Archiv der Kategorie: Vegetarisch und Vegan

Pellkartoffel mit Frühlingsquark

Beim Wochenendeinkauf konnte ich im Lieblings-, da einzigem Bioladen in Soest einen Bund Bärlauch ergattern und der wurde damit Hauptzutat des leckeren Frühlingsquarks zur Pellkartoffel.

pellkartoffel_baerlauchquark

Für eine Portion zuerst 1 – 2 Kartoffeln in der Schale in Salzwasser ca. 30 Minuten garen.

In der Zwischenzeit etwa einen 1/2 Becher Magerquark mit 1 Spritzer Zitronensaft glattrühren. 1/2 Bund Bärlauch in feine Streifen schneiden. 1 kleines Stück Gurke würfeln, 1 – 2 Radieschen in feine Stifte schneiden, 4 – 5 Stiele Petersilie fein hacken, 1/2 dünne Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Alles unter den Quark rühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronenzesten abschmecken und zu den Pellkartoffeln *) geben.

Eventuell mit ein paar essbaren Blüten (ich hatte die ersten Gänseblümchen aus dem Garten) garnieren.

*) Ich mag Pellkartoffeln mit Schale gerne, man kann diese natürlich auch vor dem Servieren entfernen.

Möhrensalat mit Apfel und Walnusskernen

Vom Brotbacken hatte ich noch geraspelte Möhren und gehackte Walnusskerne übrig. Was liegt näher, als zum Abendessen einen feinen Möhrensalat zu machen und dazu das morgens gebackene Brot zu genießen…

Zutaten für 4 Portionen Möhrensalat:

  • 6 Möhren
  • 2 Handvoll Walnussgerne, grob durchgehackt
  • 1 Apfel
  • 1 EL (Oliven-)Öl
  • 1 EL  Apfelessig
  • 1 EL Ahornsirup
  • Salz
  • Orangenpfeffer

Zubereitung:

Die Möhren mit der Küchenmaschine oder von Hand fein raspeln. Die Walnusskerne grob mit einem Kochmesser durchhacken. Den Apfel grob raspeln.

In einer Schüssel vermischen und mit Öl, Apfelessig, Ahornsirup, Salz und Orangenpfeffer abschmecken. Vor dem Servieren noch etwas durchziehen lassen.

moehrensalat

Möhren-Walnussbrot

Vergangenen Freitag habe ich endlich mal wieder Brot gebacken, nachdem ich ja so lange krank danieder lag.

Als Grundrezept habe ich wieder das bewährte Sauerteigbrotrezept genommen. Inzwischen nehme ich übrigens Ahornsirup statt Zucker, und ich habe mir angewöhnt, das Brot vor dem Backen mit Wasser zu bestreichen. So wird die Kruste schön knusprig.

brot_moehren_01Wie immer hatte ich beim Teigkneten Hilfe von meiner Brunhild, aber dieses Mal hat sie mir auch 3 Möhren durchgeraspelt wie nix. Dazu kamen noch ein paar Walnusskerne (Reste aus der Weihnachtsbäckerei), die ich allerdings fix mit dem großen Küchenmesser durchgehackt habe.

Nach dem ersten Gehen im Backofen (30 Min. bei 50 °C Umluft) habe ich so viel Möhren und gehackte Walnusskerne untergeknetet. Es blieb ein Rest übrig, den ich natürlich später noch weiter verwendet habe.

 

brot_moehren_02

Das zweite Gehen (20 Min. bei 50 °C) im Backofen fand dann im runden Gärkörbchen statt. Schon beim ersten Gehen war der Teig ordentlich hoch gegangen, nach dem zweiten Gehen war der Teigling geradezu monströs.

Allerdings ist er im Ofen ein wenig in die Breite gegangen und damit wieder etwas platter geworden.

Das Ergebnis konnte sich wieder einmal sehen und auch schmecken lassen:

brot_moehren_03

Da ich etwas zu viele Möhrenraspel und Walnusskerne für den Teig hatte, habe ich uns abends einen leckeren Möhrensalat gemacht.

KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen, Mahlzeit 2

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kueb_diekueche Eine weitere leckere Mahlzeit, die mit etwas Planung und Zeitmanagement in dieser Miniküche entstanden ist:

Bunte Reispfanne

Ablauf: Am frühen Nachmittag habe ich 1 Portion Kochbeutelreis nach Packungsanweisung gekocht, abgegossen und auf der ausgeschalteten, noch heißen Herdplatze etwas ausgedampft und dann zur Seite gestellt.

Später habe ich mir die weiteren Zutaten für 3 – 4 Portionen zurecht gelegt:

kueb_gemuesevorbereitung kueb_veganhaehnchen

Je 1 rote und grüne Paprikaschote, 1 Zucchini, 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe, sowie 1 Paket vegane Filetstreifen.
Eigentlich wollte ich Hähnchenbrust kaufen, aber es gab nichts über 2 €/kg und so einen Mist kaufe ich nicht, dann lieber vegan!
kueb_zutatenreispfannePaprikaschoten und Zucchini heiß abwaschen, die Paprikaschoten putzen, schälen und würfeln. Die Zucchini in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese dann vierteln.

Knoblauchzehe grob hacken und Schalotte in dünne Streifen schneiden.

Alles bereit stellen.

 

 

 

kueb_veganhaehnchenpfanneZunächst die veganen Filetstreifen in 2 EL Olivenöl knusprig braten.

Zum Würzen habe ich auch noch 1 kleine Dose (50 g) Zwergenwiese Rucola-Tomate-Streich in GöGas Kühlschrank gefunden.

 

kueb_veganhaehnchengemuese

Schalotte und Knoblauchzehe zugeben und glasig dünsten. Dann die Paprikawürfel ebenfalls dünsten, bis sie weich sind.

 

 

 

kueb_veganhaehnchenzucchini

Die Zucchinistücke ebenfalls zugeben, danach den Reis.

Das ganze mit 100 ml Schlagsahne aufgießen und den Rucola-Tomate-Streich einrühren.

Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und getrocknetem Oregano abschmecken und servieren. Sieht nicht schön aus, war aber sehr lecker.

 

kueb_buntereispfanne

 

 

KUEB – Kochen unter erschwerten Bedingungen, Mahlzeit 1

kueb_diekueche Hier seht Ihr, warum und wie ich unter erschwerten Bedingungen kochen musste.

Als erstes kamen Bratkartoffeln mit etwas Ei und grünem Salat auf den Tisch, was schon eine gewisse Planung erforderte, aber letzten Endes war das Essen lecker und gelungen.

Zunächst habe ich mir am (niedrigen) Couchtisch einige Küchenutensilien sowie 3 große Kartoffeln und 1 Schalotte bereit gestellt und zunächst die Kartoffeln geschält und gewürfelt:

kueb_kartoffelschaelen kueb_kartoffelwuerfeln

Bis zum eigentlichen Kochen habe ich die Schüssel mit den Kartoffelwürfeln und die in schmale Ringe geschnittene Schalotte in einer verschließbaren Dose (damit nicht das ganze Einzimmerappartment nach Zwiebel riecht) zunächst zur Seite gestellt.

Zwischendurch habe ich 1 Romanasalatherz in Streifen geschnitten und gründlich gewaschen, dann in einem Sieb abtropfen lassen und die Salatstreifen in einer weiteren Schüssel bis zum Servieren aufbewahrt. Ausnahmsweise habe ich ein Salatdressing aus einer Salatfix-Tüte angerührt, weil der GöGa nur ein Mindestmaß an Gewürzen hat und wir natürlich nicht alles mögliche kaufen wollten.

kueb_zwiebelduensten

Als es ans Kochen ging, habe ich zunächst die Zwiebelringe in 1 EL Pflanzenöl glasig gedünstet, dann aus der Pfanne genommen und in einer Plastikdose (links neben der Pfanne) zur Seite gestellt.

 

 

kueb_bratkartoffeln-pfanne

In der selben Pfanne habe ich dann die Kartoffelwürfel möglichst knusprig gebraten. „Möglichst“ deswegen, weil die Pfanne nicht mehr ganz so tiptop ist und einige Kartoffelstückchen angepappt sind.

Wenn die Kartoffeln gar sind, die Zwiebeln wieder zugeben, 2 Eier über die Kartoffeln schlagen und stocken lassen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Zum Servieren die vorbereiteten Salatblätter mit dem Dressing mischen und zusammen mit den Bratkartoffeln anrichten. Fertig!

kueb_bratkartoffeln-fertig

 

 

Blogparty #Samstagssuppe

So ist der Titel eines wöchentlichen Projekts, das sich Ingrid von auchwas – Küche und Garten hat einfallen lassen.
Eine tolle Idee, und ich bin mal sehr gespannt, ob und wie die Suppen im Laufe der Jahreszeiten ihre „Charaktere“ wechseln werden.

Zur gestrigen Party hatte ich meinen Gemüseeintopf „quer durch den Wintergarten“ dabei.

wintergemueseeintopf_serviert

Pfannkuchen mit Mangold-Blauschimmelkäse-Füllung

Die Februar-Rettungsaktion hat so viele leckere Pfannkuchenrezepte hervor gebracht, dass ich aus verschiedene Komponenten ein neues leckeres Rezept gebastelt habe.

Für einen Pfannkuchen braucht man das Grundrezept mit einem Ei, aber ohne Zucker. Dazu gibt man gehackte getrocknete Tomaten (Menge nach Wunsch), Salz, Pfeffer und eine italienische Kräutermischung (z. B. für Pizza).

Für die Füllung die Blätter von 3 – 4 Stielen Mangold (je nach Größe) abzupfen oder -schneiden. Die Stiel in Stückchen schneiden. Beides getrennt gründlich waschen und beiseite stellen.
1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein hacken und in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Zunächst die Mangoldstiele zugeben und ebenfalls dünsten, dann die Blätter zugeben und etwas zusammenfallen lassen. Mit 100 ml Schlagsahne auffüllen und 4 esslöffelgroße Stücke Blauschimmelkäse (z. B. Gorgonzola, Cambozola, Danblu o. ä.) schmelzen lassen. Mit Salz (je nach Käsesorte kann man es aber auch weg lassen) und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, einen Pfannkuchen von beiden Seiten braten, auf einen Teller legen, die Füllung auf den Pfannkuchen legen und eine Hälfte überklappen.

mangoldpfannkuchen

Ensaïmadas – Mallorquinische Hefeschnecken

Als ich den blauweißen Teller (rechts im Bild) sah und natürlich gekauft habe, erinnerte er mich sofort an die schönen mallorquinischen Webstoffe und was lag da näher, als einmal Ensaïmadas zu backen und diese auf eben dem Teller zu präsentieren.

Gestern war es dann soweit! Das Originalrezept habe ich bei den Küchengöttern gefunden, ich schreibe es Euch und mir aber trotzdem hier auf, falls das Original mal verschütt gehen sollte:

Zutaten für eine große oder 10 – 12 kleinere Ensaïmadas:

  • 500 g Mehl Type 405 (ich: 505)
  • 75 g Zucker
  • 1/2 Teel. Salz
  • 40 g Hefe (ich: 1 Tütchen Trockenhefe)
  • knapp 200 ml lauwarme Milch
  • 2 EL. Olivenöl
  • 2 ganze Eier Größe M
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 200 g weiches Schweineschmalz (ich: Butterschmalz)
  • etwas Fett für das Backblech (ich: Backpapier)

Zubereitung:

Das Mehl mit Zucker und Salz gut in einer Schüssel vermischen, Hefe in etwas von der lauwarmen Milch und einer Prise Zucker verrühren, in eine kleine Mulde in der Mehlmischung geben, ganz leicht mit etwas Mehl vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen

Dann die restliche Milch, Eier und Olivenöl dazugeben, mit den Knethaken des Rührgeräts oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort zum doppelten Volumen aufgehen lassen (ich: 20 Min. bei 50 °C Umluft im Backofen).

Mit bemehlten Händen circa 10 (ich: 12) Kugeln formen und nochmals gehen lassen (ich: auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech wiederum für 20 Minuten im Backofen).

Die einzelnen Kugeln auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und dann mit dem Nudelholz zu sehr dünnen Fladen ausrollen, mit dem weichen Schmalz bestreichen und von der breiten Seite her vorsichtig aufrollen (ich hatte das Butterschmalz komplett geschmolzen und mit dem Pinsel aufgetragen, vermutlich wäre es besser gewesen, den Teig mit dem leicht weich gewordenen Schmalz etwas dicker zu bestreichen oder gleich Butter zu nehmen.). Dann müssen die Rollen nochmal etwas ruhen.

Nun die Rollen auf dem gefetteten Backblech zu Schnecken formen. Die Schnecken nicht eng wickeln, denn sie plustern sich regelrecht auf, während der Teig zugedeckt nochmals über Nacht gehen kann (ich hatte die Schnecken im ausgeschalteten, aber noch warmem Backofen gelagert, bis wir später am Nachmittag vom Einkaufen zurück waren).

Morgens (ich: nach dem Einkaufen zum Nachmittagskaffee) dann bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben und circa 15 – 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Noch warm mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen 😉

Anmerkung: Wenn man aus dem Teig eine große Ensaimada macht, beträgt die Backzeit circa 50 Minuten.

ensaimadas

Fazit: Geschmeckt haben die frischen Ensaïmadas total lecker. Beim nächsten Mal würde ich allerdings die Teigmenge halbieren und Butter auf die Fladen streichen, so dass die Zwischenräume noch lockerer und fluffiger werden.

In 15 Minuten aus einem Topf: Spätzle mit Wirsing

Schatzsuche-im-Vorratsschrank-Dauerevent Da ich die letzten Fertigspätzle aus dem Vorrat und einen Wirsingrest aus dem Kühlschrank weg verbraucht habe, gibt’s hier einen kleinen Beitrag zur Schatzsuche im Vorratsschrank, dem Dauerevent bei Magentratzerl.

 

 

 

 

Zutaten für 1 Portion:

  • 150 g Spätzle
  • 200 g Wirsing
  • 1 TL Butter
  • 2 EL geriebener Käse
  • 1 EL Wasser
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Röstzwiebeln, Menge nach Wunsch

Zubereitung:

Einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Spätzle hinein geben.

In der Zwischenzeit den Wirsing putzen, in feine Streifen schneiden, waschen und zu den Spätzle geben. Sobald die Spätzle gar sind, das Wasser abgießen, den Topf zurück auf den Herd stellen. Die Butter und den Käse unterrühren. Etwas Wasser zugeben, damit alles etwas sämiger wird.

Mit den Gewürzen abschmecken, Spätzle-Wirsing Mischung auf einem Teller anrichten und nach Wunsch mit Röstzwiebeln bestreuen.

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