Archiv der Kategorie: Obst und Gemüse

Nachwachsende Rohstoffe

Auf verschiedenen deutsch- und englischsprachigen Webseiten, die immer mal wieder auf Facebook verlinkt werden, liest man von Gemüsesorten, die sich leicht auf der heimischen (Küchen-)Fensterbank nachziehen lassen. Dazu gehört auch der Staudensellerie.

Da ich ja jetzt viel Platz und ein – theoretisch – sonniges Südfenster in der Küche habe, habe ich am 6. Januar mit dem Experiment begonnen. Von diesem Gericht hatte ich das untere Ende des Staudenselleries übrig, das man laut Beschreibung auf eine Untertasse mit Wasser legen soll, damit es Wurzeln bildet, und das ganze soll an einem sonnigen Fenster plaziert werden.

06.01.2015  – Beginn des Experiments

sellerie01

 

 

 

 

 

 

Heute nun, sieben Tage später, sprießt es tatsächlich grün und zart. Und das, obwohl Sonne  in der vergangenen Woche wahrlich Mangelware war.

13.01.2015 – Erstes zartes Grün lässt sich sehen

sellerie02

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt…

Herbst auf dem Teller

Da ich noch Kürbis vom Curry übrig hatte, wurde der Rest für eine Kürbis-Kartoffel-Tortilla verwendet. Das Rezept hatte ich im Netz auf der Seite von Essen & Trinken gefunden. Dort kann man es auch nachlesen; ich habe es für uns zwei allerdings halbiert und in Ermangelung von Milch etwas Mineralwasser an die verquirlten Eier gegeben.

Dazu gab es noch Feldsalat mit Granatapfelkernen und Himbeerdressing*). Und so waren wirklich alle Farben des Herbstes auf einem Teller vereint.

*) Für den Salat braucht man für 2 große Portionen:

  • Feldsalat so viel man mag
  • 1/4 Granatapfel, davon die Kerne (den Rest kann man in Eiswürfelbehältern portionsweise einfrieren)
  • 1 fein gehackte Schalotte nach Geschmack
  • 1 TL Senf
  • 3 EL Olivenöl
  • etwas Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Himbeeressig
  • evtl. etwas Zucker

Feldsalat, wenn nötig von den Wurzelenden befreien, waschen und trocken schleudern. In eine Salatschüssel geben und die Granatapfelkerne darüber streuen.

Die restlichen Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas füllen, gut durchschütteln und erst kurz vor dem Servieren über den Salat geben, da der Feldsalat sonst schnell „labberig“ wird.

kuerbis-kartoffel-tortilla

Blog-Event: Zisch! Erfrisch mich!

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Es gibt wieder ein Blog-Event bei Zorra. Dieses Mal wird es von Simone von der S-Küche ausgerichtet und es ist bereits das – tadaaaa – hundertste!

Da wir ja seit ein paar Tagen offiziell Sommer haben – auch wenn der irgendwie schon im Mai/Juni stattfand – steht das 100. Blog-Event unter dem Motto Zisch! Erfrisch mich!

Mein erster Beitrag ist mein absoluter Sommerhit, den ich Penne caprese genannt habe. Im Grunde handelt es sich um einen ganz normalen Insalata caprese, also Tomate mit Mozzarella und Basilikum, allerdings kommen noch frisch gekochte Penne dazu, was das ganze Gericht lauwarm macht. Genau richtig für einen heißen Sommertag.

Zunächst kocht man für zwei Portionen etwa 200 g Penne in reichlich Salzwasser al dente.

Gleichzeitig bereitet man den Salat vor:

Für die Salatsauce braucht man:

  • 5 EL Olivenöl
  • 1 EL Aceto balsamico
  • etwas Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • eventuell etwas Wasser zum „Verlängern“ der Sauce

Alles in ein Schraubglas füllen und gut durchschütteln.

Für den Salat selbst:

  • 250 g Kirschtomaten
  • 1 – 2 Kugeln (Büffel)Mozzarella
  • eine Handvoll Basilikum (ein paar Blätter als Deko beiseite legen)

Tomaten halbieren, Mozzarella würfeln, Basilikum hacken. Mit der Salatsauce vermischen, die abgegossenen Penne unterheben, mit ein paar Basilikumblättchen garnieren und sofort servieren.

Den Insalata caprese kann man natürlich auch kalt servieren, dann sollte man aber die Salatsauce tatsächlich erst kurz vor dem Servieren über die Salatzutaten geben.

 penne_caprese

Ein zweites Gericht, das ich für das Event gemacht habe, ist ein Salada de Polvo (Krakensalat).

Blog-Event: Kartoffelsalat aus allen Himmelsrichtungen

Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen

Julia von German Abendbrot sucht den Lieblingskartoffelsalat der Bloggergemeinde. Das gute dabei ist, dass es auch Rezepte aus dem Archiv sein dürfen und da habe ich was für Julia.

Der traditionelle Kartoffelsalat wurde bei uns zu Hause auch mit Mayonnaise gemacht. Gewürzgürkchen, eventuell Fleischwurst, Zwiebel und hartgekochtes Ei. Eigentlich war mir diese Art immer zu schwer. Dann entdeckte ich vor vielen Jahren in einer Zeitschrift meinen absoluten Lieblingskartoffelsalat. Er besteht aus Kartoffeln, Schlangengurke, Räuchertofu- oder Speckwürfelchen und wird mit einer Vinaigrette aus Brühe, Essig, Senf und angedünsteten Zwiebelchen (vertrage ich viel besser als rohe) angemacht.

Hier geht es zum Rezept… Hat mal jemand gleich eine Portion für mich? *schleck*

Und ein Bild zum Appetit holen:

kartoffel-gurken-salat

Grüner Spargel

Bisher habe ich hier Gerichte mit weißem Spargel vorgestellt:

Dieses Mal hatte ich mir den Spargel für Faule mitgebracht, denn grüner Spargel muss – wenn überhaupt – nur an den Stielenden geschält werden.

Ich hatte einen 500-g-Bund mitgebracht, den ich in 1 EL Olivenöl gebraten habe. Abgelöscht wurde mit etwas Weißwein und mit Agavensirup, Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt.

Entstanden ist ein lecker-knackiger Spargelsalat.

spargel_gruen

Mal wieder Spargel

spargel_ei

Momentan esse ich mindestens ein Mal pro Woche Spargel. Ich hole ihn an einem Stand des Sonnenberger Hofs zwischen Bonn-Ungarten und Bonn-Oberholtorf. Der Spargel ist immer knackfrisch, auch die Erdbeeren sind süß und saftig und nach und nach kommen jetzt andere Obst- und Gemüsesorten dazu.

Oben im Bild gab es den Spargel mit kleinen Kartoffeln und einem (etwas zu) hartgekochtem Ei.

Rhabarbermarmelade…

… mit ein paar Erdbeerstückchen. Leider haben die am Samstag gekauften Erdbeeren nicht bis Dienstag durchgehalten, so dass aus der Erdbeer-Rhabarber-Marmelade eine Rhabarber-Einpaarerdbeeren-Marmelade geworden ist.

rhabarber_erdbeerNach dem Putzen und Kleinschnippeln hatte ich 780 g Rhabarber und Erdbeeren zusammen. Diese setzte ich, zusammen mit 260 g Gelierzucker (3:1) sowie 3 EL Vanillezucker, auf. Als alles weich gekocht war, habe ich den Rhabarber noch etwas mit dem Kartoffelstampfer zerdrückt.

 

 

 

rhabarber_gelierprobeAuf einen kalten Unterteller gab ich dann etwas Marmelade für eine Gelierprobe. Wenn die Probe „fest“ wird, war alles richtig, ansonsten muss man noch etwas Gelierzucker zugeben.

 

 

 

 

 

Die heiße Marmelade randvoll in ausgekochte Twist-off-Gläser füllen. Den Deckel fest verschließen und auf einem feuchten Küchenhandtuch auskühlen lassen. Fertig!

Nach diesem Rezept kann man im Prinzip jede Art Marmelade herstellen.

 

 

 

 

Spargel mit lauwarmer Kräutervinaigrette

Ich liebe Spargel! „Klassisch“ mit Sauce Hollandaise, aber ich probiere auch gerne mal andere Rezepturen aus, wie zum Beispiel die folgende:

Zutaten für 1 Portion:

  • 6 – 8 Stangen Spargel (je nach Dicke)
  • Kochwasser mit Salz und Zucker
  • verschiedene Kräuter (Rucola, Oregano, Löwenzahn)
  • Gänseblümchenblüten
  • Lavendelessig (oder Apfelessig, Himbeeressig etc.)
  • Öl
  • etwas vom Spargelkochwasser
  • Salz, Pfeffer, Agavensirup

Den Spargel in ca. 20 Minuten bissfest kochen.
Für die Vinaigrette die Kräuter hacken. Öl mit Essig verrühren und die Kräuter zugeben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Agavensirup (oder Zucker) abschmecken. Zum Schluss etwas von dem Spargelkochwasser zugeben, so dass die Vinaigrette etwas erwärmt wird.

Über die angerichteten Spargelstangen geben und mit den Gänseblümchenblüten dekorieren.

Dazu schmecken Salz- oder in der Schale gekochte Kartoffeln.

spargel_gaensebluemchen

Kartoffel-Steinpilz-Gratin

Dieses leckere Gericht ist der App „Go Veggie“ von Stevan Paul entnommen. Dazu gab es Linsen-Rucola-Tomatensalat.

Für 4 Portionen:

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g Butter
  • 150 ml Schlagsahne
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 8 getrocknete Steinpilze
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

Schalotten fein würfeln. Die getrockneten Steinpilze klein schneiden. Knoblauchzehe in Scheiben schneiden.

Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Steinpilze zugeben. Gemüsebrühe und Schlagsahne zugeben und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden (ich habe dazu eine Mandoline genommen, damit die Garzeit nicht so lang ist). Dachziegelartig in eine Form schichten und mit der Gratinsauce begießen.

Im heißen Ofen bei 220 Grad auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten garen.

Vor dem Servieren habe ich noch etwas gehackte Petersilie über das Gratin gegeben.

kartoffelgratin_linsensalat

Das war mal wieder ein sehr leckeres Rezept von Stevan Paul. Bisher hat der Mann mich ja noch nicht enttäuscht!

 

Altes Gemüse – Teil 3

stielmus1

Na, wer weiß, was das ist? Die Lösung lautet Stielmus, auch Rübstiel genannt. Wikipedia weiß folgendes über dieses Gemüse zu sagen.

Als Rübstiel bezeichnet man die als Gemüse verwendeten Stiele und Blätter von Speiserüben- oder Kohlpflanzen beziehungsweise eine eigenständige, vom Rübsen abstammende Varietät (Brassica rapa var.rapifera subvar. pabularia) mit stark gefiederten Blättern. […] Rübstiel hat einen fein-säuerlichen Geschmack und wird am besten frisch nach der Ernte verzehrt, weil die zarten Blätter schnell welken. Das Gemüse ist vor allem im Rheinland und in Westfalen bekannt. Dort werden die Stiele der jungen Mai- und Herbstrüben meist gehackt und gedünstet zu Fleischgerichten serviert. Üblich ist auch eine Mischung mit Kartoffelpüree oder Stampfkartoffeln. In weiteren traditionellen Zubereitungen wird er zu Eintopf oder roh zu Salat verarbeitet. [ganzen Artikel lesen]]

Ich habe das letzte Mal als Kind Stielmus gegessen und wusste natürlich nicht so recht, wie man es zubereitet. Aus verschiedenen Rezepten, die ich im Internet gefunden habe, habe ich mir mein eigenes Rezept zusammen gestellt.

Für 4 Portionen:

  • 2 Bund Stielmus
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butterschmalz
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Becher Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 Prise Zucker
  • etwas Zitronensaft
  • 4 mittelgroße Kartoffeln

Zubereitung:

Die Wurzelenden vom Stielmus abschneiden, in kaltem Wasser gründlich waschen. Die Stiele fein, die Blätter etwas gröber hacken.
Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in wenig kochendem Salzwasser garen.

Zwiebel würfeln, in Butterschmalz glasig dünsten. Mit Wein ablöschen, das Stielmus zugeben und bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen. Mit Sahne aufgießen und mit den Gewürzen abschmecken. Die gegarten Kartoffelwürfel unterrühren.

Bei uns gab es sogenannte Lupinenschnitzel der Firma Alberts dazu, die uns leider überhaupt nicht geschmeckt haben. Dem GöGa hat das Gemüse leider auch nicht geschmeckt, insoweit wird das Stielmus wohl ein einmaliger Versuch sein.

stielmus2