Nachgebacken: Bayrisches Klosterbrot mit Bier

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Kürzlich waren wir mit Sylvia von Brotwein im Rahmen ihres neuen Blogevents Deutsche Küche in Bayern. Einer ihrer Beiträge war das Bayrische Klosterbrot. Das sah nicht nur superlecker aus, es las sich auch halbwegs nachvoll-, sprich: -backbar.

Gestern Abend machte ich mich ans Werk, um gleich festzustellen, dass in meinem Roggenmehl 1150 das pure Leben tobte – und leider nicht nur da. Was jetzt? Doch kein Brot backen?

Nö, ich mahlte fix die benötigte Menge Roggen zu einem Roggenvollkornmehl und ging dann nach Rezept vor, nahm aber vorsichtshalber nur die halbe Rezeptmenge. Das ergab letzten Endes ein Brot von ca. 545 g. Und zwar ein so leckeres Brot, dass die Wiederholung sicher nicht lange auf sich warten lassen wird.

Zutaten Sauerteig:
  • 150 g Roggenvollkornmehl
  • 150 g Wasser
  • 20 g Roggenanstellgut (Eigentlich wäre die Hälfte des Originalrezepts 17,5 g gewesen, aber ich handelte frei nach dem Motto „Viel hilft viel“.)

Alles verrühren und abgedeckt (über Nacht) 12 – 14 Stunden reifen lassen.

Der Roggenvollkornsauerteig am Backtag

Dann stellte ich fest, dass ich auch nicht mehr genug Weizenmehl 1050 hatte und so schüttete ich alles zusammen, was ich finden konnte:

Weizenmehl 1050, Weizenmehl 550, Vollkornweizenmehl und Dinkelmehl 630 bis ich die benötigte Mehlmenge von 275 g Mehl zusammen hatte.

Zutaten Hauptteig:
  • Sauerteig
  • 275 g „bunte“ Mehlmischung
  • 150 g Bier (Neumarkter Lammstbräu dunkel)
  • 8 g Salz
  • 4 g Frischhefe (optional und die Menge aus dem Originalrezept)
  • jeweils eine Prise Kreuzkümmel, Fenchel und Koriander
Zubereitung Hauptteig:

Von der Biermenge ca. 15 ml abmessen und zurückbehalten. Je nach Mehlsorte ist die Aufnahme der Flüssigkeit unterschiedlich, deshalb lieber später etwas zugeben, statt zu viel verwenden. Bei mir haben die 125 ml Bier nämlich genau gereicht.

Sauerteig zusammen mit Salz, Gewürzen, Mehl(en) und der reduzierten Biermenge (darin hatte ich die Hefe aufgelöst) vermengen. Den Teig ca. 2 Minuten mischen. Dann zuerst 5 Minuten langsam und 3 bis 5 Minuten schnell kneten. Gegebenenfalls nach und nach das zurückbehaltenen Bier untermischen.

Den Teig in einer abgedeckten Schüssel ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Danach mit etwas Mehl zu einem runden Laib formen und mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen legen.

Mit einem sauberen Handtuch abdecken und ca. 45 – 60 Minuten zur Gare stellen (gehen lassen).

Den Backofen mit einem Gusseisentopf mit Deckel bei 250 °C Umluft mindestens 30 Minuten vorheizen.

Den Teig auf Backpapier stürzen und einschneiden. Mitsamt dem Backpapier in den Gusseisentopf heben, Deckel aufsetzen und auf der unteren Ebene 45 Minuten backen.

Deckel abnehmen und weitere 15 Minuten zu Ende backen.

Brot auf ein Gitter stürzen und abkühlen lassen.

Der Anschnitt sieht schon super aus: tolle knusprige Kruste und eine schöne lockere Krume. Der Geschmack ist ebenfalls wunderbar.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass mein Brotexperiment so gut gelungen ist.

2 Gedanken zu „Nachgebacken: Bayrisches Klosterbrot mit Bier

  1. Sylvia von Brotwein

    Ein sehr schönes Brot ist das geworden! Es freut mich, dass es bei der Nachkoch/Nachbackaktion ein Brot wurde. Brot backen ist im Prinzip nicht schwierig und wie man an Deinen diversen Änderungen sehen kann auch meist überaus Tolerant was die Grammangaben, Mehltypen und Zeiten angeht.
    Sorry für die späte Rückmeldung. Ich habe es jetzt erst gesehen, dass es schon auf den Social Media Kanälen mehrfach gezeigt wurde.
    Viele Grüße Sylvia

    Antworten
    1. brittak Beitragsautor

      Kein Problem. Schön, dass es Dir auch in meiner Version gefällt.

      Eigentlich wollte ich es dieses Wochenende sofort noch einmal backen, aber mein Mann meinte: „Zweimal das gleiche Brot hintereinander?“
      Naja… 😉

      LG Britta

      Antworten

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