Die kulinarische Weltreise: Ćevapčići mit Djuvecreis und Balkansalat

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Die große kulinarische Weltreise, das Blog-Event bei Volker mampft geht weiter:

Nachdem wir mit dem ersten Ziel in Europa, nämlich Italien geblieben sind (Hier gibt es nochmal die Zusammenfassung aller TeilnehmerInnen.), verschlug es zunächst weitab auf die Philippinen (zur Zusammenfassung), um jetzt in Europa die Reise fortzusetzen. Es geht nach Kroatien.

Auch hier glänze ich weitestgehend mit Abwesenheit, allerdings waren wir auf unserer Aida-Kreuzfahrt, bevor wie nach Venedig kamen auch einen Tag in Dubrovnik, der Perle der Adria.

Stradun oder Placa – die Hauptstraße in Dubrovniks Altstadt

Markttag

Waschtag – Kleine Gasse von der historischen Stadtmauer gesehen. Von dort oben sah man 2005 noch sehr viele Kriegsschäden, wie Einschusslöcher oder teilweise eingestürzte Häuser.

Blick von der Stadtmauer auf den alten Stadthafen.
Die großen Kreuzfahrtschiffer ankern weiter draußen.

Blick von der Stadtmauer auf die Festung Lovrjenac

Da es auf dem Schiff immer reichlich Essen gab, haben wir dort leider nicht großartig die kulinarische Spezialitäten getestet, sondern eher eine Kleinigkeit auf die Hand genossen.

Meine kulinarische Erfahrung habe ich also vom „Jugoslawen“. Gastarbeiter aus dem ehemaligen Vielvölkerstaat eröffneten ab etwa Mitte der 70er mit Restaurants deutschen Städten. Auch im Kaff eröffnete bald ein „jugoslawisches“ Restaurant, wobei ich keinen Schimmer habe, ob dort nun kroatisch gekocht wurde oder serbisch oder montenegrinisch. Es besteht noch heute:

Der Mönchshof

Typisch von Anfang an war jedenfalls für mich das heutige Gericht, das ich vorher noch nie gekocht habe, obwohl ich gerade den Djuvecreis sehr gerne mag.

Die Rezepte für die Ćevapčići und den Djuvecreis habe ich jeweils von der Essen & Trinken-Seite, den Balkansalat habe ich mir selber ausgedacht.

Ćevapčići – Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Öl
  • 2 TL mildes Ajvar (Paprikamus) *)
  • 1/4 TL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 250 g Rinderhack
  • Salz
  • Pfeffer

*) Wie man Ajvar selber macht, kann man hier bei Paprika meets Kardamom oder aber hier bei Sus Corum Blog nachlesen. Mir fehlte dieses Mal allerdings die Zeit, deshalb griff ich auf ein fertiges Ajvar zurück.

Zubereitung:

Knoblauchzehe fein hacken, Zwiebel fein würfeln, beides in 1 EL heißem Olivenöl andünsten,  Ajvar, scharfes und edelsüßes Paprikapulver zugeben und kurz mitrösten. Mischung in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. (Das habe ich morgens schon erledigt.)

250 g Rinderhack, abgekühlte Zwiebelmischung, etwas Salz und Pfeffer gut verkneten. Masse evtl. nachwürzen. Dann mit leicht geölten Händen zu 8 Rollen von 8 cm Länge formen. Auf 8 Schaschlikspieße stecken. In 2 EL heißem Olivenöl in der Grillpfanne rundherum anbraten. Im auf 150 °C Umluft vorgeheizten Backofen zu Ende garen bzw. warm halten.

Den Djuvecreis zubereiten.


Djuvec-Reis – Zutaten für 4 Portionen: *)

  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Butter
  • 1.5 Tassen Reis
  • 1 Dose Tomatenstücke
  • 2 EL Gemüsebrühepulver
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1,5 Tassen Erbsen (TK)
  • 3 TL Ajvar
  • 1/2 rote Paprika od. gelb od. grün
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung:

Zwiebel klein schneiden, Knoblauchzehe hacken und beides in Butter andünsten. Reis, Tomatenstücke, Brühpulver, Ajvar und Wasser hinzufügen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. (Das habe ich ebenfalls morgens vorbereitet.)

Erbsen und gewürfelte Paprikaschote hinzufügen und alles ca. 20 Min. köcheln lassen. Vor dem Servieren die Petersilie untermischen. Ups… die Petersilie hatte ich wohl vergessen.

*) Den restlichen Reis haben wir am nächsten Tag mit Spiegelei und dem restlichen Balkansalat gegessen.

Den Balkansalat habe ich mir selber ausgedacht, bin mir aber sicher, dass ich den in der einen oder anderen Form so ähnlich schon beim „Jugoslawen“ serviert bekommen habe.


Balkansalat – Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 1 kl. Glas Sauerkraut *)
  • 1/2 grüne Paprika
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Möhre
  • 3 Radieschen
  • 1 EL Rapsöl
  • Zucker nach Geschmack
  • etwas gemahlener Kümmel

Zubereitung:

Das Sauerkraut auf ein Sieb geben, dabei ein wenig vom Sud auffangen (2 – 3 EL), dann in einer Schüssel wässern, anschließend gut auf einem Sieb abtropfen lassen. Die Paprikaschote schälen und in sehr dünne Streifen, die Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden und in dem Sauerkrautsud kalt „garen“ lassen.

Die Möhre mit einem Sparschäler in feine Streifen schneiden und fein durchhacken. Die Radieschen putzen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Den Salat mit dem den Sauerkrautsud, 1 EL Rapsöl, Zucker und etwas gemahlenem Kümmel mischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Auch den Salat habe ich morgens schon zubereitet.

*) Wenn man kein Sauerkraut zur Hand hat, kann man natürlich Weiß- oder Spitzkohl nehmen. Dazu den Kohl in feine Streifen hobeln, mit etwas Salz verkneten, bis Flüssigkeit austritt und die Struktur weich wird. Dann wie oben fortfahren. Die Frühlingszwiebeln kann man in etwas mildem Essig oder Zitronensaft ziehen lassen und damit dann den Salat anmachen.


Abends brauchte ich dann nur noch die Ćevapčići zu formen und zu braten. Während sie im Backofen ruhen, den Djuvec-Reis fertig stellen und alles mit dem gut durchgezogenen Balkansalat servieren.

 

 

5 Gedanken zu „Die kulinarische Weltreise: Ćevapčići mit Djuvecreis und Balkansalat

  1. Conny

    Liebe Britta,

    sehr lecker, Dein kulinarischer Ausflug nach Kroatien. Das ist ein Essen, das ich genau so jetzt gerne genießen würde.

    Herzlichst, Conny

    Antworten
  2. Brotwein

    Wirklich DER Klassiker der kroatischen Küche. Cevapcici grillen wir oft im Sommer, nur den Reis habe ich noch nicht probiert nachzukochen. Danke für die Anregung es endlich mal zu versuchen. Lieben Gruß Sylvia

    Antworten

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