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Nachgekocht: Lothringer Auflauf

Gefunden hatte ich das Rezept über den Umweg einer Facebook-Kochgruppe hier. Geschmeckt hat der Auflauf nicht schlecht, aber mir war er deutlich zu fleischlastig, so dass auf jeden Fall noch einen frischen grünen Salat als Beilage brauchte.

Und was an dem Auflauf lothringisch ist, hat sich mir auch nicht wirklich erschlossen. Trotzdem kommt hier das Rezept für 2 Personen:

  • 250 g gemischtes Bio-Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 EL Butterschmalz
  • 4 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauch
  • 250 ml trockener Rotwein
  • Salz
  • Chilisauce (Tabasco)
  • 2 Zweige Thymian
  • 120 g Bandnudeln
  • 4 EL Petersilie
  • 1/2 Becher Sahne
  • Butterflöckchen
  • 100 g Parmesan

Zubereitung:

Zunächst die Nudeln in siedendem Salzwasser kurz ankochen und dann im warmen Wasser gar ziehen lassen.

Zwiebel würfeln, Knoblauchzehe fein hacken, Thymian von den Zweigen zupfen, Petersilie hacken, Parmesan fein reiben.

In einer heißen Pfanne Zwiebeln und Hackfleisch im Butterschmalz anrösten. Tomatenmark und Knoblauch zugeben und unter Rühren weiter rösten. Mit Rotwein ablöschen, Salz, Chilisauce und Thymian zugeben und ca. 20 Minuten einkochen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Petersilie und einen Schuss Sahne in die Hackmischung rühren, die abgegossenen Nudeln zugeben und vermischen. In eine leicht gefettete Auflaufform füllen. Die Sahne angießen, mit Parmesan bestreuen und ein paar Butterflöckchen obenauf verteilen. In 20 – 30 Minuten goldbraun backen.

Wie gesagt, das Rezept versprach irgendwie mehr, als das fertige Gericht hergab.

 

Tortellini alla Panna gratinati

Dieses Gericht ist relativ schnell vorbereitet, braucht anschließend aber noch 30- 40 Minuten zum Überbacken. Belohnt wird man mit einem leckeren, herzhaften Essen aus frischer Pasta, Gemüse, etwas gekochtem Schinken – meiner war mit Rosmarin, was sehr gut passte – und viiiieeeel oder wenig Käse – ganz nach Wunsch.

Man nimmt am besten Tortellini aus der Frischetheke und keine getrockneten. Im Gegensatz zu letzteren, die man vorkochen muss, kann man die frische Pasta sofort in die Auflaufform geben und sich ganz der Zubereitung der Sauce widmen.

Ich abe mich mangels größerer Auswahl für die Tortellini Pesto-Basilico & Pinoli von Giovanni Rana entschieden und muss sagen, dass sie sehr gut geschmeckt haben.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Paket Tortellini aus der Frischetheke, Füllung nach Wunsch
  • 1 ca. 0,5 cm dicke Scheibe gekochten Schinken
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 Becher Schlagsahne
  • ca. 100 g TK-Erbsen und -Brokkoli (oder anderes Gemüse nach Wunsch)
  • mildes Currypulver
  • Salz, Pfeffer
  • geriebener Käse, Sorte und Menge nach Wunsch
  • Olivenöl

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und eine Auflaufform bereitstellen.
Diese mit etwas Olivenöl ausstreichen und die Tortellini hinein geben.

Falls der gekochte Schinken einen Fettrand hat, diesen abschneiden und fein würfeln.

Den restlichen Schinken ebenfalls würfeln und separat zur Seite stellen.

Die Schalotte in möglichst feine Würfelchen schneiden.

Eine genügend große Pfanne aufstellen und diese erhitzen. Den Schinkenspeck auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten.
Falls man keinen Fettrand hat, die Schalottenwürfel in etwas Olivenöl glasig dünsten und weitermachen wie beschrieben.

Die Schinkenwürfel zugeben und leicht anbraten. Dann mit Sahne aufgießen, mit den Gewürzen abschmecken und das Gemüse zugeben.

Die Sauce über die Tortellini gießen, etwas umrühren, den Käse darüber streuen und ca. 30 – 40 Minuten überbacken.

tortellini_allapanna_gratinati

Rosenkohlauflauf Meraner Art

Das Rezept habe ich in der aktuellen Ausgabe von Slowly Veggie gefunden. Ich  habe die Zutaten halbiert und konnte so zwei Tage hinter einander davon essen. In der Zeitschrift werden Spätzle als Beilage vorgeschlagen, aber ich bin auch ganz ohne Begleiter gut satt geworden.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 800 g frischer Rosenkohl
  • Salz
  • 5 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g vorgekochte und geschälte Maronen
  • 100 g Walnüsse
  • 50 g Butter
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 200 g Crème fraîche
  • 150 g gereifter Camembert

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Rosenkohl waschen, äußere Blätter entfernen, die Röschen halbieren und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten kochen. Kohl abgießen, in kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Schalotten und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Maronen und Walnüsse grob schneiden.

Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Schalotten und Knoblauch darin farblos andünste. Maronen und Walnüsse zugeben und für 3 – 4 Minuten unter Rühren andünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Muskatnuss würzen. Die Crème fraîche einrühren.

Rosenkohl in eine Auflaufform geben, Maronen-Walnussmischung darüber verteilen. Camembert in Würfel schneiden und auf dem Rosenkohl verteilen.

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Für 15 – 20 Minuten auf der mittleren Schiene überbacken.

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Grünkern-Grünkohl-Auflauf

Dieses leckere vegetarische Gericht hatte es früher regelmäßig gegeben, aber mangels funktionierendem Backofen hatten wir uns eine mehrjährige Zwangspause auferlegt. Der neue Backofen in der neuen Küche funktioniert einwandfrei und so stand einer Neuauflage am vergangenen Samstag nichts mehr im Wege.

Früher hatte ich das Gericht immer mit TK-Grünkohl (von Bofrost) gemacht, aber davon hatte ich nichts mehr und eigentlich wollte ich auch nicht mehr bei der Firma bestellen. Also kaufte ich „frischen“ Grünkohl.

gruenkohl02

Als ich den Kohl später grob gehackt habe, hatte ich sofort wieder das Bild meines Opas vor Augen: Da wir früher, zu seinen Lebzeiten, selber Grünkohl im Garten hatte, saß er mit einer riesigen Zinkwanne voll Wasser und Grünkohl da und zupfte diesen von den Stängeln. Und es war sicherlich ein kleiner Unterschied, ob man für zwei oder sieben Personen (es sollte ja für zwei Tage reichen) Grünkohl vorbereiten muss.

Ich hatte auch eine meiner größten Schüsseln voll bis oben hin.

gruenkohl_gehackt

Doch nun zum Auflauf selber:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Packung Grünkern-Bratlinge
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butterschmalz
  • 300 g Grünkohl, geputzt (ich hatte etwa 500 g Rohware geholt)
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 150 g Gorgonzola (ich nehme immer geriebenen Emmentaler oder Gouda, weil der GöGa keinen Schimmelkäse mag)
  • 200 g Crème fraîche oder Saure Sahne
  • 2 Eier
  • etwas Milch oder Mineralwasser zum Glattrühren
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 20 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Grünkern-Bratlinge nach der Packungsanweisung anrühren, quellen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und in Butterschmalz glasig dünsten. Grünkohl hineingeben, die Brühe angießen, salzen, pfeffern und zugedeckt 15 bis 20 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich umrühren.
Die Grünkernmasse unter den Kohl mischen, Flüssigkeit – sofern noch vorhanden – einkochen. Nacheinander eine Hälfte Kohl, zerbröselten Gorgonzola bzw. Käse nach Wunsch und die zweite Hälfte Kohl in eine Auflaufform geben.
Crème fraîche mit Ei und Milch verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und darübergießen. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen und bei 200 Grad (E), Stufe 3 (Gas) oder 170 Grad (Umluft) 30 Minuten überbacken.

gruenkern-gruenkohl-auflauf

 

Das Rezept habe ich mal von einer Freundin bekommen; die Originalquelle kenne ich leider nicht.