durchmischen.

Für das Dressing den Joghurt mit allen übrigen Zutaten mischen, eventuell mit etwas Wasser glattrühren und entweder kurz vor dem Servieren mit den übrigen Salatzutaten mischen oder separat reichen, so dass sich jede/r die gewünschte Menge Dressing nehmen kann.

Wir haben den Salat zu einer mit Berbere gewürzten Maispoularde und etwas Fladenbrot genossen.

Hier seht Ihr die Salatrezepte der übrigen Retter*innen: