Archiv für den Monat: September 2026

Die kulinarische Weltreise: Stuffat tal-Fenek – Kaninchenragout aus Malta

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Im September geht es mit der Reisegruppe der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft zurück nach Europa, genau gesagt nach Malta, amtlich Repubblika ta’ Malta und englisch Republic of Malta; italienisch Repubblica di Malta.

Die zwischen Sizilien und Tunesien im Mittelmeer gelegene Inselgruppe umfasst neben den bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino mehrere unbewohnte Felseninseln.

Der GöGa und ich waren 1999 (sic!) für eine Woche im März auf Malta und fanden den Aufenthalt schon sehr interessant. Man kam damals (und kommt es wohl noch heute) wunderbar mit Bussen überall hin. Wir waren unter anderem natürlich in der Hauptstadt Valetta, aber auch in Sliema und Melieha. Ein paar alte und etwas „vergilbte“ Fotos könnt Ihr Euch gerne mal auf meinem ehemaligen Flickr-Account anschauen.

Die Landschaft wirkt eher karg, obwohl die Inseln über 800 einheimische Pflanzenarten beheimaten. Süßwasser gibt es auf Malta keines, Trinkwasser wird aus Meerwasserentsalzungsanlagen und Zisternen zum Auffangen von Regenwasser gewonnen. Regenfälle sind eher kurz und heftig, wie wir am eigenen Leib erleben durften: Wir gerieten in einen Guss, bei dem das Wasser bis an die Türen unseres Linienbusses reichte.

Die maltesische Küche gehört zu den mediterranen Küchen. Sie wurde deutlich von der englischen sowie der italienischen Küche beeinflusst. Die verwendeten Gewürze sind der nordafrikanischen Küche entlehnt. Da Fleisch auf den Felseninseln von Malta rar ist, werden vorwiegend Gemüse und Fisch verwendet. Im Sommer und Herbst zur Fangzeit der Goldmakrele (Coryphaena hippurus), findet man auf Malta diesen dort Lampuki genannten Fisch auf vielen Speisekarten. Die Goldmakrele ist der Nationalfisch Maltas und wurde von 1986 bis 2007 auf Malteser 10-Cent-Münzen geprägt. Die beliebtesten Fleischgerichte der Inseln werden aus Kaninchen (Fenek) zubereitet.

Die Küche ist sehr gemüseorientiert; verwendet werden Tomaten, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Möhren, Zwiebeln, Paprika, Spinat und Artischocken, aber auch Kohl und Blumenkohl. Häufig genutzt werden, wie in fast allen Mittelmeerküchen, Oliven, Olivenöl und Brot.

Beliebte Gerichte sind:
  • Aljotta: Eine sehr würzige Fischsuppe mit Knoblauch, Peperoni, Tomaten, Reis und viel gehacktem Majoran oder Petersilie.
  • Bigilla: Eine schwere Paste aus dicken Bohnen mit Knoblauch.
  • Braġjoli: In Rotwein gegarte Rinderroulade mit Schinken und Ei gefüllt.
  • Brunġiel mimli: Auberginen, gefüllt mit Fleisch, Oliven und Kapern.
  • Ħobż biż-żejt (auch Ftira): Ein rundes Sauerteigbrot, das mit unterschiedlichen Kombinationen von Thunfisch, Zwiebeln, Knoblauch, Oliven, Kapern, Tomaten, Minze oder Sardellen belegt und mit Olivenöl beträufelt wird.
  • Kannoli: Kross gebackene Teigröllchen, gefüllt mit Ricotta, Schokolade oder kandierten Früchten.
  • Kapunata: Die maltesische Variante der Ratatouille, angelehnt an die sizilianische Caponata.
  • Lampuki-Auflauf: Ein mit Filet von der Goldmakrele zubereiteter Auflauf mit Spinat, Blumenkohl, Kastanien und Rosinen.
  • Pastizzi: Blätterteig gefüllt mit Ricottakäse oder Erbsenmus.
  • Ross il-forn („Reis aus dem Backofen“): Ein maltesisches, dem Risotto ähnliches Gericht. Es besteht aus Reis mit Hackfleisch, Eiern, Safran und wird – typisch für die Küche des Archipels – langsam auf kleiner Flamme gegart. Nach der Überlieferung wurde es von den Phöniziern auf die Insel gebracht. In der modernen Variante wird noch Tomate beigefügt.
  • Soppa tal-armla („Witwensuppe“): Eine Bohnensuppe, der ein kleiner runder Käse („ġbejna“) aus Schaf- oder Ziegenmilch beigefügt wird.
  • Soppa tal-qargħa ħamra: Maltesische Kürbis-Suppe. [Quelle: Wikipedia]
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Blätterteigtarte für die Apfelzeit

Der Sommer geht zu Ende, dem hoffentlich noch der sprichwörtliche goldene Herbst folgt. Am ersten Sonntag im September dreht sich bei Leckeres für jeden Tag alles um den Apfel. Unser Baum im Garten hängt zwar wieder zuverlässig voll, aber so richtig gut schmecken sie noch nicht, weshalb wir bei unserer Tarte auf gekaufte Äpfel zurückgegriffen haben.

Inspiriert wurde ich durch ein Rezept aus Jamie Olivers Buch 5 Zutaten mediterran, allerdings geht es zutatentechnisch (m)einen eigenen Weg.

Zutaten für 4 Stücke:

  • 1 Rolle Bio-Blätterteig aus der Kühltheke
  • 4 EL Orangenmarmelade
  • 2 – 3 Äpfel, je nach Größe (ich hatte noch eine liegengebliebene Nektarine dazu geschnippelt)
  • 2 EL gehackte gesalzene Pistazienkerne
  • 1 TL Zimtzucker
  • 1 längliche Tarteform

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Blätterteig vorsichtig abrollen und in die Tarteform legen. Überstehenden Teig abschneiden und zunächst zu Seite legen.

Marmelade mit etwas Wasser erwärmen und glattrühren.

Äpfel schälen, entkerne und in Stücke schneiden. (Nektarine vom Stein schneiden und mit den Apfelstücken mischen.)

Marmelade auf den Blätterteig streichen, Apfelstücke darauf geben und zunächst auf der untersten Schiene des Backofens 25 Minuten backen. Pistazien und Zimtzucker über die Äpfel streuen und 5 Minuten weiterbacken.

Fertige Tarte auf einem Kuchenrost auskühlen lassen, auf einer Platte servieren und mit einem Klecks Sahne oder einer Kugel Vanilleeis anrichten.

Aus den Teigabschnitten hat der GöGa mit Zimtzucker bestreute Schneckchen gebacken (25 Minuten neben der Tarte).

Jetzt bin ich ganz gespannt auf weitere kreative Rezepte mit Äpfeln:

Nachgekocht: Kabeljau auf geschmorten bunten Tomaten aus der Heißluftfritteuse

Dieses leckere Gericht haben wir während der zweiten heißen Phase des Sommers Mitte August gemacht. Da die Heißluftfritteuse im Vorratsraum und nicht in der Küche steht, konnte sie dort vor sich hin köcheln, ohne dass die Temperatur uns groß gestört hätte.

Aufmerksam wurde ich auf Rezept von Zora Klipp über Facebook und das Ergebnis war sehr gelungen!

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Stücke Kabeljaufilet à ca. 140 g, frisch oder aufgetaute TK-Ware
  • 300 g bunte Kirschtomaten
  • ca. 120 g Weiße Bohnen aus Glas/Dose
  • 30 – 40 g Oliven nach Wahl
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas frischer Basilikum
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • optional: eingelegte Kapern

Zubereitung:

Tomaten mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Zucker für 8 – 10 Minuten bei 180 °C in den Aifryer geben.

Bohnen, Oliven und Basilikum mischen und unter die Tomaten heben.

Kabeljau salzen, pfeffern, leicht ölen und auf die Tomaten-Bohnenmischung legen. Bei 160 – 170 °C 8 – 10 Minuten zu Ende garen.

Ich habe mit noch ein paar Kapern über das Gericht gegeben und dazu gab es Brot.

Ein sehr lecker leichtes sommerliches Essen!

Koch mein Rezept (Duck Choila von volkermampft)

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

In der 26. Runde von Koch mein Rezept, dem großen Foodblogwichteln, das Volker von volkermampft im Juni 2020 aus der Taufe gehoben hat, wurde mir tatsächlich Volkers Blog zugelost.

Er lebt in Hamburg, mehr ist über ihn quasi nicht zu erfahren. Ich weiß, dass er in der Foodbloggemeinschaft sehr umtriebig ist, hat er doch im März 2018 die kulinarische Weltreise ins Leben gerufen. Seitdem geht es fast jeden Monat in ein anderes Land dieser Erde, mehrmals im Jahr gibt es auch Sonderthemen.

Aus meinem Blog darf sich Wilma von Pane Bistecca ein Rezept aussuchen. Ich bin gespannt, wofür sie sich entscheidet.

Update: Bei Wilma gab es Langós, die scheinbar so gut geschmeckt haben, dass ihre Gäste sie ihr buchstäblich aus den Händen gerissen haben. Das freut mich natürlich sehr.

Es hat etwas gedauert, bis ich mich bei der Fülle von Volkers Rezepten für eines entscheiden konnte. Ausschlaggebend war schließlich die Tatsache, dass wir noch sous-vide gegarte Entenbrust (ca. 500 g) eingefroren hatten.

Deshalb haben der GöGa und ich uns für Duck Choila entschieden, ein Rezept, das Volker für den Abstecher nach Nepal im Rahmen der kulinarischen Weltreise gekocht hatte.

Uns hat dieses toll gewürzte Entengericht super geschmeckt, auch wenn ich etwas von Volkers Rezept abgewichen bin. Irgendwie habe ich in seiner Beschreibung die Spur der Gewürzpaste verloren. Sie wird irgendwann zur Seite gestellt und taucht dann nicht wieder auf. Aber wie heißt es so schön? Alle Köche (und Köchinnen) sind besch*ssen, die sich nicht zu helfen wissen. Also bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zutaten für 4 Portionen:

  • ca. 500 g Entenbrust
  • 4 große Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 10 g Ingwer
  • 1 Zwiebel *)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Bockshornklee (gemahlen; ich hatte nur ganze Samen)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 rote Chili (optional; ich: 1/2 TL Chiliflocken)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Pflanzenöl (ich: Erdnussöl)
  • 2 Frühlingszwiebeln *)
  • 1 TL Senföl
  • 10 g gehackten Koriander (ich: deutlich weniger, weil mein GöGa ihn nicht so mag)
  • 1 Limette (ich: eine Halbe)

*) Leider waren meine Zwiebeln nicht mehr gut, also habe ich die weißen Enden der Frühlingszwiebeln gehackt und die grünen Enden wie im Rezept verwendet.

Zubereitung:

Entenbrüste von beiden Seiten scharf anbraten und bei ca. 50 °C im Ofen warm halten.

Tomaten halbieren und von allen Seiten scharf anbraten. Sie dürfen gerne etwas angebranntes Röstaroma bekommen. Aus der Pfanne nehmen und leicht abkühlen lassen.

Frühlingszwiebelweiß klein hacken, Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken oder reiben. Restliche Gewürze – außer Salz, Pfeffer – bereitstellen.

Frühlingzwiebelgrün in feine Ringe schneiden.

Im Erdnussöl die gehackten Zwiebeln goldbraun anbraten, Knoblauch, Ingwer und Gewürze zugeben. Unter Rühren etwas anbraten, dann zur Seite stellen.

Tomaten klein schneiden, dabei den Saft auffangen und mit dem Frühlingszwiebelgrün zur Gewürzmischung geben. Mit Senföl, Limettensaft und Salz abschmecken.

Entenfleisch in dünne Streifen schneiden.

Serviert habe ich das Choila mit Basmatireis, den ich auf Teller gegeben habe, darauf die Entenstreifen anrichten und die „Sauce“ rundum anrichten.

Am Folgetag habe ich das Choila mit Kokosmilch (200 ml) aufgewärmt, was auch sehr schmackhaft war.

Hier stelle ich Euch die Tauschblogs der letzten 24 Runden vor:
RundeIch koche aus dem Blog…Rezept (meine Version)Aus meinem Blog kocht…Rezept (ihre/seine Version)
1Evchen kochtHerzhafter KaiserschmarrenMagentratzerlTschanachi
2KohlenpottgourmetKürbis-Hackbällchen-Spätzle-AuflaufMein wunderbares ChaosVegetarische Kibbeh mit Karotten und Kichererbsen
3Caros KücheKirsch-Streusel-TalerMünchner KüchenexperimenteSelleriesalat mit Granatapfel und Feta
4Backmädchen 1967Versunkener BirnenkuchenHeute gibt es…Rote Bete-Risotto
5Zypresse unterwegsPeanutbutter CookiesDer ReiskochKichererbsen mit Mangold
6(no) plain Vanilla KitchenPasta alla LigureEvchen kochtBienenstich im Glas mit einem Hauch Erdbeeren
7LabsalliebeAb Hendevaneh – Persische WassermelonenlimonadeZunehmend wildHühnchencurry mit Mango
8Obers trifft SahneSpaghettimuffinsApplethreeErdbeerkuchen im Glas
9Münchner KüchenexperimenteWintersalat mit Rosenkohl1x umrühren bitte aka KochtopfFächerkartoffeln aus dem Airfryer
10Brot und RosenMafianudelnKüchentraum & PurzelbaumHotdog Brötchen
11ReiseschmausSucuk-Pfanne mit EiZimtkringelSüß-saure Radiesle
12Coconut & CucumberDicke Bohnen-Salat mit Pesto, gerösteten Pinienkernen und ParmesanSus Corumblog 2.0Eichblattsalat mit Edamame und Lachs
13KaffeebohneWestfälische PotthuckeJenny is bakingBelgische Waffeln mit Übernachgare
14Jenny is bakingArepas con quesoCakes, Cookies & MoreSalsiccia Carbonara
15Pane-BisteccaCroquetas de PescadoCoconut & CucumberMöhren-Mango-Salat
16NinamanieBohnen-Eintopf mit Kartoffeln und ZucchiniÜbersee-MädchenSchoko-Cookes mit Pecannüssen
17Salzig, Süss, LeckerPilaw mit Gemüse und JoghurtHomemade & bakedEier in Senfsauce
18Little Kitchen and moreSpanische KürbissuppeNinamanieOfenkartoffel und Vogerlsalat
191x umrühren aka KochtopfKaramellisierte Zwiebel-Apfelpasta mit SalbeiSalzig, süß, leckerPasta mit Steakstreifen und Edamame
20MagentratzerlOfengerösteter Blumenkohl mit Merguez-AromaVive la Reduction!Paprika mit Belugalinsenfüllung & Feta
21ÜberseemädchenSchnelle Thaisuppe mit ReisnudelnKaffeebohneBlätterteigrolle mit Spinat
22ZimtkringelSchmorhuhn mit RotkrautvolkermamptSkrei mit orientalischem Blumenkohl und Sesamjoghurt
23Barbaras SpielwieseFrühlingsgemüse mit gebratenem TofuBarbaras SpielwieseRoter Linsenauflauf mit Cheddar
24Chili und CiabattaChinesische Hackpfanne mit gebratener GurkeKakao und KarotteAachener Printen
25Der ReiskochGelbes Thai-Curry mit Like ChickenBrotweinleider kam da nichts