Lo Mein-Nudeln

Wieder durfte – oder aus seiner Sicht vielleicht auch musste – der GöGa ein Sonntagsessen aussuchen. Einmal mehr hat er die App Simple Feast bemüht (wie hier auch schon) und fand das oben genannte Gericht von José Andres lecker klingend. Es ist auch sehr lecker geworden, aber vor den Genuss hatten die Götter erst mal den Einkauf gesetzt, der sich als mittelschwer erwies, besonders im Bereich der Asiazutaten.

Getrocknete Lo-Mein-Nudeln waren einfach nicht zu finden, so dass wir letzten Endes zu simplen Spaghetti gegriffen haben, die dem Geschmack keinerlei Abbruch taten.

Zu Hause recherchierte ich dann noch mal in Ruhe und kam zu dem Ergebnis, dass Lo-Mein eine Abwandlung des Gerichts Chow-Mein ist und für beide schlicht und ergreifend Mie-, also chinesische Weizennudeln genommen werden.

Und auch bei der gereiften Sojasauce musste ich kapitulieren… ich nahm dann irgendeine Sorte. Jetzt weiß ich, dass es sich dabei scheinbar um Tamari handelt. Beim nächsten Mal dann… aber kann man das nicht so in die Zutatenliste schreiben, dass es ein/e jede/r versteht?

Zutaten für 4 Portionen:

  • 120 mg süße Kejap-Manis-Sojasauce
  • 2 EL Austernsauce
  • 1 EL gereifte Sojasauce (Tamari)
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 1/2 EL weißer Pfeffer
  • 400 g getrocknete Lo-mein-Nudeln (also eigentlich Mie-Nudeln; ich: ersatzweise Spaghetti)
  • 120 g gekochter Schinken, in Streifen geschnitten
  • Pflanzenöl (ich: Erdnussöl, weil es hoch erhitzbar ist)
  • 2 TL feingehackter Knoblauch
  • 2 TL feingehackter Ingwer
  • 70 g gewürfelte weiße Zwiebeln (ich hatte nur normale Haushaltszwiebel bekommen)
  • 50 g in Scheiben geschnittene Austernpilze
  • 40 g in Scheiben geschnittene Shiitake-Pilze (ich: Champignons, weil der GöGa keine Shiitake mag)
  • 60 g dünn geschnittene Chinakohl
  • 1 Möhren, in streichholzlange und -breite Streifen geschnitten
  • 1/2 Bund Koriander
  • 3 Jungzwiebeln (Frühlingszwiebeln), die weißen Teile sehr dünn geschnitten

Zubereitung:

Zunächst alle Zutaten abwiegen, schneiden und griffbereit stellen (mise en place).

Einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, die Nudeln darin wie gewohnt garen, abschütten und mit wenig Wasser, damit sie nicht zusammenkleben, zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Saucen zusammen mit Sesamöl und weißem Pfeffer gut verrühren.

Einen großzügigen Schuss (Erdnuss-)öl in einem Wok oder einer großen Pfanne mit hohem Rand erhitzen, bis es raucht.
Knoblauch, Ingwer, Schinken, Zwiebeln und die Pilze vorsichtig zugeben, unter häufigem Rühren zwei bis drei Minuten anschwitzen bis alles leicht braun ist.

Die gekochten Nudeln, den Chinakohl, die Möhren sowie die Sauce zugeben und schwenken, bis die Sauce durcherhitzt ist. Die Sauce sollte schön eindicken.

Alles in einer Schüssel oder auf Tellern anrichten und mit Frühlingszwiebeln und Koriander bestreut servieren.

Das war so lecker, dass wir nach einem langen Tag im Garten bis auf eine kleine Portion alles verputzt haben. Eigentlich wollte ich einen Rest einkochen, aber das hat sich nicht gelohnt, also gab es am folgenden Tag für mich mittags Bratnudeln mit Ei.

 

2 Gedanken zu „Lo Mein-Nudeln

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