Butterbrot, Schnitte, Schnittchen, Pemme, Bemme, Bütterken, Kniffte – Es gibt sicher unzählige regionale Begriffe für das belegte Brot, das diesen Monat das Thema der Rettungstruppe im Kampf gegen die Lebensmittelindustrie ist. Als Alternative dürfen auch Wraps gewickelt werden.
Der GöGa und ich haben uns auf den fast letzten Drücker für ein mit Roastbeef und Remoulade belegtes Brot entschieden.
Butterbrot mit Roastbeef und Remoulade
Als Grund- und Unterlage diente dieses Brot, das ich morgens nach einer fünfzehnstündigen Kühlschrankgare gebacken hatte. Man könnte aber auch ein Baguettebrötchen oder eine Scheibe Roggenbrot nehmen.
Für den Belag braucht Ihr eigentlich nur Roastbeef, ein paar Salatblätter und Remoulade.
Das Roastbeef habe ich einen Tag vorher mariniert und dann im Kühlschrank schön einziehen lassen.
Die einzige Bedingung ist, dass die Zubereitung nicht länger als 30 Minuten dauern darf.
Als erstes gibt es von mir ein Rezept für ein Reisgericht mit Kokosmilch, das ein wenig indisch gewürzt wurde. Die Zutaten könnt Ihr nach Eurem Geschmack und auch nach den Zutaten im Vorrat austauschen.
Zutaten für 2 bis 3 Portionen:
1 Tasse Reis
1,5 – 2 Tassen Wasser
etwas Salz
180 g veganes Like Chicken (alternativ: Hühnerbrust oder anders Fleisch, auch Reste vom Vortag)
1 mittelgroße Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
2 mittelgroße Möhren
1 kleine Zucchini
4 – 6 Champignons, je nach Größe
1/2 Paprikaschote
1 Dose Kokosmilch
Salz
Gewürzmischung „Madras Curry“
200 ml Mango-, Maracuja- oder Orangensaft
etwas Limettensaft und -abrieb
1 – 2 EL Kokosöl zum Braten
Zubereitung:
Bereitet zuerst den Reis zu. Ich mache das im Dampfgarer, da braucht er ca. 20 Minuten.
Dann Zwiebel schälen und grob hacken. Ingwer und Knoblauch schälen und fein durchhacken.
Das Gemüse putzen und in gröbere Stücke schneiden. Kokosmilch und Like Chicken öffnen. Alternativ Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
Eine Pfanne oder einen Wok auf hohe Mittelhitze stellen, Kokosöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer mit der Gewürzmischung goldgelb brate, zur Seite schieben. Like Chicken bzw. Fleisch nach Wunsch zugeben. Von allen Seiten kross braten, ebenfalls zur Seite schieben. Das Gemüse zugeben, anbraten. Alles vermischen, mit Kokosmilch und Saft aufgießen und 5 Minuten sanft köcheln lassen.
Mit Salz und Limettensaft und -abrieb abschmecken.
Entweder den Reis auf Tellern verteilen und das Kokosgemüse darüber geben oder einfach den fertigen Reis zum Gemüse geben, einmal umrühren und anrichten.
Da ich eine Schnippelhilfe in Person meines GöGas hatte, gab’s noch einen schnellen Kopfsalat mit Joghurtdressing nach „Omma Toni“ dazu.
Ich habe beim Kochen natürlich nicht mit der Stoppuhr am Herd gestanden, aber ich denke, dieses Gericht sollte in 30 Minuten servierfertig sein.
Ich werde den Fortgang des Trostkochens, hier weiter fortführen, sobald ich wieder Rezepte für ein bestimmtes Land eingereicht habe und die entsprechende Rezeptsammlung veröffentlicht wurde.
Es kann noch jeder mit Blog mitmachen und Rezepte auf Facebook – Trostkochen einreichen.
Im Mai geht es mit Volkers Reisetruppe im Rahmen der kulinarischen Weltreise nach Frankreich.
Ich war selber erst zweimal in Frankreich: Mit ca. 16 Jahren war ich im Rahmen eines Schüleraustauschs in Chaumont in Haute-Marne.
Dort lebten wir 14 Tage in Gastfamilien und besuchten auch ein- oder zweimal den Unterricht in der Partnerschule. Unsere Austauschschüler mussten teilweise in die Schule, während wir Ausflüge machten, an manchen Tagen durften sie aber auch mitkommen.
Es ging unter anderem nach Dijon, Troyes und Langres und war für mich als Schülerin quasi der erste Auslandsauftenhalt ohne Eltern.
Ich habe dort – vor allem auch im Haushalt meiner Austauschfreundin Sylvie – sehr gut gegessen. Sylvies Opa war ein leidenschaftlicher Hobbykoch und hat uns an den beiden Sonntagen, die ich dort in der Familie verbringen durfte, sehr verwöhnt.
Später waren der GöGa und ich quasi auf Hochzeitsreise noch mal in Frankreich, genauer gesagt im Elsass. Wir waren auf dem Weg in die Schweiz vom Weg abgekommen und haben auf dem Hinweg Strasbourg und auf dem Rückweg Colmar und Eguiseheim besucht.
Der Vorsatz, diese Orte noch einmal zu besuchen, ist bis jetzt ein Vorsatz geblieben. Schade eigentlich.
So wie Zorra als Schweizerin in Spanien lebt, lebt Wilma, die ebenfalls Schweizerin ist, schon lange in Hongkong und auf den Philippinen. Klar, dass einen dort einfach mal die Lust auf die Küche der Heimat überkommt.
Mitmachen dürfen aber auch diejenigen, die in Zeiten der coronabedingten Reisebeschränkungen das Fernweh packt und die dann wenigstens mal ein Gericht aus einem Lieblingsurlaubsziel genießen möchten.
Ich bringe Euch da ein leckeres Gericht aus Spanien mit, nämlich eine Paella de Mariscos (Reispfanne nach Matrosenart). Wie gut, dass ich dieses leckere Gericht, dass es bei uns an Karfreitag gab, noch nicht gepostet habe.
Die meisten Zutaten hatte ich tatsächlich auch noch in den Vorräten: Arborioreis ist immer da, weil wir auch Risotti lieben. Arborio ist zwar nicht der typische Paellareis, aber es funktioniert trotzdem, weil es sich bei beidem um Rundkornreis handelt.. Black Tiger-Garnelen, Tintenfischtube und Fischfilet waren noch eingefroren, lediglich Miesmuscheln und etwas Gemüse musste gekauft werden.
Das war wirklich Genuss pur. Ein Metzger im Kaff bietet seit Ende letzten Jahres Dry aged Beef, also trocken gereiftes Rindfleisch an. Eigentlich sollte es schon zu Weihnachten 2019 so ein besonderes Stück Fleisch geben, aber dann gab es doch Hirsch.
Nun probierten wir es vor einigen Wochen mit Porterhousesteak. Eigentlich hatte ich vorgesehen, dass Fleischreste übrig blieben, die ich am Folgetag mit Champignons zu einer Art Geschnetzeltem verarbeiten wollten. Aber Pustekuchen. Das Fleisch verschwand ratzeputz in unseren Mägen!
Es gab lediglich noch einen feinen gemischten Salat als Beilage.
Eichblattsalat, Gurke, blanchierte Brokkolisprossen, Radieschen, Paprikaschote rot/gelb, Champignons mit Vinaigrette
Das Fleisch wurde im Grilldeckel des Multi-Bräters von d. die Pfanne gebraten. Die Fettränder habe ich eingeschnitten, die Steaks hochkant auf die Fettseiten in die kalte Pfanne gestellt und bei hochgeschalteter Temperatur das Fett ausgebraten.
Dann die Steaks auf beiden Seiten im eigenen Fett scharf anbraten. Auf kleiner Temperatur bis zu einer Kerntemperatur von knapp 60 °C garen.
Am Platz mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit dem Salat genießen.
Ich habe mal wieder ein Sauerteigbrot im Gusseisentopf gebacken. Dabei habe ich dieses mit diesem Rezept kombiniert. Statt des Tütchens Trockenhefe aus dem ersten Rezept habe ich nur ein paar Krümel Frischhefe aus der Tiefkühle, dafür die doppelte Menge Roggensauerteig genommen.
Zur Zeit ist weit und breit keine Hefe – weder trocken, noch frisch – zu bekommen, weshalb ich vor einiger Zeit meine Sauerteige aufgepäppelt hatte.
Wobei mein GöGa letztens tatsächlich 100 g Frischhefe an der Käsetheke (Ja!) eines lokalen Supermarktes bekam.
Hier gab es mal wieder eine wunderbare Resteverwertung:
Den Anfang machte ein Chili sin carne – dieses Rezept halbiert und ohne Fleisch! – mit Kartoffelpüree. Mein GöGa hatte ordentlich Kartoffeln geschält und natürlich war dann Püree übrig.
Kartoffelsuppe war nicht so… Der GöGa ist eher nicht so der Suppentyp. Ich habe dann kurzerhand das Kartoffelpüree mit Gemüse aus dem Kühlschrankvorrat vermischt und in der Pfanne gebraten.
Da auch noch ca. eine halbe Portion Dosentomaten vom Chili übrig, aus der ich nebenbei noch eine einfache kalte Tomatensalsa machte. Dazu gab es noch einen Blattsalat mit Vinaigrette.
Wohl dem, der einen Vorrat an eingekochten Speisen, Brühen und Suppen hat. Bei uns im Vorrat befand sich noch gekochtes Hühnerfleisch in Brühe und so reifte der Gedanke, mal wieder ein leckeres Hühnerfrikassee zu kochen.
Normalerweise bereite ich dieses Gericht traditionell mit Champignons und Spargel zu und dem GöGa und mir schmeckt es tatsächlich am besten mit Dosenware. Schande!
Das eingekochte Hühnerfleisch auf einem Sieb abtropfen lassen und dabei die Brühe auffangen.
Möhre und Staudensellerie in feine Würfel (Brunoises) schneiden. Die Kohlrabi schälen und in ca. 1 cm große Würfel, die Champignons in Scheiben schneiden.
Das Butterschmalz in einer weiten Pfanne zerlassen, das Gemüse anschwitzen, mit etwas Hühnerbrühe angießen und gar dünsten.
In einem Saucentopf die Butter schmelzen, das Mehl zugeben. Mit Weißwein und Hühnerbrühe eine helle Mehlschwitze kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Zusammen mit dem Hühnerfleisch zum Gemüse geben.
Den Reis auf einem Teller anrichten, ein Loch in der Mitte formen und das Frikassee hinein löffeln.