Das Leben geht weiter…

Vielleicht wundert Ihr Euch, dass hier schon wieder so lange nichts von mir gekommen ist.
Der Grund dafür ist, dass meine Katze Jossy krank war. Letzte Woche Donnerstag wurde Lungenkrebs diagnostiziert, leider musste ich sie vorgestern über die Regenbogenbrücke schicken, weil sie tagelang nicht gefressen hat.
Sie war schon so schwach, dass eine kleine Dosis Morphium subkutan ausreichte, um sie innerhalb von Sekunden einschlafen zu lassen.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich unter den Umständen weder große Lust zum Kochen, da mir sowieso der Appetit vergangen war, noch die Muße zum Bloggen hatte.

Langsam geht es wieder, und ich denke, etwas Abwechslung kann nicht schaden.

Nachwachsende Rohstoffe – 2. Update

Vergangene Woche habe ich leider vergessen, ein Update zu posten. Am 27. Januar, eine Woche nach dem letzten Post, sah der Staudensellerie so aus:

27.01.2015 – Es wächst und gedeiht und rechts sprießt sogar ein weiteres Blättchen…

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… und sogar feine Wurzeln haben sich inzwischen gebildet

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01.02.2015 – Heute erschien mir das Wachstum ausreichend, um das Pflänzchen in einen Topf zu pflanzen

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Fortsetzung folgt…

DUBB – Der-Unentdecke-Blog-Buster

Über den Blog von Sandra bin ich auf dieses Dauerevent bei Micha von Grain de Sel gestoßen.

Die Idee ist, schamlos für seinen Blog und die besten darin befindlichen Rezepte ungeniert die Werbetrommel zu rühren. Da ich mir für fast nix zu schade bin, habe ich hier gleich mal eines meiner unangefochtenen Lieblingsrezepte:

Graupeneintopf

Leider kann ich mit genauen Mengenangaben nicht dienen. Man braucht ungefähr

  • 1 Liter Gemüsebrühe (ich habe eingefrorene selbstgemachte Brühe mit etwas Wasser gestreckt)
  • Gerstengraupen, Menge nach Wunsch
  • 2 – 3 Kartoffeln
  • 1/2 Knollensellerie
  • 2 Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Petersilienwurzeln
  • Salz, schwarze Pfeffer

Zubereitung:

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen, die Graupen einstreuen und quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Gemüse vorbereiten und in Würfel oder Scheiben schneiden. Zur kochenden Brühe geben, alles ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Natürlich kann man mit den Gemüsen variieren. Es schmecken auch Rosenkohlköpfchen, Pastinaken, grüne Bohnen, Blumenkohlröschen oder Erbsen.

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Grundrezept: Rindergulasch…

… mit Rotkohl und Fussili.

Dieses leckere Essen gab es bei uns am vergangenen Samstag. Das könnte ich glatt auch jetzt zum Frühstück schon essen.

rindergulasch

 

Für 2 – 3 Portionen braucht man:

  • 500 g Rindergulasch
  • 500 g Gemüsezwiebel
  • 2 EL Tomatenmark
  • Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
  • 150 ml kräftiger Rotwein
  • 1/2 Tasse Wasser oder Fleischbrühe
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Butterschmalz
  • eventuell etwas Stärke zum Binden der Sauce (bitte nicht zugeben, falls das Gulasch bzw. Reste eingeweckt werden sollen!)

Zubereitung:

Gemüsezwiebel einmal längs und einmal quer halbieren und dann in grobe Spalten schneiden.

Das Butterschmalz  in einem Schmortopf zerlassen und die Zwiebelspalten glasig dünsten, zur Seite schieben. Auf höchster Temperatur das Gulasch in mehreren Portionen rundherum scharf anbraten und zu den Zwiebeln schieben.

Zwischendurch das Fleisch und die Zwiebeln schon mal kräftig mit den beiden Paprikapulvern bestreuen.

Nachdem das gesamte Fleisch angebraten ist, Tomatenmark zugeben, kurz mit dünsten und dann mit dem Rotwein ablöschen. Weiterhin auf hoher Temperatur einkochen lassen, zum Schluss Wasser/Fleischbrühe zugeben und auf kleiner Temperatur bei geschlossenem Deckel ein bis zwei Stunden schmoren. Hin und wieder umrühren und gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.

Die Sauce kann man, wenn gewünscht, mit wenig in kaltem Wasser angerührter Stärke binden. Dazu muss die Sauce noch einmal aufgekocht werden. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken und zu Rotkohl und Nudeln (Kartoffel oder Knödel passen auch) servieren.

Grünkern-Grünkohl-Auflauf

Dieses leckere vegetarische Gericht hatte es früher regelmäßig gegeben, aber mangels funktionierendem Backofen hatten wir uns eine mehrjährige Zwangspause auferlegt. Der neue Backofen in der neuen Küche funktioniert einwandfrei und so stand einer Neuauflage am vergangenen Samstag nichts mehr im Wege.

Früher hatte ich das Gericht immer mit TK-Grünkohl (von Bofrost) gemacht, aber davon hatte ich nichts mehr und eigentlich wollte ich auch nicht mehr bei der Firma bestellen. Also kaufte ich „frischen“ Grünkohl.

gruenkohl02

Als ich den Kohl später grob gehackt habe, hatte ich sofort wieder das Bild meines Opas vor Augen: Da wir früher, zu seinen Lebzeiten, selber Grünkohl im Garten hatte, saß er mit einer riesigen Zinkwanne voll Wasser und Grünkohl da und zupfte diesen von den Stängeln. Und es war sicherlich ein kleiner Unterschied, ob man für zwei oder sieben Personen (es sollte ja für zwei Tage reichen) Grünkohl vorbereiten muss.

Ich hatte auch eine meiner größten Schüsseln voll bis oben hin.

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Doch nun zum Auflauf selber:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Packung Grünkern-Bratlinge
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butterschmalz
  • 300 g Grünkohl, geputzt (ich hatte etwa 500 g Rohware geholt)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 150 g Gorgonzola (ich nehme immer geriebenen Emmentaler oder Gouda, weil der GöGa keinen Schimmelkäse mag)
  • 200 g Crème fraîche oder Saure Sahne
  • 2 Eier
  • etwas Milch oder Mineralwasser zum Glattrühren
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 20 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Grünkern-Bratlinge nach der Packungsanweisung anrühren, quellen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und in Butterschmalz glasig dünsten. Grünkohl hineingeben, die Brühe angießen, salzen, pfeffern und zugedeckt 15 bis 20 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich umrühren.
Die Grünkernmasse unter den Kohl mischen, Flüssigkeit – sofern noch vorhanden – einkochen. Nacheinander eine Hälfte Kohl, zerbröselten Gorgonzola bzw. Käse nach Wunsch und die zweite Hälfte Kohl in eine Auflaufform geben.
Crème fraîche mit Ei und Milch verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und darübergießen. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen und bei 200 Grad (E), Stufe 3 (Gas) oder 170 Grad (Umluft) 30 Minuten überbacken.

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Das Rezept habe ich mal von einer Freundin bekommen; die Originalquelle kenne ich leider nicht.

Muscheln in Weißweinsud aus dem Dampfgarer

Sie waren sehr sehr lecker und durch die Garmethode auch super aromatisch. Das einzige Manko an unserem Abendessen am vergangenen Samstag war, dass sich etwa zwei Drittel der Muscheln nicht geöffnet haben, was ich sehr ärgerlich fand.

So hatte jeder von uns fünf Miesmuscheln abbekommen und konnte sich an Gemüse und Brot satt essen.

Das Rezept ist aus dem Begleitkochbüchlein zu meinem Siemens-Dampfgarer.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 – 600 g Miesmuscheln
  • 1 Zwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Stange Lauch
  • Zitronensaft
  • 3 EL Olivenöl
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 2 EL gehackte Kräuter
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Miesmuscheln unter fließendem kalten Wasser gründlich waschen. Gegebenenfalls abbürsten, um Sand- und Kalkreste zu entfernen. Die Bärte mit den Fingern abziehen. Geöffnete Muscheln, deren Schalen sich auch beim Klopfen auf eine der Klappen nicht schließen, wegwerfen; sie können verdorben sein. Die Muscheln in ein Sieb schütten, nochmals gründlich abspülen und abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Möhren, Sellerie und Lauch putzen und waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zitrone auspressen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen. Die Gemüsestücke zufügen und unter Rühren 4 bis 5 Minuten anschwitzen. Weißwein und Zitronensaft angießen, Kräuter einstreuen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Muscheln im ungelochten Garbehälter verteilen. Die Gemüse-Wein-Mischung über die Muscheln geben. Bei 100 °C auf der 2. Schiene von unten 10 – 12 Minuten dämpfen, dabei die Muscheln nach 6 Minuten mit einem großen Wender mischen oder den Garbehälter kurz herausnehmen und rütteln.

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Fast genau vor einem Jahr hatte es bei uns auch Miesmuscheln gegeben, allerdings „herkömmlich“ im Topf zubereitet.

 

Gebackener Feta

Dieses Gericht ist ziemlich wandelbar. Man braucht Feta, ein paar Gemüse, Knoblauch und Olivenöl sowie Gewürze und schon hat man schnell ein leckeres Essen auf dem Tisch.

Für 1 Portion:

  • 1 (Bio-)Feta (150 g)
  • 1 kleine Zucchini
  • Kirschtomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • grobes Meersalz mit mediterranen Kräutern
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Crema di Balsamico zum Anrichten

Zubereitung:

Eine ofenfeste Form mit etwas Olivenöl auspinseln. Den Feta hinein legen. Zucchini in dünnen Scheiben und halbierte Kirschtomaten auf und neben dem Feta verteilen. Die Knoblauchzehe in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls dazu geben.

Mit Kräuter-Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen. Bei 180 °C Umluft etwa 20 – 30 Minuten im Backofen backen.

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Alles möglichst elegant und unfallfrei auf einen Teller verfrachten und vor dem Servieren noch etwas Crema die Balsamico darüber geben. Dazu schmeckt Baguette oder Bauernbrot.

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Spaghetti mit geschmorten Paprikawürfeln

Da ich vom Chili noch eine halbe rote Paprika übrig hatte, gab es sie letzte Woche gewürfelt über Spaghetti. Das ist ein schnelles Essen auch für nur eine Person:

  • 100 g Spaghetti
  • 1/2 Paprikaschote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl
  • grobes Meersalz mit mediterranen Kräuter
  • Rainbow-Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen.
Inzwischen Paprikaschote schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel ebenfalls würfeln, Knoblauch fein hacken.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen, Paprikawürfel dazu geben und mit etwas Nudelkochwasser ablöschen. Schmoren, bis sie die gewünschte Konsistenz haben.

Spaghetti abschütten, auf einen Teller geben und die Paprikawürfel darauf anrichten. Mit groben Kräuter-Meersalz und Rainbow-Pfeffer bestreut servieren.

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Gefüllte Calamari

Dieses Rezept habe ich ebenfalls bei Kebo entdeckt und es klingt verdammt nach den leckeren Sepias rellenas a la plancha (gefüllte Sepien von der Grillplatte), die ich auf Mallorca so gerne gegessen habe.

Die werden im Sommer unbedingt mal ausprobiert und gehen erst mal auf die To-Do-Liste.