Das Thema des Monats Februar im Rahmen der kulinarischen Weltreise von und mit Volker von volkermampft passt hervorragend in den Winter, denn gesucht werden Eintöpfe aus aller Welt. Okay, manche Eintöpfe oder modern ausgedrückt One-Pot-Gerichte kann man auch ganz gut in der wärmeren Jahreszeit essen, aber ich denke bei Eintopf klassisch an herzhafte wärmende Wintergerichte.
Was ist eigentlich ein Eintopf?
Das habe ich die KI von Perplexitiy gefragt und folgende Antwort erhalten:
Ein Eintopf ist ein einfaches Gericht, bei dem alle Zutaten zusammen in einem einzigen Topf gekocht und so auch serviert werden.
Grundidee
• Ein Eintopf ist meist eine kräftige, eher dickflüssige Suppe oder ein Suppengericht, das als Hauptmahlzeit gegessen wird.
• Typisch ist, dass nicht wie beim „klassischem Tellergericht“ Beilage, Gemüse und Fleisch getrennt zubereitet werden, sondern alles gemeinsam im Topf gart.
Typische Zutaten
• Häufig enthalten sind Gemüse (z.B. Kohl, Möhren, Porree), Kartoffeln und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen.
• Je nach Rezept kommen Fleisch, Wurst oder Speck dazu, aber es gibt genauso rein pflanzliche Eintöpfe.
Herkunft und Nutzung
• Eintöpfe gelten traditionell als bäuerliche, sättigende Gerichte, die aus einfachen Zutaten eine vollwertige Mahlzeit machen.
• Heute laufen ähnliche Gerichte oft auch unter dem modernen Begriff „One-Pot“, das Prinzip „alles in einem Topf“ bleibt aber dasselbe.Perplexitiy
So weit, so gut. Nun beginnt erst mal die Suche nach internationelen Eintopfgerichten, wovon ich natürlich im Rahmen der kulinarischen Weltreise schon einige gekocht habe.
Besondere Highlights waren dabei u. a.:
- Maafe, Erdnusseintopf aus Burkina Faso
- Cazuale de mariscos, Fischeintopf aus Venezuela
- Gjuwetsch, Gemüseeintopf aus Bulgarien
- Goru mangshor diye aloo, Rindfleisch-Kartoffel-Curry aus Bangladesh
- Moqueca de camarão, Garneleneintopf mit Kokosmilch aus Brasilien
- Odschakhuri, „Familienmahl“ aus Georgien
- Székelygulyás, Szegediner Gulascha aus Ungarn
- Gentse Waterzooi met Kip, Genter Eintopf mit Hähnchen aus Belgien
Mein erster Eintopf in dieser neuen Runde kommt von der Insel Mallorqua (Spanien) und ist eigentlich gar keine Suppe, wie der Name vermuten lassen könnte, sondern ein „trockener“ Eintopf, denn die Flüssigkeit wird eigentlich komplett vom typisch mallorquinischen Brot, dem Pan moreno, aufgesogen.
Ich fand es aber ganz lecker, dass wir trotzdem noch ein bisschen Brühe zum Löffeln hatten.
Es handelt sich hier um ein sogenanntes „geführtes Rezept“ aus der HCA (Home Connect App) des Cookit von Bosch, aber Ihr könnt das Rezept natürlich in jedem Schmortopf zubereiten.
Zutaten für 4 – 6 reichliche Portionen:
- 1 Zwiebel, ca. 80 g
- 2 Knoblauchzehen
- 1 kleiner Spitzkohl à ca. 500 g
- 2 EL Olivenöl
- 300 g Blumenkohl
- 300 g Babyspinat (ich: Grünkohl) *)
- 400 g Dosentomaten in Stücken
- 800 ml Gemüsebrühe
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 3 TL edelsüßes Paprikapulver
- 4 Stängel frische glatte Petersilie
- Kapern nach Wunsch
- einige Scheiben altbackenen Brotes
*) Auch auf Mallorca wird das an Gemüse genommen, was gerade Saison hat. Hier in Deutschland bekommt man z. Z. eher frischen Grünkohl als Spinat, alternativ könnte man auch Mangold nehmen.
Zubereitung:
Spitzkohl vierteln, den Strunk entfernen und in schmale Streifen schneiden. Blumenkohl in Röschen teilen. Grünkohl waschen, das Grün von den Stielen zupfen und grob durchhacken. Zwiebel und Knoblauch hacken.
Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, das vorbereitet Gemüse *) sowie Petersilie ebenfalls zugeben.
*) Wenn Ihr Spinat oder Mangold nehmt, diesen zum Schluss zugeben und nur kurz zusammenfallen lassen.
Mit Tomaten und Brühe aufgießen, einmal aufkochen lassen und bei kleiner Temperatur simmern lassen, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist.
Mit Salz, Pfeffer und Paprika pikant abschmecken.
Brot dünn aufschneiden, in Suppenteller legen und mit der Sopa mallorquina auffüllen. Nach Geschmack ein paar Kapern zugeben.
Die Sopa mallorquina hat uns ganz wunderbar geschmeckt, vor allem der saisonale Grünkohl hat das Ganze sehr herzhaft gemacht.
Wenn man möchte, kann man noch Chorizo oder Sobrasada zugeben.
Wie immer sammele ich hier im Laufe des Monats die Eintopfgerichte meiner Mitreisenden:
- Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ash Reshteh – Persischer Kräuter-Nudeltopf



Oh, wie herrlich! Ich liebe solche herzhaften Gemüseeintöpfe!